Lynchburg (Virginia)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lynchburg
„Allied Arts Building“, Lynchburg, erbaut 1931
„Allied Arts Building“, Lynchburg, erbaut 1931
Lage in Virginia
Lynchburg (Virginia)
Lynchburg
Lynchburg
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Virginia
Koordinaten: 37° 24′ N, 79° 10′ W37.403611111111-79.17192Koordinaten: 37° 24′ N, 79° 10′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner:
– Metropolregion:
71.282 (Stand: 2007)
239.510 (Stand: 2007)
Bevölkerungsdichte: 557,3 Einwohner je km²
Fläche: 128,9 km² (ca. 50 mi²)
davon 127,9 km² (ca. 49 mi²) Land
Höhe: 192 m
Vorwahl: +1 434
FIPS:

51-47672

GNIS-ID: 1479007
Webpräsenz: www.lynchburgva.gov
Bürgermeister: Joan Foster

Lynchburg ist eine US-amerikanische Stadt mit etwa 65.000 Einwohnern und liegt im Bundesstaat Virginia. Sie trägt als eine von 43 Städten den Titel „Independent City“. Gelegen an den Ausläufern der Blue Ridge Mountains, nennt man sie in den USA auch die „Stadt der sieben Hügel“.

Lynchburg ist Sitz des Randolph-Macon Woman’s College, des Lynchburg College, der Liberty University, des Central Virginia Community College und der Virginia University of Lynchburg.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Lynchburg wurde 1757 von John Lynch gegründet, der dort im Alter von nur 17 Jahren einen Fährdienst über den James River einrichtete, 1786 erhielt die Stadt die Gründungsurkunde. John Lynch war auch verantwortlich für den Bau von Lynchburgs erster Brücke über den Fluss 1812. Nach ihrer Fertigstellung wurde der Fährdienst eingestellt. Die Stadt wuchs im 19. Jahrhundert zu einem Handels- und Produktionszentrum heran. Hauptindustriezweige waren das Geschäft mit Tabak sowie die Eisen- und Stahlindustrie. Mit dem Kanawha-Kanal und später vier Eisenbahnstrecken verliefen wichtige Teile der Infrastruktur Virginias durch Lynchburg.[2]

Während des Sezessionskriegs diente Lynchburg als Versorgungsbasis für die konföderierten Truppen. 1864 näherte sich eine Unionsarmee unter General David Hunter bis auf etwa eine Meile der Stadt, dieser Vorstoß konnte jedoch von dem konföderierten General Jubal Early am 18. Juni 1864 zurückgeschlagen werden. Nahe Lynchburg liegt Appomattox Court House, Schauplatz der Schlacht von Appomattox und der Kapitulation der Südstaaten im Sezessionskrieg.

Lynchburg ist in den USA vor allem als Wirkungsstätte des umstrittenen Fernsehpredigers Jerry Falwell bekannt, der Ende der 80er das Schlagwort von der Moral Majority prägte und in der Stadt eine Privatuniversität, die Liberty University unterhielt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner¹
1980 66.743
1990 66.049
2000 65.269
2005 66.973

¹ 1980 - 2000 : Volkszählungsergebnisse; 2005 : Fortschreibung des US Census Bureau

Geographie[Bearbeiten]

Nach dem United States Census Bureau (Behörde für Bevölkerungsstatistik), hat die Stadt eine Größe von 128,9 km² davon sind 0,74 % (1,0 km²) Wasserfläche.[4]

Demographie[Bearbeiten]

Nach einer Erhebung aus dem Jahre 2000 hatte Lynchburg 65.269 Einwohner, 25.477 Haushalte und 15.591 dort lebende Familien. Die Bevölkerungsdichte lag bei 510 Einwohner je km² und es gab 27.640 Wohneinheiten mit einer durchschnittlichen Verteilung von 216 je km². Ethnische Zugehörigkeiten: 66,63 % Weiße, 29,70 % Afroamerikaner, 1,35 % hispanischer Herkunft, 1,28 % asiatischer Herkunft, 0,26 % indianischen Ursprungs und 0,78 % Zugehörigkeit zu anderen Gruppen. [5]

Von den 25.477 Haushalten lebten in 27,8 % Kinder unter 18 Jahren, 41,6 % waren verheiratete Paare, 16 % alleinerziehende Mütter und 38,8 % Singles. Die durchschnittliche Größe eines Haushalts war 2,3, die durchschnittliche Familiengröße 2,92. [6]

Bevölkerungspyramide:

  • 22,1 % unter 18
  • 15,5 % 18 bis 24
  • 25,3 % 25 bis 44
  • 20,8 % 45 bis 64
  • 16,3 % 65 und älter

Einkommen pro Jahr:

  • Pro-Kopf-Einkommen: 18.263 USD
  • pro Haushalt: 32.234 USD
  • pro Familie: 40.844 USD

15,9 % der Bevölkerung lebten unter der Armutsgrenze, 22,4 % der unter 18-Jährigen, 10,7 % der Menschen älter als 65.

Medien[Bearbeiten]

Tageszeitung: „The News & Advance“ von Media General.

Beförderungsmittel[Bearbeiten]

Die Stadt besitzt neben einem Bahnhof in der „Kemper Street“ einen Flughafen mit Verbindungen nach Charlotte, North Carolina und Atlanta, Georgia.[7]

Tanklastzug Entgleisung vom 30. April 2014[Bearbeiten]

Am 30. April 2014 entgleiste kurz vor der Einfahrt in die Lynchburg – Kemper Street Station ein Tanklastzug der CSX Transportation, aus Chicago kommend.[8] In der Folge gingen vier der fünfzehn Waggons in Flammen auf und explodierten.[9] Weite Teile der Umgebung rund um den Unfallort am James River brannten nieder.[10] Rund 300 Leute aus den umliegenden Häusern wurden aus Sicherheitsgründen zwangsevakuiert.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ashley Neville & John Salmon: National Register of Historic Places Inventory/Nomination: Virginia University of Lynchburg. Virginia Department of Historic Resources. September 2010. Abgerufen am 1. Mai 2014. and Accompanying six photo
  2. Clifton Potter, Dorothy Potter: Lynchburg: A City Set on Seven Hills. Arcadia Publishing, Charleston, SC 2004, ISBN 0-7385-2461-1.
  3. VDOE :: Virginia Department of Education Home
  4. Climatography of the United States No. 20 1971–2000: LYNCHBURG MUNICIPAL AP, VA (PDF) National Oceanic and Atmospheric Administration. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  5. U.S. Decennial Census. United States Census Bureau. Abgerufen am 6. Januar 2014.
  6. Census 2000 PHC-T-4. Ranking Tables for Counties: 1990 and 2000. United States Census Bureau. Abgerufen am 6. Januar 2014.
  7. Petska, Alicia. (February 3, 2010). "GLTC favors Kemper Street site for transfer station", The News and Advance. Retrieved February 4, 2010.
  8. CSX Transportation Oil Train Derails at Lynchburg, Va.
  9. Oil tanker train derails in Lynchburg, Va., triggering fire and spill
  10. Train derails and explodes in Lynchburg, Va.
  11. Incredible Images of Train Derailment in Lynchburg, Virginia

Weblinks[Bearbeiten]