Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald Deutschlandkarte, Position des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald hervorgehoben47.9994444444447.8577777777778Koordinaten: 48° 0′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Region: Südlicher Oberrhein
Verwaltungssitz: Freiburg im Breisgau
Fläche: 1.378,33 km²
Einwohner: 250.137 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: FR
Kreisschlüssel: 08 3 15
Kreisgliederung: 50 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Stadtstraße 2
79104 Freiburg im Breisgau
Webpräsenz: www.breisgau-hochschwarzwald.de
Landrätin: Dorothea Störr-Ritter (CDU)
Lage des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt im Südwesten Baden-Württembergs (Deutschland). Dem Kreis gehören 50 Städte und Gemeinden mit 133 Ortsteilen an. Der Kreis selbst gehört zur Region Südlicher Oberrhein innerhalb des Regierungsbezirks Freiburg.

Das Landratsamt hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau: Die Stadt wird vom Landkreis fast völlig umschlossen, gehört aber nicht zu diesem. Darüber hinaus unterhält das Landratsamt drei Außenstellen in Müllheim, Titisee-Neustadt und Breisach am Rhein.

Mit einer Fläche von 1.378,3 Quadratkilometern ist der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald der sechstgrößte Landkreis in Baden-Württemberg. Rund 131,0 Quadratkilometer sind davon Siedlungs- und Verkehrsfläche (Stand: 1997). Der Landkreis hat in Ost-West-Richtung eine Ausdehnung von 65 Kilometern sowie von 42 Kilometern in Nord-Süd-Richtung.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis umfasst landschaftlich unterschiedliche Gebiete: in der Oberrheinebene liegen das Markgräflerland mit der Vorbergzone, dem sich weiter nördlich der Breisgau mit dem Kaiserstuhl, dem Tuniberg und dem Nimberg anschließen.

Der Schwarzwald umfasst die zur Rheinebene geöffneten Seitentäler (Glottertal, Dreisamtal, Höllental und Münstertal), den Hochschwarzwald mit seiner höchsten Erhebung, dem Feldberg und reicht bis an die Hochebene der Baar.

Mitten im Kreisgebiet liegt die Fläche des Stadtkreises Freiburg, welcher fast vollständig vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald umschlossen wird. Lediglich auf seiner Nordseite hat der Stadtkreis Freiburg eine drei Kilometer lange gemeinsame Grenze zur Gemeinde Vörstetten und somit zum Landkreis Emmendingen.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Emmendingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Waldshut und Lörrach. Der Rhein bildet im Westen die Staatsgrenze zum Elsass (Frankreich). Dort liegt das Département Haut-Rhin.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima im Landkreis ist sehr unterschiedlich. Mit Ihringen als Ort mit der höchsten Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland und dem Feldberggipfel liegt sowohl der wärmste als auch der kälteste Ort Baden-Württembergs im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Klimatisch zählt der Landkreis zu den wärmsten Regionen in Deutschland: die mittlere Jahrestemperatur liegt im Rheintal bei 11 °C, die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei ca. 900 mm, die Sonnenscheindauer bei ca. 1800 Stunden. In der Kreisgemeinde March wurde am 13. August 2003 mit 40,2 °C die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur (und damit auch die höchste im Kreisgebiet) registriert.[2] Diesen Wert teilt sich March noch mit Gärmersdorf bei Amberg, Freiburg und Karlsruhe.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Seit dem 8. Jahrhundert bildeten sich auf dem Gebiet des heutigen Kreises die Grafschaft Breisgau und die Grafschaft Baar heraus, die zum Herzogtum Alemannien gehörten. Ab 1368 geht der Breisgau in den Besitz des Hauses Habsburg über. In der Baar herrschen die Fürsten von Fürstenberg, während das Gebiet südlich von Freiburg (Markgräflerland) in den Besitz der Markgrafen von Baden gelangt. Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege kommt das gesamte Gebiet des heutigen Landkreises zum Großherzogtum Baden.

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 überwiegend aus den früheren Landkreisen Freiburg, Müllheim und Hochschwarzwald (Sitz in Neustadt im Schwarzwald) gebildet. Ferner kam die Gemeinde Unadingen vom Landkreis Donaueschingen zum Kreisgebiet.[4] Weitere Gemeinden wurden in die kreisfreie Stadt Freiburg eingegliedert. Vom Landkreis Müllheim kam der südliche Teil zum Landkreis Lörrach und vom ehemaligen Landkreis Hochschwarzwald gingen auch einige Gemeinden an den Landkreis Waldshut.

Am 1. Juli 1973 (Munzingen), am 1. September 1973 (Hochdorf) und am 1. Juli 1974 (Ebnet) und (Kappel) wurden weitere Gemeinden in den Stadtkreis Freiburg eingegliedert.

Am 1. September 1973 wurde die Gemeinde Schönenbach, die dem Landkreis Waldshut angehörte, aufgenommen.

Am 1. Januar 1974 wurde Kiechlinsbergen an den Landkreis Emmendingen abgetreten. Am 1. April 1974 folgte Leiselheim.

Am 18. März 1975 kam Grünwald aus dem Landkreis Waldshut hinzu (Umgliederung von Bonndorf im Schwarzwald nach Lenzkirch).

Die drei Altkreise wurden 1939 aus den gleichnamigen Amtsbezirken gebildet, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts damals noch in größerer Zahl errichtet worden waren, als das Gebiet zu Baden kam. Im Laufe der Geschichte wurden die Amtsbezirke mehrmals verändert, bis es 1936 nur noch die Ämter Freiburg, Müllheim, Neustadt im Schwarzwald und Staufen gab. Staufen wurde auf die Ämter Freiburg und Müllheim aufgeteilt. Der 1939 gebildete Landkreis Neustadt wurde 1956 in Landkreis Hochschwarzwald umbenannt.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 50 Gemeinden, darunter zehn Städte. Große Kreisstädte gibt es nicht. Größte Stadt ist Müllheim, kleinste Gemeinde ist Heuweiler. Jüngste Stadt ist Bad Krozingen (seit 1. September 2005).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (1987) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 181.335
31. Dezember 1975 187.104
31. Dezember 1980 199.911
31. Dezember 1985 207.466
27. Mai 1987 203.111
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 217.267
31. Dezember 1995 230.839
31. Dezember 2000 240.545
31. Dezember 2005 249.535
31. Dezember 2010 251.266

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Sitzverteilung im Kreistag
11
12
12
3
28
3
11 12 12 28 
Von 69 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
[5]
Sitze
2009
[6]
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,61 %
 %
40
30
20
10
0
39,94 %
18,75 %
16,48 %
15,99 %
4,79 %
4,05 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,49 %p
-2,02 %p
+0,24 %p
+1,90 %p
-4,14 %p
+4,05 %p
-0,53 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 39,94 28 39,45 31 45,2 34 49,7 37 42,8 32 44,8 34
FW Freie Wählergemeinschaft Breisgau-Hochschwarzwald 18,75 12 20,77 13 - - - - - - - -
WG Wählervereinigungen - - - - 18,8 12 16,2 9 13,9 9 12,9 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,48 11 16,24 10 15,3 10 17,9 11 21,7 16 21,4 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,99 12 14,09 9 13,7 9 9,1 6 13,1 9 10,7 7
FDP Freie Demokratische Partei 4,79 3 8,93 6 7,1 4 7,1 4 6,6 4 8,4 5
AfD Alternative für Deutschland 4,05 3 - - - - - - - -
LINKE Die Linke 0,53 - - - - - - - - -
REP Die Republikaner - - - - 1,9 1 1,7 1
gesamt 100,0 69 100,0 69 100,0 69 100,0 67 100,0 71 100,0 69
Wahlbeteiligung 54,61 % 56,52 % 57,8 % 57,2 % 70,1 % 66,2 %
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.

Landrat[Bearbeiten]

Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Freiburg 1945–1972:

Die Landräte des Landkreises Hochschwarzwald 1945–1972 (bis 1956 Landkreis Neustadt):

Die Landräte des Landkreises Müllheim 1945–1972:

Die Landräte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald seit 1973:

Wappen[Bearbeiten]

Flagge des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald

Beschreibung: Gespalten: vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Gold ein roter Schrägbalken; im goldenen Herzschild ein schwarzer Adler

Bedeutung: Die vordere Teil des Wappens erinnert an die historische Zugehörigkeit des Breisgaus zu Vorderösterreich (rot-weiß-rot), der hintere Teil an die langjährige Zugehörigkeit großer Teile des Kreisgebiets zur Markgrafschaft Baden (gelb-rot-gelb). Der Adler in der Mitte stammt vom Wappen der Herzöge von Zähringen beziehungsweise Grafen von Freiburg und Fürsten von Fürstenberg, die ebenfalls über Teile des Gebietes herrschten. Zudem ist der Adler auch Teil des Wappens der Stadt Breisach am Rhein. Das Wappen wurde dem neuen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald am 2. August 1974 verliehen.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wird als Hängebannerversion gehisst, also hochkant. Die Farben sind aus dem Wappen entnommen und spiegeln die badische und die vorderösterreichische Herkunft wider. Diese Flagge wird in dieser Version seit dem 15. März 1989 verwendet. Sie wird nur von den Behörden und Institutionen des Landkreises benutzt. Es gibt eine Zivilversion dieser Flagge ohne das Wappen. Diese darf von der Bevölkerung benutzt werden. In vielen Kreisflaggen der Landkreise des ehemaligen Landes Baden sind die Farben „rot“ und „gelb“ als Hintergrund verwendet worden. Die alte badische Flagge von 1871 bis 1891 hatte einen roten und einen gelben waagerechten Streifen.

Kultur[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Die Festspiele in Breisach am Rhein sind das größte Theater im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Es bietet von Juni bis September eines Jahres Freilichtinszenierungen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wichtige Wirtschaftszweige sind der Fremdenverkehr, insbesondere durch die Thermalquellen in Bad Krozingen und Badenweiler, und der Weinbau in der Rheinebene. Hinzu kommt der Hochschwarzwald als beliebtes Urlaubsziel für Wintersportler und Wanderer.

Größere Arbeitgeber im industriellen Sektor sind in Eisenbach (Hochschwarzwald) (Uhrmacherei) und Lenzkirch (Umweltmessinstrumente).

Viele Arbeitnehmer pendeln nach Freiburg (Breisgau), das vom Landkreis fast vollständig umschlossen ist.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Durch den Landkreis verlaufen von Nord nach Süd zwei große Fernstraßen, zum einen die Bundesautobahn 5 KarlsruheBasel und die Bundesstraße 3 Karlsruhe – Basel. Von Breisach im Westen führt die Bundesstraße 31 nach Osten in den Schwarzwald. Die Straßen kreuzen sich in Freiburg im Breisgau.

Schiene[Bearbeiten]

Die Stadt Freiburg ist ein wichtiger Bahnknoten in der oberrheinischen Tiefebene geworden. Den Anfang machte die Badische Staatsbahn mit der Rheintalbahn Karlsruhe–Basel als Hauptachse, die 1845 von Offenburg bis hierher und zwei Jahre später bis Müllheim und 1855 bis Basel weitergeführt wurde.

Von dieser Strecke wurden 1878 zwei Querverbindungen über den Rhein in das seinerzeit deutsche Elsass gebaut:

Im Jahre 1887 erreichte die von Freiburg ausgehende Höllentalbahn Neustadt im Schwarzwald und 1901 Donaueschingen über Löffingen. Dazu kam 1907 die von ihr nahe Neustadt abzweigende Nebenbahn Kappel-Gutachbrücke–Lenzkirch–Bonndorf. Die 1926 von der Deutschen Reichsbahn in Betrieb genommene Dreiseenbahn Titisee–Seebrugg hat in Feldberg-Bärental in 967 m Meereshöhe den höchstgelegenen Bahnhof im Netz der Deutschen Bahn AG.

Zum heutigen Netz der Südwestdeutschen Verkehrs AG (SWEG) gehören die 1894/1895 vom Badischen Eisenbahn-Konsortium eröffneten Strecken der Kaiserstuhlbahn Gottenheim–Endingen am Kaiserstuhl und Breisach–Endingen, die ebenfalls 1894 von Vering & Waechter gebaute Strecke Bad Krozingen–Staufen–Sulzburg und die in Staufen abzweigende Münstertalbahn – entstanden 1916 unter der Regie der Deutschen Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft.

Eine Besonderheit stellte die 1896 von der Müllheim-Badenweiler Eisenbahn AG eröffnete Schmalspurbahn dar, die 1914 in eine straßenbahnähnliche elektrische Bahn umgewandelt wurde.

Das Eisenbahnnetz umfasste nunmehr 208 km Strecken. Davon wurden inzwischen 26 km stillgelegt:

  • 1945: Breisach–Neu Breisach/Elsass (anteilig im heutigen Landkreis 1 km)
  • 1955: Müllheim Bhf–Badenweiler (8 km, Meterspur, elektrischer Betrieb)
  • 1976 (Reisezugverkehr 1966): Kappel-Gutachbrücke–Bonndorf (anteilig 11 km)
  • 1973/1996 (Reisezugverkehr 1969): Staufen–Grunern–Sulzburg (6 km)

Die grenzüberschreitende Strecke Müllheim–Neuenburg–Mülhausen/Elsass (anteilig 4 km, elektrischer Betrieb) wurde über mehrere Jahrzehnte auch im deutschen Streckenabschnitt nicht von planmäßigen Reisezügen befahren.

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat sich gemeinsam mit dem nördlichen Nachbarlandkreis Emmendingen und der Stadt Freiburg Ende der 1980er-Jahre zum Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) zusammengeschlossen (ÖPNV). Mit der so genannten Regio-Karte wurde damals zum ersten Mal eine einheitliche Monatsfahrkarte für das gesamte Gebiet eingeführt. Die Reisezugleistungen auf der Strecke Freiburg–Breisach werden seit 1997 durch die Breisgau-S-Bahn GmbH erbracht, die Neuausschreibung fast aller Personennahverkehrsleistungen auf den Eisenbahnstrecken im Landkreis sowie deren vollständige Elektrifizierung ist in den nächsten Jahren vorgesehen.

Schiffs- und Flugverkehr[Bearbeiten]

Der einzige Hafen des Landkreises liegt in Breisach am Rhein.

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt im Einzugsbereich des Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg.

Kreiseinrichtungen[Bearbeiten]

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist Träger folgender Schulen:

  • Albert-Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen
  • Faust-Gymnasium Staufen im Breisgau
  • Kreisgymnasium Bad Krozingen
  • Kreisgymnasium Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt
  • Kreisgymnasium Neuenburg
  • Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten
  • Markgräfler Gymnasium Müllheim
  • Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach

Ferner ist er Träger folgender beruflicher Schulen:

  • Georg-Kerschensteiner-Schule (Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schule mit Technischem Gymnasium) Müllheim
  • Gewerbeschule Breisach am Rhein mit Internat
  • Hans-Thoma-Schule (Gewerbliche, Hauswirtschaftliche und Kaufmännische Schule) Titisee-Neustadt
  • Kaufmännische Schule Müllheim (u.a. mit Wirtschaftsgymnasium)
  • Fachschule für Landwirtschaft Freiburg mit Internat, ferner der Sonderschule Malteserschlossschule für Geistigbehinderte Heitersheim.

Gemeinsam mit der Stadt Freiburg im Breisgau ist der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald auch Träger der Edith-Stein-Schule (Hauswirtschaftliche, Sozialpflegerische und Landwirtschaftliche Schule) Freiburg im Breisgau, der Sonderschule für Geistigbehinderte Günterstal in Freiburg im Breisgau, der Richard-Mittermaier-Schule für Geistigbehinderte Freiburg im Breisgau und der Schule für Sprachbehinderte Freiburg im Breisgau.

Bis 1998 war der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Träger der drei Kreiskrankenhäuser Breisach am Rhein, Müllheim (Baden) und Titisee-Neustadt. Dann wurden diese Kliniken in die Trägerschaft der Helios Kliniken GmbH mit Sitz in Fulda übergeben. Der Landkreis ist im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft vertreten.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013[7])

Städte

  1. Bad Krozingen (17.448)
  2. Breisach am Rhein (14.464)
  3. Heitersheim (5968)
  4. Löffingen (7459)
  5. Müllheim (18.454)
  6. Neuenburg am Rhein (11.710)
  7. Staufen im Breisgau (7596)
  8. Sulzburg (2625)
  9. Titisee-Neustadt (11.795)
  10. Vogtsburg im Kaiserstuhl (5808)

Gemeinden

  1. Au (1370)
  2. Auggen (2660)
  3. Badenweiler (4004)
  4. Ballrechten-Dottingen (2311)
  5. Bollschweil (2221)
  6. Bötzingen (5337)
  1. Breitnau (1703)
  2. Buchenbach (3116)
  3. Buggingen (3962)
  4. Ebringen (2773)
  5. Ehrenkirchen (7136)
  6. Eichstetten am Kaiserstuhl (3446)
  7. Eisenbach (Hochschwarzwald) (2099)
  8. Eschbach (2368)
  9. Feldberg (Schwarzwald) (1845)
  10. Friedenweiler (1911)
  11. Glottertal (3134)
  12. Gottenheim (2780)
  13. Gundelfingen (11.226)
  14. Hartheim (4608)
  15. Heuweiler (1086)
  16. Hinterzarten (2446)
  1. Horben (1120)
  2. Ihringen (5890)
  3. Kirchzarten (9758)
  4. Lenzkirch (4818)
  5. March (8748)
  6. Merdingen (2558)
  7. Merzhausen (4990)
  8. Münstertal/Schwarzwald (4999)
  9. Oberried (2821)
  10. Pfaffenweiler (2512)
  11. Schallstadt (6054)
  12. Schluchsee (2361)
  13. Sölden (1235)
  14. St. Märgen (1828)
  15. St. Peter (2535)
  16. Stegen (4391)
  17. Umkirch (5240)
  18. Wittnau (1410)
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Municipalities in FR.svg
Über dieses Bild

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bad Krozingen mit der Gemeinde Hartheim
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Breisach am Rhein mit den Gemeinden Ihringen und Merdingen
  3. Gemeindeverwaltungsverband „Dreisamtal“ mit Sitz in Kirchzarten; Mitgliedsgemeinden: Buchenbach, Kirchzarten, Oberried und Stegen
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Ehrenkirchen mit der Gemeinde Bollschweil
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Gundelfingen mit der Gemeinde Heuweiler
  6. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Heitersheim mit den Gemeinden Ballrechten-Dottingen und Eschbach
  7. Gemeindeverwaltungsverband „Verwaltungsgemeinschaft Hexental mit Sitz in Merzhausen; Mitgliedsgemeinden: Au, Horben, Merzhausen, Sölden und Wittnau
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Hinterzarten mit der Gemeinde Breitnau
  9. Gemeindeverwaltungsverband „Kaiserstuhl-Tuniberg“ mit Sitz in Bötzingen; Mitgliedsgemeinden: Bötzingen, Eichstetten und Gottenheim
  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Löffingen mit der Gemeinde Friedenweiler
  2. Gemeindeverwaltungsverband March-Umkirch mit Sitz in March; Mitgliedsgemeinden: March und Umkirch
  3. Gemeindeverwaltungsverband Müllheim-Badenweiler mit Sitz in Müllheim; Mitgliedsgemeinden: Städte Müllheim und Sulzburg sowie Gemeinden Auggen, Badenweiler und Buggingen
  4. Gemeindeverwaltungsverband St. Peter mit Sitz in St. Peter; Mitgliedsgemeinden: Glottertal, St. Märgen und St. Peter
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Schallstadt mit den Gemeinden Ebringen und Pfaffenweiler
  6. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Schluchsee mit der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald)
  7. Gemeindeverwaltungsverband Staufen-Münstertal mit Sitz in Staufen im Breisgau; Mitgliedsgemeinden: Stadt Staufen im Breisgau und Gemeinde Münstertal/Schwarzwald
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Titisee-Neustadt mit der Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald)

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Freiburg gültige Unterscheidungszeichen FR zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Freiburg im Breisgau A bis Z 1 bis 999
AA bis TZ 1 bis 99
H bis M 1000 bis 9999
S bis U
Altkreis Müllheim UA bis WZ 1 bis 99
A, C, N, P, V 1000 bis 9999
Altkreis Hochschwarzwald XA bis ZZ 1 bis 99
D, E, R 1000 bis 9999

Literatur[Bearbeiten]

  •  Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. VI: Regierungsbezirk Freiburg, Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2.
  • Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (Hrsg.): Breisgau-Hochschwarzwald. Land vom Rhein über den Schwarzwald zur Baar, Karl Schillinger, Freiburg im Breisgau 1980, ISBN 3-921340-44-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Manfred Frietsch: March: March – Hitzepol und Sonnenseite, Badische Zeitung, 19. Februar 2013, abgerufen am 29. November 2013
  3. Deutscher Wetterdienst: Wetterrekorde - Lufttemperatur, dwd.de, abgerufen am 29. November 2013
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 506ff.
  5. [1] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  6. [2] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  7. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)