Chagny (Saône-et-Loire)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chagny
Wappen von Chagny
Chagny (Frankreich)
Chagny
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Chalon-sur-Saône
Kanton Chagny (Hauptort)
Gemeindeverband Communauté d’agglomération Beaune Côte et Sud
Koordinaten 46° 55′ N, 4° 45′ OKoordinaten: 46° 55′ N, 4° 45′ O
Höhe 201–315 m
Fläche 18,90 km2
Einwohner 5.668 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 300 Einw./km2
Postleitzahl 71150
INSEE-Code
Website http://www.chagny.fr/

Chagny ist eine französische Gemeinde mit 5668 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons Chagny im Arrondissement Chalon-sur-Saône.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt mitten in einer Weinbauregion des Burgund, auf halbem Wege zwischen Beaune und Chalon-sur-Saône. Sie wird im Norden von der Dheune durchflossen und im Süden und Westen vom Canal du Centre durchquert. Im Bahnhof Chagny trifft die Bahnstrecke Nevers–Chagny auf die Bahnstrecke Paris–Marseille.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste geschichtliche Erwähnung von Chagny datiert aus der Herrschaft des Frankenkönigs Karl der Kahle. Der Name der Stadt war zu jener Zeit Cavagnacum, später Chaigny und wurde dann im Laufe der Zeit zu Chagny.

Während des Hundertjährigen Krieges richteten marodierende Söldnertruppen, sogenannte Grandes Compagnies, ihr Hauptquartier in der Festung des alten Schlosses ein und plünderten von da aus das gesamte Umland. 1369 entsandte König Karl V. seinen Oberbefehlshaber, Bertrand du Guesclin, nach Chagny, um deren Anführer zu überreden nach Kastilien zu ziehen und am Krieg um die Thronfolge zwischen Heinrich von Trastamara und Peter dem Grausamen teilzunehmen. Durch diesen Schachzug konnte er die Provinz von den plündernden Truppen befreien. Nach dem Abzug der Söldner wurde die Festungsanlage geschleift.

Durch seine günstige Lage an den Verkehrsadern Richtung Autun, Beaune und Chalon-sur-Saône, kam es zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Diese wurde durch die Eröffnung des Canal du Centre im Jahr 1793 und der Bahnstrecke Paris–Marseille der PLM 1849 begünstigt, sodass sich um Glashütten und Ziegeleien ein Industriezentrum entwickelte. Der Kanal hat seither seine Bedeutung für die Industrie verloren, wird jedoch für den Wassertourismus mit Sport- und Hausbooten genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romanische Kirche Saint-Martin, mit quadratischem Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert
  • Spitals-Apotheke, gegründet im Jahre 1715 und nahezu unverändert erhalten

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chagny listet zwei Partnerstädte auf: [1]

Stadt Land
Letchworth Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich England, Vereinigtes Königreich
Vila Nova de Cerveira PortugalPortugal Portugal
Wissen DeutschlandDeutschland Rheinland-Pfalz, Deutschland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chagny (Saône-et-Loire) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Comite De Liaisons Internationales - Chagny - Site officiel de la commune. Abgerufen am 24. September 2016.