Eggiwil

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Eggiwil
Wappen von Eggiwil
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Emmentalw
BFS-Nr.: 0901i1f3f4
Postleitzahl: 3537
Koordinaten: 627544 / 192531Koordinaten: 46° 53′ 0″ N, 7° 48′ 0″ O; CH1903: 627544 / 192531
Höhe: 736 m ü. M.
Fläche: 60,3 km²
Einwohner: 2442 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 40 Einw. pro km²
Website: www.eggiwil.ch
Altes Schulhaus in Eggiwil

Altes Schulhaus in Eggiwil

Karte
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Eggiwil ([ˌɛkiˈʋiːl]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggiwil liegt im oberen Emmental. Nachbargemeinden sind Signau, Langnau, Röthenbach, Schangnau, Marbach, Trub und Trubschachen. Durch die Gemeinde hindurch fliessen die Emme sowie der Röthenbach, der hier in sie mündet. Der höchstgelegene Punkt ist der Wachthubel auf 1414 m ü. M., die tiefste Stelle liegt in der Aeschau auf 690 m ü. M.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Bau der Kirche (1631) wurde Eggiwil 1648 eine selbständige Gemeinde. Im Dezember 1632 begleitete der Landvogt von Signau den Berner-Münster-Pfarrer Dekan Schmid ins Eggiwil, wo dieser hohe Herr zur Einweihung der neu erbauten Kirche die Festpredigt zu halten hatte. Die Kirche war im Auftrag der Gnädigen Herren als Geschenk an die Eggiwiler gebaut worden, um der Ausbreitung der „täuferischen Irrlehre“ entgegenzutreten. Die Pläne für den Kirchenbau hatte der Berner Münster-Baumeister Daniel Heinz entworfen. Der Grundstein der Kirche wurde am 16. Mai 1630 gelegt. Die Kosten wurden von den Gnädigen Herren übernommen und vermutlich mit Geldern bezahlt, die aus dem Verkauf von Höfen und Gütern stammten, deren täuferisch gesinnte Besitzer zuvor enteignet wurden. Mit der Überwachung des Baus wurde der Landvogt von Signau betraut, der auch die Handwerker und sonstigen Hilfskräfte zu entschädigen hatte, wobei sich die Bauherren nicht knauserig zeigten. So sorgte der Landvogt auch für Speise und Trank. Fässer voll „Wyn“ wurden von Bern ins Eggiwyl geführt.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 68.2 %, BDP 12.2 %, EDU 4.0 %, SP 3.4 %, EVP 3.2 %, GPS 2.6 %, FDP 2.6 %, glp 1.7 %, CVP 0.4 %.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggiwil ist das typische Beispiel einer Streusiedlung im voralpinen Hügelgebiet. Die Hügel und "Chrächen" teilen die Gemeinde in verschiedene Weiler. Damit die Schulwege nicht unendlich lang werden, gibt es für die knapp 2500 Einwohner sechs Schulhäuser. Vier davon sind Gesamtschulen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Eymann (1887–1954), reformierter Theologe, Pädagoge und Anthroposoph, von 1913 bis 1928 als Pfarrer in Eggiwil
  • Bruno Brechbühl (* 1974), Eishockey-Spieler SCL Tigers, HC Genf-Servette, HC Lausanne, EHC Visp, Huttwil Falcons
  • Simonetta Sommaruga (* 14. Mai 1960 in Zug, vollständiger Name Simonetta Myriam Sommaruga, heimatberechtigt in Lugano und Eggiwil), Schweizer Politikerin (SP), seit November 2010 Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), 2015 Bundespräsidentin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eggiwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Geschichte der Kirche Eggiwil
  3. Resultate der Gemeinde Eggiwil. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 23. April 2016 (html, deutsch).