Thomas Schaaf
| Thomas Schaaf | ||
Thomas Schaaf im Jahre 2009 |
||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 30. April 1961 | |
| Geburtsort | Mannheim, Deutschland | |
| Größe | 178 cm | |
| Position | Abwehrspieler | |
| Vereine in der Jugend | ||
| bis 1972 1972–1978 |
BBV Union Bremen Werder Bremen |
|
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1978–1980 1978–1995 |
Werder Bremen Amat. Werder Bremen |
59 (0) 281 (14) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1987 | Deutschland U-21 | 2 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| 1988–1995 1995–1999 1999– |
Werder Bremen (Jugend) Werder Bremen Amat. Werder Bremen |
|
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Thomas Schaaf (* 30. April 1961 in Mannheim) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Biografie
Schaaf verlor früh seinen Vater. 1965 zog seine Mutter mit ihm und seinem Bruder nach Bremen. Sie wohnten am Brommyplatz, also in Sichtweite zum Weserstadion. 1972 wurde er Mitglied beim SV Werder Bremen. [1]
Er besitzt die Fachhochschulreife und hat an der Deutschen Sporthochschule Köln eine Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Die Familie wohnt in Stuhr.
Seit 2004 engagiert sich Schaaf als Botschafter für das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Bremen.[2]
Zudem war Schaaf 2008 für die in Bremen ansässige Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger als so genannter „Bootschafter“ im Einsatz. Im Januar 2009 wurde er in diesem Ehrenamt von der Fernsehmoderatorin Bettina Tietjen abgelöst.
[Bearbeiten] Karriere
[Bearbeiten] Als Spieler
Schaaf ist seit dem 1. Juli 1972 Mitglied bei Werder Bremen; bis 1979 als Jugendspieler, anschließend bis 1995 als Profi. Er bestritt im Werder-Trikot 262 Bundesliga- und 19 Zweitligaspiele, gewann zweimal die Deutsche Meisterschaft (1988 und 1993), zweimal den DFB-Pokal (1991 und 1994) sowie den Europapokal der Pokalsieger (1992).
[Bearbeiten] Als Trainer
Von 1988 bis 1995 war Schaaf neben seiner Funktion als Spieler auch als Jugendtrainer bei Werder Bremen tätig und stieg später zum Trainer der Amateurmannschaft auf. Seit dem 10. Mai 1999 ist er Trainer der Profimannschaft, verhinderte den Abstieg und führte sie einen Monat später auf Anhieb zum Gewinn des DFB-Pokals. Mit diesem Pokalsieg wurde er der erste Trainer, der den Pokal zuvor auch bereits als Spieler gewonnen hatte. Mit dem Gewinn des „Doubles“, also der Deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals in einer Spielzeit, wurde die Saison 2003/04 unter Schaaf zum erfolgreichsten Jahr in der Werder-Vereinsgeschichte. In den folgenden Jahren erreichte Schaaf mit dem SV Werder beständig die Teilnahme an der UEFA Champions-League: 2004/05, 2006/07 und 2009/10 als Bundesliga-Dritter, 2005/06 und 2007/08 als Vize-Meister. In der Saison 2008/09 stand er mit dem SV Werder Bremen im Finale des UEFA-Cups und gewann den DFB-Pokal. Hierdurch qualifizierte sich Werder Bremen zudem für die neu geschaffene Europa League in der Folgesaison. Schaafs Vertrag läuft bis 2014.[3]
Durch eine Negativserie, die die Mannschaft an den Rand des Abstiegskampfes brachte, kam es in der Saison 2010/2011 zur öffentlichen Diskussion um den Trainer, dem von Seiten der Vereins jedoch mehrfach das Vertrauen ausgesprochen wurde. Werder-Chef Klaus Allofs wies Forderungen nach einer Ablösung zurück: Man werde nicht den Fehler anderer Vereine begehen, nur um durch einen Trainerwechsel „für vielleicht zwei Wochen einen psychologischen Effekt zu haben“.[4]
[Bearbeiten] Erfolge
- Als Spieler
- Deutscher Meister: 1988, 1993
- DFB-Pokal: 1991, 1994
- Deutscher Supercup-Sieger: 1988, 1993, 1994
- Europapokal der Pokalsieger: 1992
- Als Trainer
- Deutscher Meister: 2004
- DFB-Pokal: 1999, 2004, 2009
- DFL-Ligapokal: 2006
- UEFA Champions League: Teilnehmer 2004-09, 2010/11 (6mal, Achtelfinale 2005 und 2006)
- UEFA-Cup: Finale 2009
[Bearbeiten] Ehrungen
- Meistertitel und DFB-Pokal-Gewinn mit Werder Bremen 2004
- Mann des Jahres im deutschen Fußball und Trainer des Jahres
- 2008 erhielt er einen Handabdruck auf der Mall of Fame in Bremen
- Seit Februar 2010 ist Schaaf Ehrenmitglied des SV Werder Bremen.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Weser-Kurier vom 27. April 2011, S.3
- ↑ J. Rainer Didszuweit und Jörn Dietze: Thomas Schaaf. In: Zentrum für trauernde Kinder. echt – Das Magazin Ihrer evangelischen Kirche, Januar 2006, abgerufen am 4. Mai 2009 (Interview mit Thomas Schaaf über seine Rolle als „Botschafter“ auf der Internetseite des Zentrums für trauernde Kinder).
- ↑ Werder Bremen: Vertragsverlängerung für Klaus Allofs und Thomas Schaaf, 19. Dezember 2011
- ↑ »Geht's noch? Werder hat in Köln (schon wieder) so schlecht gespielt, dass sich automatisch die Trainerfrage stellt«; Weser Kurier, 24. Januar 2011
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielles Trainerprofil von Thomas Schaaf auf Werder.de
- Thomas Schaaf in der Datenbank von fussballdaten.de
François Affolter | Marko Arnautović | Denni Avdić | Onur Ayık | Leon Balogun | Philipp Bargfrede | Sebastian Boenisch | Tim Borowski | Mehmet Ekici | Clemens Fritz
| Niclas Füllkrug | Aaron Hunt | Florian Hartherz | Aleksandar Ignjovski | Zlatko Junuzović | Felix Kroos | Marko Marin | Sebastian Mielitz | Naldo | Claudio Pizarro | Sebastian Prödl | Markus Rosenberg | Lukas Schmitz | Clemens Schoppenhauer | Mikaël Silvestre | Sokratis | Aleksandar Stevanović | Predrag Stevanović | Lennart Thy | Florian Trinks | Tom Trybull | Christian Vander | Wesley | Tim Wiese | Özkan Yildirim
Trainer: Thomas Schaaf
Klaus Toppmöller (2002) | Felix Magath (2003) | Thomas Schaaf (2004) | Felix Magath (2005) | Jürgen Klinsmann (2006) | Armin Veh (2007) | Ottmar Hitzfeld (2008) | Felix Magath (2009) | Louis van Gaal (2010) | Jürgen Klopp (2011)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schaaf, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1961 |
| GEBURTSORT | Mannheim |