Werder Bremen (Frauenfußball)

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SV Werder Bremen
(Frauenfußball)
Vereinswappen
Voller Name Werder Bremen
GmbH & Co. KGaA
Ort Bremen
Gegründet 2007
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Weserstadion Platz 11
Plätze 5.500
Trainer Steffen Rau
Homepage www.werder.de/frauen
Liga Bundesliga
2014/15 2. Platz (2. Bundesliga Nord)
Heim
Auswärts

Der SV Werder Bremen ist ein Sportverein aus Bremen. Die erste Fußballmannschaft der Frauen spielte seit dem Aufstieg im Jahre 2009 in der 2. Bundesliga Nord und stieg im Jahr 2015 in die Bundesliga auf.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge in den 1970er Jahren[Bearbeiten]

Ein Anfang der 1970er Jahre gegründetes Frauenteam, das 1974 in der Endrunde zur ersten Deutschen Meisterschaft mitgespielt hatte, war nach wenigen Jahren wieder aufgelöst worden.

2007 bis 2009: Neugründung und Durchmarsch in 2. Liga[Bearbeiten]

Erst Anfang des Jahres 2007 reetablierte der SV Werder eine Frauenabteilung, nachdem der Bremer Fußballverband den Sportverein im Herbst 2006 gebeten hatte diese zu gründen, um die Abwanderung von talentierten Spielerinnen ins niedersächsische Umland einzudämmen.[2] Zuvor hatte es der Verein stets abgelehnt, erneut eine eigenständige Frauenfußballabteilung zu betreiben und dies mit dem Platzmangel auf dem Gelände der Pauliner Marsch gerechtfertigt.

In der Saison 2007/08 haben ein Frauen- und ein B-Juniorinnen/U17-Team den Spielbetrieb aufgenommen. Sowohl die Mädchen- als auch die Frauenmannschaft wurden in Zusammenarbeit mit dem Bremer Fußballverband aus den leistungsstärksten Spielerinnen aus Bremen und Umgebung gebildet. Über 300 Spielerinnen hatten sich um einen Platz in den Kadern beworben. Am 8. Mai 2007 wurden die zwei Teams dann der Presse vorgestellt. Zur Frauenmannschaft gehörten Britta und Lara Möhlmann sowie Eva-Marlen Votava, die Töchter der ehemaligen Werder-Profis Benno Möhlmann und Miroslav Votava. Trainiert wurde die Frauenmannschaft in dieser Saison von Frank Schwalenberg, der bereits beim FSV Frankfurt eine Bundesligamannschaft gecoacht hatte. Mit der Zielsetzung binnen vier Jahre in die 2. Bundesliga aufzusteigen war die Frauenmannschaft in der Verbandsliga Bremen gestartet (Die beiden Auswahlteams spielten damals noch auf dem Gelände der Universität Bremen).[3] In der ersten Saison konnten die Spielerinnen alle Saisonspiele gewinnen und wiesen ein Torverhältnis von 162:0 auf.[4]

In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord traf man auf den Niendorfer TSV (Hamburg) (2:1) sowie den Ratzeburger SV (Schleswig-Holstein) (1:1) und qualifizierte sich, begünstigt durch einen Sieg des Ratzeburger SV über den Niendorfer TSV, für die höhere Liga.

In der folgenden Regionalligasaison 2008/09 lieferte sich die Werderelf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem BV Cloppenburg, welches die Bremerinnen mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden konnten, und schafften somit binnen zwei Jahren den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der ersten Runde des DFB-Pokals gelang den Bremer Spielerinnen ein überraschender 2:1-Sieg gegen den Zweitligisten Blau-Weiß Hohen Neuendorf, unterlagen jedoch in der zweiten Runde dem FCR 2001 Duisburg mit 1:10.

2009 bis 2014: Feste Größe in der 2. Bundesliga[Bearbeiten]

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga hielt einige Herausforderungen bereit, weshalb sich der sportliche und organisatorischen Bereich neu aufstellen musste. Mit Lisa-Marie Scholz, Maren Wallenhorst, Lea Notthoff und Maria Doll konnte man vier erfahrenen Zweitliga-Spielerinnen gewinnen. Weiterhin sorgte die Verpflichtung der kenianischen Nationalspielerin Doreen Nabwire Omondi für mediale Aufmerksamkeit. Auch das Trainerteam bekam zur Winterpause Verstärkung. Holger Stemmann führte die Bremerinnen mit Cheftrainerin Birte Brüggemann am Ende auf den 7. Tabellenplatz. Im DFB-Pokal konnte sich die Mannschaft nach Siegen gegen ATS Buntentor (8:0) und Blau-Weiß Hohen Neuendorf (4:1) erstmals für das Achtelfinale qualifizieren, wo sie jedoch gegen den FSV Gütersloh 2009 mit 1:5 verloren.

In den folgenden drei Spielzeiten erreichte Werder jeweils den fünften Rang und konnte sich somit als Spitzenmannschaft etablieren. Im DFB-Pokal konnte man sich in dieser Zeit einmal für die 2. Runde und zweimal für das Achtelfinale qualifizieren.

In der Saison 2013/14 erzielte man mit dem 3. Rang erneut einen neuen Spitzenwert und konnte sich auch im DFB-Pokal nach Siegen gegen 1. FFC Recklinghausen (14:1), 1. FC Lübars (2:1) und VfL Bochum (3:1) erstmals ins Viertelfinale durchschlagen, wo gegen den 1. FFC Frankfurt (0:8) jedoch Endstation war.

ab 2014: Aufstieg in die 1. Bundesliga[Bearbeiten]

Nach dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal in der 2. Runde gegen den Erstligisten SGS Essen (1:5), lief die Saison 2014/15 umso erfolgreicher. Da der 1. FC Lübars keinen Lizenzantrag für die Bundesliga gestellt hatte[5] und der 1. FFC Turbine Potsdam II für die Bundesliga nicht spielberechtigt ist, konnte sich Werder bereits am vorletzten Spieltag - zu dieser Zeit auf Platz 2 stehend - erstmals für die erste Liga qualifizieren.

Mit dem Aufstieg einher kam die Ablösung der Trainerin Chadia Freyhat, da die 1. Bundesliga eine hauptamtliche Trainerin vorsieht.[6] Berufssoldatin Freyhat gab das Amt ab und wurde durch Steffen Rau abgelöst.[7]

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Anna Bockhorst DeutschlandDeutschland
22 Jennifer Martens DeutschlandDeutschland NiederlandeNiederlande
33 Lisa-Marie Weinert DeutschlandDeutschland
04 Sophie Maierhofer OsterreichÖsterreich
02 Nadine Moelter DeutschlandDeutschland
19 Daniela Schacher DeutschlandDeutschland
09 Katharina Schiechtl OsterreichÖsterreich
07 Lisa-Marie Scholz DeutschlandDeutschland
05 Michelle Ulbrich DeutschlandDeutschland
06 Marie-Louise Eta DeutschlandDeutschland
21 Jessica Golebiewski DeutschlandDeutschland PolenPolen
03 Sandra Hausberger OsterreichÖsterreich
17 Giovanna Hoffmann DeutschlandDeutschland
13 Alicia Kersten DeutschlandDeutschland
27 Meggie Schröder DeutschlandDeutschland
15 Gabriella Tóth UngarnUngarn
10 Pia-Sophie Wolter DeutschlandDeutschland
14 Reena Wichmann DeutschlandDeutschland
08 Venus El-Kassem DeutschlandDeutschland IrakIrak
11 Cindy König DeutschlandDeutschland
20 Stefanie-Antonia Sanders DeutschlandDeutschland
23 Stephanie Goddard DeutschlandDeutschland
25 Maren Wallenhorst DeutschlandDeutschland

Stand: 14. Juli 2015[8]

Wechsel zur Saison 2015/16[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Venus El-Kassem (Bayer 04 Leverkusen)
Giovanna Hoffmann (eigene Jugend)
Alicia Kersten (eigene Jugend)
Sophie Maierhofer (FSK St. Pölten)
Jennifer Martens (Herforder SV)
Stefanie-Antonia Sanders (eigene Jugend)
Gabriella Tóth (1. FC Lübars)
Lisa-Marie Weinert (FFV Leipzig)
Reena Wichmann (eigene Jugend)
Maria Doll (unbekannt)
Kira Kedenburg (Werder Bremen II)
Merve Kiniklioğlu (Werder Bremen II)
Sabine Treml (FF USV Jena)
Verena Volkmer (unbekannt)
Mira William (Karriereende)

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Das Team der 1970er[Bearbeiten]

  • Inge Becker (geb. Pfaff)
  • Manfred Becker (Trainer)
  • Elke Bein(-Prout)
  • Petra Brzezinski
  • Gabi Grundmann
  • Gudrun Joho
  • Norbert Jontza
  • Waltraud Kreienhoop
  • Ingeborg Lange
  • Petra Lihl
  • Bärbel Manthey
  • Susanne Mischok
  • Gitta Packhäuser
  • Jana Rackebrand
  • Angelika Rauch
  • Manfred Würdemann (Betreuer)
  • Marion Zedowitz

Erfolge[Bearbeiten]

  • Norddeutscher Meister: 2009
  • Bremer Meister: 1974, 2008, 2009, 2010, 2011
  • Bremer Pokalsieger: 2008, 2009, 2010

Statistik[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
2007/08 Verbandsliga Bremen 1. 20 0 0 162:0 60 nicht qualifiziert
2008/09 Regionalliga Nord 1. 16 4 2 76:23 52 2. Runde
2009/10 2. Bundesliga Nord 7. 8 5 9 29:37 29 Achtelfinale
2010/11 2. Bundesliga Nord 5. 11 3 8 43:36 36 2. Runde
2011/12 2. Bundesliga Nord 5. 9 4 9 38:37 31 Achtelfinale
2012/13 2. Bundesliga Nord 5. 13 3 6 54:32 42 Achtelfinale
2013/14 2. Bundesliga Nord 3. 11 1 10 60:38 34 Viertelfinale
2014/15 2. Bundesliga Nord 2. 16 1 5 71:25 49 2. Runde
2015/16 1. Bundesliga - - - - -:- -
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Kinofilm[Bearbeiten]

Das erste Jahr der Bremerinnen wurde filmisch begleitet und erschien als regionaler Kinofilm und später auf DVD unter dem Namen Einsteigerinnen - Ein Jahr für Werder Bremen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Presse-Agentur: Werder-Frauen steigen in die 1. Liga auf. In: focus.de. Focus, 17. Mai 2015, abgerufen am 17. Mai 2015.
  2. Werder nimmt Herausforderung "Frauenfußball" an. In: werder.de. Werder Bremen, 9. Februar 2007, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  3. Mittlerweile werden die Heimspiele auf dem Vereinsgelände (Platz 12) ausgetragen.
  4. Werder schließt Saison ohne Gegentreffer ab. In: werder.de. Werder Bremen, 8. Mai 2008, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  5. Spitzenreiter Lübars verzichtet auf 1. Liga. In: nw.de. Neue Westfälische, 16. März 2015, abgerufen am 1. April 2015.
  6. Chadia Freyhat: "Wir sind ein Superteam". In: weser-kurier.de. Weser Kurier, 19. Mai 2015, abgerufen am 31. Juli 2015.
  7. Mit neuem Coach ins Abenteuer Bundesliga. In: radiobremen.de. Radio Bremen, 29. Juli 2015, abgerufen am 31. Juli 2015.
  8. Frauenmannschaft. In: werder.de. Werder Bremen, abgerufen am 3. März 2015.
  9. Einsteigerinnen - Ein Jahr für Werder Bremen , filmbuero-bremen.de