Ellen White (Fußballspielerin)

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Ellen White
EllenWhite.JPG
White mit der FA WSL Trophy
Personalia
Name Ellen Toni White
Geburtstag 9. Mai 1989
Geburtsort AylesburyVereinigtes Königreich
Größe 171 cm
Position Stürmer
Juniorinnen
Jahre Station
1997–2005 Arsenal Ladies
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2008 Chelsea Ladies 48 (21)
2008–2010 Leeds Carnegie Ladies 24 (17)
2010–2013 Arsenal Ladies 31 (11)
2014–2016 Notts County 24 0(6)
2017–2019 Birmingham City 26 (23)
2019– Manchester City
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010– England 88 (34)
2012 Großbritannien 4 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Saisonbeginn 2019/20

2 Stand: 6. Juli 2019

Ellen Toni White (* 9. Mai 1989 in Aylesbury) ist eine englische Fußballspielerin. Sie spielt ab der Saison 2019/20 für Manchester City in der FA Women’s Premier League und seit 2010 in der englischen Nationalmannschaft.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

White begann ihre Fußballlaufbahn an der „Mini Ducks“ genannten Fußballakademie ihres Vaters Jon White und spielte dann für Aylesbury Town, ehe sie in die Jugendmannschaft der Arsenal Ladies wechselte. 2005 erfolgte der Wechsel zum Lokalrivalen Chelsea, für den sie in drei Spielzeiten die meisten Tore schoss. Dabei entgingen sie als Tabellenletzter in der Saison 2005/06 nur durch einen 3:0-Heimsieg und ein 1:1-Auswärtsremis in den Playoffs gegen Liverpool, den Tabellenzweiten der Northern Division, dem Abstieg. 2006/07 half sie mit 11 Toren in 16 Spielen als Chelseas beste Torschützin, dass der Verein nicht wieder in Abstiegsgefahr geriet. 2007/08 konnte sie sogar mit nur sechs Toren dazu beitragen, dass Chelsea Fünfter wurde.

2008 wechselte sie zu den Leeds Carnegie Ladies, fiel aber aufgrund einer Verletzung in der ersten Saison lange aus.[1] Sie kam lediglich auf zwei Einsätze in denen ihr zwei Tore gelangen. 2009/10 führte sie dann aber mit 15 Toren in 22 Spielen Leeds auf den dritten Platz und ins Finale des Premier League Cup, wo sie zwei Tore erzielte und so zum ersten Titel für Leeds beitrug.[2]

2010 kehrte sie wieder zu den Arsenal Ladies zurück, mit denen sie 2011 den FA Women’s Cup gewann.[3] Zudem wurde sie mit Arsenal 2011 und 2012 Englischer Meister. 2011 war sie dabei mit sechs Toren viertbeste Torschützin. 2012 hatte sie mit drei Toren einen geringeren Anteil an der Meisterschaft. 2013 wurde Arsenal nur Dritter und White verließ die Gunners am Ende der Saison und wechselte zu Notts County, dem Nachfolger der Lincoln Ladies.[4]

Mit Arsenal nahm sie auch viermal an der UEFA Women’s Champions League teil. 2010/11 kam sie in acht Spielen zum Einsatz, erzielte dabei drei Tore und schied erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Olympique Lyon nach zwei Niederlagen (0:2 und 2:3) aus. In den beiden folgenden Jahren wurde ebenfalls das Halbfinale erreicht, wo jeweils zweimal gegen die deutschen Vizemeister 1. FFC Frankfurt und VfL Wolfsburg verloren wurde. 2012 hatte sie mit ihren Toren entscheidenden Anteil, dass die beiden Achtelfinalspiele gegen den 1. FFC Turbine Potsdam mit 2:1 und 4:3 gewonnen wurden. 2013/14 kam sie nur zu vier Einsätzen. Da sie zur Saison 2014 zu Notts County wechselte, erlebte sie das Viertelfinalaus gegen den Ligakonkurrenten Birmingham City LFC nicht mit.

Nach einem Kreuzbandriss in der Vorbereitung auf die Saison, fiel sie aber für die komplette Saison 2014 aus.[5] 2015 wurde sie dann zwar in allen Ligaspielen eingesetzt, erzielte aber nur drei Tore. Sie verhalf dem Verein damit zwar sich in der Tabelle um einen Platz auf den Fünften zu verbessern, für sie war es aber ein Rückschritt. 2016 fiel Notts wieder auf den sechsten Platz zurück, White erzielte wieder drei Tore in diesmal zehn Spielen.

Zur „Spring Series“ genannten kurze Übergangssaison 2017 wechselte sie zu Birmingham City. White wurde in der Hälfte der acht Saisonspiele eingesetzt und erzielte dabei zwei Tore. Birmingham schloss die Saison als Siebter ab. Die nun an den normalen europäischen Spielkalender angepasste Saison 2017/18 wurde zu ihrer persönlich besten Saison, denn mit 15 Toren wurde sie Torschützenkönigin und ihr Verein verbesserte sich um zwei Plätze. 2018/19 verbesserte sich Birmingham um einen weiteren Platz. White hatte daran aber einen geringeren Anteil, da sie nur noch in acht Spielen eingesetzt wurde und dabei sechs Tore erzielte. Am 16. Mai 2019 wurde bekannt gegeben, dass White ihren ausgelaufenen Vertrag nicht verlängern wird.[6] Am selben Tag gab Manchester City die Verpflichtung von White bekannt.[7]

Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

White spielte für die englischen U-17, -19, -20 und -23-Mannschaften und nahm an der U-19-EM teil, bei der sie mit England im Finale mit 0:2 gegen Deutschland verlor. Mit drei Toren gehörte sie zu den drei besten Torschützinnen des Turniers. Am 25. März 2010 gab sie ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich als sie in der 62. Minute für Dunia Susi eingewechselt wurde. In der 90. Minute gelang ihr das Tor zum 3:0-Endstand. White war die jüngste Spielerin im englischen Kader für die WM 2011.[8] Im ersten WM-Spiel gegen Mexiko wurde sie in der 72. Minute eingewechselt. Danach stand sie in allen Spielen in der Startelf und erzielte im Spiel gegen Japan den 1:0-Führungstreffer. Im Viertelfinale gegen Frankreich, das England im Elfmeterschießen verlor, vergab sie in der 103. Minute die Chance zum Siegtreffer.[9]

2012 stand sie im Team GB, das an den Olympischen Spielen in London teilnahm. Sie kam in drei Spielen zum Einsatz, schied aber im Viertelfinale gegen Kanada aus.

Sie stand im englischen Kader für die EM 2013 in Schweden und kam in den drei Spielen zum Einsatz, blieb aber ohne Torerfolg.

In der Qualifikation zur WM 2015 kam sie nur in der ersten Hälfte zum Einsatz und erzielte in den fünf Spielen drei Tore. Bei der WM in Kanada stand sie im ersten Gruppenspiel, das gegen Frankreich mit 0:1 verloren wurde in der Startelf, wurde aber nach einer Stunde ausgewechselt. Ihre Mannschaft qualifizierte sich dann durch zwei Siege noch für die K.-o.-Runde. Sie wurde aber erst wieder im Viertelfinale gegen die Gastgeberinnen in der 79. Minute für Rekordnationalspielerin Fara Williams eingewechselt. Durch den 2:1-Sieg zogen die Engländerinnen erstmals ins WM-Halbfinale. Hier wurde sie beim Stand von 1:1 nach einer Stunde eingewechselt. Durch ein Eigentor ihrer Mitspielerin Laura Bassett in der zweiten Minute der Nachspielzeit verpassten die Engländerinnen das Finale. Im Spiel um Platz 3 gegen Deutschland stand sie dann wieder in der Startelf, wurde aber nach einer Stunde ausgewechselt. Das einzige Tor des Spiels erzielte Williams in der Verlängerung per Elfmeter, wodurch erstmals ein Sieg gegen Deutschland gelang.

In der anschließenden Qualifikation zur EM 2017 kam sie nur in drei Spielen zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore. Da die Engländerinnen nur beim 1:1 gegen Belgien einen Punkt abgaben, qualifizierten sie sich souverän als Gruppensieger für die EM.

Dort erzielte sie im ersten Gruppenspiel gegen den nördlichen Nachbarn Schottland das dritte von sechs Toren, wurde dann nach 74 Minuten ausgewechselt. Auch beim 2:0 im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien stand sie in der Startelf, wurde aber wieder am Spielende ausgewechselt. Durch die beiden Siege waren die Engländerinnen vorzeitig für die K.-o.-Runde qualifiziert. Sie wurde einige Stammspielerinnen im dritten Gruppenspiel gegen Portugal nicht eingesetzt. Sie wurde dann erst wieder im Viertelfinale gegen Frankreich eingesetzt und spielte da über 90 Minuten. Durch das sechste Turniertor von Jodie Taylor konnte das Spiel mit 1:0 gewonnen werden. Die nächsten 90 Minuten gehörten dann zu ihren bittersten, denn mit 0:3 wurde das Halbfinale gegen die Gastgeberinnen verloren.

In der Qualifikation zur WM 2019 hatte sie vier Einsätze, konnte aber kein Tor erzielen. Die Engländerinnen gaben nur beim torlosen Remis im Heimspiel gegen Wales einen Punkt ab und qualifizierten sich vorzeitig für die WM.

Im März 2019 gewann sie dann erstmals den SheBelieves Cup und wurde dabei in den drei Spielen eingesetzt. Dabei erzielte sie beim 2:1-Sieg gegen Brasilien das zwischenzeitliche 1:1. Es folgte noch ein Kurzeinsatz bei der 0:1-Heimniederlage gegen Kanada sowie 90 Minuten beim 2:1-Sieg gegen Spanien, wo sie ihre Mannschaft mit 2:0 in Führung brachte. Am 8. Mai erhielt sie dann die Nominierung für die WM.[10] Bei der WM kam sie in sechs Spielen zum Einsatz und erzielte dabei sechs Tore, womit sie Fara Williams als englische WM-Rekordtorschützin mit nun sieben WM-Toren ablöste. Sie erzielte ebenso viele Turniertore wie Megan Rapinoe und Alex Morgan, gab aber keine Torvorlage und erhielt daher den „Bronzenen Schuh“ als drittbeste Torschützin des Turniers. Mit ihrer Mannschaft belegte sie den vierten Platz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ellen White – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. femalesoccer.net: Premier League countdown
  2. bbc.co: Leeds beat Everton to lift the Women’s League Cup
  3. FAWC: Bristol 0-2 Arsenal Ladies – Report (Memento vom 24. Mai 2011 im Internet Archive)
  4. bbc.com: „Ellen White: Notts County Ladies sign Arsenal striker“
  5. bbc.com: „Notts County Ladies: Ellen White suffers serious knee injury“
  6. bcfc.com: Ellen White departs Birmingham City Women
  7. mancity.com: „White: I can't wait to get started!“
  8. TheFA:Powell names World Cup squad
  9. weltfussball.de. Liveticker England – Frankreich (Abgerufen am 10. Juli 2011)
  10. thefa.com: England squad named for 2019 FIFA Women’s World Cup
  11. thefa.com: Celebration time at 20th annual FA Women’s Football Awards