Eggiwil

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Eggiwil
Wappen von Eggiwil
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Emmentalw
BFS-Nr.: 0901i1f3f4
Postleitzahl: 3537
Koordinaten: 627237 / 191606Koordinaten: 46° 52′ 30″ N, 7° 47′ 45″ O; CH1903: 627237 / 191606
Höhe: 736 m ü. M.
Höhenbereich: 685–1415 m ü. M.[1]
Fläche: 60,30 km²[2]
Einwohner: 2473 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 41 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
1,9 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.eggiwil.ch
Altes Schulhaus in Eggiwil

Altes Schulhaus in Eggiwil

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Eggiwil ([ˌɛkiˈʋiːl]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggiwil liegt im oberen Emmental. Nachbargemeinden sind Signau, Langnau, Röthenbach, Schangnau, Marbach, Trub und Trubschachen. Durch die Gemeinde hindurch fliessen die Emme sowie der Röthenbach, der hier in sie mündet. Der höchstgelegene Punkt ist der Wachthubel auf 1414 m ü. M., die tiefste Stelle liegt in der Aeschau auf 690 m ü. M.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Bau der Kirche (1631) wurde Eggiwil 1648 eine selbständige Gemeinde. Im Dezember 1632 begleitete der Landvogt von Signau den Berner-Münster-Pfarrer Dekan Schmid ins Eggiwil, wo dieser hohe Herr zur Einweihung der neu erbauten Kirche die Festpredigt zu halten hatte. Die Kirche war im Auftrag der Gnädigen Herren als Geschenk an die Eggiwiler gebaut worden, um der Ausbreitung der „täuferischen Irrlehre“ entgegenzutreten. Die Pläne für den Kirchenbau hatte der Berner Münster-Baumeister Daniel Heinz entworfen. Der Grundstein der Kirche wurde am 16. Mai 1630 gelegt. Die Kosten wurden von den Gnädigen Herren übernommen und vermutlich mit Geldern bezahlt, die aus dem Verkauf von Höfen und Gütern stammten, deren täuferisch gesinnte Besitzer zuvor enteignet wurden. Mit der Überwachung des Baus wurde der Landvogt von Signau betraut, der auch die Handwerker und sonstigen Hilfskräfte zu entschädigen hatte, wobei sich die Bauherren nicht knauserig zeigten. So sorgte der Landvogt auch für Speise und Trank. Fässer voll „Wyn“ wurden von Bern ins Eggiwyl geführt.[5]

In der Aeschau wird seit 1906 Grundwasser gewonnen. Das Wasser aus der Grundwasserfassung Aeschau, welches zu rund 70 Prozent[6] vom Wasser der Emme gespiesen wird, fliesst anschliessend über eine 30 Kilometer lange Leitung nach Ittigen ins Reservoir Mannenberg und versorgt u. a. einen grossen Teil der Stadt Bern mit Trinkwasser.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 67,0 %, BDP 8,6 %, EDU 6,0 %, SP 2,4 %, EVP 3,1 %, GPS 3,7 %, FDP 2,2 %, glp 3,2 %, 5G ade! 1,0 %, CVP 0,4 %.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggiwil ist das typische Beispiel einer Streusiedlung im voralpinen Hügelgebiet. Die Hügel und "Chrächen" teilen die Gemeinde in verschiedene Weiler. Damit die Schulwege nicht unendlich lang werden, gibt es für die knapp 2500 Einwohner sechs Schulhäuser. Vier davon sind Gesamtschulen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eggiwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Geschichte der Kirche Eggiwil
  6. Kaspar Meuli, Andri Bryner: Die Wege des Emmentaler Grundwassers mit Edelgasen erschnüffelt. Eawag, 21. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.
  7. Resultate der Gemeinde Eggiwil. Staatskanzlei des Kantons Bern, 20. Oktober 2019, abgerufen am 24. Juli 2020.