Ostheim vor der Rhön
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Rhön-Grabfeld | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Ostheim vor der Rhön | |
| Höhe: | 300 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,73 km² | |
| Einwohner: |
3.506 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97645 | |
| Vorwahl: | 09777 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NES | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 73 153 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Stadtteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marktstr. 24 97645 Ostheim v.d.Rhön |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ulrich Waldsachs (CSU-FWG) | |
| Lage der Gemeinde Ostheim v.d.Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld | ||
Ostheim vor der Rhön (amtlich: Ostheim v. d. Rhön) ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim vor der Rhön.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die politische Gemeinde Ostheim v.d.Rhön hat 9 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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[Bearbeiten] Geschichte
Die fränkische Siedlung Ostheim vor der Rhön wurde vermutlich um 525 gegründet und 804 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ehemals ein Amt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, kam die Exklave Ostheim 1920 zum neugegründeten Land Thüringen. 1945 wurde Ostheim als Teil der amerikanischen Besatzungszone dem Freistaat Bayern zugeordnet und stand als thüringische Enklave unter bayerischer Verwaltung. Seit der Gebietsreform von 1972 gehört Ostheim zum Regierungsbezirk Unterfranken. Die evangelische Kirchengemeinde gehörte noch bis 1972 zur Landeskirche Thüringens, die katholische Kuratie Ostheim vor der Rhön früher wie größere Gebiete Thüringens zum Bistum Fulda gehörend, seit 1945 von der Diözese Würzburg seelsorgerisch betreut.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Ulrich Waldsachs (CSU-FWG), der sich im ersten Wahlgang mit 66,29 % der Stimmen gegen Ulrike Stanek (SPD; 25,21 %) und Horst Werner (OL-WV; 8,50 %) durchsetzte.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat von Ostheim besteht aus 16 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Seit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2008 hält die Freie Wählergemeinschaft Ostheim 6 Sitze, je 5 entfallen auf die CSU und die SPD.
[Bearbeiten] Wappen
„In Gold zwischen zwei roten Zinnentürmen mit roten Spitzdächern eine rote Zinnenmauer mit offenem Tor, auf dem ein rot bewehrter schwarzer Löwe mit grünem Rautenkranz in den Pranken steht.“
– Bezirk Unterfranken, Wappendatenbank[3]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Eine Städtepartnerschaft unterhält Ostheim mit Wasungen in Thüringen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Kirchenburg Ostheim ist eine der größten und besterhaltenen Kirchenburgen in Deutschland.
- Lichtenburg mit bewirtschaftetem Rittersaal und Gaststube
- Historische Altstadt mit Adelshöfen, Mühlen, Fachwerkhäusern
- Orgelbaumuseum im Schloss Hanstein (auf Wunsch mit musikalischer Führung)
- Hügelgräber
- Ostheimer Warte (Turm)
- Jüdischer Friedhof im Ortsteil Oberwaldbehrungen
[Bearbeiten] Wirtschaft
[Bearbeiten] Verkehr
Ostheim v.d.Rhön liegt an der Bundesstraße 285, die Autobahn A 71 ist rund zehn Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Mellrichstadt zu erreichen.
Im öffentlichen Nahverkehr wird Ostheim durch Buslinien des OVF bedient, die den DB-Haltepunkt Mellrichstadt Bahnhof anfahren, wo Anschluss an Züge in Richtung Würzburg und Erfurt besteht. Die Fahrzeit zum Mellrichstädter Bahnhof beträgt etwa zehn Minuten.
Der Bahnhof der Stadt, an der Strecke Mellrichstadt - Fladungen gelegen (Streutalbahn), wird nur saisonal im Museumsverkehr bedient.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Bionade GmbH (Hersteller eines biologischen Erfrischungsgetränkes)
- Hey Orgelbau (Hersteller von Pfeifenorgeln)
- Orgelbaufirma Hoffmann
- Verlag Peter Engstler (Alternativliteratur, Gedichte, Zeitschriften)
[Bearbeiten] Medien
In Ostheim erscheint seit dem 23. März 1907 die Ostheimer Zeitung, die kleinste [4] Lokalzeitung Deutschlands mit etwa 900 Exemplaren. Sie wird vom ortsansässigen Verlag Gunzenheimer herausgegeben und gedruckt. In dem 1976 erschienenen Spielfilm Im Lauf der Zeit von Wim Wenders findet eine Schlüsselszene in der Druckerei der Ostheimer Zeitung statt, in der einer der Hauptdarsteller, Robert, gespielt von Hanns Zischler, sich zunächst bitter mit seinem Vater, dem Herausgeber, auseinandersetzt, dann aber sich mit ihm versöhnt.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Lokale Spezialitäten
Eine lokale Spezialität ist der Ostheimer Leberkäs, der trotz seines Namens kein Leberkäse ist, wie er in Süddeutschland üblich ist. Er wird nach Art einer Terrine aus 90 Prozent Schweinefleisch und 10 Prozent Schweineleber hergestellt. Das Fleisch wird unmittelbar nach dem Schlachten noch warm verarbeitet, was den Geschmack verbessert. Den mittelgroben, mit Muskat gewürzten Fleischteig umhüllt ein Schweinenetz, das beim Backen eine feine Kruste erzeugt. Der Ostheimer Leberkäs ist im Oktober 2004 von Slow Food in die Arche des Geschmacks aufgenommen worden. Dies brachte ihm eine überregionale Bekanntheit ein.[5] Seit 2002 findet in Ostheim alle zwei Jahre am zweiten Oktoberwochenende der Rhöner Wurstmarkt statt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Christian Schreiber (1781–1857), Philosoph, Pädagoge, Lyriker; gestorben in Ostheim
- Christian Glock (1801–1881), Theologe, Mediziner, Musiker, später Bürgermeister in Ostheim; Freund des Komponisten Robert Schumann
[Bearbeiten] Bildergalerie
[Bearbeiten] Weblinks
- Ostheim vor der Rhön – umfangreiche Reiseinformationen bei Wikivoyage
- Gemeinde Ostheim v.d.Rhön, Offizielle Seite Ostheims
- Ostheim vor der Rhön: Wappengeschichte vom HdBG
- Ostheim vor der Rhön: Amtliche Statistik des LStDV
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1606&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111120/234058&hodie=20111120/234058
- ↑ www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de. Aufgerufen am 4. September 2011.
- ↑ Hörfunk-Bericht: Bayern 2 „Nahaufnahme – Deutschlands kleinste Zeitung“ vom 27. Oktober 2008
- ↑ Slow Food, Arche des Geschmacks
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