Prostitution nach Ländern

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  • Prostitution ist legal und reguliert.
  • Prostitution legal, aber Bordelle und Zuhälterei sind verboten.
  • Prostitution illegal.
  • Keine Daten.

Die Prostitution ist in praktisch jeder Kultur zu finden. Die gesellschaftliche Bewertung der Prostitution ist von kulturellen, ethischen und religiösen Werten abhängig und unterliegt einem starken Wandel.

Während die Tendenz derzeit in einigen Staaten Europas wie beispielsweise in Schweden stark in Richtung Abolitionsprinzip geht, folgen andere Länder wie Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande eher dem Entkriminalisierungsprinzip.[1]

In islamisch geprägten Ländern ist die Prostitution nach islamischem Recht als Unzucht verboten und wird drakonisch geahndet. Es gibt aber eine Sonderform, welche das „Prostitutionsverbot“ gewissermaßen unterläuft: Die islamische Genussehe, welche nur bei den Schiiten erlaubt, bei den Sunniten – der muslimischen Mehrheit – jedoch verboten ist. Ein Schiit darf eine Frau für eine Zeitdauer von einer Stunde bis mehreren Jahren „heiraten“ (Koran, Sure 4 Vers 24) und muss ihr danach ihren (vorher festgelegten) Pflichtteil entrichten. Nach Auffassung der Sunniten hat der Prophet Mohammed diese Art der Heirat (Mut'a-Ehe) untersagt. Sie sehen die Genussehe als Prostitution, welche verboten (haram) ist.

Europa[Bearbeiten]

Deutschsprachiges Europa[Bearbeiten]

Land Situation
Deutschland Es gibt zur Prostitution in Deutschland keinerlei wissenschaftlich zuverlässige Angaben, weder zur Anzahl der Prostituierten noch zu der Zahl der Freier. Nach Schätzungen könnte es 400.000 oder auch weniger Prostituierte in Deutschland geben.[2][3][4] Hierin eingeschlossen sind Gelegenheitsprostituierte, deren Zahl je nach Definition unterschiedlich angegeben wird. Wohl etwa 95 % der der Prostitution nachgehenden Personen sind weiblich.

Nach dem Prostitutionsgesetz (ProstG) ist die Ausübung der Prostitution in Deutschland legal. Prostitution mit Personen unter 18 Jahren ist strafbewehrt.

Siehe auch: Prostitution in Deutschland, Prostitution in der Deutschen Demokratischen Republik

Österreich Strafbar ist: Für den Freier, laut Strafgesetzbuch § 207b (sexueller Missbrauch von Jugendlichen), sofern die bzw. der Prostituierende jünger als 18 Jahre ist, entgeltliche Vermittlung von Sexualkontakten mit Minderjährigen (§ 214), Zuführen zur Prostitution (§ 215), Förderung der Prostitution Minderjähriger (§ 215a), Zuhälterei (§ 216), und grenzüberschreitender Prostitutionshandel (§ 217). Weil es laut Strafgesetzbuch § 216 verboten ist, sich aus der Prostitution einer anderen Person eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, gibt es keine Möglichkeit, als Prostituierte in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. [5]Prostituierte gelten aber als „selbständig Erwerbstätige“.

In den einzelnen Bundesländern behandeln Landesgesetze weitere Regelungen von Prostitution wie Registrierungspflicht und zeitliche und örtliche Beschränkungen.[6] Am strengsten ist die Regelung in Vorarlberg. Dort ist Prostitution nur in bewilligten Bordellen erlaubt, wobei aber bis jetzt (Stand Juli 2011) kein Bordell bewilligt wurde, sodass faktisch ein Prostitutionsverbot gilt.[7] 2011 bestanden in Vorarlberg gleichwohl ca. 70 bis 100 illegale Bordelle.[8]

Siehe: Prostitution in Österreich

Schweiz In der Schweiz sind sexuelle Dienstleistung und Konsum von bezahltem Sex legal. Aus diesem Grund gibt es in diesem Land eine hohe Dichte an Bordellen, welche auch intensiv in Tageszeitungen, einschlägigen Magazinen und nicht zuletzt auch im Internet für sich werben. Ausländische Prostituierte brauchen ein Arbeitsvisum. Laut Art. 195 Schweizerisches Strafgesetzbuch ist es strafbar, eine unmündige Person, also eine Person unter 18 Jahren, der Prostitution zuzuführen.

Siehe auch: Prostitution in der Schweiz

Liechtenstein Prostitution ist in Liechtenstein verboten, allerdings wird sie von den Strafverfolgungsbehörden mit Ausnahme der Straßenprostitution toleriert.
Luxemburg In Luxemburg sind Bordelle verboten, Straßen- und Wohnungsprostitution dagegen gestattet.

Übriges Europa[Bearbeiten]

Rechtliche Stellung der Prostitution in Europa:
  • Prostitution legal und durch den Gesetzgeber reglementiert
  • Prostitution legal und reguliert, aber Bordelle sind illegal
  • Prostitution legal aber unreguliert, Bordelle sind illegal
  • Prostitution illegal: Freier werden strafrechtlich verfolgt, nicht aber Prostituierte
  • Prostitution illegal: Prostituierte werden strafrechtlich verfolgt
  • Keine Daten
Land Situation
Albanien Prostitution ist in Albanien verboten, allerdings ist dieser Staat ein Herkunftsland für Opfer des Menschenhandels.[9]
Belgien Belgien hat eine ähnlich liberale Prostitutionsgesetzgebung wie etwa Deutschland oder die Schweiz. In Belgien findet lediglich eine etwas stärkere Kontrolle der Prostitution und der Etablissements durch die Behörden statt.

Siehe: Prostitution in Belgien

Bosnien und Herzegowina Prostitution ist in Bosnien und Herzegowina verboten, allerdings werden viele Frauen und Mädchen in die Zwangsprostitution gezwungen.
Bulgarien Prostitution ist in Bulgarien illegal, wird aber von der Polizei zugelassen.[10] 1989 gab es 3149 polizeilich registrierte Prostituierte in Bulgarien; 2007 ist die Zahl fast doppelt so hoch.[11] Seit Anfang 2007 gibt es Diskussionen, ob Prostitution total verboten oder innerhalb eines rechtlich geregelten Rahmens begrenzt werden soll.[11][12] Die Mehrheit der Bulgaren ist allerdings gegen eine Legalisierung der Prostitution.[13]
Dänemark Prostitution ist in Dänemark erlaubt und gesellschaftlich akzeptierter als in den anderen skandinavischen Ländern. Bis 1999 durften Prostituierte nicht allein von sexuellen Dienstleistungen leben, sondern mussten noch ein weiteres Einkommen nachweisen.
Finnland Die Regierung Finnlands plante für 2006 ursprünglich ein Totalverbot der Prostitution mit Strafbarkeit der Freier nach schwedischem Vorbild. Da hierfür keine Mehrheit im Parlament in Sicht war, wurde am 21. Juni 2006 ein modifiziertes Gesetz erlassen. Demnach machen sich Freier lediglich strafbar, wenn sie Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen, die einen Zuhälter haben oder die Opfer von Menschenhandel sind. Der Strafrahmen für Freier liegt in diesem Fall bei Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verboten ist bereits seit längerem öffentliche Werbung für Prostitution und Kontaktanbahnung auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie in Gaststätten.
Frankreich Die Bordellkultur in Frankreich war bis zum Zweiten Weltkrieg weltberühmt, es gab Edelbordelle und Massenbordelle. Bordelle wurden 1946 durch ein von Christdemokraten und Kommunisten initiiertes Gesetz („Loi Marthe Richard) verboten, sonstige Prostitution blieb legal. Ende 2011 wurde die Zahl der Prostituierten auf 20.000 geschätzt.[14] Im Dezember 2013 wurde mit großer Mehrheit ein Gesetz gegen die Prostitution beschlossen: die Freier sollen bestraft werden, auch wenn die Prostitution formal legal bleibt.[15]

Siehe: Prostitution in Frankreich

Griechenland Griechenland hat eine liberale Gesetzgebung, die den Vorschriften von Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden in etwa ähnelt. Alle Prostituierten müssen sich behördlich registrieren und regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.
Irland (Republik) In der Republik Irland ist Sex gegen Entgelt strikt verboten und stellt für Freier wie für Prostituierte eine Straftat dar. Dennoch existiert hauptsächlich in Dublin eine Untergrund-Szene. Die Kontaktanbahnung findet diskret vor allem in Pubs statt.
Island Mangels sichtbarer Prostitution wurde in Island bis Anfang der 1990er Jahre keine gesetzliche Regelung in diesem Bereich erlassen. In der Mitte dieses Jahrzehntes entstanden, vor allem in Reykjavík, zahlreiche Nachtclubs, in denen insbesondere Osteuropäerinnen als Bardamen, Tänzerinnen und Prostituierte arbeiten.

Die isländische Regierung sah sich gezwungen, diesen Bereich gesetzlich zu regeln, und führte 2005 zunächst ein restriktives Strafrecht in dieser Frage ein. Artikel 206 des isländischen Strafgesetzbuches (Almenn hegningarlög) besagte:

„Jeder, der sich für seinen Lebensunterhalt der Prostitution bedient, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft.“

Damit war der Erwerb sexueller Dienstleistungen zwar weiterhin legal, die Prostituierten selbst befanden sich dadurch jedoch in der Illegalität. Diese Bestimmung wurde am 17. März 2007 geändert. Zwischen 2007 und 2009 waren sowohl das Anbieten als auch der Erwerb sexueller Dienstleistungen legal. Seit 2009 werden jedoch, der schwedischen Gesetzgebung folgend, die Freier mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft.[16]

Italien
Prostituierte auf dem Straßenstrich in Turin

Nach einem totalen Verbot in der faschistischen Ära erlaubte Italien 1948 zunächst Bordelle. Mit Gesetz von 1958 mussten diese jedoch wieder geschlossen werden. Weiterhin bestehen blieb die Straßenprostitution, die sich vor allem auf Landstraßen am Rand größerer Städte abspielt. Erlaubt ist auch Wohnungsprostitution, sofern keine dritte Person ihre Wohnung zu solchen Zwecken zur Verfügung stellt. Verboten ist das direkte Ankobern von Kunden durch Prostituierte. Strafbar sind sexuelle Handlungen auf öffentlichem Grund und Boden (auch im Auto). In neuerer Zeit bereitet die immer größer werdende Zahl von illegalen Prostituierten aus Afrika und Osteuropa Probleme. Ein 2002 von Sozialministerin Livia Turco unterbreiteter Vorschlag, wieder staatlich kontrollierte Bordelle zuzulassen, um so dem unkontrollierbaren Straßenstrich die Grundlage zu entziehen, stieß bei Politikern und in der Öffentlichkeit überwiegend auf Ablehnung bis Empörung. Feministische Gruppierungen und einige katholische Bischöfe fordern indessen die Bestrafung der Freier nach schwedischem Vorbild.

Niederlande
Amsterdamer Rotlichtviertel De Wallen

Die Niederlande haben eine ähnlich liberale Prostitutionsgesetzgebung wie etwa Deutschland oder die Schweiz.[17] Insbesondere in Großstädten gelten Rotlichtviertel auch als Touristenattraktionen (ganz besonders das Viertel Walletjes in Amsterdam). Typisch für die Rotlichtviertel in den Niederlanden (wie auch teilweise in Belgien) sind die Koberfenster.

Siehe: Prostitution in den Niederlanden

Norwegen Bereits 1884 wurden Bordelle in Norwegen verboten, 1893 hob man die Registrierungspflicht sowie die verpflichtenden ärztlichen Untersuchungen für Prostituierte auf. Nicht verboten wurde Prostitution als solche. Seit 1995 ist es strafbar, Räume zum Zwecke der Prostitution zu vermieten. Illegal ist Straßenprostitution, diese kommt jedoch vor. Frauen- und Sozialverbände forderten seit etwa 2000 verstärkt die Einführung des „schwedischen Modells“. Rückhalt in Teilen der Bevölkerung und in den politischen Parteien gewannen diese Forderungen durch einen Anstieg der Straßenprostitution in jüngster Zeit sowie durch Berichte über Menschenhandel. Im April 2007 kündigte die aus der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, den Linkssozialisten und der Zentrumspartei bestehende Regierungskoalition einen Gesetzesentwurf an, der nach schwedischem Vorbild alle Freier mit Strafe bedroht, während Prostituierte selbst sich nicht strafbar machen. Auch die oppositionellen Christdemokraten signalisierten Zustimmung. Im Jahr 2009 führte Norwegen die Bestrafung der Freier nach schwedischem Vorbild ein.[18] Die Interessenvertretung der norwegischen Prostituierten Pion bemängelte, die Prostituierten würden dadurch in den Untergrund gedrängt und seien so gewalttätigen Freiern und anderen Gefahren schutzloser ausgeliefert als bisher.[19]
Portugal Bis 1962 gab es staatlich konzessionierte Bordelle. Wer dort als Prostituierte arbeitete, unterlag einer Registrierungspflicht und musste sich regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen. 1963 verbot die Militärregierung jede Form von Prostitution. Nach der Rückkehr Portugals zur Demokratie wurde das Verbot zum 1. Januar 1983 aufgehoben, allerdings unterblieb die Wiedereinführung der Registrierungs- und Untersuchungspflicht. Unter Umständen können Prostituierte wegen „Verstoßes gegen die öffentliche Moral“ belangt werden, doch kommen solche Verfahren selten vor. Eine große Rolle spielt die Straßenprostitution, daneben werden sexuelle Dienstleistungen in Bordellen, Nachtlokalen und Modellwohnungen ausgeübt. In der Hauptstadt Lissabon arbeiten schätzungsweise etwa 6500 Prostituierte.[20]
Rumänien Prostitution ist in Rumänien gesetzlich verboten, aber dennoch weit verbreitet. Da Gesundheitskontrollen nicht üblich sind, ist eine hohe Zahl von Prostituierten mit Geschlechtskrankheiten infiziert. Vereinzelt wird daher eine Legalisierung der Prostitution gefordert; für die meisten Politiker ist dieses Thema aber zu heikel.[21]
Russland Die Ausübung der Prostitution ist in Russland lediglich mit Geldstrafe bedroht und wird weitgehend geduldet. Jegliche Form der Beihilfe (Zuhälterei, Betreiben eines Bordells etc.) stellt dagegen eine Straftat dar.
Schweden In Schweden trat am 1. Januar 1999 das „Gesetz zum Verbot des käuflichen Erwerbs sexueller Dienstleistungen“ in Kraft: „Wer sich gegen Entgelt Gelegenheit zu sexuellen Handlungen verschafft, wird – sofern die Tat nicht nach dem Strafgesetzbuch mit Strafe bedroht ist– wegen käuflichen Erwerbs sexueller Dienstleistungen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten bestraft.“ Im Gegensatz zu den Vorschriften in vielen anderen Ländern machen sich hier also nur die Kunden strafbar, nicht die Prostituierten.

Siehe: Prostitution in Schweden

Spanien In Spanien ist die Prostitution gesetzlich nicht explizit geregelt aber weitgehend toleriert und ist auch weit verbreitet. Sie findet als Straßenprostitution, daneben auch in so genannten Clubs (Bordellen) und Modellwohnungen statt. Laut Schätzungen gibt es bis zu 300.000 Prostituierte in Spanien, mit vielen Immigrantinnen aus Lateinamerika, Afrika oder Osteuropa.[22]
Tschechien Im Internet und von der Straße aus (z.B. östlich des Wenzelsplatzes) leicht zu findende Bordelle, auch Straßen- und Wohnungsprostitution existiert.
Türkei In der Türkei gibt es staatlich konzessionierte Bordelle. Außerhalb dieser ist Prostitution offiziell untersagt. Weitgehend geduldet wird allerdings insbesondere die vielerorts vorkommende Straßenprostitution.
Ungarn In Ungarn ist Prostitution seit 1999 legal, darf aber nur in genehmigten Zonen ausgeübt werden. Bis jetzt gibt es aber keine legalen Rotlichtviertel, da sich die Bürgermeister gegen deren Einrichtung wehren. Die Prostitution in Ungarn ist somit nach dem Gesetz an sich legal, kann aber in der Praxis nur illegal ausgeübt werden. Geschätzt wird, dass es in Budapest 500 illegale Bordelle gibt sowie in ganz Ungarn 100.000 Prostituierte.[23]Gemäß einem Gerichtsurteil des ungarischen Komitats Baranya im Jahr 2006 müssen Sexarbeiterinnen ihre Einnahmen aus der Prostitution versteuern.[24]
Vereinigtes Königreich Das Vereinigte Königreich gestattet die Ausübung der Prostitution in Wohnungen oder Häusern, in denen höchstens drei Personen gleichzeitig ihre Dienste anbieten. Größere Etablissements sind untersagt. Um dem Gesetz Genüge zu tun, teilen sich mehrere Prostituierte häufig zu verschiedenen Tagen oder Uhrzeiten ein Zimmer in einer Dreizimmer-Wohnung. Da Prostituierte nicht öffentlich werben dürfen, werden vor allem öffentliche Telefonzellen mit kleinen Zetteln beklebt, auf denen Name und Telefonnummer von Dienstanbieterinnen zu finden sind. Bekannte Rotlichtviertel sind unter anderem in London der Stadtteil Soho und die Gegend um den Bahnhof King’s Cross.

Afrika[Bearbeiten]

Prostitution in verschiedenen Länder Afrikas:
  • Prostitution legal und geregelt
  • Prostitution explizit nicht geregelt, Bordelle sind rechtswidrig, der „Austausch von Sex gegen Geld“ hingegen legal
  • Prostitution illegal
Land Situation
Ägypten In Ägypten ist Prostitution offiziell verboten, Geldstrafe.
Mauretanien Prostitution ist verboten.
Sudan Prostitution ist verboten: Haft- oder Todesstrafe.

Asien[Bearbeiten]

Prostitution in verschiedenen Teilen Asiens:
  • Prostitution legal und geregelt
  • Prostitution explizit nicht geregelt, Bordelle sind rechtswidrig, der „Austausch von Sex gegen Geld“ hingegen legal
  • Prostitution illegal
Land Situation
Armenien Prostitution ist in Armenien verboten, allerdings ist dieser Staat seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Herkunftsland für Opfer des Menschenhandels. [25][9]
Aserbaidschan Prostitution ist in Aserbaidschan verboten, allerdings ist dieser Staat seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Herkunftsland für Opfer des Menschenhandels.[9]
Volksrepublik China In der maoistischen Ära versuchte die Kommunistische Partei, die Prostitution zu vernichten. Doch seit den 1980er Jahren ist sie wieder weit verbreitet und hat sich zu einer Industrie entwickelt. Die Regierung geht mit verschärften Gesetzen und Polizeikampagnen dagegen vor. Allerdings gibt es auch Stimmen, die eine Legalisierung fordern.

Siehe: Prostitution in der Volksrepublik China

Japan In Japan wurde Prostitution 1958 verboten. Dabei wird Prostitution sehr eng als vaginaler Geschlechtsverkehr gegen Entgelt definiert. Oraler und analer Geschlechtsverkehr sowie sonstige Sexualpraktiken wie Schenkelverkehr (jap. 素股 Sumata) sind nicht explizit verboten.

Siehe: Prostitution in Japan

Jemen Prostitution ist verboten: Haft- oder Todesstrafe.
Malediven Prostitution ist verboten: Haftstrafe.
Oman Sie ist offiziell verboten, Geldstrafe.
Pakistan Die Prostitution ist teilweise verboten: In schiitischen Provinzen ist sie erlaubt (Mut'a-Ehe), in sunnitischen nicht.
Saudi-Arabien Prostitution ist verboten. Es gilt die Todesstrafe für alle beteiligten Personen. Als „beteiligt“ gelten hier Freier, Prostituierte und Zuhälter. Personen, die vom Tatbestand wussten, ohne ihn zu melden, werden ebenfalls bestraft.
Thailand In Thailand ist Prostitution zwar verboten, wird aber geduldet und an vielen Orten direkt oder indirekt angeboten. Kinderprostitution wird allerdings aktiv verfolgt und ertappte Konsumenten müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen.

Siehe: Prostitution in Thailand

Vereinigte Arabische Emirate Sie ist offiziell verboten, aber in den Emiraten Abu Dhabi und Dubai weit verbreitet und wird hier im Regelfall nicht bestraft.

Australien und Ozeanien[Bearbeiten]

Land Situation
Australien Australien ging in den letzten Jahrzehnten den Weg einer fortschreitenden Legalisierung. Die Vorschriften sind in den einzelnen Bundesstaaten verschieden. Die Staaten New South Wales und Victoria gestatten bisher als einzige die Einrichtung von Bordellen. Wer Beschaffungsprostituierte für sexuelle Dienstleistungen bezahlt, kann unter Umständen wegen Beihilfe zum Drogenhandel angeklagt werden.
Neuseeland Mit einem Gesetz von 2003 wurden die Rahmenbedingungen der Prostitution, die bereits zuvor grundsätzlich legal war, weiter liberalisiert. Seitdem dürfen unter staatlicher Kontrolle Bordelle eingerichtet werden. Prostitution ist in Neuseeland gesellschaftlich weitaus akzeptierter als in den meisten anderen englischsprachigen Ländern.

Nord-, Mittel- und Südamerika[Bearbeiten]

Land Situation
Brasilien In Brasilien ist Prostitution legal und verbreitet.

Siehe: Prostitution in Brasilien

Kanada Prostitution an sich ist in Kanada nicht verboten, ihre Ausübung jedoch durch zahlreiche Reglementierungen eingeschränkt. Um einer Strafbarkeit zu entgehen, müssen Prostituierte nachweisen, dass sie nicht allein von den Einnahmen des Sexgeschäftes leben, sondern noch ein weiteres Einkommen haben. Kontaktanbahnung auf öffentlichen Straßen und Plätzen ist untersagt, ebenso Werbung sowie das direkte Ansprechen von potentiellen Kunden. Dritte Personen machen sich strafbar, wenn sie Prostituierten zum Zwecke sexueller Dienstleistungen Räume vermieten oder zur Verfügung stellen. Ebenso ist es eine Straftat, Prostituierte in irgendeiner Weise bei der Ausübung ihres Gewerbes zu unterstützen oder behilflich zu sein.
USA Mit Ausnahme von Nevada ist das Angebot der Prostitution sowie in einigen Staaten die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen durchweg strafbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass es in keine Prostitution gäbe. Vom Straßenstrich bis zu teuren Callgirls sind viele Formen vertreten. [26]Die Ergebnisse einer 2014 veröffentlichten Studie lassen auf große regionale Unterschiede schließen, so dass sich kein einheitliches Bild der Prostitution in den USA ergibt.[27]

Siehe: Prostitution in den Vereinigten Staaten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sjoe.at/content/frauen/themen/koerper/article/618.html Interview mit Eva van Rahden von SILA
  2. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 1. Empirische Daten zu Prostitution in Deutschland, 2. Januar 2010
  3. Bundestag, Drucksache 14/5958, 8. Mai 2001 (PDF; 163 kB)
  4. Monatszeitschrift Deutscher Frauenrat 5/97, zitiert nach GSA
  5. http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=31425
  6. http://homepage.univie.ac.at/elisabeth.holzleithner/LG_Prostitution.htm (31. Juli 2006)
  7. http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=31425 S. 53, Fußnote 105
  8. Im Rheintal statt im «sauberen Ländle» ins Bordell: Das faktische Prostitutionsverbot in Vorarlberg führt zur Häufung von Etablissements in St. Gallen,Neue Zürcher Zeitung vom 29. Juli 2011, S. 12
  9. a b c Alexandra Geisler: Menschenhandel mit Frauen aus Osteuropa zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. In: Bulletin Texte Nr. 29/30 – Armut und Geschlecht. Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2005, ISSN 0947-6822, S. 122. Auf: gender.hu-berlin.de
  10. Prostitution in Bulgarien
  11. a b http://www.wirtschaftsblatt-bg.com/new/page.php?id=5145
  12. http://www.bnr.bg/RadioBulgaria/Emission_German/Theme_Gesellschaft/Material/an070317.htm
  13. http://www.bnr.bg/RadioBulgaria/Emission_German/Theme_Gesellschaft/Material/ak071205-2.htm
  14. Stefan Ulrich:Frankreich will käufliche Liebe verbieten., sueddeutsche.de vom 8. Dezember 2011, abgerufen am 8. Dezember 2011
  15. http://www.heise.de/tp/artikel/40/40503/1.html
  16. Buying sex punishable in Iceland. NIKK June 3 2009
  17. Niederländisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten: FAQ Prostitution 2012: Fragen und Antworten zur Rechtslage in den Niederlanden. (PDF), abgerufen am 30. Dezember 2013
  18. taz.de: Sexkaufverbot in Norwegen
  19. die tageszeitung, 30. April 2007,http://www.taz.de/dx/2007/04/30/a0119.1/text.ges,1 Autopsie 1. Mai 2007.
  20. Country Report Of Portugal
  21. – Europa heute – In Rumänien blüht das illegale Geschäft mit der Prostitution
  22. Spain, the world capital of prostitution? The Independent, 25. November 2013, abgerufen am 25. November 2013 (englisch).
  23. http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4799358_REF3,00.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  24. Der Standard, 28. Juni 2006. online-Version (5. August 2006)
  25. Länderberichte zu Menschenhandel 2011 – Schweiz (Klassifizierung 2) (PDF; 23 kB), S. 4. Auf: photos.state.gov
  26. Urban Institute: The Hustle
  27. Urban Institute: The Hustle