S&M (Album)

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S&M
Livealbum von Metallica with Michael Kamen conducting The San Francisco Symphony Orchestra
Veröffentlichung 22. November 1999
Aufnahme 21.–22. April 1999
Label Elektra Records
Format Doppel-CD, Doppel-DVD, VHS
Genre Symphonic Metal, Heavy Metal, Crossover
Anzahl der Titel 21
Laufzeit 133:01

Besetzung

Produktion Bob Rock, James Hetfield, Lars Ulrich, Michael Kamen
Aufnahmeort Live: Berkeley Community Theatre in Berkeley, Kalifornien (USA)
Chronologie
Garage Inc.
(1998)
S&M St. Anger
(2003)

S&M (kurz für Symphony and Metallica) ist das zweite Live-Album der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Metallica, das im April 1999 auf zwei Konzerten live zusammen mit dem San Francisco Symphony Orchestra in Berkeley (Kalifornien) eingespielt wurde. Das Album wurde unter der Regie von Wayne Isham später auch als Video auf DVD und VHS veröffentlicht.

Der Name ist ein Wortspiel mit der Abkürzung für Sadomasochismus, bedeutet in diesem Zusammenhang aber Symphony and Metallica. Das S auf dem Albumcover ist aus einem rückwärts geschriebenen Violinschlüssel geformt während das M dem klassischen Metallica-Logo entstammt.

Die aus diesem Album ausgekoppelte Version von Nothing Else Matters ’99 wurde vor Allem in Deutschland zu einem sehr großen Erfolg, wo das Lied mit Platz 2 die höchste Chartplatzierung einer Metallica-Single erreichte.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Idee, eine Metal-Band mit einem klassischen Orchester zusammenarbeiten zu lassen, stammt vom Komponisten Michael Kamen, der auch die Orchesterparts dazu schrieb und bei den Aufführungen als Dirigent mitwirkte. Bereits mit seiner ersten Band, dem 1967 gegründeten New York Rock and Roll Ensemble, sammelte der klassisch ausgebildete Kamen Erfahrungen zur Verbindung von Rockmusik und Klassik und erarbeitete sich durch seine Kooperationen u.a. mit David Bowie, Eric Clapton, Pink Floyd und Queen über die Jahre einen Ruf als Spezialist für solche Projekte. Da er auch mit Queensrÿche zusammenarbeitete, die ebenfalls von Metallicas Management Q-Prime vertreten wurde, empfahl Q-Prime Kamen, als für die Studioaufnahme von Nothing Else Matters (vom schwarzen Album) ein Arrangeur für die Orchesterparts gesucht wurde.[1]

Musikstil[Bearbeiten]

Auf S&M spielt Metallica wie gewohnt ihre eigenen Stücke (zwei davon, Minus Human und No Leaf Clover, erstmals veröffentlicht), während das Symphonieorchester sich darum herum ausbreitet, dazwischenmischt, oder auch frontal dagegen anspielt. Die besten Ergebnisse, das bestätigte James Hetfield in einem Interview, wurden dabei mit Stücken erzielt, die nicht schon von Haus aus zu massiv und komplex klingen, so dass genügend Raum für die orchestralen Ergänzungen bleibt.

Titelliste[Bearbeiten]

CD 1[Bearbeiten]

  1. The Ecstasy of Gold (Ennio Morricone) – 2:30
  2. The Call of Ktulu (Burton, Hetfield, Mustaine, Ulrich) – 9:34
  3. Master of Puppets (Burton, Hammett, Hetfield, Ulrich) – 8:54
  4. Of Wolf and Man (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 4:18
  5. The Thing that Should Not Be (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 7:26
  6. Fuel (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 4:35
  7. The Memory Remains (Hetfield, Ulrich) – 4:42
  8. No Leaf Clover (Hetfield, Ulrich) – 5:43
  9. Hero of the Day (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 4:44
  10. Devil's Dance (Hetfield, Ulrich) – 5:26
  11. Bleeding Me (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 9:01

CD 2[Bearbeiten]

  1. Nothing Else Matters (Hetfield, Ulrich) – 6:47
  2. Until It Sleeps (Hetfield, Ulrich) – 4:29
  3. For Whom the Bell Tolls (Burton, Hetfield, Ulrich) – 4:52
  4. - Human (Hetfield, Ulrich) – 4:19
  5. Wherever I May Roam (Hetfield, Ulrich) – 7:01
  6. Outlaw Torn (Hetfield, Ulrich) – 9:58
  7. Sad but True (Hetfield, Ulrich) – 5:46
  8. One (Hetfield, Ulrich) – 7:53
  9. Enter Sandman (Hammett, Hetfield, Ulrich) – 7:39
  10. Battery (Hetfield, Ulrich) – 7:24

Rezeption[Bearbeiten]

Der Veröffentlichungszeitpunkt wurde teils als kommerziell motiviert betrachtet.[2] Für einige Metallica-Fans bedeutete S&M die endgültige Ankunft von Metallica im Mainstream. Andere betrachteten das Album mit seiner Verbindung von Rock und orchestralen Elementen dagegen als gelungen.

Laut.de kritisierte neben dem kommerziell motivierten Veröffentlichungszeitpunkt, „dass Metallica bei der Songauswahl nicht unbedingt darauf acht gaben, dass genau die Songs auf das Album kommen, die im orchestralen Umfeld am besten rüberkommen.“ Es sei aber „erstaunlich, wie alles so arrangiert wurde, dass nichts aufgesetzt klingt.“[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Custodis, Kapitel Film Music in Concert: Metallica mit Michael Kamen, in: Klassische Musik heute. Eine Spurensuche in der Rockmusik, Bielefeld transcript-Verlag 2009 ISBN 978-3-8376-1249-3
  2. a b CD-Kritik von laut.de