2001 Clear Channel Memorandum

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Das 2001 Clear Channel Memorandum war eine Anweisung, die das US-amerikanische Medienunternehmen Clear Channel Communications für seine Radiosender erstellte. Sie enthält Lieder, die nach Meinung des Unternehmens nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 unpassend seien. Viele Fernseh- und Radiosender änderten ihr übliches Programm in den Tagen nach den Anschlägen. Zunächst ging das Gerücht um, dass Clear Channel Communications eine Liste von „Liedern mit fraglichem Inhalt“ angelegt habe, die nicht nach den Anschlägen gespielt werden sollten. Diese Liste wurde vom unabhängigen Newsletter Hits Daily Double veröffentlicht, der nicht bei Clear Channel Communications Mitglied ist.[1]

Snopes, eine Website, die Moderne Sagen aufklärt, fand heraus, dass diese Liste nur eine "Empfehlung" und kein Verbot gewesen sei.[2] Allerdings ist Clear Channel Communications keine unabhängige Stelle, sondern der Eigentümer von über 1200 Radiosendern, so dass die Liste der Sache nach keine "Empfehlung", sondern eine direkte Anweisung war.

Die Liste enthält 166 Lieder, inklusive aller Lieder von Rage Against the Machine und Lieder, die von mehreren Künstlern gesungen wurden (zum Beispiel Knockin' on Heaven’s Door von Bob Dylan und dasselbe Lied von Guns N’ Roses). Interessanterweise ist die Coverversion der Band Alien Ant Farm von Smooth Criminal auf der Liste, aber das Original von Michael Jackson nicht. Die Lieder sind alphabetisch nach Künstler geordnet. Die Liste zog viel Medieninteresse auf sich, wie auch von der australischen Zeitung Northern Territory News berichtet wurde.

Angeblich sollte der Beatles-Song Ob-La-Di, Ob-La-Da nicht mehr gespielt werden, da Ob-La-Di verschwörerisch-kryptisch auch als Abkürzung für Osama Bin Ladin, den Drahtzieher der Terror-Angriffe, gesehen werden könnte.[3]

Andere Sender, die nicht zu Clear Channel Communications gehörten, verfassten ihre eigenen Schwarzen Listen.


Aufgeführte Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

0-9[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

N[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Q[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • QueenAnother One Bites the Dust und Killer Queen

R[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • U2Sunday Bloody Sunday

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Van HalenJump und Dancing in the Street

W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Y[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jeremy Dutton, William Puchert: Music industry responds to terrorism. (Memento vom 19. Februar 2007 im Internet Archive) ("Die Musikindustrie reagiert auf den Terrorismus.") Zephyr. 10. Oktober 2001.
  2. "Radio, Radio". Snopes.com. 18. September 2001.
  3. Dietrich Helms, Thomas Phleps: 9/11 - The World's all out of tune - Populäre Musik nach dem 11. September 2001. transcript Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-256-2, S. 60–61.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]