Warren Weir

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Warren Weir Leichtathletik
Warren Weir 2012 Olympics (cropped).jpg

Weir bei den Olympischen Spielen 2012 in London

Nation JamaikaJamaika Jamaika
Geburtstag 31. Oktober 1989
Geburtsort Trelawny, Jamaika
Größe 178 cm
Gewicht 75 kg
Karriere
Disziplin 200 m
Verein Racers Track Club, Kingston, Jamaika
Trainer Glen Mills
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Medaillen WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Commonwealth Games 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Bronze 2012 London 200 m
IAAF.svg Weltmeisterschaften
Silber 2013 Moskau 200 m
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
Silber 2014 Glasgow 200 m
IAAF.svg IAAF World Relyas
Erster 2014 Nassau 4 × 200 m
letzte Änderung: 3. August 2014

Warren Weir (* 31. Oktober 1989 in Trelawny) ist ein jamaikanischer Sprinter, der sich auf den 200-Meter-Lauf spezialisiert hat.

Karriere[Bearbeiten]

Weir begann seine Karriere im Hürdenlaufen, wo er sich 2008 für die Juniorenweltmeisterschaften in Bydgoszcz qualifizierte.

Erst 2011, nachdem er dem Racers Track Club beigetreten war und nun unter Glenn Mills trainierte, begann er bei internationalen Wettkämpfen über die 200-Meter-Distanz anzutreten: in Barcelona stellte er mit 20,43 s seine persönliche Bestleistung auf. Am 6. August war zum ersten Mal bei einem Diamond League Meeting eingeladen. Bei dem London Grand Prix kam er mit erneut 20,43 s hinter Walter Dix auf den zweiten Platz.[1]

Im Jahr darauf konnte er seine Bestleistung weiter steigern, erst am 5. Mai in Kingston mit 20,21 s und wenige Tage später auf den Kayman-Inseln mit 20,13 s. Beim Adidas Grand Prix in New York verbesserte er sich weiter auf nun 20,08 s.[2] Bei den jamaikanischen Olympia-Trials im Jahr 2012 lief er im 200-Meter-Halbfinale eine neue persönliche Bestzeit von 19,99 s, im Finale wurde er mit einer Zeit von 20,03 s Dritter hinter Usain Bolt und Yohan Blake, womit er sich für die Olympische Sommerspiele 2012 in London qualifizierte. In London erreichte er das Finale im 200-Meter-Lauf und gewann mit einer erneut verbesserten persönlichen Bestzeit von 19,84 s die Bronzemedaille. Auch dort musste er sich wieder nur seinen Landsleuten Usain Bolt und Yohan Blake geschlagen geben. Nach Olympia nahm er noch an den Diamond League Meetings in Lausanne, Zürich und Brüssel teil, wo er aber weder auf das Podest kam, noch unter 20 Sekunden laufen konnte. Nur mit der Jamaika-Staffel kam er in Zürich mit 38,19 s hinter den USA auf den zweiten Platz.

2013 begann er seine Saison bei den Camperdown Classics in Kingston mit dem für ihn ungewöhnlichen 400-Meter-Lauf. Er verbesserte seine Bestleistung auf 46,21 s und wurde Erster.[3] In die internationale Saison startete er beim ebenfalls in der jamaikanischen Hauptstadt stattfindenden Invitational. Beim Meeting am 4. Mai musste er sich mit 20,14 s Landsmann Ashmeade geschlagen geben. Noch im Mai konnte er danach zwei Siege bei Diamond League Meetings einfahren. In Shanghai und New York gewann er in 20,18 s und 20,11 s. Über die von ihm selten gelaufenen 100 Meter ging er bei einem lokalen Meeting am 8. Juni an den Start. Seine persönliche Bestleistung verbesserte er dabei um fast eine halbe Sekunde auf 10,02 s. Bei den jamaikanischen Meisterschaften qualifizierte er sich mit neuer Bestleistung von 19,79 s hinter Usain Bolt für die WM in Moskau. Dieser gewann auch das Duell beim Pariser Meeting zwei Wochen später. Am 10. Juli siegte Weir mit 20,01 s vor Jason Young in Budapest, bevor er zwei Wochen darauf in London erneut vor Young mit einer Zeit von unter 20 Sekunden Erster wurde. Im Staffelwettbewerb des Londoner Meetings gewann er zusammen mit seinen Teamkollegen vom Racers Track Club in 37,75 s. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau holte er mit egalisierter Bestleistung von 19,79 s die Silbermedaille hinter Usain Bolt. Zum Saisonabschluss gewann er das 200-Meter-Rennen in Brüssel vor Ashmeade und sicherte sich den mit 40.000 US-Dollar dotierten ersten Rang in der Diamond Race Wertung.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

  • 100 Meter: 10,02 s, 8. Juni 2013, Kingston, Jamaika
  • 200 Meter: 19,79 s, 23. Juni 2013, Kingston, Jamaika
  • 400 Meter: 46,21 s, 9. Februar 2013, Kingston, Jamaika
  • 110 Meter Hürden: 13,65 s, 24. Juni 2007, Kingston, Jamaika

Statistiken[Bearbeiten]

Wind-legale 200-Meter-Zeiten unter 20 Sekunden (Maximal legaler Wind = 2 m/s)

Zeit (s) Wind (m/s) Datum Ort
19,79 0,9 23. Juni 2013 Kingston
19,79 0,0 17. Aug. 2013 Moskau
19,84 0,4 09. Aug. 2012 London
19,87 -0,2 06. Sep. 2013 Brüssel
19,89 0,2 26. Juli 2013 London
19,92 0,2 06. Juli 2013 Paris
19,99 1,7 30. Juni 2012 Kingston

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.iaaf.org/news/report/richards-ross-sizzles-4966-in-london-day-tw
  2. http://jamaica-gleaner.com/gleaner/20120614/sports/sports2.html
  3. http://www.iaaf.org/news/report/bolt-and-blake-open-their-seasons-over-400m-i