Neuenkirchen-Vörden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Neuenkirchen-Vörden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden hervorgehoben
52.5166666666678.066666666666748Koordinaten: 52° 31′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Vechta
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 90,85 km²
Einwohner: 7953 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49434
Vorwahlen: 05493, 05495
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 007
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Küsterstraße 4
49434 Neuenkirchen-Vörden
Webpräsenz: www.neuenkirchen-voerden.de
Bürgermeister: Ansgar Brockmann (CDU)
Lage der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden im Landkreis Vechta
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Osnabrück Bakum Damme (Dümmer) Dinklage Goldenstedt Holdorf (Niedersachsen) Lohne (Oldenburg) Neuenkirchen-Vörden Steinfeld (Oldenburg) Vechta VisbekKarte
Über dieses Bild
Skulptur „Wir für uns“ in Neuenkirchen

Neuenkirchen-Vörden (bis 30. September 1993 Neuenkirchen (Oldenburg)) ist eine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Blick auf Vörden vom Dreesberg

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Südwestausläufer der Dammer Berge. Nur etwas weiter westlich von Neuenkirchen befindet sich die Ankumer Höhe mit dem Alfsee. Östlich von Vörden beginnt das Große Moor, jenseits davon liegt der Dümmer.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Neuenkirchen-Vörden grenzt an die Gemeinde Holdorf und die Stadt Damme im Landkreis Vechta sowie die Gemeinden Bohmte, Ostercappeln, Rieste und Gehrde und die Stadt Bramsche im Landkreis Osnabrück

Klima[Bearbeiten]

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Neuenkirchen-Vörden 8,5°–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Neuenkirchen wurde vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet. Das Gebiet war im Mittelalter und der Renaissance Zankapfel zahlreicher Streitigkeiten zwischen den Hochstiften Osnabrück und Münster. Ab 1643 residierte in Vörden für sieben Jahre der Sohn des Schwedenkönigs Gustav Adolf, Gustav Gustavson auf Schloss Vörden, bevor er in seine neuangelegte Residenz ins Amt Wildeshausen umzog und dort 1654 verstarb. Vom evangelischen Vörden aus verhandelte er im Westfälischen Frieden (1648), den er schloss, zu Osnabrück und Münster mit der spanischen Partei. Gustav Gustavson Graf von Wasaburg ist die bedeutendste Persönlichkeit der Ortsgeschichte. Vörden war der Sitz eines Amtes im Fürstbistum Osnabrück. Es gehörte im 19. Jahrhundert zum Königreich Hannover und seit 1866 zu Preußen.

Die Siedlungen um Vörden sind dagegen sehr viel älter. Ursprünglich waren Ansiedlungen in Hinnenkamp und Hörsten vorhanden. Vörden gehörte zum sächsischen Dersagau. Aus dem Jahr 785 berichtet eine Aufzeichnung über einen Heerzug Karls des Großen in dem Gebiet, der zu erheblichen Verwüstungen geführt haben soll. Die erste urkundliche Erwähnung Vördens datiert auf das Jahr 1341. In Vörden wurde im Mittelalter eine Stiftsburg errichtet.

Ab 1867 gehörte Vörden zum Landkreis Bersenbrück, der am 1. Juli 1972 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Mit der Gebietsreform 1974 wurde Vörden zusammen mit den beiden Gemeinden Hinnenkamp und Hörsten aus dem Landkreis Osnabrück in den Landkreis Vechta eingegliedert und in die Gemeinde Neuenkirchen eingemeindet. Das niedersächsische „Gesetz zur Neubildung der Stadt Aschendorf sowie der Gemeinden Langförden, Vörden und Mulsum“ vom 28. März 1990, das die Selbstständigkeit der Gemeinde Vörden wiederherstellen sollte, trat auf Anordnung des Bundesverfassungsgerichts[2] nicht in Kraft.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Hinnenkamp, Hörsten und Vörden (alle bis 1972 im Landkreis Bersenbrück) in die damalige Gemeinde Neuenkirchen (Oldenburg) eingegliedert.[3]

Die Bevölkerung der Ortschaft Vörden wünschte mehrheitlich den Verbleib der Ortschaft als Gemeinde im Landkreis Osnabrück, der jedoch der Ortschaft verwehrt wurde. Diese Entscheidung wurde vom Bundesverfassungsgericht 1992 bestätigt. Daraufhin wurde die Gemeinde Neuenkirchen (Oldenburg), zu der Vörden gehörte, auf Antrag des Gemeinderates vom niedersächsischen Innenministerium mit Wirkung vom 1. Oktober 1993 in „Neuenkirchen-Vörden“ umbenannt[4], um die Gleichwertigkeit beider Gemeindeteile zu zeigen und um sie von zahlreichen gleichnamigen Gemeinden in Deutschland besser unterscheiden zu können.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bis zum Ende der 1980er Jahre pendelte die Einwohnerzahl der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden um 6.000 Einwohner. In der Zeit von etwa 1992 bis 2002 stieg die Einwohnerzahl auf 8.000 Einwohner. Seit 2002 pendelt die Einwohnerzahl um diese Zahl. Erst im Jahr 2014 ist wieder ein Steigerung festzustellen, die Einwohnerzahl stieg von 7.900 auf 8.100 Einwohner.

Die Einwohnerzahl der einzelnen Ortsteile: (Stand 30. September 2007, gemeindliche Zählung)

  • Neuenkirchen: 2714
  • Vörden: 2419
  • Grapperhausen: 961
  • Hörsten: 535
  • Nellinghof: 466
  • Campemoor: 268
  • Hinnenkamp: 253
  • Bieste: 191
  • Wenstrup: 132

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 7001 und 8000 Einwohnern.[5] Die 20 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Ansgar Brockmann (CDU).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

CDU SPD FDP IGNV* Gesamt
2011 10 5 1 4 20 Sitze

* Interessengemeinschaft für eine sinnvolle Gemeindegestaltung in Neuenkirchen-Vörden

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 25. Mai 2014 Ansgar Brockmann (CDU). Er wurde als einziger Kandidat mit überparteilicher Unterstützung bei der letzten Bürgermeisterwahl mit 88,2 % gewählt.[6] Stellvertretende Bürgermeister sind Norbert Hagedorn (CDU) und Ludger Kampsen (CDU), Ratsvorsitzender ist Rainer Duffe (CDU).

Nach der Einführung der sogenannten eingleisigen Kommunalverfassung, die in Niedersachsen ab 1996 (mit einer Übergangszeit) das vorherige System von ehrenamtlichen Bürgermeistern und hauptamtlichen Gemeindedirektoren ablöste, wurde Alfons Wieschmann (CDU) hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden. Bei der Wahl am 28. September 1998 setzte er sich im ersten Wahlgang gegen die Mitbewerber Hermann Schütte (SPD) und Johannes Fünfzig (IGNV) durch und trat sein Amt am 1. Mai 1999 an. Am 10. September 2006 wurde er ohne Gegenkandidaten wieder gewählt. Nach seinem Tod am 12. Oktober 2013[7] wurde am 25. Mai 2014 Ansgar Brockmann zum Bürgermeister gewählt.

Hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden

  • Alfons Wieschmann (CDU) (1999 - 2013)
  • Ansgar Brockmann (CDU) (seit 2014)

Ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden nach 1974:

  • Gregor Escher (CDU) (1974–1981 und 1986–1999)
  • Friedrich Sickendiek (CDU) (1981–1986)

Gemeindedirektoren der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden seit 1974:

  • Bernard Wienhold (1974–1993)
  • Alfons Wieschmann (1993–1999)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden zeigt auf einem silbernen Schild oben ein schwarzes Rad mit drei Speichen in der linken Hälfte, unten ein blaues Hifthorn mit rotem Band und goldenem (gelbem) Ringbeschlag, in der Mitte einen roten Jagdpfeil.[8]

Flagge[Bearbeiten]

Die Gemeindeflagge ist eine zweistreifige, blau-weiße Flagge mit dem Gemeindewappen in der Mitte.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neuenkirchen: Selings Windmühle
Ackerbürgerhaus in Vörden
Kirchviertel in Vörden
Aussichtsturm in Wahlde am Rand der Dammer Berge

Bauwerke[Bearbeiten]

Windmühle[Bearbeiten]

Seit 2008 ist Neuenkirchen an die Niedersächsische Mühlenstraße angebunden. Zu besichtigen ist die 1824 errichtete und 2007 vollständig renovierte Galerie-Holländer-Windmühle „Selingsmühle“ an der Hakenstraße[9].

Museen[Bearbeiten]

Das ehemalige Ackerbürgerhaus (Stockmanns Haus) wurde 1997 originalgetreu von engagierten Heimatfreunden restauriert. Das Holz des Fachwerks stammt überwiegend aus der Zeit der Erbauung. Die Ausfachungen sind neu gemauert. In der Inschrift über dem Dielentor liest man das Bebauungsdatum: 8. April 1843. In der ausgebauten Diele sind zwei alte Lehmausfachungen erhalten. Die offene Herdstelle mit alten Sandsteinen und Kacheln kann das ganze Gebäude in den Wintermonaten gemütlich erwärmen. Im Obergeschoss ist eine alte Schuhmacherwerkstatt wieder aufgebaut. Außerdem werden Sehenswürdigkeiten historischer Wohnkultur präsentiert. Das Ackerbürgerhaus ist von einem kleinen Garten umgeben. An der äußeren Scheunenwand werden Geräte zum Torfstechen gezeigt. Bemerkenswert sind auch die Reste des Wasa-Schlosses Vörden, heute umgenutzt als katholische Kirche, Pfarrhaus und Nils-Stensen-Haus (vormals Marstall des Grafen).

Das ehemalige Schlachtereigebäude der Familie Möller wurde vom Heimatverein mit viel Engagement zu einem Schlachtereimuseum umgestaltet.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Der Aussichtsturm Steigenberg bei Wahlde, errichtet 1972[10] unter der Bauleitung von Architekt und Zimmermeister Josef Lahrmann und mit Hilfe der 3. Kompanie des Pionierbataillons II der Bundeswehr[11], steht 2 km östlich von Neuenkirchen nördlich der Straße nach Damme und unmittelbar östlich der A 1. Südlich derselben Straße befindet sich in Severinghausen ein Aussichtspunkt auf dem Dreesberg, dessen Plattform nur wenige Stufen über dem Gelände liegt. Trotzdem bietet dieser Aussichtspunkt bei guter Sicht in östlicher, südlicher und westlicher Richtung einen Fernblick von 50 km, bis hin zum Kraftwerk Ibbenbüren, da sich hier, am Südhang der Dammer Berge, ausgedehnte Acker- und Weideflächen befinden.

Musik[Bearbeiten]

Neben dem Instrumental- und Musikverein Neuenkirchen (IMV) sind der Männergesangsverein Vörden, das Akkordeonorchester Nellinghof und die Feuerwehrkapelle Vörden über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt. Darüber hinaus gibt es viele weitere musikalische Gruppierungen in den unterschiedlichsten Richtungen.

Bedingt durch die Tätigkeit der 1993 gegründeten Musikschule Neuenkirchen-Vörden e.V. haben die musikalischen Gruppierungen in Neuenkirchen-Vörden kaum Nachwuchsprobleme.

Sport[Bearbeiten]

Das Naturerlebnisbad Vörden (Naturbad Vörden) wurde nach der Schließung des alten Freibades von einem ehrenamtlichen Verein errichtet. Es hat eine Gesamtwasseroberfläche von etwa 3.100 m². Der Regenerationsbereich (Dorfteich) weist eine Fläche von etwa 1.500 m² auf, der von der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden eigenverantwortlich erstellt wurde. Die Wasseroberfläche zur Größe von 1.600 m² steht dem Badebetrieb komplett zur Verfügung. Dieses bedeutet eine Verdreifachung des bisherigen Badebereiches. Dadurch wurde es möglich, eine Schwimmbahn von 50 m Länge bereitzustellen. Die tiefste Stelle misst 3,60 m. Teile des vorhandenen Beckenkörpers wurden mit Holzstegen überbaut und somit im Naturbad integriert.

Andere Bereiche der Beckenwände wurden abgerissen und durch großzügig bekieste Flachwasserbereiche angegliedert. Das Konzept stützt sich auf die Verwendung von natürlichen Materialien wie Kies, Sand, Naturstein und Holz und vermittelt den Eindruck einer natürlichen Wasserlandschaft. Durch Überlaufrinnen gelangt das Badewasser in einen Pumpenschacht und Ausgleichsbehälter, um von dort direkt mittels Saug- und Druckdrainagen durch das Filtersubstrat (Kiesschicht) in den Regenerationsbereich gepumpt zu werden. Vom Ausgleichsschacht des Renerationsbereiches gelangt das gereinigte Wasser zurück in den Badebereich (geschlossener Wasserkreislauf).

Das Naturbad Vörden wird in einem einmaligen Trägermodell von dem Verein „Naturbad Vörden e.V.“ unterhalten und betrieben. Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden unterstützt das Naturbad jährlich mit einem festen Zuschussbetrag. Gleichwohl hat sich die finanzielle Belastung der Kommune durch das Bad auf ein Drittel der vorherigen Kosten reduziert. Die Mitgliedschaft im Verein „Naturbad Vörden e.V.“ beinhaltet ein Jahreskarte für das Naturbad. Der Zugang zum Bad erfolgt für Mitglieder über ein modernes biometrisches Zugangssystem.

In Neuenkirchen-Vörden gibt es weitere Sportvereine. Im Ortsteil Neuenkirchen wird das sportliche Angebot größtenteils vom TuS Neuenkirchen abgedeckt. Dort wird neben Fußball, Basketball und Volleyball auch Seniorensport angeboten. Im Ortsteil Vörden ist das sportliche Angebot auf mehrere Vereine verteilt. Im BS Vörden wird ausschließlich Fußball angeboten, während im TV Vörden neben der Hauptsportart Basketball weitere Betätigungsfelder angeboten werden. Hier ist derzeit besonders der Bereich der Sportakrobatik erfolgreich. Der TTC Campemoor bietet Tischtennis an. Der Tennisverein Neuenkirchen-Vörden ist der einzige Sportverein, der ortsteilsübergreifend organisiert ist. Reitsport wird in der Gemeinde im Fahr- und Reitverein Neuenkirchen sowie im Reit- und Fahrverein Vörden betrieben.

In Neuenkirchen-Vörden gibt es in den Ortsteilen Neuenkirchen und Vörden jeweils eine kleine Einfeldhalle sowie eine größere teilbare Halle, die für den Vereinssport auch mit Tribünen versehen sind. Reitsportanlage sind in Neuenkirchen in Bieste sowie in Vörden an der Brakenstraße errichtet worden. Die hauptsächlich für Fußball genutzten Sportplatzanlagen befinden sich in Neuenkirchen auf der Biester Heide sowie in Vörden an der Schulstraße. Die Tennisanlage befindet sich an der Johanniterstraße in Neuenkirchen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick auf den Niedersachsenpark vom Aussichtspunkt Dreesberg

Gemeinsam mit der Gemeinde Rieste bietet Neuenkirchen-Vörden mit dem Niedersachsenpark das größte Gewerbe- und Industriegebiet Niedersachsens. Im Endausbau werden für gewerbliche Zwecke 412 Hektar zur Verfügung stehen.

Verkehr[Bearbeiten]

Neuenkirchen-Vörden ist über die Anschlussstelle Neuenkirchen/Vörden direkt an die A 1 angeschlossen. Neuenkirchen liegt im Westen, Vörden im Osten der Autobahn. Die A1 ist in diesem Bereich dem starken Verkehr aufgrund ihrer 2 Fahrspuren pro Richtung oft nicht gewachsen, so dass die Gemeinde in den Verkehrsnachrichten schon fast einen Stammplatz innehat. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr war ab 2007/08 ein sechs-streifiger Ausbau der Streckenabschnitte Osnabrück-Nord bis Bramsche sowie Lohne/Dinklage bis Ahlhorner Heide vorgesehen. Für einen Ausbau des Abschnittes zwischen Bramsche und Lohne/Dinklage, in dem auch die Anschlussstelle Neuenkirchen/Vörden liegt, gibt es jedoch noch keine konkrete Zeitplanung. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Westseite des Brückenrestaurants Dammer Berge, wohingegen die Ostseite mit dem Verwaltungsgebäude zur Gemeinde Holdorf gehört.

In Neuenkirchen befindet sich der Bahnhof der Gemeinde, der im Stundentakt von den Zügen der NordWestBahn zwischen Osnabrück und Bremen bedient wird. Der Bahnhof ist Teil der Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe.

In Vörden verkehrt eine Buslinie der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück zwischen Osnabrück und Damme.

Der Flughafen Münster/Osnabrück (Entfernung: etwa 60 km) sowie der Flughafen Bremen (Entfernung: etwa 100 km) bieten eine internationale Anbindung.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Neuenkirchen-Vörden hat die Fachklinik St.Marienstift Dammer Berge ihren Sitz. Hier werden Männer mit Suchtkrankheiten behandelt, wie z. B. Alkoholiker, Spielsüchtige, Medikamentenabhängige, etc.

Ebenso findet sich in Neuenkirchen-Vörden die Clemens-August-Klinik als Fachkrankenhaus für Psychotherapie und Psychosomatik. Diese Klinik ist unterteilt in Erwachsenenklinik und Jugendklinik. Die Clemens-August-Klinik gehört zur Clemens-August-Stiftung, der auch die Heimstatt Clemens-August zugehörig ist, eine Einrichtung für geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Heimstatt Clemens-August unterhält auch einige externe Jugendwohngruppen und Wohngruppen an WfbM z. B. im Hof Brickwede und an der Johanniterstraße.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden ist Schulträger für die Grundschulen in Neuenkirchen und Vörden sowie die Oberschule Neuenkirchen-Vörden.

Die Grundschule Neuenkirchen wird derzeit noch dreizügig geführt und hat einen angegliederten Schulkindergarten. Die Grundschule Vörden wird zweizügig geführt. Beide Schulgebäude wurden in den Jahren 2001 und 2002 um Klassen- und Fachunterrichtsräume erweitert.

Die Oberschule Neuenkirchen-Vörden feierte im Jahr 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Vor der Einrichtung der Schule besuchten die Kinder aus der Gemeinde die weiterführenden Schulen in der Nachbarstadt Damme. Nachdem die dortige Schule jedoch abbrannte, wurde in Neuenkirchen im Jahr 1984 eine Hauptschule mit Orientierungsstufe eingerichtet. Gestiegene Schülerzahlen sowie die Einrichtung einer 10. Klasse bei der Hauptschule führten zu mehreren Erweiterungsbaumaßnahmen (1991 2 Klassenräume und 1 Musikraum, 1994 4 Klassenräume, 2 Gruppenräume sowie Toiletten und Personenaufzug). Nachdem im Jahr 1994 die Bezirksregierung Weser-Ems die Einführung einer kombinierten Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe genehmigte, wurde mit dem Aufbau des Realschulzweiges begonnen. Im Jahr 1996 musste das Schulgebäude hierfür um 6 Klassenräume erweitert werden. Im Jahr 1998 wurde das auf dem Schulgelände vorhandene Lehrerwohnhaus zu zwei Fachunterrichtsräumen für Kunst und für Technik umgebaut. Im Jahr 2000 wurde das Lehrerzimmer erweitert und im Jahr 2002 wurde die Pausenhalle der Schule vergrößert. Passend zum Schuljubiläum wurde im Jahr 2009 die Toilettenanlage saniert und mit einem Vorflur versehen. Aus Mitteln des Konjunkturpakets wurden in dem Jahr zusätzlich die Fachunterrichtsräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht neu ausgestattet. Im Jahr 2010 erfolgte die Neueinrichtung des hauswirtschaftlichen Bereichs (Lehr- und Lernküche). Im Jahr 2011 wurde die Schule in die neue Schulform Oberschule (mit Ganztagsunterricht an 2 Wochentagen)überführt. Im Jahr 2014 wurde eine neu errichtete Mensa in Betrieb genommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Neuenkirchen-Vörden lebte und wirkte Anton Pohlmann, der in den 1980er und 1990er Jahren als sogenannter „Hühnerbaron“ zweifelhaften Ruhm erlangte.

Literatur[Bearbeiten]

  •  A. Hake: Vörden. Geschichte der Stiftsburg, des Fleckens und der Bauerschaften. Th. Thoben, Quakenbrück 1998, ISBN 978-3-921176-55-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuenkirchen-Vörden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. BVerfGE 82, 310 http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv082310.html.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 276.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1993
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 30. August 2014.
  6. Bürger setzen auf Brockmann, abgerufen am 31. August 2014
  7. Neue Osnabrücker Zeitung vom 12. Oktober 2013: Seit 1999 um Gemeinde verdient gemacht: Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Alfons Wieschmann verstorben von Johannes Kapitza, abgerufen am 13. Oktober 2013
  8. a b Hauptsatzung der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, abgerufen am 30. August 2014
  9. Arbeitsgruppe Mühlenstraße i.d. Mühlenvereinigung Niedersachsen - Bremen e.V.: Windmühle Selingsmühle, Neuenkirchen-Vörden http://www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de/index.php?id=338
  10. Landkreis Vechta: Über 30 Jahre im Dienst der naturnahen Erholung. 26. November 2003
  11. Heimat- und Verschönerungsverein Neuenkirchen: Über uns