Neuenkirchen-Vörden
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Vechta | |
| Höhe: | 48 m ü. NN | |
| Fläche: | 90,85 km² | |
| Einwohner: | 8013 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 88 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49434 | |
| Vorwahlen: | 0 54 93, 0 54 95 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VEC | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 60 007 | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Küsterstraße 4 49434 Neuenkirchen-Vörden |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alfons Wieschmann (März 2006) | |
Neuenkirchen-Vörden (bis 30. September 1993: „Neuenkirchen (Oldenburg)“) ist eine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Gemeinde liegt am Südwestausläufer der Dammer Berge. Nur etwas weiter westlich von Neuenkirchen befindet sich die Ankumer Höhe mit dem Alfsee. Östlich von Vörden beginnt das Große Moor, jenseits davon liegt der Dümmer.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Neuenkirchen-Vörden grenzt an die Gemeinde Holdorf und die Stadt Damme im Landkreis Vechta sowie die Gemeinden Bohmte, Ostercappeln, Rieste und Gehrde und die Stadt Bramsche im Landkreis Osnabrück
[Bearbeiten] Klima
Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Neuenkirchen-Vörden 8,5° - 9,0°C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden.
[Bearbeiten] Geschichte
Neuenkirchen wurde vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet. Das Gebiet war im Mittelalter und der Renaissance Zankapfel zahlreicher Streitigkeiten zwischen den Stiften Osnabrück und Münster. Die Siedlungen um Vörden sind dagegen sehr viel älter. Ursprünglich waren Ansiedlungen in Hinnenkamp und Hörsten vorhanden. Durch die Gemeinde geht die sächsisch-fränkische Siedlungsgrenze. Vörden gehörte zum sächsischen Dersagau. Aus dem Jahr 785 berichtet eine Aufzeichnung über einen Heerzug Karls des Großen in dem Gebiet, der zu erheblichen Verwüstungen geführt haben soll. Die erste urkundliche Erwähnung Vördens datiert auf das Jahr 1341. In Vörden wurde im Mittelalter eine Stiftsburg errichtet. Ab 1867 gehörte Vörden dann zum Landkreis Bersenbrück. In der Neuzeit wurde Vörden mit der Gebietsreform 1974 aus dem Landkreis Osnabrück in den Landkreis Vechta mit den beiden Gemeinden Hinnenkamp und Hörsten eingegliedert.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Neuenkirchen-Vörden ist ein Zusammenschluss der Gemeinden Neuenkirchen und Vörden sowie der kleineren Orte Hinnenkamp und Hörsten. Die Bevölkerung der Ortschaft Vörden wünschte mehrheitlich einen Anschluss der Ortschaft als Gemeinde an den Landkreis Osnabrück, der jedoch der Ortschaft verwehrt wurde. Diese Entscheidung wurde vom Bundesverfassungsgericht 1992 bestätigt. Daraufhin wurde die Gemeinde Neuenkirchen (Oldenburg), zu der auch Vörden gehörte, auf Antrag des Gemeinderates vom Niedersächsischen Innenministerium zum 1. Oktober 1993 in „Neuenkirchen-Vörden“ umbenannt, um die Gleichwertigkeit beider Gemeindeteile zu zeigen und um sie von zahlreichen gleichnamigen Gemeinden in Deutschland besser unterscheiden zu können.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Bis zum Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts pendelte die Einwohnerzahl der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden um 6.000 Einwohner. In der Zeit von ca. 1992 bis 2002 stieg die Einwohnerzahl auf 8.000 Einwohner. Seit 2002 pendelt die Einwohnerzahl um diese Zahl.
Die Einwohnerzahl der einzelnen Ortsteile: (Stand 30. September 2007, gemeindliche Zählung)
- Neuenkirchen: 2714
- Vörden: 2419
- Grapperhausen: 961
- Hörsten: 535
- Nellinghof: 466
- Campemoor: 268
- Hinnenkamp:253
- Bieste: 191
- Wenstrup: 132
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich ab dem 1. November 2006 wie folgt zusammen: 12 CDU, 4 SPD, 2 FDP und 2 IGNV (Wählergemeinschaft)
Bürgermeister ist Alfons Wieschmann (CDU) seit 1. Mai 1999. Stellvertretende Bürgermeister sind seit dem 1. November 2006 Dr. Frank Heuer (CDU) und Hermann Schütte (SPD). Ratsvorsitzender ist Dr. Ludger Kampsen (CDU).
[Bearbeiten] Bürgermeister
Seit der Einführung der sog. eingleisigen Kommunalverfassung, die in Niedersachsen ab 1996 (mit einer Übergangszeit) das vorherige System von ehrenamtlichen Bürgermeistern und hauptamtlichen Gemeindedirektoren ablöste, ist Alfons Wieschmann (CDU) hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden. Bei der Wahl am 28. September 1998 setzte er sich im ersten Wahlgang gegen die Mitbewerber Hermann Schütte (SPD) und Johannes Fünfzig (IGNV) durch und trat sein Amt am 1. Mai 1999 an. Am 10. September 2006 wurde er ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Seine Amtszeit endet am 31. Oktober 2014.
Ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden nach 1974:
- Gregor Escher (CDU) (1974 - 1981 und 1986 - 1999)
- Friedrich Sickendiek (CDU) (1981 - 1986)
Gemeindedirektoren der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden seit 1974:
- Bernard Wienhold (1974 - 1993)
- Alfons Wieschmann (1993 - 1999)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
Das ehemalige Ackerbürgerhaus (Stockmanns Haus) wurde 1997 orignialgetreu von engagierten Heimatfreunden restauriert. Das Holz des Fachwerks stammt überwiegend aus der Zeit der Erbauung. Die Ausfachungen sind neu gemauert. In der Inschrift über dem Dielentor liest man das Berbauungsdatum : 8. April 1843. In der ausgebauten Diele sind zwei alte Lehmausfachungen erhalten. die offene Herdstelle mit alten Sandsteinen und Kacheln kann das ganze Gebäude in den Wintermonaten gemütlich erwärmen. Im Obergeschoss ist eine alte Schuhmacherwerkstatt wieder aufgebaut. Außerdem werden Sehenswürdigkeiten historischer Wohnkultur präsentiert. Das Ackerbürgerhaus ist von einem kleinen Garten umgeben. An der äußeren Scheunenwand werden Geräte zum Torfstechen gezeigt.
Das ehemalige Schlachtereigebäude der Familie Möller wurde vom Heimatverein mit viel Engagement zu einem Schlachtereimuseum umgestaltet.
[Bearbeiten] Musik
Neben dem Instrumental- und Musikverein Neuenkirchen (IMV) sind der Männergesangsverein Vörden, das Akkordeonorchester Nellinghof und die Feuerwehrkapelle Vörden über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt. Darüber hinaus gibt es viele weitere musikalische Gruppierungen in den unterschiedlichsten Richtungen.
Bedingt durch die Tätigkeit der 1993 gegründeten Musikschule Neuenkirchen-Vörden e.V. haben die musikalischen Gruppierungen in Neuenkirchen-Vörden kaum Nachwuchsprobleme.
[Bearbeiten] Sport
Das Naturerlebnisbad Vörden (Naturbad Vörden) wurde nach der Schließung des alten Freibades von einem ehrenamtlichen Verein errichtet. Es hat eine Gesamtwasseroberfläche von ca. 3.100 m². Der Regenerationsbereich (Dorfteich) weist eine Fläche von ca. 1.500 m² auf, der von der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden eigenverantwortlich erstellt wurde. Die Wasseroberfläche zur Größe von 1.600 m² steht dem Badebetrieb komplett zur Verfügung. Dieses bedeutet eine Verdreifachung des bisherigen Badebereiches. Dadurch wurde es möglich, eine Schwimmbahn von 50m Länge bereitzustellen. Die tiefste Stelle misst 3,60m. Teile des vorhandenen Beckenkörpers wurden mit Holzstegen überbaut und somit im Naturbad integriert.
Andere Bereiche der Beckenwände wurden abgerissen und durch großzügig bekieste Flachwasserbereiche angegliedert. Das Konzept stützt sich auf die Verwendung von natürlichen Materialien wie Kies, Sand, Naturstein und Holz und vermittelt den Eindruck einer natürlichen Wasserlandschaft. Durch Überlaufrinnen gelangt das Badewasser in einen Pumpenschacht und Ausgleichbehälter, um von dort direkt mittels Saug- und Druckdrainagen durch das Filtersubstrat (Kiesschicht) in den Regenerationsbereich gepumpt zu werden. Vom Ausgleichsschacht des Renerationsbereiches gelangt das gereinigte Wasser zurück in d en Badebereich (geschlossener Wasserkreislauf).
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Gemeinsam mit der Gemeinde Rieste bietet Neuenkirchen-Vörden mit dem Niedersachsenpark das größte Gewerbe- und Industriegebiet Niedersachsens. Durch die Bereitstellung großer, dauerhaft flexibler Gewerbeflächen in einer infrastrukturell hervorragend ausgebauten und marktstrategisch exzellenten Lage (Das Tor zum nordeuropäischen Markt) bietet die Gemeinde Unternehmen die optimale Plattform für Expansion und zukunftsorientiertes Wachstum. Konzipiert für einen vielfältigen Branchenmix, verfügt der Niedersachsenpark über ein hohes synergetisches Potential und bietet somit ideale Rahmenbedingungen und Chancen für eine nachhaltige Förderung der regionalen und überregionalen Wirtschaftskraft.
[Bearbeiten] Verkehr
Neuenkirchen-Vörden ist über die Anschlussstelle Neuenkirchen/Vörden direkt an die A 1 angeschlossen. Neuenkirchen liegt im Westen, Vörden im Osten der Autobahn. Die A1 ist in diesem Bereich dem starken Verkehr aufgrund ihrer 2 Fahrspuren pro Richtung oft nicht gewachsen, so dass die Gemeinde in den Verkehrsnachrichten schon fast einen Stammplatz innehat. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist ab 2007/2008 ein sechs-streifiger Ausbau der Streckenabschnitte Osnabrück-Nord bis Bramsche sowie Lohne/Dinklage bis Ahlhorner Heide vorgesehen. Für einen Ausbau des Abschnittes zwischen Bramsche und Lohne/Dinklage, in dem auch die Anschlussstelle Neuenkirchen/Vörden liegt, gibt es jedoch noch keine konkrete Zeitplanung. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Westseite des Brückenrestaurants Dammer Berge, wohingegen die Ostseite mit dem Verwaltungsgebäude zur Gemeinde Holdorf gehört.
In Neuenkirchen befindet sich der Bahnhof der Gemeinde, der im Stundentakt von den Zügen der NordWestBahn bedient wird. Der Bahnhof ist Teil der Bahnstrecke Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe.
Der Flughafen Bremen sowie der Flughafen Münster/Osnabrück, die jeweils ca. 100 km von Neuenkirchen-Vörden entfernt liegen, bieten eine internationale Anbindung.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
In Neuenkirchen-Vörden hat die Fachklinik St.Marienstift Dammer Berge ihren Sitz. Hier werden Männer mit Suchtkrankheiten behandelt, wie z.B. Alkoholiker, Spielsüchtige, Medikamentenabhängige, etc.
Ebenso findet sich in Neuenkirchen-Vörden die Clemens-August-Klinik als Fachkrankenhaus für Psychotherapie und Psychosomatik. Diese Klinik ist unterteilt in Erwachsenenklinik und Jugendklinik. Die Clemens-August-Klinik gehört zur Clemens-August-Stiftung, der auch die Heimstatt Clemens-August zugehörig ist, eine Einrichtung für geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Heimstatt Clemens-August unterhält auch einige externe Jugendwohngruppen und Wohngruppen an WfbM z.B. im Hof Brickwede und an der Johanniterstraße.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
In Neuenkirchen-Vörden lebte und wirkte Anton Pohlmann, der in den 80ern und 90ern als sog. „Hühnerbaron“ zweifelhaften Ruhm erlangte. Er geriet in das Visier der Staatsanwaltschaft, als ihm ein TV-Magazin nachwies, dass er Nikotin zur Schädlingsbekämpfung in seinen Hühnerställen einsetzte, wobei sich zahlreiche Mitarbeiter bei den Arbeiten erhebliche Vergiftungen zuzogen und viele Hühner qualvoll den Tod fanden. Außerdem wurde er wegen Tierquälerei belangt, da er u.a. in seinen Legebatterien mehr Hühner als zulässig in den Käfigen hielt. Pohlmann musste seine Geschäfte aufgrund dieser Ereignisse mit Beginn des Jahres 1996 aufgeben. Pohlmann unterhielt im norddeutschen Raum zahlreiche Hühnerställe und Sortierbetriebe und war mit einer der größten Arbeitgeber der Region und berüchtigt für seinen strengen Führungsstil. Seine Betriebe wurden in der Region abwertend als „Eiermafia“ bezeichnet.
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
- Homepage von Vörden
- Homepage des Heimat- und Verschönerungsvereins Neuenkirchen e.V.
- Homepage vom Naturbad Vörden
- Homepage der St. Paulus Kirchengemeinde Vörden
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