Šárka Strachová

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Šárka Strachová Ski Alpin
Šárka Záhrobská, Semmering 2008
Šárka Strachová im Dezember 2008
Nation TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag 11. Februar 1985
Geburtsort Benecko
Größe 176 cm
Gewicht 68 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom, Super-G,
Super-Kombination
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze 2010 Vancouver Slalom
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Bronze 2005 Santa Caterina Slalom
Gold 2007 Åre Slalom
Silber 2009 Val-d’Isère Slalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2004 Maribor Slalom
Bronze 2004 Maribor Kombination
Gold 2005 Bardonecchia Slalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 15. Dezember 2002
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 9. (2006/07)
 Super-G-Weltcup 29. (2007/08)
 Riesenslalomweltcup 20. (2006/07)
 Slalomweltcup 2. (2008/09)
 Kombinationsweltcup 6. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Slalom 2 3 4
letzte Änderung: 14. Januar 2014

Šárka Strachová, geb. Šárka Záhrobská [ˈʃaːrka ˈzaːhrɔpskaː] (* 11. Februar 1985 in Benecko) ist eine tschechische Skirennläuferin. Sie gehört zu den aktuell besten Athletinnen in der Disziplin Slalom und gewann bei Weltmeisterschaften bisher je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Daneben startet sie in den Disziplinen Riesenslalom, Super-G und Super-Kombination. Bis 2013 trat sie unter dem Namen Záhrobská an; ihr Bruder Petr Záhrobský ist ebenfalls Skirennläufer.

Biografie[Bearbeiten]

Záhrobskás Karriere ist das Ergebnis der langfristigen Planung ihres Vaters. Petr Záhrobský, Rechtsanwalt von Beruf, war zuvor nie Ski gefahren. Er studierte jedoch detailliert die theoretischen Grundlagen des alpinen Skisports und baute anhand seiner autodidaktisch erworbenen Kenntnisse systematisch die Karriere seiner Tochter auf, deren Talent er früh erkannte. Seit jeher ist er ihr persönlicher Trainer und führt ein kleines Betreuerteam, das nicht mit dem tschechischen Skiverband zusammenarbeitet.

Im Jahr 2000 siegte Záhrobská beim Trofeo Topolino. Ab November 2000 nahm sie an FIS-Rennen teil. Vier Tage vor ihrem 16. Geburtstag sorgte Záhrobská für Schlagzeilen, als sie bei der Weltmeisterschaft 2001 in St. Anton am Arlberg den 21. Platz im Riesenslalom erreichte – und dies, obwohl sie vorher noch nie bei einem Weltcup-Rennen an den Start gegangen war. Ab Januar 2002 folgten Einsätze im Europacup. Am 15. Dezember 2002 ging sie erstmals bei einem Weltcup-Rennen an den Start und wurde auf Anhieb Fünfte.

In der Folge konnte Záhrobská diese Leistung mit konstanten Ergebnissen bestätigen. In St. Moritz erreichte sie bei der Weltmeisterschaft 2003 den neunten Platz im Riesenslalom. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Maribor im darauf folgenden Jahr gewann sie je eine Bronzemedaille im Slalom und in der Kombination. Nach mehreren Platzierungen unter den besten zehn konnte sie sich bei der Weltmeisterschaft 2005 in Santa Caterina endgültig an der Weltspitze etablieren, als sie hinter Janica Kostelić und Tanja Poutiainen die Bronzemedaille im Slalom gewann. Im selben Jahr kam der Gewinn der Slalom-Goldmedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2005 in Bardonecchia hinzu.

Verglichen mit dem Vorjahr hatte Záhrobská in der Saison 2005/06 einen Rückschritt zu verzeichnen: Im Weltcup kam sie nicht über einen achten Platz hinaus und bei den Olympischen Winterspielen 2006 war ein 13. Platz ihr bestes Ergebnis. Den versöhnlichen Abschluss bildeten jedoch die Riesenslalom-Siege bei den nationalen Meisterschaften Sloweniens und Kroatiens (vor Janica Kostelić). Weitaus besser verlief die darauf folgende Saison: Am 4. Januar 2007 schaffte sie in Zagreb auch im Weltcup erstmals einen Podestplatz und bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre gewann sie die Slalom-Goldmedaille vor der favorisierten Marlies Schild und Anja Pärson. Im Slalom-Gesamtweltcup belegte sie den dritten Platz.

Auch im Winter 2007/08 überzeugte Záhrobská weiter. Sie fuhr im Slalom beständig unter die besten zehn und erreichte den fünften Platz in der Slalom-Gesamtwertung. Darüber hinaus konnte sie sich im Riesenslalom im Mittelfeld etablieren. Nach insgesamt fünf Podestplätzen gelang ihr am 30. November 2008 der erste, lang erwartete Sieg in einem Weltcuprennen, als sie den Slalom in Aspen für sich entschied. Mit zwei weiteren Podestplätzen erreichte sie in der Saison 2008/09 hinter Maria Riesch den zweiten Rang im Slalomweltcup. Eine weitere Medaille, diesmal die silberne, gewann sie im Slalom bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver sicherte sie sich im Slalom mit Bronze ihre erste Olympiamedaille. Im Slalomweltcup kam Záhrobská in der Saison 2009/10 mit ihrem zweiten Sieg in Aspen zum vierten Mal in Folge unter die besten fünf. Etwas weniger erfolgreich war die Saison 2010/11, in der sie erstmals seit fünf Jahren ohne Podestplatz blieb und auf den zehnten Rang im Slalomweltcup zurückfiel. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen wurde sie Zwölfte im Slalom. Auch die Saison 2011/12 verlief enttäuschend. Ihr bestes Resultat verzeichnete sich gleich am Beginn der Saison beim Slalom von Aspen mit einem 13. Rang.

Im Juli 2012 wurde ihr ein gutartiger Hirntumor entfernt.[1] Sie konnte bereits im September wieder mit dem Schneetraining beginnen[2] und kehrte im November 2012 in den Weltcup zurück. Im Verlaufe der Saison 2012/13 konnte sie sich trotz des Trainingsrückstands fünfmal unter den besten 15 klassieren. Sie heiratete im April 2013 Antonín Strach und wird in Zukunft unter dem Namen Strachová an den Start gehen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi trug Strachová bei der Eröffnungszeremonie die tschechische Flagge.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Junioren-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Insgesamt hat Šárka Strachová bisher 2 Weltcuprennen gewonnen. Hinzu kommen 3 zweite und 4 dritte Plätze.

Datum Ort Land Disziplin
30. November 2008 Aspen USA Slalom
29. November 2009 Aspen USA Slalom

Europacup[Bearbeiten]

  • 6 Podestplätze, davon 4 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
5. Februar 2004 Lenggries Deutschland Slalom
28. Februar 2005 Tonalepass Italien Riesenslalom
1. März 2005 Tonalepass Italien Riesenslalom
8. März 2013 Lenggries Deutschland Slalom

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Šárka Strachová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tschechin Zahrobska wurde Gehirntumor entfernt. sport.orf.at, 12. Juli 2012, abgerufen am 12. November 2012.
  2. Zahrobska nahm nach Gehirn-OP Training wieder auf. skionline.ch, 1. September 2012, abgerufen am 12. November 2012.