Lorient
| Lorient (An Oriant) | ||
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| Region | Bretagne | |
| Département | Morbihan | |
| Arrondissement | Lorient (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Chef-lieu von 3 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Communauté d\'agglomération du Pays de Lorient | |
| Koordinaten | 47° 45′ N, 3° 22′ W47.745833333333-3.36638888888895Koordinaten: 47° 45′ N, 3° 22′ W | |
| Höhe | 0–46 m | |
| Fläche | 17,48 km² | |
| Einwohner | 57.204 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 3.273 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 56100 | |
| INSEE-Code | 56121 | |
| Website | http://www.lorient.fr/ | |
Port de Plaisance von Lorient |
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Lorient (bretonisch: An Oriant) ist eine Stadt in der Bretagne, Frankreich. Sie liegt im Département Morbihan am Ufer des Flusses Blavet an der Einmündung des Nebenflusses Scorff in einer Höhenlage von 15 Metern und hat 57.204 Einwohner (Stand 1. Januar 2010).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Der Name Lorient stammt von L’Orient (der Orient), da hier früher der Heimathafen der französischen Ostindien-Kompanie war. Von Beginn an bildete der Hafen den Mittelpunkt eines ausgedehnten Handelsgeflechts, das die Geschäfte zahlreicher Händler, Kaufleute und Produzenten in ganz Europa miteinander verband. Hier legten die Schiffe ab in Richtung der Maskarenen, Indien oder China, um aus dem Orient mit den begehrten Gütern Seide, Gold und Gewürze zurückzukehren.
1770 wurde der Hafen mit all seinen Einrichtungen vom Staat übernommen. Unter Napoleon wurde er dann zum Kriegshafen. Im Zweiten Weltkrieg – am 25. Juni 1940 – besetzte die deutsche Wehrmacht den Hafen und unterhielt ein Marinelazarett. Wie kaum eine andere hatte die Hafenstadt unter dem Zweiten Weltkrieg zu leiden: Da die alliierten Luftangriffe den U-Boot-Bunker nicht zerstören konnten, wurden die Versorgungslinien zum U-Boot-Stützpunkt bombardiert, was zur Folge hatte, dass 1943 fast die ganze Stadt zerstört wurde. Die U-Boot-Bunker blieben zwar intakt, waren jedoch ohne Nachschub kaum mehr zu halten.
Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die Identität einer ville nouvelle, einer „neuen Stadt“. Bis dahin waren noch einige Überreste von Jugendstil und Architektur der 1930er Jahre erhalten geblieben. Mit seinem durch und durch modernen Charakter fällt Lorient aus der Reihe der üblichen bretonischen Typisierung heraus.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Lorient ist heute neben Boulogne-sur-Mer der größte Fischereihafen Frankreichs. Etwa zwölf Kilometer westlich liegt der Flughafen Lorient.
Kultur [Bearbeiten]
Anfang August findet hier jedes Jahr für zwei Wochen das Festival interceltique de Lorient statt. Hierzu strömt ein Vielfaches der Einwohnerzahl an Menschen in die Stadt. Regelmäßig werden auch CDs und DVDs mit Auszügen aus den Live-Konzerten herausgegeben.
Sport [Bearbeiten]
Der bekannteste Sportverein der Stadt ist der Football Club Lorient-Bretagne Sud (FC Lorient). Erst spät in seiner Geschichte war der Verein im professionellen Bereich (1967–1977 und wieder seit 1995) vertreten. Er spielt seit der Saison 2006/07 in der Ligue 1.
Beim Volvo Ocean Race 2011-2012 war Lorient Etappenziel und Gastgeber eines In-Port-Race.[1]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Eugène Anthiome, Komponist
- Auguste Brizeux, Schriftsteller
- Pierre Fatou, Mathematiker
- Viktor Lazlo (* 1960), Pop-Sängerin
- Ronan Le Crom, Fußballspieler
- Victor Massé, Komponist
- Jérémy Morel, Fußballspieler
- Emile de Najac, Librettist
Partnerstädte [Bearbeiten]
| Wirral | seit 1957 (bis 1975 als dann eingemeindetes Bebington) |
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| Ludwigshafen am Rhein | seit 1963 | ||
| Galway | seit 1974 | ||
| Ventspils | seit 1974 | ||
| Vigo | seit 1983 | ||
| České Budějovice | seit 1997 |
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage von Lorient (franz. u. teilw. engl.)
- Homepage des Festival Interceltique (franz. u. teilw. engl.)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ About Lorient (englisch) auf www.volvooceanrace.com, abgerufen am 12. Juni 2012