Altlandsberg
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Höhe: | 57 m ü. NN | |
| Fläche: | 106,21 km² | |
| Einwohner: | 8737 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15345 | |
| Vorwahl: | 033438 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 029 | |
| Stadtgliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Berliner Allee 6 15345 Altlandsberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Arno Jaeschke (parteilos, für die CDU) | |
| Lage der Stadt Altlandsberg im Landkreis Märkisch-Oderland | ||
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Altlandsberg ist eine Stadt im Bundesland Brandenburg, Landkreis Märkisch-Oderland. Die Stadt liegt östlich von Berlin im so genannten „engeren Verflechtungsraum“ der Bundeshauptstadt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt Altlandsberg gliedert sich in sechs Ortsteile mit jeweils eigenen Ortsbeiräten und Ortsbürgermeistern:
- Altlandsberg
- Bruchmühle
- Buchholz
- Gielsdorf
- Wegendorf
- Wesendahl
Daneben gibt es noch sechs Gemeindeteile ohne lokale Selbstverwaltung:
- Eichenbrandt
- Neuhönow
- Paulshof
- Radebrück
- Seeberg
- Wilkendorf
[Bearbeiten] Geschichte
Ursprung Altlandsbergs war eine erst slawische, dann deutsche Siedlung namens Jabel, die von Wasser und Sumpf umgeben und dadurch natürlich geschützt war.
Altlandsberg wurde im Jahr 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name der Stadt könnte vom wettinischen Landsberg bei Halle übertragen worden sein. Anfang des 13. Jahrhunderts entstand eine deutsche (vielleicht wettinische) Burg mit Suburbium um die heutige Stadtkirche. Sehr wahrscheinlich gehörte Altlandsberg zu der wettinischen Herrschaft, die der Markgraf von Meißen Heinrich der Erlauchte um Hönow im Zuge des deutschen Landesausbaus nach Osten gegen die Interessen der askanischen Markgrafen Brandenburgs aufbauen wollte. Im Teltow-Krieg zwischen 1239 und 1245 entschieden die gemeinsam regierenden Askanier Johann I. und Otto III. die Auseinandersetzungen für sich. Seit 1245 gehören der gesamte Barnim (wie auch der Teltow) und damit auch Altlandsberg dauerhaft zu der Mark Brandenburg beziehungsweise Brandenburg.
Südlich der Burg errichteten die Askanier noch vor 1257 eine regelmäßige Stadtanlage. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadtanlage mit einer Stadtmauer befestigt. 1335 stiftete der Markgraf ein Kloster für den Bettelorden der Serviten, die einzige Klosterstiftung der Mark. 1409 gelangt die Stadt in den Besitz Ritter von Krummensee. 1432 überfielen Hussiten die Stadt und brannten sie nieder. 1537 vernichtete ein großer Stadtbrand auch das Rathaus mit allen Urkunden. 1550, 1566 und 1598 wüteten Pestepidemien in der Stadt.
1632 brannte Altlandsberg im Zuge des Dreißigjährigen Krieges nieder und blieb verwüstet. 1654 erwarb der kurfürstliche Minister Graf Otto von Schwerin das Schloss und die abgebrannte Stadt. Er ließ sie neu aufbauen und um 1670 das Barockschloss und die zugehörige Saalkirche errichten. Als reformierter Gutsherr siedelte Otto von Schwerin 1670 hier die ersten Refugiés (Hugenotten) Brandenburgs an, die jedoch schon 1672 nach Berlin in die dortige, 1661 privilegierte Französische Kolonie umzogen. 1684 vernichtete ein neuerlicher Stadtbrand 90% der Stadt.
1708 kaufte König Friedrich I. die Herrschaft Altlandsberg und wandelte sie in ein königliches Amt um. Altlandsberg ist bis 1712 Nebenresidenz. 1757 brannte das Schloss ab. Die Trümmer wurden abgerissen, nur die Saalkirche wurde wieder aufgebaut. 1854 wütete der letzte Großbrand in der Stadt.
Am 21. April 1945 erreichten von Strausberg kommende Spitzenverbände der Roten Armee unter Nikolai Erastowitsch Bersarin über Altlandsberg, das hinter dem äußeren Sperrring um die Reichshauptstadt Berlin lag, die Berliner Stadtgrenze.
Altlandsberg beging im September 2005 sein 775-jähriges Bestehen.
Am 1. Juli 2007 wurde der von der CDU aufgestellte Kandidat Arno Jaeschke zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Er hat am 01. September 2007 sein Amt angetreten und damit Manfred Andruleit abgelöst.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Am 1. Januar 2003 wurden im Zuge einer Gebietsreform im Land Brandenburg die amtszugehörigen Gemeinden Buchholz, Bruchmühle, Gielsdorf und Wesendahl als Ortsteile nach Altlandsberg eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Altlandsberg besteht aus 18 Stadtverordneten sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister Arno Jaeschke.
- SPD 6 Sitze
- Bürgerfraktion 5 Sitze
- CDU 3 Sitze
- Die Linke 2 Sitze
- Einzelbewerber 2 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Alter Stadtkern
- weitgehend erhaltene Feldstein-Stadtmauer
- Berliner Turm und Strausberger Turm (Storchenturm) aus dem 14./15. Jahrhundert
- Wall und Graben
- Stadtkirche: Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, um 1500 spätgotisch umgebaut, im 19. Jahrhundert verändert.
- ehemalige Schlosskirche
- Rathaus
- Gutshaus
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
- ÖPNV: Bus
- Eisenbahn: Die Stadt war Hauptaktionär der Altlandsberger Kleinbahn AG, die eine Bahnlinie nach Hoppegarten erbaute; diese war von 1898 bis 1965 in Betrieb.
- Bundesautobahn 10 (Berliner Ring), AS Berlin-Marzahn
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Distributionszentrum (Lebensmittel) der MDL (Metro Group) mit 75.000 m² für 14.000 Artikel
- Gewerbegebiet An der Mühle
- Gewerbegebiet Bruchmühle
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Nikolaus Leutinger (1554-1612), der Verfasser einer 30-bändigen brandenburgischen Geschichte des Reformationsjahrhunderts folgte seinem gleichnamigen Vater und örtlichen Reformator im Stadtpfarramt nach.
- Ludwig von Pfuel (1718-1789), königlich-preußischer Generalmajor (geboren in Gielsforf)
- Ludwig Wilhelm von Regeler, preußischer General und Ingenieur, Reformer des Ingenieurswesen in Preußen und Gründer der ersten Ingenieurschule in Potsdam. Details zu seinem Lebenslauf sind in Kurt von Priesdorffs „Soldatisches Führertum“ (Hamburg 1936-1945), sowie in Richard Regelers „Ein berühmter General – ein Altlandsberger Kind“ nachzulesen (in jeder größeren Bibliothek).
- Erasmus Schöfer (*1931), deutscher Schriftsteller
- Dagmar Enkelmann (*1956), deutsche Politikerin
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
- Otto Reichsfreiherr von Schwerin, brandenburgischer Minister
- Gruppe Ulbricht
- Wolfgang Leonhard
- Ravindra Gujjula, aus Indien stammender erster dunkelhäutiger Bürgermeister in Deutschland (ab 1993)
[Bearbeiten] Weblinks
Altlandsberg | Alt Tucheband | Bad Freienwalde (Oder) | Beiersdorf-Freudenberg | Bleyen-Genschmar | Bliesdorf | Buckow (Märkische Schweiz) | Falkenberg | Falkenhagen (Mark) | Fichtenhöhe | Fredersdorf-Vogelsdorf | Garzau-Garzin | Golzow | Gusow-Platkow | Heckelberg-Brunow | Höhenland | Hoppegarten | Küstriner Vorland | Lebus | Letschin | Lietzen | Lindendorf | Märkische Höhe | Müncheberg | Neuenhagen bei Berlin | Neuhardenberg | Neulewin | Neutrebbin | Oberbarnim | Oderaue | Petershagen/Eggersdorf | Podelzig | Prötzel | Rehfelde | Reichenow-Möglin | Reitwein | Rüdersdorf bei Berlin | Seelow | Strausberg | Treplin | Vierlinden | Waldsieversdorf | Wriezen | Zechin | Zeschdorf


