Aderklaa

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Aderklaa
Wappen von Aderklaa
Aderklaa (Österreich)
Aderklaa
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 8,63 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 16° 32′ OKoordinaten: 48° 17′ 6″ N, 16° 32′ 13″ O
Höhe: 157 m ü. A.
Einwohner: 210 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 24 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2232
Vorwahl: 02247
Gemeindekennziffer: 3 08 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Aderklaa 12
2232 Aderklaa
Politik
Bürgermeister: Bernhard Wolfram (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
13
13 
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Aderklaa im Bezirk Gänserndorf
Aderklaa Andlersdorf Angern an der March Auersthal Bad Pirawarth Deutsch-Wagram Drösing Dürnkrut Ebenthal Eckartsau Engelhartstetten Gänserndorf Glinzendorf Groß-Enzersdorf Groß-Schweinbarth Großhofen Haringsee Hauskirchen Hohenau an der March Hohenruppersdorf Jedenspeigen Lassee Leopoldsdorf im Marchfelde Mannsdorf an der Donau Marchegg Markgrafneusiedl Matzen-Raggendorf Neusiedl an der Zaya Obersiebenbrunn Orth an der Donau Palterndorf-Dobermannsdorf Parbasdorf Prottes Raasdorf Ringelsdorf-Niederabsdorf Schönkirchen-Reyersdorf Spannberg Strasshof an der Nordbahn Sulz im Weinviertel Untersiebenbrunn Velm-Götzendorf Weiden an der March Weikendorf Zistersdorf NiederösterreichLage der Gemeinde Aderklaa im Bezirk Gänserndorf (anklickbare Karte)
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Kirche auf dem Dorfanger in Aderklaa
Kirche auf dem Dorfanger in Aderklaa
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Aderklaa ist eine kleine Gemeinde mit 210 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Marchfeld an der Wiener Stadtgrenze.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Angerdorf Aderklaa liegt in dem zum Weinviertel gehörenden Marchfeld in Niederösterreich zwischen Wien und Deutsch Wagram. Die Fläche der Gemeinde umfasst 8,62 km². 1,22 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Aderklaa.
Nachbargemeinden sind (von Norden) Gerasdorf bei Wien, Deutsch Wagram, Raasdorf und Wien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aderklaa in der Schlacht bei Wagram
Gedenkstein für 5. und 6. Juli 1809 (Welt-Icon)

In Aderklaa wurden Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Hallstattzeit und der La-Tène-Zeit gefunden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Aderklaa im Jahr 1250. Im Zuge der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 wurde das Dorf verwüstet. Am 5. und 6. Juli 1809 war Aderklaa einer der Schauplätze der Schlacht bei Wagram.[1]

Anlässlich der Feier 200 Jahre nach der Schlacht bei Wagram im Jahr 2009 wurde der Gemeinde das Wappen vom Land Niederösterreich verliehen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 233 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 210 Einwohner, 1981 155 und im Jahr 1971 183 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Bernhard Wolfram.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 13 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13 Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch Liste der Denkmale in Aderklaa

  • Filialkirche Zur Schmerzhaften Muttergottes
  • Der Kulturhof Aderklaa hat zwischen 2003 und 2014 regelmäßig Konzerte klassischer Musik veranstaltet (Klavierabende, Kammermusik) mit internationaler Beteiligung und Ausstellungen zeitgenössischer bildenden Künstler aus Aderklaa und der Umgebung. Seit der Pensionierung der Inhaberin ist die Zukunft der Konzerte ungewiss.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 14, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 25. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 140. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 60,51 Prozent.

In Aderklaa befindet sich eine Erdgasstation der OMV AG.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl August Varnhagen von Ense, Anton Pfalz (Hrsg.): Die Schlacht von Deutsch-Wagram am 5. und 6. Juli 1809. Fromme, Wien 1909. – archive.org.
  • Otto Schilder: Geschichte der Marktgemeinde Deutsch-Wagram. Nebst Hinweisen auf die nähere Umgebung, insbesondere auf die Gemeinden Aderklaa und Parbasdorf. Herausgegeben zur 700-Jahrfeier der Marktgemeinde. Selbstverlag der Marktgemeinde, Deutsch-Wagram 1959, OBV.
  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 2.
  • Dietmar Müller: Untersuchung der Altablagerung Aderklaa. Umweltbundesamt, Wien 1993. – Volltext online (PDF; 2,5 MB).
  • Manfried Rauchensteiner: Die Schlacht bei Deutsch Wagram am 5. und 6. Juli 1809. Vierte, unveränderte Auflage. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1997, ISBN 3-215-02433-0.
  • Alfred Mühl: Aderklaa – Chronik 1809. Gedenkbuch der Gemeinde Aderklaa. Gemeinde Aderklaa, Aderklaa 2009, OBV.
  • Ida Olga Höfler: Die jüdischen Gemeinden im Weinviertel und ihre rituellen Einrichtungen 1848–1938/45. Band 2 (ex 5): Familien und Personen in den Gemeinden Aderklaa – Gänserndorf. Erste Auflage. Pilum Literatur-Verlag, Strasshof 2015, ISBN 978-3-902960-21-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aderklaa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht eines Augenzeugen über die Schlacht von Deutsch-Wagram. In: Minerva. Ein Journal historischen und politischen Inhalts, Jahrgang 1809, IV. Band: Oktober, S. 45–62. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/min.
  2. Napoleon und neues Wappen in MeinBezirk.at abgerufen am 4. Juni 2009
  3. Florian Litschauer: Neuigkeiten. Kulturhof Aderklaa, abgerufen am 15. Februar 2014.