U-Boot-Bunker

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U-Boot-Bunker sind Bunker, die als Basen und/oder Werften für U-Boote dienen. Viele dieser Basen entstanden während des Zweiten Weltkrieges und bestehen oft aus mehreren kleineren und einem sehr großen Bunker. Die Bezeichnung richtete sich nach den Anfangsbuchstaben der Standorte: „Valentin“ stammt von Vegesack, dem Standort der Vulkan-Werft. Der U-Boot-Bunker in Hamburg-Finkenwerder hieß „Fink II“, der Bunker Wespe stand in Wilhelmshaven, in Kiel gab es den U-Boot-Bunker Kilian.

Einige der Bunker galten als „sicher gegen jedes Kaliber“, zum Beispiel die in Brest und La Rochelle. Die englische Royal Air Force bildete eine Staffel, die sogenannten Dam Busters, die überschwere Bomben wie die Tallboy oder die Grand Slam abwarf.

U-Boot-Bunker Valentin in Bremen (Foto 2012)

Deutsche U-Boot-Bunker des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

Ein U-Boot-Bunker ist eine zum Schutz gegen Luftangriffe und gegnerischen Beschuss durch eine Panzerung aus Stahlbeton überbaute Hafen- oder Werftanlage zur Produktion oder Wartung von U-Booten.

Der U-Boot-Bunker in Brest (Juni 2006)

Das Deutsche Reich baute und betrieb U-Boot-Bunker in Deutschland, Frankreich und Norwegen. Federführend bei deren Errichtung war die Organisation Todt, die aufgrund ihrer enormen bautechnischen und logistischen Kapazitäten allein in der Lage war, eine solche Vielzahl von derart gewaltigen Bauaufgaben unter hohem Zeitdruck durchzuführen. Der größte Bunker dieser Art hat seinen Standort in Brest, der zweitgrößte und zugleich größte in Deutschland ist der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Rekum.

Weitere U-Boot-Bunker stehen im französischen Saint-Nazaire, La Rochelle-La Pallice, Bordeaux und Lorient sowie in Trondheim (Dora 1 und 2) und Bergen, beide in Norwegen gelegen. Weitere deutsche Orte, an denen U-Boot-Bunker standen, sind Helgoland, Hamburg-Finkenwerder und der U-Boot-Bunker Kilian in Kiel; diese Bunker wurden nach dem Krieg gesprengt, lediglich in Finkenwerder (Fink II) sind noch Mauerreste sichtbar. Der U-Boot-Bunker Hornisse in Bremen ist mit einem Bürohochhaus überbaut worden.

Bomben-Fangroste auf dem U-Boot-Bunker in St. Nazaire (Stand: Juli 2005)

Die U-Boot-Bunker an der französischen Atlantikküste haben teils eine Deckenstärke von bis zu 10 m Stahlbeton und einen grillrostartigen Aufbau aus Betontraversen auf dem Dach, in welchem sich Fliegerbomben verfangen bzw. schon oberhalb des eigentlichen Bunkers zur Explosion kommen sollten. Viele dieser Deckenverstärkungen konnten bis Ende des Krieges nicht fertiggestellt werden, so dass einige der Fangroste nur teilweise erstellt wurden, bei anderen sind nur die Längsträger fertiggestellt worden.

Darüber hinaus sind sie mit Schleusen und gezeitenunabhängigen Hafenbecken ausgerüstet, um die Einsatzfähigkeit bei den großen Tidenhüben des Atlantiks zu gewährleisten.

Die Anlage von Brest[Bearbeiten]

Hauptartikel: U-Boot-Reparaturwerft Brest

Im Juni 1940 besetzten Truppen der Wehrmacht im Westfeldzug den Norden Frankreichs und bald darauf begannen die deutschen Besatzer, den Hafen Brest zu befestigen. Auch andere Küstenorte wurden befestigt (siehe Atlantikwall). Brest liegt in einem 180 km² großen Naturhafen, der Bucht von Brest. Die sehr große Anlage in Brest umfasste neben dem eigentlichen U-Boot-Bunker auch ein Kraftwerk und zahlreiche Dockanlagen.

Nach der Landung der Alliierten in der Normandie (Operation Overlord) gelang es ihnen, in der Schlacht um die Bretagne (ab 1. August 1944) ihren Brückenkopf auszubauen. Vom 7. August bis zum 20. September gab es umfangreiche Kämpfe um Brest (siehe Schlacht um die Bretagne#Die deutschen Verteidiger).

Die beiden hier stationierten Unterseebootflottillen, die 1. U-Flottille und die 9. U-Flottille, wurden aufgelöst bzw. an andere Standorte verlegt. Nun, nach dem Krieg dient das ganze Areal der französischen Flotte als Basis für Vorpostenboote und Ähnliches. Eine Besichtigung ist in Teilen als Führung möglich. Die Führung ist für Angehörige von Nato- und EU-Staaten ohne Voranmeldung möglich. Für Besucher aus anderen Staaten ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Die Anlagen in Lorient[Bearbeiten]

Der Bunker Kéroman III vom gegenüber gelegenen Sportboothafen in Kernével aus gesehen, Stand: Juni 2006.
Hauptartikel: U-Boot-Bunker in Lorient

Die U-Boot-Bunker in Lorient stellten während des Zweiten Weltkrieges hinsichtlich ihrer Ausdehnung den größten deutschen U-Boot-Stützpunkt dar. Hier wurden sechs einzelne Bunker unterschiedlicher Größe mit Liege- und Dockplätzen für die Boote gebaut und in Betrieb genommen, ein siebter blieb unvollendet. Charakteristisch für die Bunkeranlagen in Lorient sind zwei außergewöhnliche Konstruktionen, die an keinem anderen deutschen Stützpunkt vorhanden waren und von denen eine lediglich für den Bremer U-Boot-Montagebunker Valentin in stark abgewandelter Form geplant war, aber nicht zur Ausführung kam:

  • die bereits 1936 französischerseits errichtete Slipanlage im Fischereihafen. In ihrem Anschluss befanden sich eine Drehscheibe und zwei unikate Dombunker, die noch heute vorhanden sind.
  • die verbunkerte Aufschleppanlage und die Schiebebühne zwischen den beiden auf dem Festland errichteten Bunkern Kéroman I und II.

Eine weitere Besonderheit der Kéroman-Anlagen ist die inzwischen als Museum genutzte Ausbildungsanlage für U-Boot-Rettungsausstiege. Um den Umgang mit dem Tauchretter eingehend zu üben, wurde ein an Kéroman II angebauter Bunker errichtet und mit entsprechenden Einrichtungen zur Simulation von Notausstiegen ausgerüstet. Der von den Deutschen als Tauchtopf bezeichnete, später von den französischen Seeleuten in „Tour Davis“ umgetaufte Übungsstand war bis zur Aufgabe des Stützpunktes Ausbildungsort für U-Bootfahrer. Der Tauchtopf ist bis auf kleinere Modifikationen heute noch im Originalzustand zu besichtigen.

Ein weiteres Detail der Anlagen in Lorient sind zwei Wracks im Hafenbecken direkt vor Kéroman III, die von den deutschen Truppen dort versenkt wurden, um Torpedoflugzeuge daran zu hindern, die Schleusentore anzugreifen. Diese Schiffe waren nach dem Ersten Weltkrieg an Frankreich gegangene Reparationsleistungen.

Zwischen 1940 und 1942 befand sich die Dienststelle des Befehlshabers der U-Boote, Konteradmiral Karl Dönitz, auf der westlich der Kéroman-Anlagen gelegenen Halbinsel Kernével, die zu dem Lorienter Vorort Larmor gehört. In Larmor Plage und auf der Halbinsel von Gâvres befand sich zudem jeweils eine verbunkerte Küstenbatterie.

Bis Mitte der 1990er Jahre dienten die Bunkerkomplexe im „Port de Pêche“ und auf der Halbinsel Kéroman der französischen Marine. Heute beherbergen sie ausschließlich zivile Nutzer und sind teilweise ungenutzt. Auf dem Gelände wurden einige Werfthallen für den Bau von Segelbooten errichtet. Der Bereich vor der Aufschleppe der Dombunker wurde umgestaltet; dort befindet sich heute eine Rampe für das Wassern von Segelbooten. Da sich der vollständige Abbruch der Anlagen als zu kostspielig erwies, wurden nur Teile von Kéroman IV und des Bahnhofs abgebrochen. Kéroman III und der Tauchturm können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Fast der gesamte Bereich der Kéroman-Basis ist zumindest von außen für Besucher zugänglich.

Lorient wurde vom 7. August 1944 bis 10. Mai 1945 belagert (Näheres hier: Schlacht um die Bretagne#Belagerung von Lorient (7. August 1944 bis 10. Mai 1945)).

Die Anlage in La Rochelle-La Pallice[Bearbeiten]

Hauptbauwerk der U-Boot-Basis in La Rochelle-La Palice (2007)
Bau der Anlage von La Pallice 1942

Der Hafen von La Pallice wurde ab 1940 von der deutschen U-Boot-Waffe als Stützpunkt genutzt. Im Frühjahr 1941 wurde mit dem Bau der Bunkeranlage begonnen. Innerhalb von nur sechs Monaten wurden die gedeckte Schleuse und der vom Meer gesehen linke Teil mit sieben U-Boot-Liegeplätzen errichtet. Der Bunker ist 192 Meter lang und 159 Meter breit. Er ist mit einem Doppel-Dach versehen. Die erste Decke bestand aus 3,5 Meter Stahlbeton, die obere Decke war von ähnlicher Stärke. Die Gesamtdicke des Daches betrug 7,3 Meter. Im direkten Umfeld entstanden zahlreiche kleinere Bunker als Verteidigungsanlagen und als Lokschuppen, Kraftstofflager, Lazarett, Kraftwerk etc. 1942 wurde die Anlage auf der rechten Bunkerseite um drei weitere Liegeplätze vergrößert. Der vorher am rechten Rand liegende kleine Kai blieb erhalten und war mit Zügen befahrbar.

Die U-Boot-Hafenanlagen von La Pallice wurden im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Eine Art Stillhalteabkommen zwischen dem Festungskommandanten von La Rochelle, Vizeadmiral Ernst Schirlitz, und dem französischen Unterhändler, Fregattenkapitän Meyer, führten dazu, dass mit dem Tag der deutschen Gesamtkapitulation, am 9. Mai 1945 die Stadt La Rochelle und die Hafenanlagen La Pallice unversehrt übergeben wurden.

Nach dem Krieg nutzte die französische Marine vor allem das Hauptbauwerk; noch in den 1990er-Jahren jedoch waren große Teile frei begehbar, teils auch das Innere. Das umliegende Gelände und das ehemalige U-Boot-Hafenbecken werden, seit Mitte der 1990er-Jahre mehr und mehr, als Handelshafen genutzt. Eine Besichtigung ist inzwischen (2007) nicht mehr möglich, da das umliegende Hafengelände nicht betreten werden darf.

Der U-Boot-Bunker von La Pallice diente als Kulisse für die Filme "Das Boot" und "Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes" und wird heute teilweise von der französischen Marine als Lager genutzt.

Die Anlage in St. Nazaire[Bearbeiten]

Hauptbauwerk der U-Boot-Basis in St. Nazaire

1941 begannen die deutschen Besatzungstruppen mit der Errichtung der U-Boot-Basis im Hafen von St. Nazaire und setzten dabei eine große Anzahl Zwangsarbeiter ein. 480.000 m³ Stahlbeton wurden verbaut auf einer umbauten Fläche von 39.200 m². Zunächst beherbergte die Anlage nur eine Basis für zwei U-Boot-Flottillen, die im Atlantik eingesetzt wurden. Sie wurde 1942 zur Kriegswerft erweitert und beherbergte dann neben Werkstätten auch medizinische Einrichtungen und Kantinen. Im weiteren Umfeld entstanden als Teil des Atlantikwalls auch zahlreiche Bunkeranlagen. Weitere vor allem in Nähe der Loiremündung gelegene Anlagen beherbergten Depots und andere Infrastruktureinrichtungen. Als bedeutende Hafen- und Werftstadt besaß St. Nazaire darüber hinaus noch ein sehr großes Dock, das einzige an der Atlantikküste, das sich für große Schlachtschiffe wie die Bismarck oder die Tirpitz eignete.

Der U-Boot-Bunker von der Wasserseite
Blick aus dem U-Boot-Bunker

Aus dieser Kriegswichtigkeit resultierten die zahlreichen Luftangriffe auf den Hafen und die umliegende Stadt. Am 28. März 1942 wurde der Hafen, insbesondere das große Dock, Ziel eines britischen Kommandounternehmens unter dem Decknamen Operation Chariot. Dabei wurde jedoch nur die Dockeinfahrt zerstört. Die Bombardements schadeten dem Bunker wenig, jedoch wurde die Stadt in großen Teilen zerstört. Ab 1943 sollte sie gezielt unbewohnbar bombardiert werden. Die Deutschen hielten die Stadt trotz der alliierten Rückeroberung Frankreichs 1944 als eine Enklave bis Kriegsende (siehe hier).

Die gesamte U-Boot-Basis ging nach dem Krieg an die französische Marine über, die die Bunker als Depot für Zivil- und Militärschiffe nutzte. Ab 1948 bis in die 1990er-Jahre wurde die Basis von Handelsunternehmen als Lager genutzt. In den Jahren 1953 bis 1959 wurde der Bunker zuletzt als Werft genutzt; acht Minenräumboote liefen hier vom Stapel. 1995 begann die Stadt mit der Ausführung des „Ville-Port“-Projekts, das neben einer Umgestaltung der Innenstadt auch die Einbeziehung des Hafens mit der U-Boot-Basis beinhaltet. Heute ist das Hauptbauwerk in die Innenstadt integriert und beherbergt das Tourismusbüro, ein Café und eine Aussichtsterrasse, die fast das ganze Dach umfasst. Ferner ist in der gedeckten Schleuse seit August 1986 das U-Boot S637 Espadon untergebracht und dient als Museum; auch hier ist das Dach als Aussichtsplattform zu betreten.[1]

Die Anlage in Bordeaux[Bearbeiten]

Die U-Boot-Basis Bordeaux mit ihren sieben Trocken- und vier Nassboxen hat eine Größe von 245 x 162 Metern und eine Höhe von 19 Metern. Der Bau des Bunkers begann im September 1941 und war bis Mai 1943 abgeschlossen. Ab Mitte 1943 begannen dann die Bauarbeiten an den Deckenverstärkungen, die jedoch bis zum 28. August 1944, der Räumung des Hafens, nicht abgeschlossen wurden.

Der U-Boot-Bunker in Bordeaux (Stand: Juli 2005)

Die Anlage in Hamburg[Bearbeiten]

  • Fink II hieß der am Rüschkanal auf Finkenwerder gelegene U-Boot-Bunker, der 1941 bis 1944 auf dem Gelände der Deutschen Werft gebaut wurde. 1945 wurde er gesprengt. Heute befindet sich dort das Mahnmal U-Boot-Bunker Fink II.

Die Anlagen in Bremen[Bearbeiten]

U-Boot-Bunker Valentin[Bearbeiten]

Hauptartikel: U-Boot-Bunker Valentin

Der U-Boot-Bunker Valentin, häufig auch U-Boot-Bunker Farge genannt, ist ein im Bremer Ortsteil Rekum an der Weser gelegenes Bauwerk, das während des Zweiten Weltkrieges von 1943 bis März 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet wurde. In dem Bunker sollten aus vorgefertigten Sektionen U-Boote des Typs XXI montiert werden. Infolge von Bombardierungen - die Decke wurde von einer Grand-Slam-Bombe durchschlagen - und des nahenden Kriegsendes wurde der U-Boot-Bunker nicht fertiggestellt. Mit 35.375 Quadratmetern Grundfläche ist er der größte freistehende Bunker in Deutschland und der zweitgrößte in Europa. An Material wurden eine Million Tonnen Kies und Sand, 132.000 Tonnen Zement und 20.000 Tonnen Stahl verbaut.

U-Boot-Bunker Hornisse[Bearbeiten]

Hauptartikel: U-Boot-Bunker Hornisse

Der U-Boot-Bunker Hornisse ist ein ehemaliges Baudock für die frühere Schiffswerft AG Weser in Bremen. Das Dock wurde 1939 errichtet, wegen des immer intensiveren U-Boot-Krieges ab 1944 dann aber zu einer U-Boot-Werft umgebaut. Auf der Decke des Bunkers wurde Ende der 1960er-Jahre ein Bürogebäude errichtet.

Angriffe auf Bunker[Bearbeiten]

Am 14. Juni 1944 griffen während der ersten massiven Tagangriffe seit Mai 1943 22 Lancaster der 617th Squadron der RAF (Dam Busters) die stark befestigten Anlagen in Brest an. Sie leisteten damit eine Vorarbeit vor dem Anflug der eigentlichen ersten Bomberwelle. Mehrere Treffer waren zu verzeichnen, eine der Tallboy-Bomben durchschlug die Decke.

Am 5. August 1944 griffen 15 Avro Lancaster der 617. die U-Bootbunker in Brest an und erzielten sechs Tallboy-Volltreffer, die allesamt die mehrere Meter dicke, speziell verstärkte Decke durchschlugen. Eine Lancaster wurde dabei von der Flak abgeschossen. Darauffolgende Bemühungen der Kriegsmarine, die verbleibenden Stützpunkte mit noch dickeren Betondecken zu verstärken, zogen dringend benötigte Ressourcen von anderen Bauvorhaben ab.

Neben den Tallyboy-Bomben kamen ab März 1945 auch die sogenannten Grand Slam-Bomben zum Einsatz.

Weitere U-Boot-Bunker[Bearbeiten]

Albanien[Bearbeiten]

Ehemaliger albanischer U-Boot-Bunker in Porto Palermo, Albanien

Am Nordende der Bucht von Porto Palermo in Albanien befindet sich eine ehemalige U-Boot-Basis der albanischen Marine mit einem in den Berg gesprengten, von der Burg und der Küstenstraße gut sichtbaren U-Boot-Bunker. Als die Sowjetunion 1960/61 ihre militärische Präsenz in Albanien beendete und Albanien sich dann an China anlehnte, begann man mit chinesischer Hilfe in den späten 1960er Jahren mit dem Bau des U-Boot-Tunnels. China zog sich jedoch schon bald aus dem gemeinsamen Unternehmen zurück, so dass Albanien den Bau allein fertigstellte.[2] Der Tunnel ist mehr als 650 Meter lang und 12 Meter hoch und bot Platz für vier 75 Meter lange U-Boote der Whiskey-Klasse. Im Inneren befanden sich sämtliche notwendigen Versorgungsanlagen. Die zugehörigen Kasernenanlagen stehen heute weitgehend leer und sind in ziemlich verwahrlostem Zustand. Selbst die Umzäunung ist kaum noch vorhanden. Über den Zustand im Inneren des U-Boot-Bunkers ist nichts bekannt.

Kroatien[Bearbeiten]

Eingang zum U-Boot-Bunker auf Vis in Kroatien

Die Jugoslawische Volksarmee nutze auch U-Boote und ein U-Boot-Bunker befindet sich auf der Insel Vis. Er ist in den Naturfels gehauend und heute ungenutzt. Er ist frei zugänglich zu Fuß oder von See aus. (Koordinate 43° 4′ 41″ N, 16° 10′ 53″ O43.07812816.181392)

Russland[Bearbeiten]

Balaklava[Bearbeiten]

Kanal innerhalb des U-Boot-Bunkers Balaklawa

Nahe bei Sewastopol, dem Hauptstützpunkt der Schwarzmeerflotte, baute die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg als geheime und atombombensichere Basis den U-Boot-Bunker Balaklawa. Er enthält in einem Stollen einen etwa 600 Meter langen U-Boot-Kanal mit Zugang zum Meer sowie ein Trockendock mit Werkstätten und Atomwaffenlager.

Pawlowsk[Bearbeiten]

Die sowjetische Marine baute einen U-Boot-Bunker nahe Fokino (Primorje) für die Pazifik-U-Bootflotte in der Pawlowsk-Bucht (Koordinate 42° 52′ 19″ N, 132° 31′ 6″ O42.871946132.518201)[3][4]

Sonstiges[Bearbeiten]

Deutsche Soldaten vernichteten vor der Übergabe der Bunker im Rahmen der Kapitulation die meisten Pläne, Bauzeichnungen, Karten, Fotos und andere Aufzeichnungen hinsichtlich der Bunker. Im Bundesarchiv-Militärarchiv findet sich zum U-Boot-Bunker Lorient nur ein privat geführtes Werfttagebuch von 1942; auch zum Stützpunkt Brest liegen kaum Akten vor. Das Kriegstagebuch der Seekriegsleitung gibt nur begrenzt Hinweise auf die Ereignisse in den Häfen. Eine wissenschaftlich noch unerschlossene Fotoserie aus der Bauphase, im Auftrag der OT hergestellt, liegt im DHM-Archiv, Berlin.

Die Kriegstagebücher der kommandierenden Admirale und Marinebefehlshaber in Frankreich sind fast lückenlos erhalten.[5]

Literatur und Fotos[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.mairie-saintnazaire.fr/de/der-u-boot-stuetzpunkt/ sowie interne Links
  2. Cold War era Albanian bunkers
  3. Wikimapia-Eintrag Pavlovsk-Bay-Russian-Submarine-base
  4. englishrussia.com: Fotos des Bunkers
  5. Lars Hellwinkel: Hitlers Tor zum Atlantik, S. 8f. Das 'Kriegstagebuch der Seekriegsleitung 1939–1945' liegt als Faksimile-Edition in 87 Bänden vor.
  6. Bei DHM, Kopie Auftrag an Gerd Wipfler (2. Dezember 1942)

Weblinks[Bearbeiten]