Nohen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nohen
Nohen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nohen hervorgehoben
49.6411111111117.2433333333333320Koordinaten: 49° 38′ N, 7° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 7,5 km²
Einwohner: 382 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55767
Vorwahl: 06789
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 061
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Webpräsenz: www.vg-birkenfeld.de
Ortsbürgermeister: Norbert Helm
Lage der Ortsgemeinde Nohen im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Nohen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Einmündung des Röhmbachs in die Nahe. Im Westen befindet sich Rimsberg, im Norden Kronweiler, im Osten Reichenbach und südlich liegt Heimbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedlung des Ortes kann auf die ehemals verkehrsgünstige Lage an einer der wenigen Furten im engen oberen Tal der Nahe zurückgeführt werden.

Als Indiz für seine geographische Bedeutung kann der Umstand gewertet werden, dass der Ort als einziger entlang des gesamten Flusses nach dem Flussnamen bezeichnet ist. Hier querte einer der ältesten Nord-Süd-Verkehrs- und Handelswege der Region die Nahe. Diese „Bronzestraße“ vom Glan über Nohen zur Mosel wurde in römischer Zeit als eine Querverbindung der Straßen von Mainz nach Trier und von Mainz nach Metz ausgebaut.

Auch die militärisch-strategische Bedeutung der Straßenverbindung mit der Furt bzw. der Brücke war hoch. In der Nacht vom 23. zum 24. September und am Vormittag des 24. September 1635 erkämpfte sich nach der Niederlage bei der Schlacht von Nördlingen ein schwedisch-französisches Heer unter der Führung des Herzoges Bernhard von Sachsen-Weimar, das von dem weit überlegenen siegreichen kaiserlichen Heer unter dem Grafen Gallas verfolgt wurde, den Übergang über den Fluss und den anschließenden Rückzug über Birkenfeld nach Wallerfangen.

Nohen gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Hinteren Grafschaft Sponheim und war der zum Oberamt Birkenfeld gehörenden Pflege Rimsberg zugeordnet. Im Jahr 1607 wurden in Nohen 16 Familien gezählt, 1699 waren es nur acht, deren Anzahl bis 1772 auf 51 anstieg. 1790 hatte der Ort 202 Einwohner, die Gemarkung von Nohen umfasste etwa 761 Hektar.[2]

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Nohen zum Kanton Baumholder im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1817 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Die Gemeinde Nohen war der Bürgermeisterei Birkenfeld im Amt Birkenfeld zugeordnet. Von 1918 an gehörte Nohen zum oldenburgischen „Landesteil Birkenfeld“ und kam 1937 zum preußischen Landkreis Birkenfeld. Seit 1946 ist Nohen Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Nohen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 249
1835 285
1871 378
1905 363
1939 352
1950 381
Jahr Einwohner
1961 415
1970 420
1987 419
1997 422
2005 393
2012 382

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Nohen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In schräggeteiltem Schild vorne in Silber eine in der Teilung geschnittene schwarze Brücke über schräglinkem blauen Wellenband, hinten rot-silbern geschacht“.

Es wurde 1963 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt.

Religion[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation im Jahr 1557 ist Nohen überwiegend evangelisch geprägt. Die Evangelische Kirchengemeinde Nohen (zu der auch die Ortsgemeinde Rimsberg gehört) ist seit 1823 mit der zweiten Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Birkenfeld pfarramtlich verbunden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Westen verläuft die Bundesstraße 41 und im Süden die Bundesautobahn 62. Im Ort gibt es einen Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nohen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 443, 456
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen