Dieter Burkhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieter Burkhardt mit seinem Vater 1979

Dieter Burkhardt (* 8. Juli 1955 in Stuttgart) ist ein deutscher Unternehmer und ehemaliger Radrennfahrer aus Nürnberg.

Aktive Radsportkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 14 Jahren begann Dieter Burkhardt seine Karriere als Radsportler bei dem Verein SG Dittelbrunn. Nach einer erfolgreichen Zeit im Nachwuchsbereich wechselte er 1977 nach Nürnberg, um sich dem damals vielversprechenden Verein „RSG Franken Katzwang“ (später RSG Nürnberg) anzuschließen. An der Seite von Radgrößen wie Friedrich von Loeffelholz sowie Dieter Flögel gehörte Burkhardt in der Zeit von 1977 bis 1986 zu den besten deutschen Straßenfahrern. Über 12 Jahre gehörte er der deutschen Nationalauswahl an. In dieser Zeit gelang es Dieter Burkhardt jedes Jahr, mindestens bei einer Deutschen Meisterschaft – 4er-Mannschaftszeitfahren oder 1er-Straßenrennen – auf dem Podium zu stehen. Darüber hinaus gewann er rund 120 Rennen auf nationaler und internationaler Ebene.[1][2]

Dabei siegte er 1979 und 1985 mit dem RSG-Nürnberg-Straßenvierer bei den nationalen Mannschaftsmeisterschaften. 1982 entschied Burkhardt in Rosenheim die Deutsche Meisterschaft auf der Straße vor Rolf Gölz für sich. Nach der Saison 1986, in der er nochmals Dritter bei den Deutschen Meisterschaften wurde, beendete Burkhardt seine Karriere als aktiver Radsportler.[3][4]

Organisator und Manager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während seiner aktiven Karriere war Burkhardt stets in die Organisation der RSG Nürnberg eingebunden. Indem der Fahrradhersteller Hercules als Sponsor für den Verein gewonnen werden konnte und sich dadurch der Name des Vereins zu „RSG Hercules Nürnberg“ änderte, revolutionierte man die bestehenden Strukturen des Bundes Deutscher Radfahrer: Eine Namensänderung zu Werbezwecken war bis dahin noch nie erlaubt worden. Dabei nahmen Dieter Burkhardt und seine Vereinskollegen sogar einen vorübergehenden Ausschluss aus der Nationalmannschaft im Olympiajahr 1980 in Kauf.[5][6]

Nach seiner aktiven Karriere fungierte Dieter Burkhardt weiter als 1. Vorsitzender der RSG Nürnberg, aus der im Jahr 1996 die Mannschaft Team Nürnberger, ein internationales Radsportteam der zweiten Kategorie ("GS2"), entstand. Bis zur Auflösung der Mannschaft 2002 hatte Dieter Burkhardt die Position des Teammanagers und Sportlichen Leiters inne.

Im Jahr 1991 war Burkhardt Mitbegründer des Rennens Rund um die Nürnberger Altstadt. Es gelang ihm über viele Jahre, zahlreiche Topstars der Radsportszene, darunter auch damalige Tour-de-France- und Giro-d’Italia-Sieger, für das international besetzte Rennen zu gewinnen.

Dieter Burkhardt in seinem Fahrradladen

Viele Jahre war Dieter Burkhardt Mitglied der Sportkommission Nürnberg.[7]

Abseits des Radsports[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Radsportkarriere war Dieter Burkhardt über 16 Jahre lang bei dem Fahrradhersteller Hercules, unter anderem als Marketing-Leiter, tätig. Im Jahr 2003 machte sich Burkhardt selbständig und übernahm ein Fahrradfachgeschäft im Norden Nürnbergs, das unter dem Namen „Radsport Burkhardt“ zu den renommiertesten Fahrradläden der Region zu zählen ist.[8]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Burkhardt ist der Stadt Nürnberg bis heute treu geblieben. Er lebt mit seiner Frau im Süden Nürnbergs. Zusammen haben sie zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, die sie tatkräftig unterstützen. Bis heute verfolgt er den Radsport mit großem Interesse und ist gelegentlich bei Radrennen anzutreffen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fachzeitschrift Radsport 01/09 – Manfred Marr
  2. http://radsport-burkhardt.de/include.php?path=article&contentid=143
  3. Fachzeitschrift Radsport 01/09 – Manfred Marr
  4. http://radsport-burkhardt.de/include.php?path=article&contentid=143
  5. Fachzeitschrift Radsport 01/09 – Manfred Marr
  6. http://radsport-burkhardt.de/include.php?path=article&contentid=143
  7. Fachzeitschrift Radsport 01/09 – Manfred Marr
  8. Hartmut Voigt, Nürnberger Nachrichten 31. Juli 2010