Eckartsau

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Eckartsau
Wappen von Eckartsau
Eckartsau (Österreich)
Eckartsau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 48,97 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 16° 48′ O48.11666666666716.8147Koordinaten: 48° 7′ 0″ N, 16° 48′ 0″ O
Höhe: 147 m ü. A.
Einwohner: 1.186 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 24 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2305
Vorwahl: 02214
Gemeindekennziffer: 3 08 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 1
2305 Eckartsau
Website: www.eckartsau.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Makoschitz (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
14 ÖVP, 5 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Eckartsau im Bezirk Gänserndorf
Aderklaa Andlersdorf Angern an der March Auersthal Bad Pirawarth Deutsch-Wagram Drösing Dürnkrut Ebenthal Eckartsau Engelhartstetten Gänserndorf Glinzendorf Groß-Enzersdorf Groß-Schweinbarth Großhofen Haringsee Hauskirchen Hohenau an der March Hohenruppersdorf Jedenspeigen Lassee Leopoldsdorf im Marchfelde Mannsdorf an der Donau Marchegg Markgrafneusiedl Matzen-Raggendorf Neusiedl an der Zaya Obersiebenbrunn Orth an der Donau Palterndorf-Dobermannsdorf Parbasdorf Prottes Raasdorf Ringelsdorf-Niederabsdorf Schönkirchen-Reyersdorf Spannberg Strasshof an der Nordbahn Sulz im Weinviertel Untersiebenbrunn Velm-Götzendorf Weiden an der March Weikendorf Zistersdorf NiederösterreichLage der Gemeinde Eckartsau im Bezirk Gänserndorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Eckartsau ist eine Marktgemeinde mit 1186 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Eckartsau liegt im südlichen Marchfeld in Niederösterreich, am Rand des Nationalparks Donau-Auen im Weinviertel. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 48,97 Quadratkilometer. 24,53 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Haringsee Lassee
Orth an der Donau Nachbargemeinden Engelhartstetten
Scharndorf Petronell-Carnuntum

Geschichte[Bearbeiten]

Schon um 1180 wird der Ort als Ekkartsovve genannt. Die heutige Großgemeinde Eckartsau entstand 1971 aus den beiden Marktgemeinden Eckartsau und Witzelsdorf und den drei Dorfgemeinden Kopfstetten, Pframa und Wagram an der Donau. Wagram an der Donau, früher Kroatisch-Wagram, entstand durch Kroatenbesiedlung nach der Türkeninvasion von 1529. Der Wallfahrtsort Kopfstetten wurde urkundlich erstmals 1233 als Chopstetten erwähnt. Pframa wurde schon im Jahre 1025 zum ersten Mal dokumentlich als Fruhmanaha genannt und ist somit eine der ältesten Ortschaften im Marchfeld. Witzelsdorf war als Wizilinesdorf vermutlich schon um 1083 bekannt.

Eckartsau und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Von der Marchegger Ostbahn, heute wie einst Teil einer der Bahnverbindungen WienPressburg, zweigte lange Zeit beim Bahnhof Siebenbrunn-Leopoldsdorf eine Flügelbahn nach Engelhartstetten ab, die in Kopfstetten eine Station hatte. Von dieser aus reiste Kaiser Karl I., von Schloss Eckartsau kommend, im März 1919 mit dem k.k. Hofzug ins Exil in der Schweiz ab.

Politik[Bearbeiten]

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14, SPÖ 5, andere keine Sitze.

Schloss Eckartsau, Großes Stiegenhaus

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Rudolf Makoschitz, derzeit ist kein Amtsleiter tätig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1179 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1140 Einwohner, 1981 1046 und im Jahr 1971 1093 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 36, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 93. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 514. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,46 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eckartsau
  • Schloss Eckartsau: ursprünglich eine Burg, umgebaut in ein Jagdschloss; das Kaiserliche Jagdschloss Eckartsau war der letzte inländische Wohnort von Kaiser Karl I. nach seinem Verzicht auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften vom 11. November 1918. Es befindet sich unweit der Donauauen in Eckartsau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger

  • Otto von Habsburg (1912–2011), im Jahr 2008 wurde Otto von Habsburg die Ehrenbürgerschaft erneut verliehen, nachdem sie ihm bereits 1934 einmal verliehen worden, diese aber nach dem Anschluss 1938 von den Nationalsozialisten aberkannt worden war.

Sport[Bearbeiten]

In der Saison 2006/2007 wurde die Kampfmannschaft des SCG-Eckartsau Meister in der 2. Klasse Marchfeld.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eckartsau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien