Dahlem (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dahlem
Dahlem (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dahlem hervorgehoben

Koordinaten: 53° 12′ N, 10° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Dahlenburg
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 17,04 km2
Einwohner: 620 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21368
Vorwahl: 05851
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 012
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 17
21368 Dahlenburg
Bürgermeisterin: Elke Allers (Einzelwahlvorschlag EA)
Lage der Gemeinde Dahlem im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild

Dahlem ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahlem liegt am Westrand des Naturpark Elbhöhen-Wendland. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Dahlenburg an, die ihren Verwaltungssitz in dem Flecken Dahlenburg hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dahlem gliedert sich in folgende Ortsteile:

  1. Dahlem (Kernort)
  2. Harmstorf
  3. Köstorf
  4. Marienau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen von Dahlem waren 1330–1352 Dalem, 1355 Dalem und 1380 Dalem. Es gibt zwei Möglichkeiten der Namensdeutung. Entweder ist Dahlem auf einen slawischen Namen zurückzuführen oder es bedeutet „Tal und "Weideplatz“ (aus „Dal-ham“). Dahlem ist am einfachsten zu erklären mit „Siedlung im Tal“ („Dal-hem“).[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gebietsreform in Niedersachsen wurden die Gemeinden Harmstorf und Köstorf am 1. März 1974 in die Gemeinde Dahlum eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1910 166 [4]
1925 185 [5]
1933 279 [5]
1939 246 [5]
1950 413 [6]
1956 268 [6]
1973 401 [7]
1975 0810 ¹ [8]
1980 0844 ¹ [8]
Jahr Einwohner Quelle
1985 697 ¹ [8]
1990 480 ¹ [8]
1995 526 ¹ [8]
2000 513 ¹ [8]
2005 529 ¹ [8]
2010 506 ¹ [8]
2015 599 ¹ [8]
2018 628 ¹ [8]
0 0 0

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dahlem gehört zum Landtagswahlkreis 48 Elbe und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[9][10]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Dahlem besteht aus 8 Ratsmitgliedern.[11] Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000 Einwohnern.[12] Die acht Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und Sitzberechtigt im Rat ist außerdem der Bürgermeister.[11]

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[11]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
Dahlemer Liste (DL) 93,7 % 8
Einzelwahlvorschlag Elke Allers (EA) 6,3 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 71,8 %[11] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[13]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin ist Elke Allers (Einzelwahlvorschlag EA).[11] Sie wurde am 29. Dezember 2017 wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Dahlem
Blasonierung: „In gespaltenem Schilde vorn in Grün vier verstreute goldene Eicheln, hinten in Rot eine aufrechte goldene Ähre und unten in einer eingebogenen, silbernen Spitze ein goldenes Mühlrad, unten beidseitig begleitet von blauen Doppelwellen.“[14]
Wappenbegründung: Das Wappen der Gemeinde zeigt die 4 Gemeindeteile in Form von stilisierten Eicheln, die überwiegend ländliche Prägung durch die stilisierte Ähre, die Wassermühle in Marienau mit dem Wasserrad und die Neetze so wie den Harmstorfer Bach in Form der beiden seitlich des Wasserrades dargestellten Doppelwelle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße B 216 LüneburgDahlenburgDannenberg (Elbe), die südlich der Gemeinde liegt, sind es ca. 3 km.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Marienau der Gemeinde Dahlem befindet sich das 1923 vom jüdischen Reformpädagogen Max Bondy gegründete Landerziehungsheim Schule Marienau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

  • Max Bondy (1892–1951), jüdischer Reformpädagoge und Mitbegründer der Landerziehungsheime, er gründete das Landerziehungsheim Schule Marienau
  • Oswald zu Münster (1917–2003), Fotograf, er war Schüler in dem Landerziehungsheim Schule Marienau
  • Anneliese Knoop-Graf (1921–2009), jüngere Schwester von Willi Graf, der zum Kern der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose gehörte, von 1946 bis 1969 führte sie mit Bernhard Knoop das Landerziehungsheim Marienau
  • Henry Makowski (* 1927), Naturkundler und Autor von Büchern und Filmen, er lebt in Dahlem
  • Dirk Sager (1940–2014), Journalist, er war Schüler in dem Landerziehungsheim Schule Marienau
  • Wolf-Dieter Hasenclever (* 1945), Politiker (SPD, AUD, Grüne, zuletzt FDP) und Pädagoge

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dahlem (Niedersachsen) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 26. Januar 2016; abgerufen am 2. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 233.
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Bleckede. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 15. Januar 2020.
  5. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Lüneburg (Siehe unter: Nr. 24). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 182 (Digitalisat).
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 40, Landkreis Lüneburg (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 15. Januar 2020]).
  8. a b c d e f g h i j Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 15. Januar 2020.
  9. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. (PDF; 87 kB) Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG. In: nls.niedersachsen.de. 28. Dezember 2004, S. 4, archiviert vom Original am 25. Juli 2011; abgerufen am 15. Januar 2020.
  10. Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. (PDF; 194 kB) Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: bundeswahlleiter.de. 18. März 2008, S. 325, archiviert vom Original am 25. Juli 2011; abgerufen am 15. Januar 2020.
  11. a b c d e Ergebnis Gemeindewahl Dahlem 2016. In: wahl.luenecom.de. 11. September 2016, abgerufen am 15. Januar 2020.
  12. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 15. Januar 2020.
  13. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Webseite Norddeutscher Rundfunk. 12. September 2016, abgerufen am 15. Januar 2020.
  14. Hauptsatzung der Gemeinde Dahlem. (PDF; 107 kB) In: Webseite Samtgemeinde Dahlenburg. 26. September 2018, abgerufen am 15. Januar 2020.