Haidershofen

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Haidershofen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haidershofen
Haidershofen (Österreich)
Haidershofen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 31,93 km²
Koordinaten: 48° 5′ N, 14° 28′ OKoordinaten: 48° 4′ 36″ N, 14° 27′ 35″ O
Höhe: 285 m ü. A.
Einwohner: 3.660 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 4431
Vorwahl: 07434 oder 07252
Gemeindekennziffer: 3 05 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Vestenthal 8
4431 Haidershofen
Website: www.haidershofen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Schimpl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
17
4
2
17 
Insgesamt 23 Sitze
Lage der Gemeinde Haidershofen im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde Haidershofen im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick von der Dambergwarte auf Haidershofen
Blick von der Dambergwarte auf Haidershofen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haidershofen ist eine Gemeinde mit 3660 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Gerichtsbezirk und Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haidershofen liegt im Mostviertel in Niederösterreich an der Grenze zu Oberösterreich nahe der Stadt Steyr. Die Fläche der Gemeinde umfasst 31,93 Quadratkilometer, etwa 14 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haidershofen besteht aus sechs Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2017[1]):

  • Brunnhof (719,24 ha)
  • Dorf an der Enns (455,58 ha)
  • Haidershofen (487,55 ha)
  • Sträußl (602,38 ha)
  • Tröstelberg (517,80 ha)
  • Vestenthal (421,25 ha)

Einzige Ortschaft ist Haidershofen, der Sitz des Gemeindeamtes befindet sich in der Katastralgemeinde Vestenthal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Siedlung Haidershofen beruht auf einer planmäßigen Anlegung einer Festungslinie durch bayrische Hochadelige mit Namen Haderich (Haderico, Hadericus, Hadrer) kurz vor 1000 n. Chr., woraus sich der Ortsname Haidershofen erwiesenermaßen ableitet. Diese Haderiche waren „ritterliche Kämpfer und ausgebildete Strategen“ des Kaisers und der Markgrafen. Der Name Haderich steht für Verteidiger bzw. Verteidigung (von „hadern“, also ringen, kämpfen kommend). Haidershofen besitzt noch die Festung der Haderiche an der Enns und den klingenden Namen Vestenthal (Festungstal) gleich in nächster Nähe.

Die organisierte Freiwillige Feuerwehr Haidershofen gibt es seit 1. Juni 1894. Der Spar- und Darlehnskassenverein Haidershofen (heute Raiffeisengenossenschaften in Österreich) wurde am 1. März 1902 gegründet.

Per 1. März 2014 wurden die Adressen umgestellt und die Postleitzahl für die ganze Gemeinde auf 4431 vereinheitlicht.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haidershofen

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 1884 wurde der Musikverein Haidershofen gegründet.
  • Seit 1974 probt und konzertiert regelmäßig das Kammerorchester Haidershofen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Wasserschloss in Vestenthal
  • Das Schloss Dorf[3] an der Enns wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
  • Schloss Vestenthal: ehemaliges Wasserschloss, quadratischer Bau mit Rundtürmchen, belegt seit 1254, bewohnt.
  • Römisch-katholische Severinskirche: heute besser bekannt als Pfarrkirche Haidershofen, ist dem Heiligen Severin von Köln geweiht. Der Turm ist rund 1000 Jahre alt. Früher stand an der Stelle nur ein Wehrturm (der heutige Glockenturm), in dem heute noch eine eiserne Kanonenkugel der Franzosen steckt. Durch Anbau eines barocken Kirchenschiffes wurde er zu einem Glockenturm umfunktioniert.
  • Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus von der Flüe in Vestenthal: 1957 bis 1962 erbaute große Dorfkirche; nun Pfarrkirche der am 1. September 1967 neu entstandenen Pfarre.
  • Kapelle „Maria Burg“, erbaut 1452, heute Rest einer Ende des 19. Jahrhunderts abgetragenen Kirche.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 gab es 115 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, nach der Erhebung 1999 156 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1585.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Ramingdorf-Haidershofen und der Bahnhof Dorf a.d. Enns liegen an einer Teilstrecke der Rudolfsbahn.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,18 %
(-1,53 %p)
17,58 %
(-1,99 %p)
12,25 %
(+3,53 %p)
2010

2015


Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Manfred Schimpl.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 16, die SPÖ 6 und Die Grünen 1 Mandat.
Bei der Gemeinderatswahl 2010 traten die Grünen nicht mehr an, die SPÖ verlor zwei Sitze. Die ÖVP konnte einen Sitz dazugewinnen, die FPÖ stieg mit zwei Sitzen in den Gemeinderat ein.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Diesenreiter (* 1909; unbekannt verstorben), Politiker für die NSDAP oder parteilos
  • Dora Dunkl (1925–1982), deutsch-österreichische Lyrikerin und Schriftstellerin
  • Rudolf Graf (1910–1979), ehemaliger Bürgermeister von Haidershofen
  • Gregor Mühlberger (* 1994), österreichischer Radrennfahrer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haidershofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regionalinformation.zip (Excel-Datei, 1.210 KB); abgerufen am 4. Jänner 2018
  2. Adressumstellung per 1. März 2014 (Memento des Originals vom 4. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haidershofen.gv.at, abgerufen am 1. März 2014
  3. Eintrag über Schloss Dorf auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  4. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010 (Memento des Originals vom 4. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.noel.gv.at