Volker Finke

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Volker Finke
Spielerinformationen
Geburtstag 24. März 1948
Geburtsort Nienburg/WeserDeutschland
Vereine als Aktiver1
Jahre Verein Spiele (Tore)
TSV Havelse
Hannoverscher SC 1893
TSV Stelingen
TSV Berenborstel
Stationen als Trainer
1974–1986
1986–1990
1990–1991
1991–2007
2009 –
TSV Stelingen
TSV Havelse
1. SC Norderstedt
SC Freiburg
Urawa Red Diamonds

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Volker Finke (* 24. März 1948 in Nienburg/Weser) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er hat 16 Jahre lang ohne Unterbrechung denselben Verein (SC Freiburg) trainiert und ist damit Rekordhalter im deutschen Profifußball.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beruf

Bis 1990 war Finke Studienrat für Sport und Sozialkunde an der Albert-Schweitzer-Schule in Nienburg/Weser.

[Bearbeiten] Spielerkarriere

Finkes erste Station als Spieler war bis 1969 der TSV Havelse. Danach wechselte er zum Hannoverschen SC von 1893, wo er bis 1974 blieb.

[Bearbeiten] Trainerkarriere

[Bearbeiten] TSV Stelingen

1974 wechselte Finke zum TSV Stelingen und begann seine Laufbahn als Spielertrainer in der 1. Kreisklasse. Er führte den Verein zu fünf Aufstiegen bis in die Landesliga (1984, damals 5. Liga).

[Bearbeiten] TSV Havelse

1986 kehrte Finke als Trainer zurück zur TSV Havelse in die Oberliga Nord. Vier Jahre später führte er das Team zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Oktober 1990 ließ er sich, auf einem Abstiegsplatz liegend, auf eigenen Wunsch beurlauben, da er „nicht mehr in der Lage sei, das TSV-Team zu motivieren“.[1] Hintergrund waren Streitigkeiten mit der Vereinsführung und das Interesse des Lokalrivalen Hannover 96, Finke als Trainer zu verpflichten.[2] Da Havelse Finke zunächst nur beurlaubte und drohte, gegen eine Vertragsunterschrift Finkes bei Hannover gerichtlich vorzugehen, kündigte Finke seinen Vertrag fristlos, weil er sich vom Havelser Vorstand öffentlich beleidigt fühlte.[1] Finke erreichte dadurch zwar die Auflösung seines Vertrages, bei Hannover 96 entschied sich das Präsidium und der Verwaltungsrat allerdings für das Konzept von Michael Lorkowski vom 1. SC Norderstedt.[3] Finke übernahm stattdessen den Trainerposten Lorkowskis bei Norderstedt.

[Bearbeiten] SC Freiburg

Nach einer Saison beim 1. SC Norderstedt (heute: Eintracht Norderstedt) in der Oberliga Nord wechselte Volker Finke schließlich am 1. Juli 1991 zum SC Freiburg in die 2. Bundesliga. Dort erreichte er 1993, 1998 und 2003 den Aufstieg von der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga sowie die Qualifikation für den UEFA-Cup 1995 und 2001.

In der Saison 2005/06 verpasste er mit dem SC Freiburg nur knapp als Vierter den Aufstieg in die Bundesliga. Nach einer wenig erfolgreichen Hinrunde der Saison 2006/2007 gaben Volker Finke und der SC Freiburg am 14. Dezember 2006 bekannt, dass Finke den Verein am Saisonende nach 16 Jahren verlassen wird. Durch eine folgende Siegesserie (bestes Rückrundenteam) wurde am Ende noch Platz 4 erreicht und der Aufstieg nur knapp verpasst, was den Fans und Befürwortern Volker Finkes, die sich teilweise in einer Bewegung namens "Wir sind Finke" organisierten, Auftrieb gab. Diese versuchte, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuleiten, auf der die Trainerfrage diskutiert werden und der Vorstand zu einem Einlenken gedrängt werden sollte, um eine weitere Arbeit Finkes in Freiburg zu ermöglichen. Dieses Anliegen scheiterte jedoch, da statt der nach der Satzung des SC Freiburg erforderlichen 25% der Vereinsmitglieder nur ca. 15% einen Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung stellten.

Nachfolger von Volker Finke wurde Robin Dutt.

Mit 16 Jahren, die er ununterbrochen denselben Verein trainierte, ist Finke Rekordhalter im deutschen Profifußball. Außerdem ist er einziger Trainer im deutschen Profifußball, der mit einem Verein dreimal auf- und wieder abstieg und trotzdem im Amt blieb.

[Bearbeiten] Urawa Red Diamonds

Am 6. Dezember 2008 wurde bekannt, dass Volker Finke das Traineramt der Urawa Red Diamonds- als Nachfolger seines entlassenen Landsmanns Gert Engels- aus der J. League übernimmt. Er erhielt einen Zweijahresvertrag. Die Saison begann im März 2009.

[Bearbeiten] Fernsehkommentator

Während der Euro 2008 kommentierte er zusammen mit Bernard Thurnheer einige Partien, die vom Schweizer Fernsehen übertragen wurden.

[Bearbeiten] Film

  • 1994 Volker Finke, Fußballtrainer in Freiburg, Nikofilm, Regie:Matthias Keilich

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Kicker Sportmagazin Nr. 84 vom 15. Oktober 1990, S. 50
  2. Kicker Sportmagazin Nr. 83 vom 11. Oktober 1990, S. 19 ff
  3. Kicker Sportmagazin Nr. 85 vom 18. Oktober 1990, S. 20
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