Dieter Leitner

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Dieter Leitner Straßenradsport
Deutsche Meister im Mannschaftszeitfahren 1968 (v. l. n. r.) Algis Oleknavicius, Jürgen Walter, Karl Ziegler (Trainer), Jürgen Tschan und Dieter Leitner
Deutsche Meister im Mannschaftszeitfahren 1968 (v. l. n. r.) Algis Oleknavicius, Jürgen Walter, Karl Ziegler (Trainer), Jürgen Tschan und Dieter Leitner
Zur Person
Geburtsdatum 17. Dezember 1945
Sterbedatum 9. August 2021
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße
Karriereende 1976
Letzte Aktualisierung: 14. August 2021

Dieter Leitner (* 17. Dezember 1945 in Leipzig; † Anfang August 2021[1]) war ein deutscher Radrennfahrer. Er wurde drei Mal deutscher Meister auf der Straße (zweimal im Mannschaftszeitfahren und einmal im Einzelrennen) und nahm an vier Weltmeisterschaften teil, wobei er einmal einen vierten Platz erreichte.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Leitner war bis 1976 als Straßenfahrer im Amateurbereich aktiv. Einen Etappensieg holte er in der Internationalen Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 1966. Während seiner Zeit bei der Bundeswehr 1966 und 1967 fuhr er häufiger Querfeldeinrennen und konnte auch einige dieser Rennen gewinnen.

1968 siegte er mit RRC Endspurt Mannheim im Vierer-Mannschaftszeitfahren bei der Deutschen Meisterschaft., zuvor war er für den Verein RMC Dortmund gestartet.[2] In der gleichen Disziplin wurde er 1971 mit dem PSV 1922 Köln deutscher Vizemeister. 1968 holte er sich mit Algis Oleknavicius den deutschen Vizetitel im Zweier-Mannschaftsfahren. Mit Enschede-Münster gewann er 1967 einen echten Amateurklassiker.[3] In diesem Jahr startete er auch bei der Internationalen Friedensfahrt, die er als 64. des Gesamtklassements beendete.[4]

1971 wurde Leitner zweifacher deutscher Meister: im Straßenrennen sowie im Mannschaftszeitfahren. Ebenfalls 1971 entschied er das Eintagesrennen Köln-Schuld-Frechen für sich. Seinen letzten Podestplatz bei Meisterschaften erreichte Leitner bei der Vierer-DM 1976, als er mit der NRVg Luisenstadt Berlin Dritter wurde.

Als Mannschaftszeitfahrer wurde Leitner auch bei den Straßenweltmeisterschaften eingesetzt. 1966 kam er mit dem Deutschland-Vierer auf den elften Platz, 1967 erreichte er mit dem deutschen Team Rang vier.

1971 wurde Dieter Leitner positiv auf Amphetamine getestet, aber wegen Mangels an Beweisen von dem Verdacht freigesprochen.[5]

Am 9. August 2021 verstarb er im Alter von 75 Jahren.[6][7]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 eröffnete Dieter Leitner in Ahrensburg in Schleswig-Holstein ein Fahrradgeschäft, das er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2014 führte.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf Dieter Leitner. In: trauer.shz.de, 25. September 2021. Abgerufen am 18. Oktober 2021.
  2. Bund Deutscher Radfahrer (Hrsg.): Radsport. Nr. 13/1967. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof, Köln 1967, S. 4.
  3. Rene Jacobs (Hrsg.): VELO. 13. Jahrgang. Brüssel 1968, S. 145.
  4. Bogdan Tuszynski, Daniel Marzalek: Wyscig Pokoju. FDK Warszawa, Warschau 2002, S. 62.
  5. Marcel Reinold: Doping als Konstruktion. transcript Verlag, 2016, ISBN 978-3-839-43761-2, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Nachruf Dieter Leitner. In: trauer.shz.de, 25. September 2021. Abgerufen am 18. Oktober 2021.
  7. Ehemaliger Deutscher Meister Dieter Leitner gestorben. In: rad-net.de. 12. August 2021, abgerufen am 14. August 2021.
  8. Ahrensburger Radexperte schließt sein Geschäft. Hamburger Abendblatt, 10. Februar 2014, abgerufen am 8. Februar 2017.