Fladungen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Fladungen
Fladungen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Fladungen hervorgehoben
50.52111111111110.145277777778414Koordinaten: 50° 31′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Fladungen
Höhe: 414 m ü. NHN
Fläche: 46,37 km²
Einwohner: 2201 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97650
Vorwahl: 09778
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 123
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
97650 Fladungen
Webpräsenz: www.fladungen.de
Bürgermeister: Agathe Heuser-Panten (WBO)
Lage der Stadt Fladungen im Landkreis Rhön-Grabfeld
Fladungen Hausen (Rhön) Bundorfer Forst Burgwallbacher Forst Forst Schmalwasser-Nord Forst Schmalwasser-Süd Mellrichstadter Forst Steinacher Forst rechts der Saale Sulzfelder Forst Weigler Willmars Nordheim vor der Rhön Sondheim vor der Rhön Stockheim (Unterfranken) Mellrichstadt Mellrichstadt Ostheim vor der Rhön Oberelsbach Bischofsheim an der Rhön Bischofsheim an der Rhön Sandberg Schönau an der Brend Hohenroth Niederlauer Burglauer Strahlungen Salz (Unterfranken) Bastheim Oberstreu Unsleben Wollbach (Unterfranken) Bad Neustadt an der Saale Heustreu Hendungen Hollstadt Rödelmaier Wülfershausen an der Saale Höchheim Saal an der Saale Aubstadt Herbstadt Trappstadt Großeibstadt Großbardorf Sulzfeld (im Grabfeld) Bad Königshofen im Grabfeld Bad Königshofen im Grabfeld Sulzdorf an der Lederhecke Thüringen Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Hessen Landkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Fladungen ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Fladungen ist die nördlichste Stadt in Unterfranken. Der Ortsteil Weimarschmieden ist der nördlichste Ort im Freistaat Bayern. Fladungen liegt in der Region Main-Rhön, im Tal der Streu.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Fladungen gliedert sich in zehn Stadtteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

789 wurde Fladungen in einer Urkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt. 1335 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht. Der Besitz der Stadt war zwischen dem Würzburger Bischof und dem Fürstabt von Fulda umstritten. Im Jahre 1335 wurde dem Edlen Heinrich von Fladungen die Cent und das Schultheißenamt über die Hildenburg übertragen. Als das Amt Fladungen mit Hildenburg im Jahre 1435 durch Verpfändung an die Grafen von Henneberg-Aschach (später Henneberg-Römhild genannt) kam, setzte dieser Adolf Marschalk von Ostheim als Amtmann dorthin. Durch eine Erbteilung der Grafschaft Henneberg-Römhild kam Fladungen im Jahr 1468 zum "Münnerstädter Teil" unter Graf Otto von Henneberg-Römhild. Später kam Fladungen durch Pfandeinlösung wieder zum Hochstift Würzburg.

Im Jahre 1596 wurde das Amt Hildenburg noch genannt, aber schon im Jahre 1600 wohnte der Amtmann in Fladungen. Als Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, war Fladungen nach der Säkularisation 1803 kurze Zeit bayrisch. 1805 wurde es Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. Das reichsritterschaftliche Dorf Sands der Herren von Stein kam 1808 durch einen Gebietsaustausch vom Amt Maßfeld im Herzogtum Sachsen-Meiningen zum Großherzogtum Würzburg.[3] In dieser Zeit muss auch Weimarschmieden vom Hintergericht des Amts Lichtenberg im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zu Würzburg gekommen sein.[4]

Seit den Verträgen von Paris 1814 gehören der Ort Fladungen und die Umgebung endgültig zu Bayern. Seit der innerdeutschen Grenzöffnung im Jahr 1989 befindet sich Fladungen nicht mehr im Zonenrandgebiet. 1992 wurde der Stadt die Europa-Nostra-Medaille verliehen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinden Sands und Weimarschmieden. Am 1. Januar 1972 kamen Brüchs, Leubach und Oberfladungen hinzu.[5] Rüdenschwinden folgte am 1. April 1973. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Heufurt am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2676[6]
  • 1970: 2520[6]
  • 1987: 2279
  • 2000: 2415
  • 2011: 2165

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Robert Müller (CSU) aus dem Stadtteil Heufurt. Er ist Nachfolger von Mischa Schmitt (Wählerblock), der bei einem Autounfall ums Leben kam. Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Herbert Ditzel (Freie Wählergemeinschaft). 1996 war Altbürgermeister Raimund Goldbach nach 28 Dienstjahren in den Ruhestand getreten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Alter Dampfkessel der Museumsbahn in Fladungen

Museen[Bearbeiten]

Rhönmuseum[7] im Amtshaus.

Fränkisches Freilandmuseum mit dem Rhön-Zügle (18 km lange Museumsbahn von Fladungen über Ostheim bis Mellrichstadt).


Bauwerke[Bearbeiten]

Die Altstadt ist noch weitgehend mit einer Stadtmauer aus dem Jahr 1335 in ihrer ursprünglichen Höhe umgeben. Die Stadtmauer wurde damals mit 5 Türmen und 16 Reitertürmchen erbaut. Alle Türme in der Stadtmauer und die Reitertürmchen auf der Mauerkrone sind erhalten geblieben. Die Altstadt hat viele Fachwerkbauten, unter anderem das ehemalige Pfründnerspital. In der Altstadt steht auch das Fürstbischöfliche Würzburgische Amtshaus und die katholische Stadtpfarrkirche Sankt Kilian.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Bildstock bei Heufurt

Bildung[Bearbeiten]

  • Fladungen hat eine Grundschule. [8]
  • Fladungen und Oberfladungen haben jeweils einen Kindergarten. [8]

Sport[Bearbeiten]

  • Fladungen hat ein Freibad und ein Freizeitzentrum sowie einen Sportplatz. Zudem gibt es weitere Sportstätten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Fladungen liegt an der Bundesstraße 285. Die Bundesautobahn 71 liegt ca. 20 km entfernt und ist über die Anschlussstelle Mellrichstadt zu erreichen. Im Nahverkehr ist Fladungen an das Omnibus-Netz der OVF (Omnibusverkehr Franken) angeschlossen. Die Busse verkehren bis Mellrichstadt Bahnhof, wo Anschluss an Züge in Richtung Erfurt und Würzburg besteht.

Die Hochrhönstraße verbindet Fladungen mit Bischofsheim an der Rhön.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fladungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/212203&attr=OBJ&val=1590
  3. Gebietsaustausch 1808 im Rhönlexikon
  4. Weimarschmieden im Rhönlexikon
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 520.
  6. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740 und 741.
  7. Rhönmuseum
  8. a b Stadt Fladungen - Webseite