Lorient

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Lorient (An Oriant)
Wappen von Lorient
Lorient (Frankreich)
Lorient
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient (Unterpräfektur)
Kanton Chef-lieu von 3 Kantonen
Gemeindeverband Lorient Agglomération.
Koordinaten 47° 45′ N, 3° 22′ W47.745833333333-3.36638888888895Koordinaten: 47° 45′ N, 3° 22′ W
Höhe 0–46 m
Fläche 17,48 km²
Einwohner 57.408 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 3.284 Einw./km²
Postleitzahl 56100
INSEE-Code
Website http://www.lorient.fr/

Port de Plaisance von Lorient

Lorient (bretonisch: An Oriant) ist eine französische Stadt mit 57.408 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie liegt am Ufer des Flusses Blavet an der Einmündung des Nebenflusses Scorff in einer Höhenlage von 15 Metern.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Lorient stammt von L’Orient (der Orient), da hier früher der Heimathafen der französischen Ostindien-Kompanie war. Von Beginn an bildete der Hafen den Mittelpunkt eines ausgedehnten Handelsgeflechts, das die Geschäfte zahlreicher Händler, Kaufleute und Produzenten in ganz Europa miteinander verband. Hier legten die Schiffe ab in Richtung der Maskarenen, Indien oder China, um aus dem Orient mit den begehrten Gütern Seide, Gold und Gewürze zurückzukehren.

1770 wurde der Hafen mit all seinen Einrichtungen vom Staat übernommen. Unter Napoleon wurde er dann zum Kriegshafen. Im Zweiten Weltkrieg – am 25. Juni 1940 – besetzte die deutsche Wehrmacht den Hafen und unterhielt ein Marinelazarett. Wie kaum eine andere hatte die Hafenstadt unter dem Zweiten Weltkrieg zu leiden: Da die alliierten Luftangriffe den U-Boot-Bunker nicht zerstören konnten, wurden die Versorgungslinien zum U-Boot-Stützpunkt bombardiert, was zur Folge hatte, dass 1943 fast die ganze Stadt zerstört wurde. Die U-Boot-Bunker blieben zwar intakt, waren jedoch ohne Nachschub kaum mehr zu nutzen. Nach der Invasion in der Normandie Operation Overlord im Sommer 1944 wurde die Stadt in der Schlacht um die Bretagne von amerikanischen Streitkräften belagert. Die Deutschen konnten sich jedoch noch bis zum 10. Mai 1945 halten.

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die Identität einer ville nouvelle, einer „neuen Stadt“. Bis dahin waren noch einige Überreste von Jugendstil und Architektur der 1930er Jahre erhalten geblieben. Mit seinem durch und durch modernen Charakter fällt Lorient aus der Reihe der üblichen bretonischen Typisierung heraus.

Marina und U-Boot-Bunker in Lorient

Wirtschaft[Bearbeiten]

Lorient ist heute neben Boulogne-sur-Mer der größte Fischereihafen Frankreichs. Etwa zwölf Kilometer westlich liegt der Flughafen Lorient.

Kultur und Bildung[Bearbeiten]

Anfang August findet hier jedes Jahr für zwei Wochen das Festival interceltique de Lorient statt. Hierzu strömt ein Vielfaches der Einwohnerzahl an Menschen in die Stadt. Regelmäßig werden auch CDs und DVDs mit Auszügen aus den Live-Konzerten herausgegeben.

In Lorient gibt es eine Universität, die Université Bretagne Sud.

Sport[Bearbeiten]

Der bekannteste Sportverein der Stadt ist der Football Club Lorient-Bretagne Sud (FC Lorient). Erst spät in seiner Geschichte war der Verein im professionellen Bereich (1967–1977 und wieder seit 1995) vertreten. Er spielt seit der Saison 2006/07 in der Ligue 1.

Beim Volvo Ocean Race 2011–2012 war Lorient Etappenziel und Gastgeber eines In-Port-Race.[1]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Coat of arms of Wirral Metropolitan Borough Council.png Wirral Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich seit 1957 (bis 1975 als dann
eingemeindetes Bebington)
DEU Ludwigshafen COA.svg Ludwigshafen am Rhein DeutschlandDeutschland Deutschland seit 1963
Galway CoA.png Galway IrlandIrland Irland seit 1974
WappenVentspils.png Ventspils LettlandLettland Lettland seit 1974
Escudo Vigo S.png Vigo SpanienSpanien Spanien seit 1983
Coat of arms of České Budějovice.svg České Budějovice TschechienTschechien Tschechien seit 1997

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About Lorient (englisch) auf www.volvooceanrace.com, abgerufen am 12. Juni 2012