Tatjana Iwanowna Totmjanina
| Tatjana Totmjanina |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Tatjana Iwanowna Totmjanina | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 2. November 1981 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Perm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 160 cm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 44 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Paarlauf | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Partner/in | Maxim Marinin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | Jubilejny Sportklub | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Oleg Wassiljew, Natalia Pawlowa |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2006 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Persönliche Bestleistungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| letzte Änderung: 7. Februar 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Tatjana Iwanowna Totmjanina (russisch Татьяна Ивановна Тотьмянина; * 2. November 1981 in Perm) ist eine ehemalige russische Eiskunstläuferin, die im Paarlauf startete.
Karriere[Bearbeiten]
Totmjanina begann im Alter von vier Jahren auf Initiative ihrer Mutter mit dem Eislaufen. Mit 14 Jahren wurde sie nach Sankt Petersburg eingeladen. Sie fühlte, dass sie im Einzellauf keine Chance hatte. Bei den russischen Meisterschaften 1995 traf sie auf Maxim Marinin, der bereits zwei Jahre zuvor zum Paarlauf gewechselt war, aber noch keine Partnerin hatte. So wurde er ihr Eiskunstlaufpartner. Sie traten für den Jubilejny Sportklub an und trainierten im Jubileiny-Sportkomplex. Ihre erste Trainerin war Natalja Pawlowa.
1999 bestritten sie ihr Debüt bei Welt- und Europameisterschaften, das sie auf dem siebten bzw. fünften Platz beendeten. Ihre erste bedeutende internationale Medaille gewannen sie mit Silber bei der Europameisterschaft 2001 in Bratislava hinter ihren Landsleuten Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse. Im selben Jahr ging das Paar nach Chicago um bei Oleg Wassiljew, dem Paarlauf-Olympiasieger von 1984 trainieren zu können.
2002 konnten Totmjanina und Marinin ihren ersten großen Titel erringen. In Lausanne wurden sie Europameister. Ein paar Wochen später gewannen sie in Nagano mit Silber hinter den Chinesen Shen Xue und Zhao Hongbo ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille. Ihre ersten Olympischen Spiele beendeten sie in Salt Lake City auf dem vierten Platz. 2003 wurden sie, nachdem sie bereits erstmals das Grand-Prix-Finale gewonnen hatten, erstmals russische Paarlaufmeister. In Malmö verteidigten sie ihren Europameisterschaftstitel und bei der Weltmeisterschaft gewannen sie erneut die Silbermedaille hinter den Chinesen. Es war das letzte Mal, das Totmjanina/Marinin bei einem bedeutenden Turnier nicht gewannen. 2004 verteidigten sie ihren nationalen Meistertitel, wurden zum dritten Mal in Folge Europameister und in Dortmund erstmals Weltmeister. Im Oktober 2004 hatten sie beim Grand-Prix-Wettbewerb Skate America in Pittsburgh einen schweren Unfall, als Marinin bei einer so genannten Lasso-Hebung das Gleichgewicht verlor und Totmjanina mit dem Kopf voran auf das Eis stürzte. Sie erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und musste bewusstlos ins Krankenhaus gebracht werden. Sie blieb ohne Erinnerung an den Vorfall. Sie erholte sich jedoch schnell und verlor das Vertrauen in ihren Partner nicht. Marinin dagegen hatte mit Panikattacken zu kämpfen, als er sie wieder heben sollte. Mit der Hilfe eines Sportpsychologen konnte er dies überwinden. Schon im Februar 2005 wurden sie als amtierende russische Meister wieder unangefochten Europameister und einen Monat später in Moskau auch Weltmeister. So gingen sie als Favoriten in das olympische Jahr. Zum zweiten Mal gewannen sie das Grand-Prix-Finale und in Lyon zum fünften Mal in Folge den Europameisterschaftstitel. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin wurden Tatjana Totmjanina und Maxim Marinin mit zwei fehlerfreien Programmen Olympiasieger im Paarlauf. Sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür bestachen sie durch Sicherheit, Eleganz und Ausdruck. An der Weltmeisterschaft nahmen sie nicht mehr teil. Sie gaben ihren Rücktritt als Amateure bekannt und traten nur noch in Eisrevues wie Champions on Ice auf.
Persönliches[Bearbeiten]
Totmjanina und Marinin hatten während ihrer Karriere eine Beziehung, beendeten diese jedoch und blieben eng befreundet.[1]
Totmjanina hatte eine sehr enge Beziehung zu ihrer Mutter. Ihr Vater war emotional distanziert und verließ die Familie, als Totmjanina sieben Jahre alt war. Er lebte weiterhin in der Nähe, aber ohne die Familie zu unterstützen. Totmjanina und ihre Mutter lebten zusammen mit der Mutter des Vaters, die an Schizophrenie litt und gewalttätig wurde.[2]
Als Totmjanina Geld hatte, kaufte sie ihrer Mutter ein Auto und eine eigene Wohnung in Sankt Petersburg. Kurz nach Totmjaninas Verlobung mit dem Olympiasieger und mehrfachen Welt- und Europameister Alexei Jagudin, verunglückte ihre Mutter bei einem Autounfall tödlich. Jagudin unterstützte sie und half ihr mit ihren Depressionen fertig zu werden.[3] Am 20. November 2009 kam die gemeinsame Tochter Elisaweta zur Welt.[4]
Ergebnisse[Bearbeiten]
Paarlauf[Bearbeiten]
(mit Maxim Marinin)
| Wettbewerb / Jahr | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele | 4. | 1. | ||||||||
| Weltmeisterschaften | 7. | 6. | 5. | 2. | 2. | 1. | 1. | |||
| Europameisterschaften | 5. | 5. | 2. | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. | ||
| Russische Meisterschaften | 6. | 5. | 3. | 3. | 3. | 2. | 1. | 1. | 1. | Z |
Weblinks[Bearbeiten]
-
Commons: Tatjana Iwanowna Totmjanina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Totmjanina/Marinin. Biographieseite bei der International Skating Union (englisch)
- Tatjana Iwanowna Totmjanina auf Sports-Reference.com (englisch)
- The Ice Story – Inoffizielle Fansite (russ., engl.)
- Totmjanina/Marinin Photo Seite (engl., jap.)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ http://prosestars.ru/?p=114
- ↑ http://prosestars.ru/?p=114
- ↑ http://prosestars.ru/?p=114
- ↑ http://ufa.kp.ru/online/news/574526/
1908: Anna Hübler & Heinrich Burger | 1920: Ludowika Jakobsson & Walter Jakobsson | 1924: Helene Engelmann & Alfred Berger | 1928: Andrée Joly & Pierre Brunet | 1932: Andrée Brunet & Pierre Brunet | 1936: Maxi Herber & Ernst Baier | 1948: Micheline Lannoy & Pierre Baugniet | 1952: Ria Baran & Paul Falk | 1956: Sissy Schwarz & Kurt Oppelt | 1960: Barbara Wagner & Robert Paul | 1964: Ljudmila Beloussowa & Oleg Protopopow | 1968: Ljudmila Beloussowa & Oleg Protopopow | 1972: Irina Rodnina & Alexei Ulanow | 1976: Irina Rodnina & Alexander Saizew | 1980: Irina Rodnina & Alexander Saizew | 1984: Jelena Walowa & Oleg Wassiljew | 1988: Jekaterina Gordejewa & Sergei Grinkow | 1992: Natalja Mischkutjonok & Artur Dmitrijew | 1994: Jekaterina Gordejewa & Sergei Grinkow | 1998: Oksana Kasakowa & Artur Dmitrijew | 2002: Jelena Bereschnaja & Anton Sicharulidse und Jamie Salé & David Pelletier | 2006: Tatjana Totmjanina & Maxim Marinin | 2010: Shen Xue & Zhao Hongbo
1908: Anna Hübler & Heinrich Burger | 1909: Phyllis Johnson & James H. Johnson | 1910: Anna Hübler & Heinrich Burger | 1911: Ludowika Jakobsson & Walter Jakobsson | 1912: Phyllis Johnson & James H. Johnson | 1913: Helene Engelmann & Karl Mejstrik | 1914: Ludowika Jakobsson & Walter Jakobsson | 1922: Helene Engelmann & Alfred Berger | 1923: Ludowika Jakobsson & Walter Jakobsson | 1924: Helene Engelmann & Alfred Berger | 1925: Herma Szabó & Ludwig Wrede | 1926: Andrée Joly & Pierre Brunet | 1927: Herma Szabó & Ludwig Wrede | 1928: Andrée Joly & Pierre Brunet | 1929: Lilly Scholz & Otto Kaiser | 1930: Andrée Brunet & Pierre Brunet | 1931: Emília Rotter & László Szollás | 1932: Andrée Brunet & Pierre Brunet | 1933–35: Emília Rotter & László Szollás | 1936–39: Maxi Herber & Ernst Baier | 1947–48: Micheline Lannoy & Pierre Baugniet | 1949: Andrea Kékesy & Ede Király | 1950: Karol Kennedy & Peter Kennedy | 1951–52: Ria Baran & Paul Falk | 1953: Jennifer Nicks & John Nicks | 1954–55: Frances Dafoe & Norris Bowden | 1956: Sissy Schwarz & Kurt Oppelt | 1957–60: Barbara Wagner & Robert Paul | 1962: Maria Jelinek & Otto Jelinek | 1963–64: Marika Kilius & Hans-Jürgen Bäumler | 1965–68: Ljudmila Beloussowa & Oleg Protopopow | 1969–72: Irina Rodnina & Alexei Ulanow | 1973–78: Irina Rodnina & Alexander Saizew | 1980: Marina Tscherkassowa & Sergei Schachrai | 1981: Irina Worobjowa & Igor Lissowski | 1982: Sabine Baeß & Tassilo Thierbach | 1983: Jelena Walowa & Oleg Wassiljew | 1984: Barbara Underhill & Paul Martini | 1985: Jelena Walowa & Oleg Wassiljew | 1986–87: Jekaterina Gordejewa & Sergei Grinkow | 1988: Jelena Walowa & Oleg Wassiljew | 1989–90: Jekaterina Gordejewa & Sergei Grinkow | 1991–92: Natalja Mischkutjonok & Artur Dmitrijew | 1993: Isabelle Brasseur & Lloyd Eisler | 1994: Jewgenija Schischkowa & Wadim Naumow | 1995: Radka Kovaříková & René Novotný | 1996: Marina Jelzowa & Andrej Buschkow | 1997: Mandy Wötzel & Ingo Steuer | 1998–99: Jelena Bereschnaja & Anton Sicharulidse | 2000: Maria Petrowa & Alexei Tichonow | 2001: Jamie Salé & David Pelletier | 2002–03: Shen Xue & Zhao Hongbo | 2004–05: Tatjana Totmjanina & Maxim Marinin | 2006: Pang Qing & Tong Jian | 2007: Shen Xue & Zhao Hongbo | 2008–09: Aljona Savchenko & Robin Szolkowy | 2010: Pang Qing & Tong Jian | 2011–12: Aljona Savchenko & Robin Szolkowy | 2013: Tatjana Wolossoschar & Maxim Trankow
1930–31: Olga Orgonista und Sándor Szalay | 1932: Andrée Brunet und Pierre Brunet | 1933: Idi Papez und Karl Zwack | 1934: Emília Rotter und László Szollás | 1935–39: Maxi Herber und Ernst Baier | 1947: Micheline Lannoy und Pierre Baugniet | 1948–49: Andrea Kékesy und Ede Király | 1950: Marianna Nagy und László Nagy | 1951–52: Ria Baran und Paul Falk | 1953: Jennifer Nicks und John Nicks | 1954: Silvia Grandjean und Michel Grandjean | 1955: Marianna Nagy und László Nagy | 1956: Sissy Schwarz und Kurt Oppelt | 1957–58: Věra Suchánková und Zdeněk Doležal | 1959–64: Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler | 1965–68: Ljudmila Beloussowa und Oleg Protopopow | 1969–72: Irina Rodnina und Alexei Ulanow | 1973–78: Irina Rodnina und Alexander Saizew | 1979: Marina Tscherkassowa und Sergei Schachrai | 1980: Irina Rodnina und Alexander Saizew&;| 1981: Irina Worobjowa und Igor Lissowski | 1982–83: Sabine Baeß und Tassilo Thierbach | 1984–86: Jelena Walowa und Oleg Wassiljew | 1987: Larissa Selesnjowa und Oleg Makarow | 1988: Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow | 1989: Larissa Selesnjowa und Oleg Makarow | 1990: Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow | 1991–92: Natalja Mischkutjonok und Artur Dmitrijew | 1993: Marina Jelzowa und Andrej Buschkow | 1994: Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow | 1995: Mandy Wötzel und Ingo Steuer | 1996: Oksana Kasakowa und Artur Dmitrijew | 1997: Marina Jelzowa und Andrei Buschkow | 1998: Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse | 1999–2000: Maria Petrowa und Alexei Tichonow | 2001: Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse | 2002–06: Tatjana Totmjanina und Maxim Marinin | 2007–09: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy | 2010: Juko Kawaguti und Alexander Smirnow | 2011: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy | 2012-13: Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow
1993: Jewgenija Schischkowa & Wadim Naumow | 1994: Jekaterina Gordejewa & Sergei Grinkow | 1995: Marina Jelzowa & Andrei Buschkow | 1996: Jewgenija Schischkowa & Wadim Naumow | 1997–98: Marina Jelzowa & Andrei Buschkow | 1999–2002: Jelena Bereschnaja & Anton Sicharulidse | 2003–05: Tatjana Totmjanina & Maxim Marinin | 2006: Marija Petrowa & Alexei Tichonow | 2007: Marija Muchortowa & Maxim Trankow | 2008–10: Juko Kawaguti & Alexander Smirnow | 2011: Tatjana Wolossoschar & Maxim Trankow | 2012: Wera Basarowa & Juri Larionow | 2013: Tatjana Wolossoschar & Maxim Trankow
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Totmjanina, Tatjana Iwanowna |
| KURZBESCHREIBUNG | russische Eiskunstläuferin |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1981 |
| GEBURTSORT | Perm |