Rostock Seawolves

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Rostock Seawolves
Spitzname Seewölfe
Gegründet 1994
Halle Stadthalle Rostock
(Basketball: 3800 Plätze)
Homepage seawolves.de
Trainer Ralf Rehberger
Liga 2. Bundesliga ProB Nord

2016/17: 8. Platz

  2. Bundesliga ProB Nord

2015/16: 3. Platz

  1. Regionalliga Nord

2013/14: 1. Platz

Farben orange/blau
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Rostock Seawolves (Eigenschreibweise ROSTOCK SEAWOLVES, eingetragen als Erster Basketball-Club Rostock e. V.) heißt ein Basketballteam aus Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Der EBC Rostock rangiert aktuell in den Top 100 der größten Basketballvereine Deutschlands. Aktuell ist der Verein auf Platz 58 platziert (Stand 2015).

Vereinsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der EBC 1994. Erstmals stieg das Team im Jahre 2007 in die 1. Regionalliga auf. Trotz eines gelungenen Saisonstarts konnte der direkte Abstieg jedoch nicht verhindert werden. Unter Coach Dirk Stenke schafften es die Mecklenburger erstmals 2012 mit Erreichen des 5. Platzes die Klasse in Deutschlands höchster Amateur-Liga zu halten. Mittlerweile spielt die erste Mannschaft als Rostock Seawolves in der 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

Als Landesmeister 2013 nahm das 2. Herrenteam ihr Aufstiegsrecht wahr und startet seit der Saison 2013/14 in der 2. Regionalliga Nord, um talentierten Jugendspielern einen leichteren Sprung zu den Seawolves zu ermöglichen. Die 3. Mannschaft des EBC startet derweil, ebenso wie die 4. und 5. Mannschaft, in der Oberliga Mecklenburg-Vorpommern und soll Jugendspielern als Einstieg in den Herrenbereich dienen, ehe diese für überregionale Aufgaben bereit sind.

Damen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das EBC-Damenteam errang 2006/2007 in seiner ersten Saison in der Regionalliga Nord direkt den Vizemeistertitel hinter dem TSV Quakenbrück. Dadurch gelang der Aufstieg in die 2. Damen-Basketball-Bundesliga Nord. Dort gelang dem Team um Trainer Dirk Stenke und die Spielerinnen Gesa Köhn und Dianca Latrese Jones (USA) der erste Sieg erst am Ende der Rückrunde 2007/08 gegen den TuS Jena. Es folgten weitere Punktgewinne gegen die Tessari Baskets Hagen und den TuS Lichterfelde, die den sofortigen Wiederabstieg jedoch nicht verhindern konnten. Infolgedessen trat der EBC stets in der 2. Regionalliga Nord Ost an, wo man von 2010 bis 2013 vier Meisterschaften in Folge feierte. Jedoch verzichtete der Verein stets auf sein Aufstiegsrecht. Aufgrund zahlreicher Abgänge von Leistungsträgerinnen zog sich der Verein im Sommer 2013 aus der 2. Regionalliga zurück und startet künftig in der Oberliga Mecklenburg-Vorpommern.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jugendbereich stellt der EBC Rostock in allen Altersklassen von der U12 bis zur U20 mindestens eine Mannschaft für den Spielbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern. Seit der Saison 2010/11 existiert in Rostock eine eigene Grundschul-Basketball-Liga, die seit 2013 von der örtlichen Wohnungsgenossenschaft „Schiffahrt-Hafen“ als Namenssponsor gefördert wird. Im Sommer 2011 erfuhr das ambitionierte Jugendprojekt weiteren Aufwind, als mit Daniel Havlitschek und Roman Wolff zwei renommierte Jugendtrainer gewonnen werden konnten. Mittlerweile verfügt der EBC Rostock über 13 Grundschulstützpunkte. Dieses Projekt trug bereits erste Früchte. So gewann der EBC mit der U12 und Coach Havlitschek im Jahr 2013 als einziges deutsches Team das internationale IKW-Turnier in Berlin. Seit der Saison 2015/16 sind, mit dem A-Lizenz Trainer Krists Plendiskis und dem Jugendtrainer Stanley Witt, zwei neue Persönlichkeiten als Koordinatoren und Trainer im Jugendbereich des EBC Rostock tätig.

In der Saison 2016/17 ging erstmals eine Mannschaft des EBC in der U16-Bundesliga JBBL an den Start.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994–2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des EBC Rostock starten Herrenmannschaften in diversen Ligen der Amateurklassen. 2012 gelang es erstmals, den Klassenerhalt in der 1. Regionalliga, Deutschlands höchster Amateurspielklasse, zu sichern.

2012–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2012 wurde der Teamname EBC Rostock Seawolves kreiert, unter dem die Mannschaft von nun an spielte. Im selben Jahr übernahm der gebürtige Rostocker Sebastian Wild nach mehreren Jahren als College-Coach in den USA das Traineramt und führte das Team um die Stützen Sven Hellmann, Kwame Morgan und Jens Hakanowitz auf den dritten Tabellenplatz hinter Stade und Magdeburg.

Für die Saison 2013/14 wurde als Ziel die Bestätigung des 3. Platzes aus dem Vorjahr ausgegeben. Am Ende stand Tabellenplatz 1 und der damit verbundene Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB Nord. Einer der Höhepunkte der Saison war das Kopf-an-Kopf Rennen mit Aufstiegskontrahenten Itzehoe Eagles. Daraus entstand eine Rivalität, die sich aufgrund der regionalen Nähe zu einer Art Derby entwickelte.[2]

Saison 2014/15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2014/15 wurde der Teamname zu Rostock Seawolves verkürzt. Der Kader wurde für das erste Jahr in der 2. Bundesliga ProB auf einigen Positionen verstärkt. Coach war weiterhin Sebastian Wild. Leistungsträger wie der Kanadier Yannick Anzuluni und der US-Amerikaner Jarrell Crayton wurden den Routiniers Jens Hakanowitz und Sven Hellmann an die Seite gestellt. Nach der Hinrunde belegten die Rostock Seawolves überraschend den ersten Platz der 2. Bundesliga ProB Nord. Dazu konnte Anzuluni den Titel Spieler des Monats November nach Internetabstimmung gewinnen.[3]

Die Mannschaft ging als Erster der Punktrunde der ProB-Nordstaffel in die Playoffs und erreichte das Halbfinale, wo man gegen den späteren Meister Oldenburg ausschied.[4]

Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederum platzierten sich die Rostocker in der Punktrunde der ProB-Nord in der Spitzengruppe und gingen als Drittplatzierter in die Meisterrunde. Allerdings war bereits in der ersten Runde im Duell mit den Dresden Titans Endstation.[5] Der US-Amerikaner Matthew Hunter war in dieser Saison mit durchschnittlich 18,7 Punkten pro Einsatz treffsicherster Akteur der Rostocker.[6] Am 1. März 2016 wurde der ehemalige Mannschaftskapitän und frühere dänische Nationalspieler Jens Hakanowitz als Sportlicher Leiter eingesetzt.[7]

Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Oktober 2016 trennte sich der Verein von Cheftrainer Sebastian Wild.[8] Zu diesem Zeitpunkt standen für die Mannschaft zwei Niederlagen und kein Sieg zu Buche. Wilds Assistent Andreas Barthel übernahm das Amt. Ende November 2016 korrigierten die Rostocker Verantwortlichen, die vor Saisonbeginn den Aufstieg in die 2. Bundesliga ProA als Zielstellung genannt hatten,[9] ihre Vorgabe und formulierten angesichts der bis zu diesem Zeitpunkt erbrachten Leistungen und Ergebnisse (drei Siege, sieben Niederlagen) fortan den Klassenerhalt als Plansoll.[10] Am 8. Dezember 2016 wurde abermals ein Trainerwechsel vollzogen: Ralf Rehberger übernahm den Posten, Barthel wurde wieder Co-Trainer.[11] Die Rostocker zogen als Tabellenachter in die ProB-Endrunde ein, verloren dort aber in der ersten Runde (0:2-Spiele) gegen PS Karlsruhe.

Kader 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der ROSTOCK SEAWOLVES in der Saison 2015/2016
Achtung: Kaderangabe ist veraltet!
(aktuelle Saison: 2016/2017)
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Rivers 22.02.1993 2,01 m Forward University of Nebraska (NCAA, USA)
6 DeutschlandDeutschland Sven Hellmann 17.11.1983 1,86 m Guard EBC Rostock
7 DeutschlandDeutschland Stanley Witt 23.08.1995 1,98 m Forward EBC Rostock Talents (2. RLN)
8 DeutschlandDeutschland Tim Vogt 11.02.1991 1,86 m Guard (C)Kapitän der Mannschaft BBC White Devils Cottbus (RLN)
9 DeutschlandDeutschland David Markert 06.04.1994 1,91 m Guard Eisbären Berlin (NBBL)
11 DeutschlandDeutschland Franz Winkler 30.01.1992 1,95 m Guard/Forward Clarke University (NAIA, USA)
15 DeutschlandDeutschland/SpanienSpanien Daniel Lopez Dittert 18.09.1986 2,06 m Center CAM Enrique Soler (ESP)
17 DeutschlandDeutschland/PolenPolen Zbigniew Owczarek 22.11.1989 1,91 m Guard/Forward MKS Sokol Miedzychod (POL)
19 DeutschlandDeutschland Tobias Lange 30.06.1990 2,08 m Forward/Center TSG Bergedorf (2.RLN)
21 DeutschlandDeutschland/Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shawn Gulley 16.09.1993 2,01 m Forward Temple Leopards (NJCAA, USA)
22 DeutschlandDeutschland/Vereinigte StaatenVereinigte Staaten André Murillo 18.05.1990 2,01 m Forward Hamburg Towers (ProA)
24 DeutschlandDeutschland Pavel Mokrys 02.04.1994 2,00 m Forward Phantoms Braunschweig (NBBL)
25 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Matt Hunter 03.12.1990 1,96 m Guard/Forward Moncton Miracles (CAN)
99 BulgarienBulgarien Ivo Slavchev 21.11.1990 1,98 m Forward Chernomorets Burgas (NBL, BUL)
Trainer
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Ralf Rehberger Head Coach
DeutschlandDeutschland Andreas Barthel Assistant Coach
Legende
Abk. Bedeutung
(C)Kapitän der Mannschaft Mannschaftskapitän
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 25. März 2016


Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerchronik
Amtszeit Trainer
2012-10/2016 DeutschlandDeutschland Sebastian Wild
10/2016-11/2016 DeutschlandDeutschland Andreas Barthel
seit 12/2016 DeutschlandDeutschland Ralf Rehberger

Bedeutsame ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • KanadaKanada Yannick Anzuluni: 2014/15; Flügelspieler des Jahres in der ProB-Saison 2014/15 (benannt von eurobasket.com)[12]
  • DanemarkDänemark Jens Hakanowitz:[13] 2012-2015; Kapitän der Regionalliga-Meistermannschaft von 2014
  • DeutschlandDeutschland Peter Maischak: bis 2012; Meister der 2. Regionalliga Nord 2009, 2011
  • DeutschlandDeutschland Robert Schmidt:[14] bis 2011; u.a. bester EBC-Korbschütze 2003/04, 2005/06 in der 2. Regionalliga, 2009/10 in der 1. Regionalliga; Meister der 2. Regionalliga Nord 2007, 2009, 2011

Vergangene Spielzeiten (seit 2011/12)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2012 fanden die Heimspiele der Rostock Seawolves regelmäßig in der OSPA-Arena in der Tschaikowskistraße 45 statt. Die Multifunktionshalle ist unter anderem Heimat für Handball, Volleyball und Inline-Hockey. Außerdem finden dort regelmäßig Konzertveranstaltungen statt. Die Halle fasst als Basketballveranstaltungsort etwa 900 Zuschauer. Bei Basketballspielen wird die Arena mit Hinweis auf die Seawolves auch als „Wolfshöhle“ bezeichnet.[15] Seit der Saison 2015/16 finden die Heimspiele in der deutlich größeren Stadthalle Rostock statt, da in der vorangegangenen Saison nahezu alle Spiele ausverkauft waren. Die Stadthalle verfügte jedoch über keine Basketballkörbe, weshalb im Juni 2015 eine Spendenaktion zur Finanzierung einer mobilen Korbanlage gestartet wurde.[16] Der Zuschauerrekord in der Stadthalle Rostock beträgt seit dem Spiel am 19. März 2016 gegen die Dresden Titans 2500 Zuschauer.

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die JoggerBrigade wurde am 23. November 2010 gegründet und bestand damals aus sieben Personen in Jogging-Hosen. So ist auch ihr Name zu erklären. Die Fangruppe unterstützt aus dem Orange Block bei Heimspielen und reist auch zu Auswärtsspielen. Im Januar 2015 startete die Joggerbrigade verschiedene Aktionen, um für einen fairen und bunten Sport gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu werben. Seit dem 21. November 2015 gibt es einen zweiten „offiziellen Fanclub“ der ROSTOCK SEAWOLVES. Die „Baltic Pirates“ unterstützen das Team bei ihren Heim- und insbesondere bei ihren Auswärtsspielen.

Seit der Saison 2014/2015 unterstützt den Verein auch ein webbasiertes Fanradio. Das Wolfsgeheul von Fans für Fans ist mit seinen Moderatoren bei jedem Ligaspiel der Seawolves dabei und erreicht ca. 500 Hörer pro Spiel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rostock schafft den Sprung in die Jugend Basketball Bundesliga. In: ebcrostock.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  2. Derby-Time in Itzehoe - ROSTOCK SEAWOLVES. In: seawolves.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  3. Yannick Anzuluni ist ProB-Spieler des Monats November - ROSTOCK SEAWOLVES. In: seawolves.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  4. Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG: Oldenburg/Rostock – Seawolves müssen Meisterschafts-Träume begraben – OZ - Ostsee-Zeitung. In: www.ostsee-zeitung.de. Abgerufen am 11. November 2016 (de-de).
  5. Basketball: Titans nach epischem Krimi im Viertelfinale - Campus-Zeitung CAZ. In: www.caz-lesen.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  6. 2. Basketball-Bundesliga | Kader. In: www.zweite-basketball-bundesliga.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  7. Rostocker Medienverlag: Sport in Rostock: Jens Hakanowitz wird neuer Sportlicher Leiter der ROSTOCK SEAWOLVES. In: www.szenerostock.de. Abgerufen am 11. November 2016.
  8. Rostocker Basketball: Coach Wild verlässt die Seawolves | svz.de. In: svz. (svz.de [abgerufen am 11. November 2016]).
  9. Volles Vorbereitungsprogramm bei den ROSTOCK SEAWOLVES. In: seawolves.de. Abgerufen am 30. November 2016.
  10. Kurskorrektur bei den SEAWOLVES. In: seawolves.de. Abgerufen am 30. November 2016.
  11. Ralf Rehberger ist neuer Headcoach der ROSTOCK SEAWOLVES. In: seawolves.de. Abgerufen am 8. Dezember 2016.
  12. http://www.eurobasket.com/Germany/basketball-League-ProB_2014-2015.asp
  13. http://seawolves.de/2014/07/der-kapitaen-jens-hakanowitz-bleibt-an-bord-bei-den-rostock-seawolves/
  14. http://www.meer-drin.de/news/2011-04-01/45845/ebc_abschied_von_nr_15_robert_schmidt.html
  15. Bodfeld kommt in die Wolfshöhle, EBC Rostock Seawolves, 16. Januar 2014
  16. Große Spendenaktion: Körbe für die SEAWOLVES, EBC Rostock Seawolves, 6. Juni 2015