Schottische Fußballnationalmannschaft der Frauen

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Schottland
Scotland
Alba [ˈaləpə] (gäl.)
Logo des SFA
Verband Scottish Football Association
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer SchwedenSchweden Anna Signeul (seit März 2005)
Kapitän Gemma Fay
Rekordtorschützin Julie Fleeting (116)
Rekordspielerin Gemma Fay (198)
Heimstadion Wechselnde Stadien
FIFA-Code SCO
FIFA-Rang 21. (1788 Punkte)
(Stand: 23. Juni 2017)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
310 Spiele
123 Siege
45[2] Unentschieden
142 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
SchottlandSchottland Schottland 2:3 England EnglandEngland
(Greenock, Schottland; 18. November 1972)
Höchster Sieg
SchottlandSchottland Schottland 17:0 Litauen Litauen 1989Litauen
(Glasgow, Schottland; 31. Mai 1998)
Höchste Niederlage
EnglandEngland England 8:0 Schottland SchottlandSchottland
(Nuneaton, England; 23. Juni 1973)
(Stand: 9. Juni 2017)

Die schottische Fußballnationalmannschaft der Frauen repräsentiert Schottland im internationalen Frauenfußball. Die Nationalmannschaft ist dem schottischen Fußballverband unterstellt und wird von der Schwedin Anna Signeul trainiert.

Schottland gehörte zu den ersten Ländern, die Frauenländerspiele austrugen. 100 Jahre nach dem ersten Länderspiel der Männer zwischen Schottland und England trafen die Schottinnen am 18. November 1972 auf England. England ist mit 24 Spielen auch häufigster Gegner, wobei die Schottinnen nur zweimal gewinnen konnten. Alle anderen Spiele bis 2013 gegen die Engländerinnen wurden verloren. Beim Zypern-Cup 2013 trennten sich beide erstmals remis (4:4).

Die schottische Auswahl konnte sich erstmals im September 2016 für die im folgenden Jahr stattfindende EM-Endrunde qualifizieren. Überhaupt fristet der schottische Frauenfußball ein Mauerblümchendasein. Zu den Spielen der Nationalmannschaft kommen kaum mehr als 1.000 Zuschauer. Dennoch kann man mit Julie Fleeting (Arsenal London) einen in ganz Großbritannien bekannten Star vorweisen.

In der Qualifikation zur WM 2011 traf die Mannschaft auf Dänemark, Griechenland, Bulgarien und Georgien. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Dänemark wurde Platz 2 belegt. Dabei fiel die Entscheidung über den Gruppensieg erst am letzten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen, wobei den Däninnen ein Remis genügte, während die Schottinnen gewinnen mussten. Durch das 0:0 qualifizierten sich die Däninnen als letzte Mannschaft für die Playoffs, in denen sie aber scheiterten.

In der FIFA-Weltrangliste konnte Schottland von Platz 31 im März 2004 auf die bisher beste Platzierung im März 2014, Platz 19 klettern.

Turnierbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991 : nicht qualifiziert
  • 1995 : nicht qualifiziert
  • 1999 : nicht qualifiziert
  • 2003 : nicht qualifiziert

Europameisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984 : nicht qualifiziert
  • 1987 : nicht qualifiziert
  • 1989 : zurückgezogen
  • 1991 : nicht teilgenommen
  • 1993 : nicht qualifiziert
  • 1995 : nicht qualifiziert
  • 1997 : nicht qualifiziert
  • 2001 : nicht qualifiziert
  • 2005 : nicht qualifiziert
  • 2009 : nicht qualifiziert
  • 2013 : nicht qualifiziert
  • 2017 : qualifiziert

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 : nicht teilgenommen, da kein IOC-Mitglied
  • 2000 : nicht teilgenommen, da kein IOC-Mitglied
  • 2004 : nicht teilgenommen, da kein IOC-Mitglied

Für die Olympischen Spiele 2012 hatten sich die vier britischen Fussballverbände darauf verständigt, dass die FA für das automatisch qualifizierte Gastgeberland (im Namen des Olympischen Komitees von Großbritannien und Nordirland) die Kaderzusammenstellung übernehmen sollte.[3] Ob Spielerinnen anderer britischer Verbände nominiert werden würden, stand zunächst noch nicht fest. Einige schottische Spielerinnen bekundeten ihr Interesse an einer Teilnahme.[4] Am 26. Juni wurde von Hope Powell, der Trainerin der englischen Fußballnationalmannschaft der Frauen, der Kader der britischen Mannschaft für die Olympischen Spiele benannt. Darunter befanden sich mit Ifeoma Dieke und Kim Little auch zwei schottische Spielerinnen. Zudem wurde Jane Ross als eine von vier Reservespielerinnen benannt.[5]

Algarve Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nationalmannschaft nahm erst einmal, 2002 am Algarve Cup teil und belegte dabei den 10. Platz.

Zypern Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schottland nahm von 2009 bis 2015 und 2107 an diesem jährlich im Frühjahr auf Zypern ausgetragenen Turnier teil. Die beste Platzierung ist bisher der vierte Platz, der 2011 und 2014 erreicht wurde.

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader siehe: Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017/Schottland#Kader

In den letzten 12 Monaten wurden zudem eingesetzt bzw. berufen:

Spielerin Geburtsdatum Verein Debüt Länderspiele Länderspieltore Letzter Einsatz
Tor
Megan Cunningham 14. Juli 1995 Celtic Glasgow LFC 2015 002 00 06.03.2015
Abwehr
Emma Brownlie 04. Sep. 1993 Hibernian Edinburgh LFC 000 00
Emma Mitchell* 19. Sep. 1992 EnglandEngland Arsenal Ladies FC 2011 051 07 03.03.2017
Mittelfeld
Kim Little* 29. Juni 1990 EnglandEngland FC Arsenal 2007 121 48 03.03.2017
Angriff
Abby Harrison 07. Dez. 1997 Hibernian Edinburgh LFC 000 00
Zoe Ness 24. Mär. 1996 SchwedenSchweden Mallbackens IF 000 00

Rekordspielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele Name Position Zeitraum
198 Gemma Fay Tor seit 1997
176 Joanne Love Mittelfeld seit 2002
141 Pauline Hamill Sturm 1992–2010
131 Leanne Ross Mittelfeld seit 2006
130 Megan Sneddon Mittelfeld seit 2002
121 Julie Fleeting Sturm 1996–2011, 2015
121 Kim Little Sturm/Mittelfeld seit 2007
117 Rhonda Jones Abwehr 1998–2013
119 Ifeoma Dieke Abwehr seit 2004
106 Jennifer Beattie Abwehr 2008–
104 Suzanne Grant Sturm 2000–2013
104 Jane Ross Sturm 2009–

Stand: 9. Juni 2017

Spiele gegen Nationalmannschaften deutschsprachiger Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ergebnisse aus schottischer Sicht.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 2003 Potsdam 0:5 EM-Qualifikation
2. Mai 2004 Livingston 1:3 EM-Qualifikation
20. Oktober 2005 Bayreuth 0:4 WM-Qualifikation
23. September 2006 Perth 0:5 WM-Qualifikation
15. Juni 2013 Essen 0:3

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
1. Juli 1978 Pescara 0:0 Turnier in Italien
19. August 2004 Dingwall 6:0
26. April 2006 Perth 1:0 WM-Qualifikation
26. August 2006 Willisau 1:1 WM-Qualifikation
8. Juni 2010 Zug 1:0 Freundschaftsspiel
21. August 2011 Falkirk 5:0 Freundschaftsspiel
5. April 2018 (CHE) WM-Qualifikation
30. August 2018 WM-Qualifikation

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
29. September 2001 Leopoldsdorf 2:1 WM-Qualifikation
5. Mai 2002 Livingston 6:0 WM-Qualifikation
6. März 2017 Zypern 3:1 Zypern-Cup 2017

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frauen-Weltrangliste. In: fifa.com. FIFA, 23. Juni 2017, abgerufen am 23. Juni 2017 (Platzierungen ab Platz 123 sind provisorisch, da nicht mehr als fünf Spiele absolviert wurden oder die Mannschaften seit mehr als 18 Monaten inaktiv sind.).
  2. Davon ein Spiel im Elfmeterschießen gewonnen.
  3. FIFA.com Qualifikation zum Olympischen Fussballturnier der Frauen London 2012
  4. FIFA.com: Großbritannien (ENG)
  5. thefa.com: Powell confirms Olympic line-up