Autobahn 5 (Schweiz)

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Autobahn A5 in der Schweiz
Autobahn 5 (Schweiz)
 Autobahn 5 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A5
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Gesamtlänge: ca. 100 km

Kanton:

Die Schweizer Autobahn 5 – deckungsgleich mit der Nationalstrasse 5 – führt von der A1 bei Yverdon-les-Bains, dem Jurabogen entlang über Neuenburg und Biel/Bienne nach Solothurn, wo sie bei Luterbach wieder mit der A1 zusammenkommt.

Generelles Projekt[Bearbeiten]

Die A5 ist deckungsgleich mit der Nationalstrasse N5 Luterbach – Biel/Bienne – Neuenburg – Yverdon und gliedert sich in drei Abschnitte deren projektierter Ausbaustand im Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz[1] festgelegt ist. Für Teilstücke, die nicht als Autobahn oder Autostrasse ausgebaut sind (Nationalstrasse dritter Klasse), gilt weiterhin die Bezeichnung N5, geschildert ist sie als Hauptstrasse 5.

Abschnitte[Bearbeiten]

Luterbach–Biel Ost[Bearbeiten]

Der Abschnitt Luterbach–Biel Ost ist als Nationalstrasse zweiter Klasse projektiert und als Autobahn verwirklicht; seit 2002 ist der Abschnitt durchgehend befahrbar. Der Abschnitt wurde in drei Etappen eröffnet: bereits mit dem Bau der N1 wurde die Verzweigung Luterbach erstellt und das N5-Teilstück Luterbach–Zuchwil 1971 zusammen mit den anschliessenden Teilen der N1 eröffnet. Über 30 Jahre lang diente dieses Teilstück einzig als Solothurner Autobahnzubringer.

Aarebrücke bei Grenchen/Arch

Erst im Hinblick auf die Expo.02 wurde die umstrittene Autobahn forciert und von den Stimmbürgern schliesslich genehmigt. Am 31. Mai 2001 wurde das A5-Teilstück Bözingenfeld (Biel Ost)–Lengnau eröffnet. Das letzte Teilstück Lengnau–Zuchwil folgte am 18. April 2002 – pünktlich zur Landesausstellung.

Yverdon–Biel West[Bearbeiten]

Der Abschnitt Yverdon–Neuenburg–Biel West ist als Nationalstrasse zweiter und dritter Klasse projektiert, wodurch er äusserst uneinheitlich ausgebaut ist. Zwischen Twann und Le Landeron wurde die N5 als Autostrasse erstellt. Das N5-Teilstück von der Verzweigung Yverdon an der A1 bis nach Grandson wurde 1984 als Autobahn eröffnet. Auf diesem Abschnitt befindet sich das Viadukt von Yverdon, das mit 3155 Metern das längste Viadukt der Schweiz ist.

Mitte der 1990er erfolgte der Bau der Fortsetzung von Le Landeron unter der Stadt Neuchâtel hindurch zum Anschluss Neuchâtel Serrières, die als Autobahn erstellt wurde.

Im Gegensatz zum Abschnitt Luterbach–Biel war eine Fertigstellung der A5 zwischen Yverdon und Biel auf den Beginn der Expo.02 nicht möglich. Allerdings konnte die Hauptstrasse 5 am 11. Mai 2002 auf das weit fortgeschrittene Autobahn-Teilstück Vaumarcus–Bevaix (7.5 km) geleitet werden. Zwischen Vaumarcus und dem Tunnel Sauges wurde die südliche Fahrbahn im Gegenverkehr freigegeben, während die Tunnel und das Teilstück bis Bevaix bereits richtungsgetrennt befahren wurden. Am 20. Oktober 2003 wurde das gesamte Teilstück als Autobahn in Betrieb genommen.

Am 28. November 2003 wurde die Einhausung Areuse in Betrieb genommen, um an der Oberfläche diverse Fertigstellungsarbeiten zu ermöglichen. Zusammen mit dem Teilstück Grandson–Vaumarcus wurde auch das 5.7 km lange Teilstück Bevaix–Areuse im 12. Mai 2005 eröffnet, wobei Letzteres bis zur Fertigstellung des Chanélaz-Viadukts im November 2005 teilweise nur einspurig befahrbar war.

Unausgebaut verblieben ist ein Teilstück zwischen dem Halbanschluss Auvernier/Neuchâtel Ouest und dem Anschluss Serrières, welches durch den Tunnel de Serrières ersetzt werden soll. Aufgrund der hohen Kosten und des kleinen Nutzens hat sich das Projekt vom vorgesehenen Fertigstellungsdatum im Jahr 2006 weit entfernt. Die N5 wurde in diesem Teilstück bereits seit 1974 als Autostrasse ausgebaut und ist heute durchgehend befahrbar; da sie dabei nur eine Nationalstrasse dritter Klasse ist und in diesem Abschnitt die Hauptstrasse 5 über sie geleitet wird, ist sie als Hauptstrasse mit Gemischtverkehr ausgeschildert.

Ebenfalls eine Nationalstrasse dritter Klasse im Gemischtverkehr mit der Hauptstrasse 5, ist das Teilstück zwischen Twann und Biel (West), das zusammen mit dem Westast der «Südumfahrung Biel» zur Autostrasse ausgebaut werden soll.

Biel Ost – Biel West (Südumfahrung Biel)[Bearbeiten]

Durchstich des 1. Abschnitts des Ostasts am 20. November 2009

Der «mittlere» Abschnitt Biel Ost (Verzweigung Bözingenfeld) – Biel West ist als städtische Nationalstrasse zweiter Klasse vorgesehen und wird eines der letzten fertiggestellten Teilstücke des schweizerischen Nationalstrassennetzes sein. Die sogenannte Südumfahrung Biel besteht aus zwei Ästen: Der östliche Ast zwischen Bözingenfeld und Port wird als Autobahn gebaut, der westliche Ast zwischen Port und Biel West verläuft als Autostrasse durch die Stadt Biel. Verknüpft werden die beiden Äste an der Verzweigung Brüggmoos bei Port, in welche auch die noch auszubauende Autostrasse A6 eingebunden werden soll, die heute als T6 nach Biel führt. Mit dem Bau des Ostasts wurde im Dezember 2007 begonnen[2], der Westast befindet sich noch in der Planungsphase. Als möglichen Fertigstellungstermin gibt das zuständige Bundesamt das Jahr 2016 an.

Ausbauvorhaben[Bearbeiten]

Tunnel de Serrières[Bearbeiten]

Als wichtige Ausfallstrasse im Westen von Neuenburg, wurde die Hauptstrasse 5 bereits 1974 bei Auvernier als Nationalstrasse dritter Klasse auf zweimal zwei Spuren ausgebaut. Als die Stadt Neuenburg Mitte der 1990er mit einer Autobahn untertunnelt wurde, wurde das westliche Ende des Stadttunnels an das ausgebaute Teilstück angeschlossen. Dabei entstand der unterirdische Autobahnanschluss Neuchâtel Serrières und am Tunnelportal der Halbanschluss Neuchâtel Ouest, der die Funktion hat die Hauptstrasse in die neu durchgebundene Nationalstrasse ein- respektive auszufädeln. Als im November 2003 die Einhausung Areuse in Betrieb genommen wurde, wurde diese an ihrem östlichen Ende mit der Ausbaustrecke bei Auvernier verbunden. Auch hier erhielt der Halbanschluss Auvernier nur die Funktion die Hauptstrasse mit der Nationalstrasse zu verflechten respektive zu entflechten.

Dass eine Durchbindung von zwei richtungsgetrennten Autobahnen über eine Hauptstrasse mit Gemischtverkehr nicht sinnvoll ist, wurde bereits bei der Planung des Teilstücks Grandson–Areuse–Neuchâtel berücksichtigt. Aufgrund der Topographie und der räumlichen Verhältnisse wurde das fragliche Teilstück als etwa 800 Meter langer Tunnel projektiert und im Januar 2001 genehmigt.

Das aufwändige Tunnelprojekt, das im Jura-Kalkstein teilweise unter dem Spiegel des Neuenburgersees gebohrt werden muss, wurde nicht mit den übrigen Autobahnteilstücken begonnen, da von verschiedener Seite gefordert wurde eine günstigere Lösung für das faktisch schon bestehende Autobahnstück zu suchen. Durch die Verzögerungen hat der Bau erst am 23. März 2009 begonnen, mit einer möglichen Fertigstellung bis 2013.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz (SR 725.113.11) (pdf; 499 kB)
  2. Medienmitteilung des Kantons Bern

Weblinks[Bearbeiten]