Like a Prayer

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Like a Prayer
Studioalbum von Madonna
Veröffentlichung 21. März 1989 (USA)
Label Sire / Warner Brothers Records
Format LP, MC, CD
Genre Pop / Dance
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 50m:57s

Besetzung

  • Madonna, Patrick Leonard, Stephen Bray, Prince

Produktion

  • Madonna, Patrick Leonard, Stephen Bray, Prince
Studio Johnny Burbank Recording, Saturn Sound, Ocean Way Recording, Paisley Park
Chronologie
You Can Dance
(1987)
Like a Prayer I'm Breathless
(1990)
Singleauskopplungen
27. Februar 1989 Like a Prayer
9. Mai 1989 Express Yourself
1. August 1989 Cherish
24. Oktober 1989 Oh Father
10. Dezember 1989 Dear Jessie
30. Januar 1990 Keep It Together

Like a Prayer ist das vierte Studioalbum von Madonna. Es erschien im März 1989. Benannt ist es nach dem gleichnamigen enthaltenen Song.

Hintergrund[Bearbeiten]

1989 galt Madonna als die erfolgreichste internationale Sängerin und das neue Album „Like a Prayer“ sollte vor allem ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen. Dieses bis dahin persönlichste Album präsentierte erstmals sehr stark biographisch geprägte Texte und wagte erstmals Experimentelles (u. a. das Duett mit Prince „Love Song“) abseits des Mainstreams. Die Produktion von Madonna, Patrick Leonard und Stephen Bray orientierte sich dieses Mal mehr an Rock, Soul und Funk, aufgebaut auf eingängigen Melodien.

Geschrieben wurde der Titelsong „Like a Prayer“ 1988, als Madonna in dem Stück „Speed the Plow“ am Broadway auftrat und erstmals Abstand von ihrem Leben als Superstar suchte. Insgesamt sind die Hauptthemen dieses Albums eher ernst und düster: Trennung, Tod und Hoffnung. Madonna hatte zu diesem Zeitpunkt einen Scheidungskrieg mit Sean Penn hinter sich gebracht (der Song „Till Death Do Us Part“ handelt davon) und ihre Familie zeigte sich nicht begeistert von ihrem Leben als skandalumwitterter Popstar („Keep It Together“). Andere Songs arbeiteten ihre Vergangenheit auf („Oh Father“) oder ihren Kinderwunsch („Dear Jessie“, benannt nach Leonards Tochter).

Die Veröffentlichung der Vorabsingle „Like a Prayer“ geriet zu einem der größten Skandale ihrer Karriere: In dem Musikvideo von Mary Lambert beobachtet Madonna, wie eine junge Frau getötet wird und ein zur Hilfe eilender Afroamerikaner (gespielt von Leon Robinson) fälschlicherweise von der Polizei für den Täter gehalten wird. Sie flieht vor den wahren Tätern in eine Kirche, zeigt in einem Traum Stigmata an ihren Händen, küsst einen schwarzen Heiligen (auch Leon Robinson) und befreit den Afroamerikaner durch ihre Zeugenaussage aus dem Gefängnis. Im Video tanzt sie auf einem Feld brennender Kreuze. Während in den USA die brennenden Kreuze zur Absetzung und dem Boykott des Videos führten, zeigten sich europäische Länder „schockiert“ wegen der „blasphemischen Szenen“. Als Folge setzte der Hauptsponsor Pepsi den angelaufenen Werbespot mit Madonna ab und kündigte seine Mitwirkung als Sponsor ihrer geplanten Welttournee (die 5-Millionen-US-Dollar-Gage durfte Madonna behalten). Madonna: „Damals hat mein Toursponsor Pepsi Cola am meisten Probleme gemacht. Die hatten Angst wegen der erotischen Anspielungen. Aber sie haben gezahlt, sind abgehauen und das war’s.“ Das Video wurde auch in Deutschland auf MTV nur nachts ausgestrahlt. Single wie Album gerieten, auch wegen dieser eher unfreiwilligen Werbung durch die Verdammung durch Elternverbände und Kirchenvertreter, zu einem ihrer größten Erfolge.

Der spätere Filmregisseur David Fincher drehte die Aufsehen erregenden Videos zu „Express Yourself“ und „Oh Father“ und der Fotograf Herb Ritts inszenierte mit „Cherish“ eins seiner ersten Videos. Die Singles platzierten sich weltweit gut in den Charts und verkauften sich neun Millionen Mal.

„Like a Prayer“ (gewidmet ihrer an Krebs verstorbenen Mutter) verkaufte sich über 13 Millionen Mal und gilt neben „Ray of Light“ als Madonnas gelungenstes Album. Beide erhielten durchweg gute Kritiken und zählen auch bei den Fans zu den Favoriten. Der „Rolling Stone“ nennt das Album als eins der „besten Pop und Rock Alben aller Zeiten“ und auch der Titelsong wurde zu einem der besten 500 Songs aller Zeiten gekürt und 2006 als eines der „Capital Gold's All-Time Top 500“ der britischen Charts ausgezeichnet.

„Like a Prayer“ ist nicht nur eins von Madonnas erfolgreichsten Alben, sondern etablierte sie auch als ernstzunehmende Musikerin und Songschreiberin.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Like a Prayer (Leonard, Madonna) – 5:39
  2. Express Yourself (Bray, Madonna) – 4:37
  3. Love Song (Madonna, Prince) – 4:52
  4. Till Death Do Us Part (Leonard, Madonna) – 5:16
  5. Promise to Try (Leonard, Madonna) – 3:36
  6. Cherish (Leonard, Madonna) – 5:03
  7. Dear Jessie (Leonard, Madonna) – 4:20
  8. Oh Father (Leonard, Madonna) – 4:57
  9. Keep It Together (Bray, Madonna) – 5:03
  10. Pray For Spanish Eyes (Leonard, Madonna) – 5:15
  11. Act of Contrition (Madonna) – 2:19

Charts[Bearbeiten]

Album[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkung
DE AT CH UK US
1989 Like a Prayer 1 1 1 1 1 Erstveröffentlichung: 21. März 1989
Verkäufe weltweit: 13 Mill.

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Verkäufe
weltweit
Anmerkung
DE AT CH UK US
1989 Like a Prayer 2 2 1 1 1 9,52 Mio.[1] Erstveröffentl. 27. Februar 1989
Video: Mary Lambert
1989 Express Yourself 3 5 1 5 2 1,65 Mio. Erstveröffentl. 9. Mai 1989
Video: David Fincher
1989 Cherish 16 16 10 3 2 1,25 Mio. Erstveröffentl. 1. August 1989
Video: Herb Ritts
1989 Oh Father 20 1,0 Mio. Erstveröffentl. 24. Oktober 1989
Video: David Fincher
1989 Dear Jessie 19 21 16 5 0,35 Mio. Erstveröffentl. 10. Dezember 1989
Video: Animation City
1990 Keep It Together 8 1,0 Mio. Erstveröffentl. 30. Januar 1990
Video: Liveauftritt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]