Ceffonds

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Ceffonds
Wappen von Ceffonds
Ceffonds (Frankreich)
Ceffonds
Region Grand Est
Département Haute-Marne
Arrondissement Saint-Dizier
Kanton Wassy
Gemeindeverband Saint-Dizier, Der et Blaise
Koordinaten 48° 28′ N, 4° 46′ OKoordinaten: 48° 28′ N, 4° 46′ O
Höhe 119–173 m
Fläche 36,52 km2
Einwohner 638 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km2
Postleitzahl 52220
INSEE-Code

Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in Ceffonds

Ceffonds ist eine französische Gemeinde mit 638 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Haute-Marne in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Saint-Dizier und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Saint-Dizier, Der et Blaise. Die Bewohner nennen sich Ceffondais.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ceffonds liegt in der dünn besiedelten südlichen Champagne, etwa 25 Kilometer südwestlich von Saint-Dizier, 28 Kilometer nördlich von Bar-sur-Aube und acht Kilometer südlich des Lac du Der-Chantecoq, des größten französischen Stausees. Der Oberlauf der Voire trennt Ceffonds von der gegenüberliegenden Kleinstadt Montier-en-Der. Umgeben wird Ceffonds von den Nachbargemeinden Montier-en-Der im Nordosten, Tilleux und Sommevoire im Südosten, Nully und Soulaines-Dhuys im Süden, La Ville-aux-Bois und Louze im Südwesten, Longeville-sur-la-Laines im Westen sowie Puellemontier im Nordwesten.

Die frühere Route nationale 400 führte von Ceffonds nach Brienne-le-Château.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Dorfes geht auf den gleichnamigen schmalen Flusslauf (le Ceffondet) zurück, der in Ceffonds in die Voire mündet. Seine Entstehung hat Ceffonds den Mönchen zu verdanken, die hier im Wald von Der ab dem 7. Jahrhundert siedelten. Ein Dorf namens Ceffonds wurde erstmals im Jahr 1020 erwähnt. Der Bischof von Troyes initiierte von der nahegelegenen Abtei Montier-en-Der aus den Bau einer ersten Kirche in Ceffonds im Jahr 1030, die dem Heiligen Remigius geweiht wurde. Die Äbte des Klosters Montier-en-Der waren lange Zeit die Herren von Ceffonds.

Nach Verheerungen im späten Mittelalter setzte durch das Anwerben von Migranten durch Mönche ein langsames Bevölkerungswachstum ein und ein bescheidener Wohlstand ergab sich aus den landwirtschaftlichen Erträgen der Dörfer Jagée, Flancourt und La Grève, die alle zur Gemeinde Ceffonds gehörten. Erfolgreich waren die zahlreichen Gerbereien in Ceffonds, von denen einige bis ins 19. Jahrhundert existierten. ´ Die vormals selbständigen Gemeinden Anglus und Sauvage-Magny wurden 1972 nach Ceffonds eingemeindet.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 571 546 618 619 608 586 608 646
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Remy, erbaut ab der Mitte des 12. Jahrhunderts im Stil der Romanik bis ins 16. Jahrhundert im Stil der Gotik und der frühen Renaissance, Monument historique[2]
  • Kirche Saint-Éloi im Ortsteil Anglus
  • Kirche Saint-Matthieu im Ortsteil Sauvage-Magny
  • altes Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert, Monument historique[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichtsabriss auf www.paysduder.com (französisch)
  2. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 3. April 2016 (französisch).
  3. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 3. April 2016 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ceffonds – Sammlung von Bildern