Apostroph

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Der Apostroph (altgriechisch ἀπόστροφος apóstrophos ‚abgewandt‘; über spätlateinisch apostrophus ins Deutsche im 17. Jahrhundert, seit dem 18. Jahrhundert ohne lateinische Endung[1][2]) als das Auslassungszeichen (auch das Hochkomma oder der Oberstrich[3]) ist ein Satzzeichen, das in der deutschen Sprache als Auslassungszeichen bestimmte Auslassungen in einem Wort kennzeichnet oder zwingend den Genitiv von Eigennamen verdeutlicht, die im Nominativ bereits auf einen s-Laut (geschrieben: -s, -ß, -z, -x, -ce) enden, wenn sie nicht einen Artikel, ein Possessivpronomen oder dergleichen bei sich haben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt des Buches „Goethe’s Werke“ aus dem Jahr 1827 – damals nicht unübliche Schreibweise mit Genitiv-Apostroph.
Gedenktafel für den Blankenburger Bürgermeister Carl Löbbecke, mit Genitiv-Apostroph.

Die Verwendung des Apostrophs, im Laufe seiner Geschichte auch als Hinterstrich, Nachstrich, Oberstrich, Oberhäklein, Hochkomma, Auslassungszeichen bezeichnet, ist keine neue Erscheinung und geht wahrscheinlich bis ins 16. oder 17. Jahrhundert zurück.[4] Verwendet wurde der Apostroph in seiner Geschichte überwiegend als Auslassungszeichen und zur Markierung des Wortstammes, wie bei Zusammenziehungen oder einem angehängten Genitiv-s.

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Mit Johann Christoph Adelung, der den Sprachgebrauch des Deutschen beschreibt, dabei aber auch normativ wirkt, setzt sich gegen Ende des 18. Jh. der erste deutsche Grammatiker für die Verwendung des Apostrophs bei der Deklination von Eigennamen ein. Auch für einige Fälle von Plural-Apostroph-Verwendungen gab es Beispiele: „Salzmann’s sind verreist, von Schulze’s ging ich zu Stolberg’s“ sowie „die Papa’s, die Uhu’s, die Kadi’s, die Motto’s“.[4] Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Genitiv-Apostroph-Verwendung nicht unüblich und auch in Lehrbüchern zur deutschen Sprache abgebildet,[5] so in Johann Christian August Heyses Lehrbuch der deutschen Sprache (1849):[6]

„Außerdem setzt man den Apostroph auch in dem von persönlichen Eigennamen, besonders Geschlechts- oder Familien-Namen, gebildeten Genitiv vor der Endung ’s, so wie in den von solchen Namen abgeleiteten Adjectiven vor der Adjectiv-Endung, um die richtige Form des Namens deutlicher zu bezeichnen. Z. B. Göthe’s Werke[.]“

Heyse (1849)

In dieser Zeit gegründete und traditionsreiche Handelsmarken mit Genitiv-Apostroph sind unter anderem Hoffmann’s Stärkefabriken (gegründet 1850), Beck’s Bier (gegründet 1873) oder Kaiser’s Kaffee Geschäft (gegründet 1880).

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, auch mit dem Wandel des Wissenschaftsparadigmas der Sprachforschung von deskriptiver Linguistik zu mehr präskriptiver/normativer Linguistik, setzte sich eine apostrophkritische Position allmählich durch; beispielsweise sprachen sich Jacob Grimm und Konrad Duden gegen den Genitiv-Apostroph aus.[7] So wurde 1893 in der 25. durch Otto Lyon überarbeiteten Auflage des Heyse’schen Lehrbuchs der deutschen Sprache die Verwendung des Genitiv-Apostroph bei Eigennamen nicht mehr gefordert und nur noch für Namen, die auf „s“ enden, gutgeheißen.[8]

„Ganz verkehrt ist es auch namentlich das Genitiv-S durch Apostroph vom Namen zu trennen.“

Dr. Joh. Christ. Aug. Heyses deutsche Grammatik oder Lehrbuch der deutschen Sprache, umgearb. von Otto Lyon (1893) Seite 577
Konrad Duden: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 1. Auflage. 1880. Nur noch Genitivapostrophe für Wörter, die auf einen S-Laut oder „sch“ enden.

Der Duden missbilligte diese Verwendung des Apostrophs zunächst nur: Bei Genitiven sei es „nicht erforderlich“, einen Apostroph zu setzen. In der Ausgabe von 1880 wird der Genitivapostroph nur für Wörter, die auf einen S- oder sch-Laut enden, erwähnt.[9][10] Erst in der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901 wurde diese Verwendungsweise für regelwidrig erklärt. In allen Epochen des 20. Jahrhunderts sind Fälle des nunmehr fehlerhaften Apostrophgebrauchs belegt. Wer vor 1901 Schreiben gelernt hatte, verwendete häufig weiterhin den Apostroph. So setzte auch Thomas Mann bei Substantiven, die auf Vokal auslauten, regelmäßig den Genitiv-Apostroph: Baron Harry’s,[11] Johnny’s, Erika’s. Auch in den Nietzsche’schen Werken lässt sich eine umfangreiche Nutzung von Genitiv-Apostrophen finden.[12][13] Noch am 24. Januar 1945 setzten die Aachener Nachrichten in der ersten nach der Befreiung durch die Alliierten erschienenen Ausgabe einer deutschen Zeitung in der Titelschlagzeile Alliierte Flugzeuge zerschlagen Rundstedt’s Rückzugskolonnen einen Genitiv-Apostroph.

Mit der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 gilt der Apostroph bei Personennamen auch dann wieder als richtig, wenn man mit ihm keine Auslassung kennzeichnet, sondern die Grundform von der Genitivendung -s oder dem Adjektivsuffix -sch abtrennt und damit verdeutlicht. Die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, die wörtlich den „gelegentlichen Gebrauch“ für diesen Zweck gutheißt, führt dazu die Beispiele Carlo’s Taverne und Einstein’sche Relativitätstheorie auf (§ 97 E).[14] Der Duden nennt seit seiner 21. Auflage (1996) Grimm’sche Märchen und Andrea’s Blumenecke als Beispiele.[15] Seit seiner 22. Auflage (2000) nennt er zusätzlich Ohm’scher Widerstand und Willi’s Würstchenbude und fügt hinter Andrea’s Blumenecke den Vermerk „zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas“ in Klammern an.[16] Eine solche Unterscheidung wurde vor der Rechtschreibreform nur über den Stammformapostroph vorgenommen: Andreas Blumenecke (die Blumenecke von Andrea) oder Andreas’ Blumenecke (die von Andreas); auch nach neuer Rechtschreibung ist dies weiterhin eine Möglichkeit zur eindeutigen Unterscheidung.

Verwendung im Deutschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das amtliche Regelwerk regelt in § 96 den obligatorischen Gebrauch des Apostrophs, in § 97 den optionalen als Auslassungszeichen und (§ 97 E) zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens. Den Apostrophgebrauch bei adjektivischen Ableitungen von Eigennamen regelt § 62, die Wirkung von Apostrophen am Satzanfang auf Groß- und Kleinschreibung § 54 (6).

Eisenberg-Wahrig 2013[17] regelt den Apostrophgebrauch in R61 und mit einer Ausnahmeregelung zu R55. Die konzise Zusammenfassung am Ende des Buches auf Seite 94 besagt:

„Der Apostroph wird gesetzt

  • zur Markierung des Genitivs bei Substantiven, die auf s, ß, z, x enden: Delacroix’ Gemälde, Peter Weiss’ Familie
  • bei Auslassungen von Wortteilen: musst’ es eben leiden; das war ’ne Katastrophe
  • bei Ableitungen von Namen, die mit -sch gebildet werden: Schubert’sche Lieder auch: schubertsche Lieder

Zur Abtrennung des Genitiv-s darf der Apostroph grundsätzlich nicht gesetzt werden. Zugelassen ist er nur zur Verdeutlichung von Eigennamen: Christina’s Blumenladen

Auslassungszeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auslassungen im Text der Ottosäule in Ottobrunn

Eine Funktion des Apostrophs ist die Kennzeichnung ausgelassener Buchstaben; vorwiegend in der Verschriftlichung gesprochener Sprache, vor allem bei Wörtern, die sonst schwer lesbar oder missverständlich wären:

Heute ist’s kalt. – Heute ist es kalt.
Hast du noch ’nen Euro? auch: Hast du noch nen Euro? – Hast Du noch einen Euro?
Das ist so’ne Sache. auch: Das ist sone Sache. – Das ist so eine Sache.
Was für ’n Blödsinn!/Kommen S’ nur herein! – Was für ein Blödsinn. Kommen Sie nur herein.

Bei Auslassungen im Wortinnern:

D’dorf für Düsseldorf
Lu’hafen für Ludwigshafen
M’gladbach für Mönchengladbach
Ku’damm für Kurfürstendamm
E’ler für Eschweiler
A’dam für Amsterdam;
jedoch: GMHütte für Georgsmarienhütte

Gelegentlich wird der Apostroph regelwidrig auch bei der Zusammensetzung Präposition + bestimmter Artikel benutzt, beispielsweise in’s, an’s, um’s, zu’r. Nach den gültigen Regeln darf ein Apostroph aber nur gesetzt werden, wenn die Zusammensetzung ohne Apostroph „undurchsichtig“ wäre (beispielsweise mit’m Fahrrad).[18] Ebenfalls regelwidrig ist der Apostroph beim vers- und satzrhythmischen Wegfall des e der Endung -en in der 1. und 3. Person Plural Indikativ des Präsens Aktiv sowie des Konjunktivs I.

Verdeutlichung der Grundform eines Eigennamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich hier um den Stammformapostroph. Die Anwendung ist hier optional.

Adjektive von Eigennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenschild in Wiesbaden: Oben das Originalfoto, unten eine per Bildbearbeitung hergestellte Variante mit alternativer Schreibung.

Nicht als Auslassungszeichen, sondern zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens wird der Apostroph gelegentlich vor der Adjektivendung -sche (-scher, -sches, -schen) gebraucht:[19]

„die Grimm’schen Märchen“ statt „die grimmschen Märchen“,
„der Ohm’sche Widerstand“ statt „der ohmsche Widerstand“,
„die Strauß’schen Walzer“ statt „die straußschen Walzer“.

Genitivbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Eigennamen, die auf einen s-Laut enden, wird die Genitivform durch Anfügen eines Apostrophs gebildet, wenn diese Wörter nicht einen Artikel, ein Possessivpronomen oder dergleichen bei sich haben.[20] Dies gilt auch, wenn -s, -x, -z in der Grundform stumm sind,[20] und ebenso für aus anderen Sprachen stammende Eigennamen:[21] Alternativ kann auf die veraltete Genitivbildung mit -ens zurückgegriffen werden: „Klausens Freund Thomas“. Möglich ist in diesem Fall auch die Umschreibung mit „von“ (analytische Formbildung):

Felix’ Sandburg oder Felixens Sandburg oder die Sandburg von Felix
Ringelnatz’ Gedichte oder Ringelnatzens Gedichte oder die Gedichte von Ringelnatz
Bordeaux’ Hafenanlagen oder die Hafenanlagen von Bordeaux
Joyce’ Einfluss oder Joycens Einfluss oder der Einfluss von Joyce

In einigen Fällen (wie im ersten Beispiel) gilt die Umschreibung mit „von“ als umgangssprachlich.[22]

Eine häufige Verwendung des Apostrophs ist die als Trennzeichen vor dem Genitiv-s wie bei John’s Warehouse. Nach den alten deutschen Rechtschreibregeln war diese Schreibweise im Deutschen generell falsch. Beispiele:

  • Petra’s Nagelstudio (falsch) – richtig dagegen: Petras Nagelstudio
  • Opa’s Lederhose (falsch) – richtig dagegen: Opas Lederhose

Nach der neuen deutschen Rechtschreibung darf der Apostroph beim Genitiv verwendet werden, um die Grundform eines Personennamens zu verdeutlichen. Beispiele:

  • Andrea’s Friseursalon
  • Willi’s Würstchenbude[23]

Im Gegensatz zu Eigennamen stehen sonstige Wörter, die auf einen s-Laut oder stummes s, x oder z enden, im Genitiv im Allgemeinen nicht allein, sondern haben stets einen Artikel, ein Possessivpronomen, Demonstrativpronomen oder Ähnliches bei sich. Daher wird wie im entsprechenden Fall für Eigennamen kein Apostroph verwendet, also:

In solchen Fällen ist das Voranstellen des Genitivattributs (d. h. die Bildung von Ausdrücken der Form dieses Korpus Größe oder des Grand Prix Gewinn) unüblich.

Sonderschreibung von Eigennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D’horn (Ortsteil von Langerwehe in Nordrhein-Westfalen)

Mundartliche Begriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die in bairischen Dialekten häufigen Phoneme /l̩/ und /n̩/ (silbische Konsonanten) werden in Dialekttexten zumeist ohne weitere Kennzeichnung als „l“ bzw. „n“ geschrieben. Bei der Übernahme solcher Wörter in standarddeutsche Texte ähneln sie in Einzelfällen Formen, in denen standarddeutsch-umgangssprachlich ebenfalls [l̥] bzw. [n̥], in bühnendeutscher Aussprache jedoch [əl] bzw. [ən] gesprochen und deshalb „el“ bzw. „en“ geschrieben wird. Für einen standarddeutsch geprägten Schreiber kann daher fälschlicherweise naheliegen, dass in der Schreibweise ein „e“ ausgefallen und deshalb ein Apostroph zu setzen sei.[24]
    Ein Beispiel ist die Bezeichnung Wiesn in der Münchner Umgangssprache für das dortige Oktoberfest. Diese ist keine Verkürzung des standarddeutschen Plurals Wiesen, sondern die Dialektform des Singulars Wiese. Auf den häufig gesetzten Apostroph Wies’n wird dabei nach der gültigen Rechtschreibung verzichtet.[25]

Diskussion über fehlerhafte Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwendung des Apostrophs in der deutschen Sprache hatte sich im Lauf der Geschichte mehrfach geändert und eine Auseinandersetzung in Öffentlichkeit und Fachkreisen über die korrekte bzw. die wahrgenommene häufige falsche Verwendung des Apostrophs ist kein neues Phänomen.[4][7]

Die Bewertung zwischen „falsch“ und „richtig“ hängt dadurch häufig auch davon ab, welches Regelsystem man zugrunde legt: bei Manfred’s Taxi’s gelten beispielsweise nach den Rechtschreibregeln vor der 1996er Reform beide Apostrophe als falsch, nach den aktuellen Regeln nur noch der zweite.

Falsche Apostrophsetzung und Leerzeichen im Kompositum auf einem Supermarktschild

Beispiele:

  • Bei sehr gebräuchlichen Auslassungen mit „… das“ steht kein Apostroph:
    • falsch: an’s, auf’s, in’s, über’s, unter’s
    • korrekt: ans, aufs, ins, übers, unters
  • Das Fugen-s bei Komposita wird ohne Apostroph abgetrennt:
    • falsch: Bahnhof’s-Restaurant
    • korrekt: Bahnhofsrestaurant
  • Beim Plural von Lehnwörtern und Abkürzungen werden keine Apostrophe gesetzt:
    • falsch: Auto’s, Snack’s, CD’s
    • korrekt: Autos, Snacks, CDs
  • Ebenfalls regelwidrig ist der Apostroph beim Imperativ der zweiten Person, da der Schwund der Imperativendung -e als regelgemäß akzeptiert ist.
    • falsch: Geh’ mit mir.
    • korrekt: Geh mit mir.
  • Vereinzelt treten auch willkürliche Apostrophe in anderen Fällen auf; meistens werden dabei Wortendungen aus Konsonant und s getrennt:
    • falsch: nicht’s, abend’s, recht’s, mittwoch’s, samstag’s
    • korrekt: nichts, abends, rechts, mittwochs, samstags
  • Weitere Beispiele sind
    • falsch: staunst’e, Nudel’n, Prenz’lberg
    • korrekt: staunste, Nudeln, Prenzl’berg (oder einfach Prenzlberg),

Die übermäßig häufige Verwendung wird von einigen Sprachkritikern und Sprachpflegern stark kritisiert – möglicherweise als Teil eines prinzipiellen Diskurses um die Rechtschreibreform als auch motiviert von prinzipiellen Sprachpflegebemühungen gegen den Einfluss der englischen Sprache (vgl. Anglizismus).

Ein Teil der Öffentlichkeit und der öffentlichen Medien monierte insb. während des Reformprozesses unter polemischen Begrifflichkeiten wie Apostrophitis,[26] Apostrophenwahn oder Deppenapostroph[27] eine als um sich greifend wahrgenommene exzessive Verwendung des Apostrophs jenseits der Regeln der üblichen deutschen Rechtschreibung. Die Neuregelung der Rechtschreibung von 1996, die wieder eine weitergehende Verwendung des Apostrophs für einige Fälle als Genitivapostroph zuließ, um die Stammform anzuzeigen, stieß in der Presse auf Kritik und entfachte Diskussionen[28] und wurde beispielsweise als „Sieg des Deppenapostrophs“ kritisch kommentiert.[29] Mitunter wird falsche Apostrophsetzung als sich ausbreitendes „Virus“ beschrieben.[30][31][32] Einige Kritiker des zusätzlichen Apostrophs sind der Meinung, dass er die Lesegeschwindigkeit verringere und dass er das Überfliegen von Texten erschwere, da die Aufmerksamkeit von den sinntragenden Wörtern weg zu sinnarmen Syntaxzeichen hingelenkt werde. Zudem führe das Herausragen aus den Buchstabenzeilen und der zusätzliche Leerraum zwischen den Buchstaben zu einem unruhigeren, zerrissenen Schriftbild. Insbesondere auf Schildern im öffentlichen Raum wurden normwidrige Apostrophe negativ wahrgenommen und kritisiert. Viele Kritiker unterstellten den Verwendern eine Überanpassung.

Im Diskurs äußerten sich auch Linguisten, die einen Nutzen im Genitivapostroph sehen und diesen als „netten Apostroph“ titulieren: „Die Abtrennung des s erleichtert dem Leser das schnellere Verständnis“.[33] Der Linguist Anatol Stefanowitsch hebt den Nutzen einer weitergehenden Apostrophverwendung zur Markierung der Wortstamm-Grenzen hervor, „wo sonst Verwirrung bezüglich dieser Grenze entstehen könnte“.[34]

In der englischen Sprache wird ein falsch gesetzter Apostroph als „greengrocers’ apostrophe“ bezeichnet.[35] Dort wird gelegentlich das Plural-s mit einem Apostroph fälschlicherweise vom Wort abgetrennt.

Verwendung in anderen Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einigen Sprachen wird der Apostroph zur Vermeidung eines Hiatus (lat. Vokalzusammenstoß) mittels Elision (lat.: ēlīdere ~ herausschlagen, herausstoßen) verwendet. Während im Deutschen ein Vokalzusammenstoß nur im Wortinneren, zumeist mit einem Hiattrenner, umgangen wird (österreichisch, aber amerika-n-isch), werden beispielsweise in der französischen und italienischen Sprache auch beim Zusammentreffen zweier Vokale am Wortende und -anfang die des ersten Wortes (meist eines Artikels) durch einen Apostroph ersetzt (fr.: „la apostrophe“ wird zu „l’apostrophe“ und it.: „una amica“, eine Freundin, wird zu „un’amica“ – Anm.: auf den Apostroph folgt kein Leerzeichen). Aber „un amico“: nach „un“ als Apokope von „uno“, d. h. bei männlichen Substantiven, darf kein Apostroph verwendet werden.

Im Englischen wird der Apostroph zum Anzeigen von Buchstabenauslassung (don’t), Besitzverhältnissen (the cat’s whiskers) sowie teilweise von Pluralformen nicht im Englischen etablierter Wörter (P’s), (late 1950’s) verwendet. Der englische Genitiv Singular wird durch das Anhängen eines durch Apostroph vom Wortstamm getrennten s gebildet. Ein englischer Unternehmensname besteht gelegentlich aus einem bloßen Genitiv, wie beispielsweise McDonald’s. Dies ist eine im Englischen übliche Ellipse, eine Verkürzung des längeren McDonald’s restaurant oder McDonald’s corporation. So heißt es auch üblicherweise im Englischen: “I am going to the butcher’s” (wörtlich: „Ich gehe zu des Fleischers“), das eigentliche Substantiv, der „Laden“, wird lediglich mitgedacht. Die Nichtunterscheidung der geschriebenen Genitiv- und Pluralformen wird im englischen Sprachraum wie auch im Deutschen als falsch angesehen und gelegentlich als „greengrocers’ apostrophe“ (engl.: „Gemüsehändler-Apostroph“) bezeichnet.

Vor dem 19. Jahrhundert war es im Englischen wie auch im Deutschen[4] noch üblich, den Plural von Substantiven mit fremdem Wortklang (banana’s, pasta’s, ouzo’s) mit einem Apostroph zu bilden, um die Aussprache zu verdeutlichen; dies wird heute in der englischen formalen Schriftsprache nicht mehr als korrekt angesehen.[36] Der Pluralapostroph existiert jedoch z. B. noch in der modernen niederländischen Sprache, zusammen mit dem Genitiv-Apostroph für einige Vokalenden.[37]

Die Häufigkeit von Apostrophen in verschiedenen Sprachen wurde anhand von Übersetzungen umfangreicher Texte (das Evangelium und der Entwurf der Europäischen Verfassung, Anzahl der Apostrophe in 9000 Sätzen – also bezogen auf Schlusspunkte)[38] verglichen. Daraus ergab sich:

Durchschnittliche Anzahl der Apostrophe in 1000 Sätzen
Französisch Italienisch Englisch Deutsch Spanisch
≈ 1.100 ≈ 660 ≈ 55 einige einige

Im Tschechischen und Slowakischen sieht das Hatschek (ˇ) bei Kleinbuchstaben mit Oberlängen wie ein nachgestellter Apostroph aus, so dass der Apostroph als Ersatz für das Hatschek gebraucht wird, wenn das Originalzeichen nicht vorhanden ist. Beispiel: d’ statt ď.

In der lateinischen Umschrift des Chinesischen (Pinyin) und des Japanischen fungiert der Apostroph als Silbentrennungszeichen; im Somali sowie in der lateinischen Umschrift von Arabisch und Hebräisch als Zeichen für den Glottisschlag.

In der Schweiz wird häufig der gerade Apostroph ' in Schreibweisen wie 34'034 als Tausendertrennzeichen verwendet, wobei diese Schreibweise von der schweizerischen Bundeskanzlei als veraltet eingestuft wird.[39] In der Programmiersprache C++14 wurde der gerade Apostroph als Zeichen zur Zifferngruppierung eingeführt.[40]

Im Namen „Hawaiʻi“ wird ein ʻOkina benutzt, das gelegentlich durch einen Apostroph angenähert wird. Siehe hierzu die Aufstellung ähnlicher Zeichen.

Typografische Form[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Form des Apostrophs stammt aus seiner Verwendung in Manuskripten, wo er durch einen Punkt mit einem nach unten weisenden Abstrich, der im Uhrzeigersinn gekrümmt ist, gezeichnet wurde, ähnlich einem hochgestellten Komma. Der in der Typografie verwendete Apostroph gibt diese Form wieder. In späteren Grotesk-Schriften ist die Form des Apostrophs, analog zur Form des Kommas, stärker geometrisch oder stilisiert.

Digitale Typografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typografisch korrekter (grün) und gerader (rot) Apostroph sowie Minutenzeichen (Prime, blau) zwischen Buchstaben I, i mit Akut-Akzent, in den Schriftarten Arial, Calibri, Tahoma, Times New Roman und Linux Libertine.

Typografisch korrekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der typografisch korrekte Apostroph ’ (Unicode: U+2019, RIGHT SINGLE QUOTATION MARK) ist ein kleiner, leicht von rechts oben nach links unten geneigter Bogen, der einem hochgestellten Komma oder einer Ziffer 9 ähnelt und sich auf der Höhe der Überlängen der Schrift befindet. Das Aussehen ist abhängig vom verwendeten Schriftschnitt. Per Tastatureingabe kann der typografisch korrekte Apostroph
  2. Das Ersatzzeichen ' ist ein gerader, senkrechter Strich (Unicode U+0027, APOSTROPHE), welcher nur bei entsprechenden technischen Beschränkungen anstelle des korrekten Apostrophes eingesetzt wird. Erzeugt wird es
    • beim deutschen Tastaturlayout über die Tastenkombination +#
    • bei Schweizer Tastaturen ist rechts neben der 0 eine Taste ', welche das Ersatzzeichen direkt ausgibt.

Das Ersatzzeichen ' (U+0027) wird außerdem bei anderen Gelegenheiten verwendet:

Typografisch falsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In frühen Computer-Zeichensätzen wie 7-Bit-ASCII war ebenso wie auf vielen Schreibmaschinen kein typografisch korrekter Apostroph vorgesehen, stattdessen wurde der gerade Apostroph ' (engl. typewriter apostrophe) als Ersatzzeichen angeboten. Auch der meist für westeuropäische Sprachen verwendete Zeichensatz Latin-9/ISO 8859-15 verzichtet auf ein entsprechendes Zeichen. Weiterhin wird das Zeichen in vielen modernen Tastaturlayouts nicht berücksichtigt und muss bei Bedarf durch Tastenkombinationen erzeugt werden. Viele Computerprogramme (etwa Textverarbeitungssoftware) können auch automatisch die gewünschte Zeichensetzung erkennen und typografisch falsche Apostrophe in korrekte umwandeln.

Eine Nebenentwicklung der Apostrophsetzung ist, dass heute bisweilen eines der diakritischen Zeichen Akut (´) und Gravis (`) – beide eingebbar über die Taste ´ – oder das rechte einfache typografische Anführungszeichen () anstelle des eigentlichen Apostrophs () gesetzt wird, da die automatische Korrektur beim Eingeben eines ' direkt nach einem Buchstaben ein ‘ erzeugt, sich diese Zeichen optisch ähneln und den Schreibenden der Unterschied nicht bekannt bzw. bewusst ist.

Aufstellung ähnlicher Zeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur erleichterten Unterscheidung sind die Zeichen vergrößert dargestellt. Das typografisch korrekte Zeichen ist grün hinterlegt, das in der Schweiz akzeptierte Ersatzzeichen gelb, und falsche Zeichen mit semantisch anderer Bedeutung rot.

Zeichen Name Unicode-Zeichenwert
Typografisch korrekter Apostroph U+2019
' Ersatzzeichen des Apostrophs U+0027
ʼ Ejektiv-Zeichen (IPA) U+02BC
ˈ Betonungszeichen (IPA) U+02C8
´ Akut U+00B4
` Gravis U+0060
Einfaches schließendes Anführungszeichen U+2018
Prime, Fuß, Bogenminute U+2032
ʻ gedrehter Apostroph (z. B. für ʻOkina) U+02BB

Darstellung in HTML/XML[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine korrekte Darstellung in HTML-Dokumenten kann entweder der Apostroph direkt eingegeben oder eins der folgenden Entitys benutzt werden.

Art Zeichen-Entität
Name hexadezimal dezimal
Typographisch korrekter Apostroph ’[41] ’ ’
Ersatzzeichen des Apostrophs ' '[Anm. 1][42][43] ' '
Anmerkungen dazu
  1. In HTML erst ab Version 5 standardisiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christina Bankhardt: Tütel, Tüpflein, Oberbeistrichlein. Der Apostroph im Deutschen. Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim 2010. ISBN 978-3-937241-31-9 (= Arbeitspapiere und Materialien zur deutschen Sprache, Band 39).
  • Petra Ewald: Aus der Geschichte eines Zankapfels: Zur Entwicklung der Apostrophschreibung im Deutschen. In: Ursula Götz, Stefanie Stricke (Hrsg.): Neue Perspektiven der Sprachgeschichte. Internationales Kolloquium des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 11. und 12. Februar 2005. Zentrum für Mittelalterstudien (Bamberg), Winter, Heidelberg 2006, S. 139–161, ISBN 978-3-8253-5153-3 (= Germanistische Bibliothek, Band 26).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Apostroph – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Apostroph – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage
  2. Apostroph. duden.de
  3. Zu früheren und heutigen Bezeichnungen des Apostrophs vgl. auch Joachim Grzega: Von Klammeraffen und Gänsefüßchen: Kultur und Kognition im Spiegel der Satz- und Sonderzeichen. (PDF; 272 kB). Onomasiology Online 8, 2007, S. 1–16
  4. a b c d Michael Mann: Der Apostroph in der Diskussion: Ein Beitrag zur Debatte um ein umstrittenes Zeichen. (pdf) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 23. Januar 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2014.
  5. Alles nur Deppen? Ein Wort über den Genitiv-Apostroph. cbuecherkiste.de. 25. März 2009. Abgerufen am 27. Dezember 2014.
  6. Johann Christian August Heyse: Theoretisch-praktische deutsche Grammatik oder Lehrbuch der deutschen Sprache, nebst einer kurzen Geschichte derselben. Zunächst zum Gebrauch für Lehrer und zum Selbstunterricht. Fünfte, völlig umgearbeitete und sehr vermehrte Ausgabe. Zweiter Band. Hannover, 1849, S. 790f.
  7. a b Camenzind Samuel: Der Apostroph. In: Seminar: Graphematik und Deutsches Seminar Orthographie. Universität Zürich. 31. Oktober 2005. Abgerufen am 29. Dezember 2014.
  8. Johann Christian August Heyse, vollständig umgearbeitet von Otto Lyon: Dr. Joh. Christ. Aug. Heyses Deutsche Grammatik oder Lehrbuch der deutschen Sprache. Fünfundzwanzigste Auflage der Schulgrammatik Heyses. Hannover und Leipzig, 1893, S. 577.
  9. Konrad Duden: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache (1880)
  10. Konrad Duden: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Dritte Auflage (1888)
  11. „Aber der Avantageur schwamm und schwebte, wenn es erlaubt ist, Baron Harry’s Redewendung in übertragener Bedeutung zu gebrauchen.“ aus Ein Glück von Thomas Mann (1904)
  12. Anatol Stefanowitsch: Apostrophenschutz. Bremer Sprachblog – Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft. 27. April 2007. Abgerufen am 28. Dezember 2014: „In Friedrich Nietzsches Briefen und Notizen beispielsweise finden sich hunderte von Genitiv-Apostrophen: […] Aufs Kind die Hände prüfend legen Und schauen ob es Vater’s Art – Wer weiss? (Menschliches, Allzumenschliches I/Nachgelassene Fragmente)“
  13. Nietzsche’s Werke, I, 024 aus Nietzsche’s Werke, Band I: Die Geburt der Tragödie. Unzeitgemässe Betrachtungen. (1905) S. 9.
  14. Rats für deutsche Rechtschreibung: Deutsche Rechtschreibung Regeln und Wörterverzeichnis – Amtliche Regelung - Apostroph §97. rechtschreibrat.ids-mannheim.de. 2004. Abgerufen am 22. März 2015: „E: Von dem Apostroph als Auslassungszeichen zu unterscheiden ist der gelegentliche Gebrauch dieses Zeichens zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens vor der Genitivendung-s oder vor dem Adjektivsuffix -sch: Carlo’s Taverne, Einstein’sche Relativitätstheorie. Zur Schreibung der adjektivischen Ableitungen von Personennamen auf -sch siehe auch § 49 und § 62“
  15. Duden, Band 1: Die deutsche Rechtschreibung. 21. Aufl. Dudenverlag, Mannheim 1996, Richtlinien zur Rechtschreibung, Zeichensetzung und Formenlehre in alphabetischer Reihenfolge, S. 24/25.
  16. Duden, Band 1: Die deutsche Rechtschreibung. 22. Aufl. Dudenverlag, Mannheim 2000, Rechtschreibung und Zeichensetzung, S. 28.
  17. Wahrig: Grundregeln der deutschen Rechtschreibung. Die deutsche Orthografie auf einen Blick. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2007. 2. Auflage unter dem Titel Wahrig: Rechtschreibung auf einen Blick. Grundregeln der deutschen Orthografie. 2013.
  18. § 97 der Amtlichen Regelung, Dokumente zu den Inhalten der Rechtschreibreform
  19. Regeln und Wörterverzeichnis entsprechend den Empfehlungen des Rats für Deutsche Rechtschreibung (PDF) § 97 E, 2010
  20. a b Regel § 96(1) (PDF; 740 kB) Rat für Deutsche Rechtschreibung; abgerufen 29. Januar 2011
  21. Newsletter 7.9.2007. Duden; abgerufen 22. September 2014
  22. von. Duden online
  23. Duden (24. Auflage, K 16, 2b)
  24. Sebastian Beck: Sperrige Mundart. In: Süddeutsche Zeitung, Ausgabe vom 7. Mai 2002, S. 47
  25. Duden: Apostroph
  26. Joachim Grzega: Eigentümlich zeitgenössische Schreibgebräuche: Zur Verwendung von Apostrophen und inneren Großbuchstaben. In: Joachim Grzega: Sprachwissenschaft ohne Fachchinesisch: 7 aktuelle Studien für alle Sprachinteressierten. Shaker, Aachen 2001, S. 71–80. Grzega zeigt auf, dass viele fehlerhafte Verwendungen des Apostrophs zum einen auf Generalisierung des Apostrophs vor jedem End-S zurückgehen, zum anderen als neue Form zur Markierung des Endes eines Wortstamms dienen.
  27. Martin Zips: Sieg des Deppenapostrophs. In: Süddeutsche Zeitung. 1. August 2006 (sueddeutsche.de [abgerufen am 15. September 2012] Interview mit Gerd M. Hofmann).
  28. Bastian Sick: Der antastbare Name. 21. Juni 2005
  29. Burkhard Müller-Ullrich: Schluss mit lustig – Der Duden lässt das (sic) Deppen-Apostroph zu. Deutschlandfunk, 10. August 2006
  30. Jochen Bölsche: Überall Fliegendreck. In: Der Spiegel. Nr. 26, 2000, S. 118 (online).
  31. Friedrich W. Würfl: Deutsch am Abgrund – Die Leiden eines Korrektors. Hierophant, Heppenheim 2008, ISBN 978-3-940868-29-9.
  32. Friedrich W. Würfl: Apostrophitis – ein Virus breitet sich aus. In: Deutsch am Abgrund – Die Leiden eines Korrektors. Hierophant, Heppenheim 2008, ISBN 978-3-940868-29-9, S. 31 ff. (Google Books).
  33. Astrid Herbold: Zur Zukunft des Genitivs „Die Augen meines Hund“. Der Tagesspiegel. 26. Mai 2014. Abgerufen am 28. Dezember 2014: „"Andi’s Grillstube": Der Linguist spricht vom "netten Apostroph" […] „Bei Namen und Fremdwörtern ist wichtig, dass der Adressat versteht, um welches Wort es sich überhaupt handelt. Ein Genitiv-s könnte das verkomplizieren. Es ist also hörerfreundlicher, das s wegzulassen.“ Auch den sogenannten Deppenapostroph („Andi’s Grillstube“) findet Simon in diesem Zusammenhang nützlich. Die Abtrennung des s erleichtert dem Leser das schnellere Verständnis. „Man könnte den Deppenapostroph daher auch als ‚netten Apostroph’ bezeichnen“, meint der Linguist.“
  34. Anatol Stefanowitsch: Apostrophenschutz. Bremer Sprachblog – Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft. 27. April 2007. Abgerufen am 28. Dezember 2014: „Als Sprachwissenschaftler finde ich die normabweichenden Apostrophe aber eher interessant als lustig. Sie haben nämlich mit wenigen Ausnahmen alle eines gemeinsam: Sie markieren Wortstamm-Grenzen und sie tun es häufig dort, wo sonst Verwirrung bezüglich dieser Grenze entstehen könnte. Das haben bereits im 19. Jahrhundert deskriptiv orientierte Grammatiker erkannt, sie konnten sich mit dieser Einsicht aber gegen den aufkommenden Apostrophenhass nicht durchsetzen.“
  35. Michael Quinion: Possessive Apostrophes: The greengrocer’s speciality. Abgerufen am 10. Oktober 2011.
  36. Lynne Truss: Eats, Shoots & Leaves. S. 63–65.
  37. Alexandra Kleijn: Zoff um den Apostroph, 13. Mai 2013
  38. Jacques André: Funeste destinée. L’apostrophe détournée. In: 39. Graphê, 1. März 2008, S. 7, abgerufen am 28. Januar 2013 (PDF; 5,2 MB, französisch).
  39. Schweizerische Bundeskanzlei (Hrsg.): Schreibweisungen. Weisungen der Bundeskanzlei zur Schreibung und zu Formulierungen in den deutschsprachigen amtlichen Texten des Bundes. 31. Juli 2013. Zur Schreibung von Dezimalzahlen siehe Seite 79, Abschnitt 5.1.2, §512.
  40. Looking at C++14. Abgerufen am 14. April 2015
  41. Character entity references in HTML 4. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  42. Predefined Entities in XML 1.0. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  43. HTML 5 – The HTML Syntax – Named character references. w3.org. Abgerufen am 26. Mai 2015.