Sarteano

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Sarteano
Wappen
Sarteano (Italien)
Sarteano
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Siena (SI)
Koordinaten: 42° 59′ N, 11° 52′ O42.98333333333311.866666666667573Koordinaten: 42° 59′ 0″ N, 11° 52′ 0″ O
Höhe: 573 m s.l.m.
Fläche: 85,27 km²
Einwohner: 4.691 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einw./km²
Postleitzahl: 53047
Vorwahl: 0577
ISTAT-Nummer: 052031
Volksbezeichnung: Sarteanesi
Website: Gemeinde Sarteano
Panorama von Sarteano
Panorama von Sarteano

Sarteano ist ein Ort mit 4691 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Sarteano in der Provinz Siena

Der Ort erstreckt sich über 85,27 km². Er liegt ca. 60 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und 100 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz zwischen den Tälern der Chiana und dem Val d’Orcia am Berg Monte Cetona. Der Fluss Orcia fließt durch das Gemeindegebiet. Castiglioncello del Trinoro ist ein ca. 6 km westlich gelegener Ortsteil der Gemeinde. Der Ortskern selbst ist in fünf Contraden (Ortsteile) unterteilt: San Lorenzo, San Bartolomeo, San Martino, Santissima Trinità und Sant’Andrea.

Die Nachbargemeinden sind Cetona, Chianciano Terme, Chiusi, Pienza, Radicofani und San Casciano dei Bagni.

Geschichte[Bearbeiten]

Bodenfunde belegen die Besiedlung des Ortes von der Altsteinzeit über die Bronze- bis zur Eisenzeit. In der Umgebung wurden zahlreiche Gräber aus der Zeit der Etrusker gefunden. Erstmals erscheint Sarteano im Jahr 776 unter dem Namen Vicus Sarturianus. Gegen das 11. Jahrhundert war Sarteano das Zentrum eines umfangreichen Lehens unter den ursprünglich aus der Lombardei stammenden Grafen Manenti. 1379 geriet Sarteano unter den Einfluss der Republik von Siena. 1469 restaurierte Siena die alte Festung aus der Zeit der Grafen von Manenti. Der Ausbau zu einer militärischen Festung geschah 1528 unter dem Architekten Baldassare Peruzzi.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Chiesa di San Lorenzo
  • Abbazia della Santissima Trinità di Spineta, Abtei, die im Jahr 1085 gegründet wurde.
  • Cappella della Madonna dell’Uccellino, Kapelle, wahrscheinlich ein Werk von Jacopo di Mino del Pellicciaio (Madonna col bambino, zugeschrieben) enthält.
  • Chiesa del Suffragio, Kirche, enthält ein Travertinportal aus dem Jahr 1584.
  • Chiesa di San Martino, im 18. Jahrhundert entstandene Kirche, übernahm die Werke von Jacopo di Mino del Pellicciaio (Madonna col bambino, auch als Madonna del cardellino bezeichnet, entstand um 1344), Domenico Beccafumi (Annunciazione, 1545 entstanden) und Alessandro Casolani (Madonna in gloria col bambino e santi) aus der am Rathausplatz gelegenen und im 12. Jahrhundert entstandenen (und im 18. Jahrhundert zerstörten) Kirche Chiesa di San Martino in Foro.
  • Chiesa di San Francesco, Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit Fassade von 1480, erstellt von Antonio Federighi und anderen. Diese enthält das Wappen der Piccolomini. Der Campanile entstammt dem 16. Jahrhundert.
  • Collegiata di San Lorenzo, Kirche aus dem 13. Jahrhundert, enthält die Werke Angelo annunciant und Vergine annunciata von Girolamo del Pacchia (ca. 1514).
  • Pieve di Santa Vittoria, Pieve, ältestes kirchliches Bauwerk des Ortes, 1205 fertiggestellt.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • La Giostra del Saracino, jährlich seit 1982 jeweils am 15. August, bei dem die fünf Contraden gegeneinander antreten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sarteano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.