Kirchberg BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Kirchbergf zu vermeiden.
Kirchberg
Wappen von Kirchberg
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Emmentalw
BFS-Nr.: 0412i1f3f4
Postleitzahl: 3422
UN/LOCODE: CH KHB
Koordinaten: 611199 / 215022Koordinaten: 47° 5′ 10″ N, 7° 35′ 10″ O; CH1903: 611199 / 215022
Höhe: 505 m ü. M.
Fläche: 9.0 km²
Einwohner: 5817 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 622 Einw. pro km²
Website: www.kirchberg-be.ch
Luftbild von Kirchberg, aufgenommen aus einem Ballon am 16. April 2011

Luftbild von Kirchberg, aufgenommen aus einem Ballon am 16. April 2011

Karte
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Kirchberg (berndt. Chiupberg) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz. Sie liegt etwa 24 km nordöstlich der Stadt Bern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg liegt auf der rechten Seite der Emme, die hier von bedeutenden Verkehrslinien gequert wird. Durch den östlichen Teil des Gemeindeareals fliesst die Ösch. Von der etwa 905 Hektaren grossen Gemeindefläche sind 135 ha Siedlungsfläche, 458 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und etwa 301 ha Wald.

Nachbargemeinden sind die Stadt Burgdorf im Süden, Lyssach und Rüdtligen-Alchenflüh im Südwesten sowie Utzenstorf, Ersigen und Rumendingen im Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Dorfes stammt von der seit dem frühen Mittelalter bestehenden Kirche auf dem "Kirchhoger", einem Hügel beim Höchfeld. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1506.

994 wird das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf dem Kloster Seltz im Elsass. Im Jahre 1481 wurde Kirchberg von der Stadt Bern gekauft. In der Helvetik wurde der Grund dann an die rechtsamen Besitzer verschenkt, die gemeinsam genutzten Wälder und Allmenden gingen in Privatbesitz über. Bereits im 18. Jahrhundert wurden in Kirchberg Fabriken betrieben, die für den Export produzierten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerungszahl bereits mehr als verdreifacht. Am 31. Dezember 2006 zählte die Gemeinde 5'614 Einwohner (1. Januar 2001: 5'326, 31. Dezember 2005: 5'526).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1888 1900 1910 1920 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner 1092 1535 1512 1733 2069 2316 2498 2581 2776 3304 3595 3966 4760 5244 5579

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 32.9 %, BDP 19.2 %, SP 17.4 %, FDP 10.8 %, glp 5.3 %, GPS 4.5 %, EVP 4.0 %, CVP 1.6 %, EDU 1.6 %, Piraten 1.2 %.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg liegt an der Autobahn Bern - Zürich, die westlich des Dorfes einen Anschluss aufweist, und an der Bahnlinie des Regionalverkehrs Mittelland von Burgdorf nach Solothurn mit dem Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh.

Seit 2001 entlastet eine Umfahrungsstrasse die Gemeinde vom Zubringerverkehr zum Autobahnanschluss Kirchberg. Waren es Anfang 2001 noch 19'800 Fahrzeuge pro Tag, sind es nach Eröffnung nur noch 10'700 Fahrzeuge, die durch das Zentrum von Kirchberg fahren. Die Umfahrung führt über eine neue Emmebrücke.

Die Eisenbahn-Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist unterquert die Emme bei Kirchdorf im Emmetunnel.

Sporthalle Grossmatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde die Dreifach-Turnhalle Grossmatt fertiggestellt, in welcher seit der Eröffnung unter anderem internationale Spiele von Nationalmannschaften der Sportarten Handball und Unihockey ausgetragen wurden. 2007 fanden in dieser Halle die Schweizer Elite-Meisterschaften im Tischtennis sowie die U-19-Unihockey-Weltmeisterschaften statt. Am Finaltag bei den Spielen um Platz 3 Schweiz - Finnland und dem anschliessenden Final Tschechien - Schweden war die Halle mit 1'300 Zuschauern ausverkauft.

Häufig belegt ist die Halle vom Turnverein Kirchberg sowie Faustball- Unihockey- und Handballvereinen der Region, welche auch Meisterschaftsspiele in der Halle austragen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Reformierte Kirche und Pfarrhaus[3].
Panorama in Richtung Jura (links Gemeinde Kirchberg BE; rechts Gemeinde Ersigen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Resultate der Gemeinde Kirchberg. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 23. April 2016 (html, deutsch).
  3. Michael Gerber: Die Pfarrkirche Kirchberg, Kanton Bern. . (Schweizerische Kunstführer, Nr. 597). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1996, ISBN 978-3-85782-597-2.