Olympische Sommerspiele 2012/Fußball

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Olympisches Fußballturnier 2012
Männer
Olympische Ringe Fußball
Anzahl Nationen 16
Olympiasieger MexikoMexiko Mexiko (1. Titel)
Austragungsort London (Coventry, Cardiff,
Glasgow, Manchester, Newcastle)
Eröffnungsspiel 26. Juli 2012
Endspiel 11. August 2012
Spiele 32
Tore 76  (∅: 2,38 pro Spiel)
Zuschauer 1.525.134  (∅: 47.660 pro Spiel)
Torschützenkönig BrasilienBrasilien Leandro Damião (6 Tore)
Gelbe Karten 123 (∅: 3,84 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten (∅: 0,16 pro Spiel)
Rote Karten (∅: 0,13 pro Spiel)
Olympisches Fußballturnier 2012
Frauen
Olympische Ringe Fußball
Anzahl Nationen 12
Olympiasieger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (4. Titel)
Austragungsort London (Coventry, Cardiff,
Glasgow, Manchester, Newcastle)
Eröffnungsspiel 25. Juli 2012
Endspiel 9. August 2012
Spiele 26
Tore 71  (∅: 2,73 pro Spiel)
Zuschauer 660.986  (∅: 25.423 pro Spiel)
Torschützenkönigin KanadaKanada Christine Sinclair (6 Tore)
Gelbe Karten 43 (∅: 1,65 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten (∅: 0,04 pro Spiel)

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurden vom 25. Juli bis 11. August 2012 zwei Wettbewerbe im Fußball ausgetragen. Am Turnier der Frauen nahmen zwölf Mannschaften teil, bei den Männern waren es 16 Mannschaften. Ausgetragen wurden die Spiele nicht nur in London, sondern in verschiedenen Stadien Großbritanniens. Das Turnier wurde für Frauen und Männer parallel ausgetragen.

Sieger bei den Männern wurde mit Mexiko, das erstmals eine Medaille gewann, auch erstmals ein Mitglied der CONCACAF. Da zudem die USA bei den Frauen ihren Titel verteidigten, wurden erstmals bei Männern und Frauen zwei Mitglieder einer Konföderation Olympiasieger.

Wie seit dem Turnier 1996 in Atlanta wurden bei den Männern nur U-23-Mannschaften zugelassen, die mit maximal drei älteren Athleten verstärkt werden durften.[1] Diese Einschränkung gab es bei den Frauen nicht. Die FIFA richtete dieses Mal für die Dauer des olympischen Turniers einen Abstellungszeitraum ein, damit es nicht wieder zum Streit zwischen Vereinen und FIFA um die Abstellungspflicht der Spieler kommt. Positiv für die Vereine war auch, dass das olympische Turnier dieses Mal noch vor Beginn der meisten europäischen Ligen endete.

Es wurden 616 Spielerinnen und Spieler für die beiden Turniere gemeldet; zwölf Mannschaften bei den Frauen und 16 bei den Männern mit jeweils 18 Spielerinnen bzw. Spielern. Zudem konnte jede Mannschaft vier Spieler bzw. Spielerinnen benennen, die bei Verletzungen eingesetzt werden konnten. Hiervon machten Brasilien, Gabun, die Vereinigten Arabischen Emirate und Weißrussland bei den Männern sowie Kanada und Nordkorea bei den Frauen Gebrauch.

Die über 1,5 Millionen Zuschauer bei den 32 Spielen der Männer bedeuten Rekord bei einem olympischen Fußballturnier.

Spielorte[Bearbeiten]

Die Spiele wurden in sechs verschiedenen Stadien in Großbritannien ausgetragen. Die beiden großen Finale fanden in London im Wembley-Stadion statt, das kleine Finale der Frauen in Coventry, das der Männer in Cardiff.[2] Das Wembley-Stadion war mit einer Kapazität für 90.000 Zuschauern das größte Stadion beim Turnier.

Auch bei diesen Turnieren wurde, wie schon 1984, 1992 und 1996 kein Spiel im eigentlichen Olympiastadion in London ausgetragen.

London (England) Manchester (England)
Spielorte 2012
Glasgow (Schottland)
Wembley-Stadion Old Trafford Hampden Park
Kapazität: 90.000 Kapazität: 76.200 Kapazität: 52.500
Wembley Stadium interior.jpg Old Trafford 02.JPG Hampden Park WP EN.JPG
4 Vorrundenspiele
1 Viertelfinale
2 Halbfinals & beide Finalspiele
6 Vorrundenspiele
1 Viertelfinale
2 Halbfinals
7 Vorrundenspiele
1 Viertelfinale
   
Newcastle (England) Cardiff (Wales) Coventry (England)
St James' Park Millennium Stadium City of Coventry Stadium
Kapazität: 52.390 Kapazität: 74.500 Kapazität: 32.600
East Stand.JPG Inside the Millennium Stadium, Cardiff.jpg Ricoh Arena, Coventry (stand and pitch) 14s07.jpg
7 Vorrundenspiele
2 Viertelfinale
8 Vorrundenspiele
2 Viertelfinals
kleines Finale Männer
8 Vorrundenspiele
1 Viertelfinale
kleines Finale Frauen

Modus der Endrunden[Bearbeiten]

In den Gruppen wurde die Rangfolge nach folgenden Kriterien ermittelt:[3]

  1. Anzahl der Punkte aus allen Gruppenspielen;
  2. Tordifferenz aus allen drei Spielen;
  3. Anzahl der erzielten Tore;
  4. Anzahl Punkte aus den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams;
  5. Tordifferenz in den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams;
  6. Anzahl der in den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams erzielten Tore;
  7. Losentscheid durch die FIFA-Organisationskommission.

Beim Frauenturnier qualifizierten sich auch die beiden besten Gruppendritten. Deren Reihenfolge wurde durch die Kriterien 1, 2, 3 und 7 ermittelt, wobei das 3. und 7. Kriterium nicht zur Anwendung kamen.

Ab dem Viertelfinale folgte bei unentschiedenem Spielstand zunächst eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten, bestand danach immer noch Gleichstand, entschied ein Elfmeterschießen.

Männerturnier[Bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten]

Die drei Startplätze des asiatischen Verbandes AFC wurden in verschiedenen Qualifikationsrunden von 2011 bis 2012 ausgespielt. Zwischen dem 23. Februar und dem 9. März 2011 qualifizierten sich in einer Vorqualifikation elf Mannschaften, die zusammen mit 13 gesetzten Mannschaften zwischen dem 19. und 23. Juni 2011 in Ausscheidungsspielen die zwölf Teilnehmer der letzten Qualifikationsrunde ermittelten. Diese zwölf Mannschaften spielten zwischen September 2011 und März 2012 in drei Gruppen mit je vier Mannschaften die drei Startplätze für das olympische Turnier aus. Die Gruppensieger waren direkt qualifiziert.[4] Als erste asiatische Mannschaft konnte sich Südkorea am 22. Februar 2012 qualifizieren.[5] Am 14. März konnten sich zudem Japan und erstmals die Vereinigten Arabischen Emirate qualifizieren.[6] Die Zweitplatzierten Oman, Syrien und Usbekistan spielten vom 25. bis 29. März 2012 im Rahmen eines Turniers „Jeder gegen Jeden“. Der Gewinner Oman bestritt dann am 23. April im Stadion von Coventry das Playoff-Spiel gegen den Senegal, konnte sich aber nicht durchsetzen.[7]

Für den afrikanischen Verband CAF spielten 16 Mannschaften in verschiedenen Gruppen 2012 die drei Teilnehmer am olympischen Turnier aus. Die Gruppenzweiten spielten den Teilnehmer aus, der das Play-Off-Duell gegen den asiatischen Vertreter bestreiten durfte. Ägypten, Gabun und Marokko konnten sich direkt qualifizieren, der Senegal spielte am 23. April gegen den Oman um den letzten Startplatz und konnte sich erstmals qualifizieren.[8] Auch für Gabun war es die erste Teilnahme am olympischen Fußballturnier.

Aus dem nord- und zentralamerikanischen Verband CONCACAF qualifizierten sich zwei Mannschaften. Das Qualifikationsturnier mit acht Mannschaften fand vom 22. März  bis 2. April 2012 in den USA statt. Neben den vorqualifizierten Mannschaften aus den USA, Kanada und Mexiko nahmen an diesem Turnier Kuba und Trinidad & Tobago aus der Karibik sowie El Salvador, Honduras und Panama aus Zentralamerika teil.[9] Mexiko und Honduras konnten sich qualifizieren.[10]

Das Qualifikationsturnier der UEFA war die U-21-Fußball-Europameisterschaft vom 11. bis 25. Juni 2011 in Dänemark. Die besten drei Mannschaften qualifizierten sich für das olympische Turnier. Da England nicht das Halbfinale erreichte, waren nur Spanien und die Schweiz als Finalisten direkt qualifiziert. Die unterlegenen Halbfinalisten Tschechien und Weißrussland spielten – in einem eigens für die Olympiaqualifikation angesetzten Spiel um Platz drei – den letzten europäischen Olympiastartplatz gegeneinander aus. Zunächst war ein Spiel um Platz drei nicht vorgesehen. In diesem Spiel qualifizierte sich erstmals die weißrussische Mannschaft für das olympische Turnier.[11]

Großbritannien war als Gastgeber automatisch qualifiziert und nahm erstmals seit 1960 wieder am olympischen Fußballturnier der Männer bzw. erstmals überhaupt am Turnier der Frauen teil. Unklar war zunächst noch, ob es gesamtbritische Mannschaften geben würde. England hoffte auf eine gemeinsame Teilnahme mit Schottland, Wales und Nordirland, allerdings waren die anderen Verbände eher abgeneigt, da sie um ihre Eigenständigkeit fürchten.[12] Die vier britischen Fußballverbände einigten sich schließlich darauf, dass die englische Football Association (FA) für die Zusammenstellung der Mannschaften verantwortlich sein sollte und diese als „Team GB“, da automatisch qualifiziert, das Gastgeberland (im Namen des Olympischen Komitees von Großbritannien und Nordirland) vertraten.[11][13]

Der eine Startplatz des ozeanischen Verbandes OFC wurde vom 16. bis 25. März 2012 bei einem Turnier in Taupo (Neuseeland) ermittelt. An dem Turnier nahmen die U-23-Mannschaften von Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Salomonen und Vanuatu (Gruppe A), sowie Neuseeland, Papua-Neuguinea und Tonga (Gruppe B) teil.[14] Neuseeland konnte sich im Finale gegen Fidschi mit 1:0 durchsetzen und nahm zum zweiten Mal am Fußballturnier der Olympischen Spiele teil.

Bei der U-20-Fußball-Südamerikameisterschaft vom 16. Januar bis 12. Februar 2011 in Peru wurden die zwei Startplätze des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL ausgespielt. In der Finalrunde setzten sich die uruguayische und brasilianische U-20-Nationalmannschaft durch und qualifizierten sich als erste Männer-Mannschaften für das olympische Turnier. Für Uruguay war es die erste Teilnahme seit 1928 als die A-Nationalmannschaft Olympiasieger wurde.

Für das olympische Fußballturnier konnten sich schließlich folgende Mannschaften qualifizieren:

4 aus Europa Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien (Gastgeber) SpanienSpanien Spanien SchweizSchweiz Schweiz WeissrusslandWeißrussland Weißrussland
2 aus Südamerika BrasilienBrasilien Brasilien UruguayUruguay Uruguay
2 aus Nord- und Mittelamerika HondurasHonduras Honduras MexikoMexiko Mexiko
4 aus Afrika MarokkoMarokko Marokko GabunGabun Gabun AgyptenÄgypten Ägypten SenegalSenegal Senegal
3 aus Asien JapanJapan Japan Korea SudSüdkorea Südkorea Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VA Emirate
1 aus Ozeanien NeuseelandNeuseeland Neuseeland

Gruppenphase[Bearbeiten]

Die Auslosung der Gruppen fand am 24. April 2012 statt. Die qualifizierten Mannschaften wurden auf je vier Lostöpfe verteilt. Zudem wurden einige Mannschaften als Gruppenkopf der Gruppen A bis D gesetzt.[15]

Lostöpfe des Männerturniers:

Topf 1: Großbritannien (A1), Weißrussland, Spanien (D1) und Schweiz
Topf 2: Brasilien (C1), Uruguay, Mexiko (B1) und Honduras
Topf 3: Japan, Südkorea, VAE und Neuseeland
Topf 4: Ägypten, Gabun, Marokko, Senegal

Die Spiele des Männerturniers begannen einen Tag vor der eigentlichen Eröffnung der Olympischen Spiele. Mit Ausnahme der ersten beiden Spiele der Gruppe C wurden die ersten beiden Spieltage jeder Gruppe als Doppelveranstaltungen durchgeführt. Der dritte Spieltag fand jeweils parallel in verschiedenen Stadien statt, wobei auch teilweise Doppelveranstaltungen von Spielen verschiedener Gruppen stattfanden.

Gruppe A[Bearbeiten]

26. Juli 2012, 17:00 Uhr, Manchester
VA Emirate Uruguay 1:2 (1:1)
26. Juli 2012, 20:00 Uhr, Manchester
Großbritannien Senegal 1:1 (1:0)
29. Juli 2012, 17:00 Uhr, London
Senegal Uruguay 2:0 (2:0)
29. Juli 2012, 19:45 Uhr, London
Großbritannien VA Emirate 3:1 (1:0)
1. August 2012, 19:45 Uhr, Coventry
Senegal VA Emirate 1:1 (0:1)
1. August 2012, 19:45 Uhr, Cardiff
Großbritannien Uruguay 1:0 (0:0)
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5:2 7
2 SenegalSenegal Senegal 4:2 5
3 UruguayUruguay Uruguay 2:4 3
4 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VA Emirate 3:6 1

Gruppe B[Bearbeiten]

26. Juli 2012, 14:30 Uhr, Newcastle
Mexiko Südkorea 0:0
26. Juli 2012, 17:15 Uhr, Newcastle
Gabun Schweiz 1:1 (1:1)
29. Juli 2012, 14:30 Uhr, Coventry
Mexiko Gabun 2:0 (0:0)
29. Juli 2012, 17:15 Uhr, Coventry
Südkorea Schweiz 2:1 (0:0)
1. August 2012, 17:00 Uhr, Cardiff
Mexiko Schweiz 1:0 (0:0)
1. August 2012, 17:00 Uhr, London
Südkorea Gabun 0:0
Rang Land Tore Punkte
1 MexikoMexiko Mexiko 3:0 7
2 Korea SudSüdkorea Südkorea 2:1 5
3 GabunGabun Gabun 1:3 2
4 SchweizSchweiz Schweiz 2:4 1

Gruppe C[Bearbeiten]

26. Juli 2012, 19:45 Uhr, Cardiff
Brasilien Ägypten 3:2 (3:0)
26. Juli 2012, 19:45 Uhr, Coventry
Weißrussland Neuseeland 1:0 (1:0)
29. Juli 2012, 12:00 Uhr, Manchester
Ägypten Neuseeland 1:1 (1:1)
29. Juli 2012, 15:00 Uhr, Manchester
Brasilien Weißrussland 3:1 (1:1)
1. August 2012, 14:30 Uhr, Newcastle
Brasilien Neuseeland 3:0 (2:0)
1. August 2012, 14:30 Uhr, Glasgow
Ägypten Weißrussland 3:1 (0:0)
Rang Land Tore Punkte
1 BrasilienBrasilien Brasilien 9:3 9
2 AgyptenÄgypten Ägypten 6:5 4
3 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 3:6 3
4 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1:5 1

Gruppe D[Bearbeiten]

26. Juli 2012, 12:00 Uhr, Glasgow
Honduras Marokko 2:2 (0:1)
26. Juli 2012, 14:45 Uhr, Glasgow
Spanien Japan 0:1 (0:1)
29. Juli 2012, 17:00 Uhr, Newcastle
Japan Marokko 1:0 (0:0)
29. Juli 2012, 19:45 Uhr, Newcastle
Spanien Honduras 0:1 (0:1)
1. August 2012, 17:00 Uhr, Coventry
Japan Honduras 0:0
1. August 2012, 17:00 Uhr, Manchester
Spanien Marokko 0:0
Rang Land Tore Punkte
1 JapanJapan Japan 2:0 7
2 HondurasHonduras Honduras 3:2 5
3 MarokkoMarokko Marokko 2:3 2
4 SpanienSpanien Spanien 0:2 1

Viertelfinale[Bearbeiten]

4. August 2012, 12:00 Uhr, Manchester
JapanJapan Japan AgyptenÄgypten Ägypten 3:0 (1:0)
4. August 2012, 14:30 Uhr, London
MexikoMexiko Mexiko SenegalSenegal Senegal 4:2 n. V. (2:2, 1:0)
4. August 2012, 17:00 Uhr, Newcastle
BrasilienBrasilien Brasilien HondurasHonduras Honduras 3:2 (1:1)
4. August 2012, 19:30 Uhr, Cardiff
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Korea SudSüdkorea Südkorea 1:1 n. V. (1:1, 1:1), 4:5 i. E.

Halbfinale[Bearbeiten]

7. August 2012, 17:00 Uhr, London
MexikoMexiko Mexiko JapanJapan Japan 3:1 (1:1)
7. August 2012, 19:45 Uhr, Manchester
Korea SudSüdkorea Südkorea BrasilienBrasilien Brasilien 0:3 (0:0)

Spiel um Bronze[Bearbeiten]

10. August 2012, 19:45 Uhr, Cardiff
Korea SudSüdkorea Südkorea JapanJapan Japan 2:0 (1:0)

Finale[Bearbeiten]

Brasilien Mexiko
BrasilienBrasilien
11. August 2012 um 15:00 Uhr in London, (Wembley-Stadion)
Ergebnis: 1:2 (0:1)
Zuschauer: 86.162
Schiedsrichter: Mark Clattenburg (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
MexikoMexiko


GabrielRafael (85. Lucas), Thiago Silva (C)Kapitän der Mannschaft, Juan Jesus, Alex SandroMarcelo, Rômulo, Oscar, (32. Hulk), Sandro (71. Alexandre Pato) − Neymar, Leandro Damião
Trainer: Mano Menezes
Jesús Corona (C)Kapitän der MannschaftIsrael Jiménez (81. Néstor Vidrio), Carlos Salcido, Hiram Mier, Dárvin ChávezHéctor Herrera, Javier Aquino (57. Miguel Ponce), Diego Reyes, Jorge EnríquezMarco Fabián, Oribe Peralta (86. Raúl Jiménez)
Trainer: Luis Fernando Tena


Tor 1:2 Hulk (90.+1')
Tor 0:1 Oribe Peralta (1.)
Tor 0:2 Oribe Peralta (75.)
Gelbe Karten Leandro Damião, Marcelo Gelbe Karten Israel Jiménez, Diego Reyes, Néstor Vidrio

Medaillenränge[Bearbeiten]

Rang Medaillengewinner
Gold
MexikoMexiko
Mexiko
Javier Aquino, Nestor Araujo, Darvin Chávez, Jesús Corona (TW), Javier Cortés, Jorge Enríquez, Héctor Herrera, Israel Jiménez, Raúl Jiménez, Hiram Mier, Marco Fabián, Oribe Peralta, Miguel Ángel Ponce, Diego Antonio Reyes, José Rodríguez (TW), Carlos Salcido, Giovani dos Santos, Nestor Vidrio
Trainer:
Luis Fernando Tena
Silber
BrasilienBrasilien
Brasilien
Leandro Damião, Danilo, Gabriel (TW), Ganso, Hulk, Juan Jesus, Lucas, Marcelo, Neto (TW), Neymar, Oscar, Alexandre Pato, Rafael, Rômulo, Alex Sandro, Sandro, Thiago Silva, Bruno Uvini,
Trainer:
Mano Menezes
Bronze
Korea SudSüdkorea
Südkorea
Baek Sung-dong, Hwang Seok-ho, Ji Dong-won, Jung Sung-ryong (TW), Jung Woo-young, Ki Sung-yong, Kim Bo-kyung, Kim Chang-soo, Kim Hyun-sung, Kim Kee-hee, Kim Young-gwon, Koo Ja-cheol, Lee Beom-young (TW), Nam Tae-hee, Oh Jae-suk, Park Jong-woo, Park Chu-young, Yun Suk-young
Trainer:
Hong Myung-bo

Kursiv: Nicht eingesetzt.

Torschützenliste[Bearbeiten]

Rang Spieler Tore
1 BrasilianerBrasilianer Leandro Damião 6
2 SenegaleseSenegalese Moussa Konaté 5
3 MexikanerMexikaner Oribe Peralta 4
4 MexikanerMexikaner Giovani dos Santos 3
BrasilianerBrasilianer Neymar
ÄgypterÄgypter Mohamed Salah Ghaly
HonduranerHonduraner Jerry Bengtson
JapanerJapaner Yūki Ōtsu
9 ÄgypterÄgypter Mohamed Abo Treka 2
SüdkoreanerSüdkoreaner Park Chu-young
AraberAraber Ismaeil Matar
BriteBrite Daniel Sturridge
JapanerJapaner Kensuke Nagai
14 BrasilianerBrasilianer Oscar 1
AraberAraber Rashed Eisa
WeißrusseWeißrusse Renan Bardini Bressan
HonduranerHonduraner Róger Espinoza
MarokkanerMarokkaner Abdelaziz Barrada
WeißrusseWeißrusse Dsmitry Baga
MarokkanerMarokkaner Zakaria Labyad
BrasilianerBrasilianer Hulk
BriteBrite Craig Bellamy
MexikanerMexikanerJorge Enríquez
SüdkoreanerSüdkoreaner Koo Ja-cheol
MexikanerMexikaner Javier Cortés
Rang Spieler Tore
14 WeißrusseWeißrusse Andrej Warankou 1
ÄgypterÄgypter Marwan Mohsen
BrasilianerBrasilianer Alexandre Pato
UruguayerUruguayer Nicolás Lodeiro
BrasilianerBrasilianer Danilo
SenegaleseSenegalese Ibrahima Baldé
BriteBrite Ryan Giggs
BriteBrite Scott Sinclair
MexikanerMexikaner Héctor Herrera
UruguayerUruguayer Gastón Ramírez
SchweizerSchweizer Innocent Emeghara
NeuseeländnerNeuseeländner Chris Wood
GabunerGabuner Pierre-Emerick Aubameyang
SchweizerSchweizer Admir Mehmedi
SüdkoreanerSüdkoreaner Ji Dong-won
BriteBrite Aaron Ramsey
HonduranerHonduraner Mario Martínez
SüdkoreanerSüdkoreaner Kim Bo-kyung
BrasilianerBrasilianer Sandro
BrasilianerBrasilianer Rômulo
MexikanerMexikaner Javier Aquino
MexikanerMexikaner Marco Fabián
BrasilianerBrasilianer Rafael
JapanerJapaner Maya Yoshida

Anmerkung: Sortierung bei gleicher Torzahl gemäß Anzahl Torvorlagen, bzw. gespielter Zeit.[16]

Trivia[Bearbeiten]

  • Da für das britische Team die britische Hymne God Save the Queen gespielt wurde, die auch bei den Spielen der englischen Nationalmannschaft gespielt wird, bat der Waliser Ryan Giggs vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Uruguay in Cardiff (Wales) die Fans, ein Pfeifkonzert während der Hymne zu unterlassen.[17]
  • Das 0:2 gegen den Senegal war die erste Niederlage für Uruguay bei einem olympischen Fußballturnier. Für den Senegal, der erstmals teilnahm, war es der erste Sieg.
  • Ryan Giggs wurde mit seinem Tor zum 1:0 im Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 38 Jahren und 243 Tagen zum ältesten Torschützen der Turniergeschichte. Zuvor hielt den Rekord der 37-jährige Ägypter Hussein Hegazi, der am 29. Mai 1924 beim 3:0 gegen Ungarn ein Tor erzielt hatte.[18][19]
  • Giovani dos Santos ist der erste Einwechselspieler, dem zwei Tore nach der Einwechslung gelangen.[18]
  • Der Schweizer Michel Morganella wurde nach dem Spiel gegen Südkorea von der Schweizer Delegation ausgeschlossen, da er per Twitter Spieler aus Südkorea beleidigt hatte.[20]
  • Erstmals stand keine europäische Mannschaft im Halbfinale, dafür jedoch zwei asiatische Mannschaften.
  • Japan ist das dritte Land nach Brasilien (1996 und 2008) und den USA (2000), das im gleichen Jahr sowohl die Frauen- als auch die Männermannschaft ins Halbfinale brachte.
  • Mexiko hat als erste mittelamerikanische Mannschaft das Finale erreicht und die Goldmedaille gewonnen.
  • Erstmals standen zwei asiatische Mannschaften im kleinen Finale um Platz 3.
  • Mit Mexiko und Südkorea stellte die Gruppe B zwei Medaillengewinner.
  • Das schnellste Tor erzielte Oribe Peralta in der 29. Sekunde des Finales zum 1:0 für Mexiko. Es ist zudem das schnellste Tor in einem von der FIFA organisierten Finalspiel.[21]

Frauenturnier[Bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten]

Die dem asiatischen Verband AFC zustehenden zwei Startplätze wurden in einem Rundenturnier zwischen den sechs Mannschaften Australien, China, Japan, Südkorea, Nordkorea und Thailand vom 1. bis 11. September 2011 in China ausgespielt. Dabei konnten sich Japan und Nordkorea durchsetzen. Dieser Hauptrunde vorhergegangen waren zwei Vorqualifikationsrunden, die im März bzw. Juni 2011 ausgetragen wurden.[22] Für die zweite Vorqualifikationsrunde, die in Jordanien ausgetragen wurde, hatten sich aus der ersten Runde Iran, Jordanien, Usbekistan, Vietnam und Thailand qualifiziert.[23] Beim Qualifikationsturnier setzte sich Thailand mit drei Siegen – davon einer am grünen Tisch nach der Disqualifikation der iranischen Mannschaft[24] – und einem Remis durch.

Die zwei Startplätze des afrikanischen Verbandes CAF wurden in insgesamt vier Qualifikationsrunden ausgespielt. In den entscheidenden Play-off-Spielen standen sich Nigeria und Kamerun sowie Südafrika und Äthiopien gegenüber. Die Hinspiele fanden am 27. August 2011 statt, die Rückspiele am 11. September (zwischen Äthiopien und Südafrika) bzw. 22. Oktober 2011 (zwischen Kamerun und Nigeria) statt. Südafrika und Kamerun konnten sich für das olympische Fußballturnier qualifizieren.[25]

Die zwei Mannschaften des nord- und mittelamerikanischen Verbands CONCACAF wurden 2012 in Kanada zwischen acht Mannschaften ausgespielt. Zu den drei vorqualifizierten Mannschaften aus Kanada, Mexiko und den USA kamen noch drei Mannschaften aus der Karibik und zwei aus Zentralamerika.[26] Bei Turnieren in der Dominikanischen Republik und Aruba vom 29. Juni bis 9. Juli 2011 qualifizierten sich die Dominikanische Republik, Haiti und Kuba für das Finalturnier.[27] Die zentralamerikanischen Teilnehmer des Finalturniers wurden bei einem Turnier vom 30. September bis 8. Oktober 2011 in Guatemala-Stadt ermittelt. Costa Rica und Guatemala setzten sich dabei durch. Das Finalturnier fand vom 19. bis 29. Januar 2012 in Vancouver statt. Bei dem Turnier qualifizierten sich Rekordolympiasieger USA und Gastgeber Kanada für London.[28]

Aus dem europäischen Verband UEFA qualifizierten sich die zwei besten europäischen Mannschaften der Fußball-Weltmeisterschaft 2011 vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in Deutschland. Hierbei erreichten nur zwei europäische Mannschaften das Halbfinale, Schweden und Frankreich, und qualifizierten sich dadurch. Die deutsche Mannschaft, die in der Vorrunde Frankreich klar geschlagen hatte, war im Viertelfinale unglücklich gegen den späteren Weltmeister Japan ausgeschieden. Zudem war Großbritannien als Gastgeber automatisch qualifiziert. Eine aus englischen und schottischen Spielerinnen bestehende und von der damaligen englischen Nationaltrainerin Hope Powell trainierte Mannschaft nahm als Team GB teil.

Der eine Startplatz des ozeanischen Verbandes OFC wurde im Frühjahr 2012 ausgespielt. Zunächst traten in Tonga im März die Teams aus Papua-Neuguinea, Samoa, Tonga und Vanuatu in einem Turnier „Jeder-gegen-Jeden“ gegeneinander an. Die beiden besten Mannschaften spielten dann den Teilnehmer aus, der Ende März/Anfang April gegen Neuseeland in Hin- und Rückspiel um den Startplatz in London spielte. Papua-Neuguinea setzte sich gegen Gastgeber Tonga durch und erreichte die Playoff-Spiele gegen Neuseeland.[29] Diese gewann Neuseeland mit 8:0 und 7:0 und qualifizierte sich als letzte Mannschaft für das olympische Frauenturnier.[30]

Bei der Sudamericano Femenino 2010 vom 4. bis 21. November 2010 in Ecuador wurden die zwei Startplätze des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL ausgespielt. In der Finalrunde setzten sich Brasilien und Kolumbien durch und qualifizierten sich als erste Mannschaften für das olympische Turnier.

Für das olympische Fußballturnier der Frauen konnten sich somit folgende Mannschaften qualifizieren:

3 aus Europa Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien (Gastgeber) FrankreichFrankreich Frankreich SchwedenSchweden Schweden
2 aus Südamerika BrasilienBrasilien Brasilien KolumbienKolumbien Kolumbien
2 aus Nord- und Mittelamerika KanadaKanada Kanada Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2 aus Afrika KamerunKamerun Kamerun SudafrikaSüdafrika Südafrika
2 aus Asien JapanJapan Japan Korea NordNordkorea Nordkorea
1 aus Ozeanien NeuseelandNeuseeland Neuseeland

Gruppenphase[Bearbeiten]

Die Auslosung der Gruppen fand am 24. April 2012 statt. Die qualifizierten Mannschaften wurden auf je vier Lostöpfe verteilt. Zudem wurden Gastgeber Großbritannien, Weltmeister Japan und Titelverteidiger USA als Gruppenkopf der Gruppen E bis G gesetzt.[15]

Lostöpfe des Frauenturniers:

Topf 1: Großbritannien (E1), Frankreich und Schweden
Topf 2: Kamerun, Südafrika, Kolumbien
Topf 3: Japan (F1), Nordkorea, Neuseeland
Topf 4: USA (G1), Kanada, Brasilien

Die Spiele des Frauenturniers begannen zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung der Olympischen Spiele. Die ersten beiden Spieltage jeder Gruppe wurden als Doppelveranstaltungen durchgeführt. Der dritte Spieltag fand jeweils parallel in verschiedenen Stadien statt. Für das Viertelfinale qualifizierten sich die drei Gruppensieger und -zweiten sowie die zwei besten Gruppendritten.

Gruppe E[Bearbeiten]

25. Juli 2012, 16:00 Uhr, Cardiff
Großbritannien Neuseeland 1:0 (0:0)
25. Juli 2012, 18:45 Uhr, Cardiff
Kamerun Brasilien 0:5 (0:2)
28. Juli 2012, 14:30 Uhr, Cardiff
Neuseeland Brasilien 0:1 (0:0)
28. Juli 2012, 17:15 Uhr, Cardiff
Großbritannien Kamerun 3:0 (2:0)
31. Juli 2012, 19:45 Uhr, Coventry
Neuseeland Kamerun 3:1 (1:0)
31. Juli 2012, 19:45 Uhr, London
Großbritannien Brasilien 1:0 (1:0)
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5:0 9
2 BrasilienBrasilien Brasilien 6:1 6
3 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 3:3 3
4 KamerunKamerun Kamerun 1:11 0

Gruppe F[Bearbeiten]

25. Juli 2012, 17:00 Uhr, Coventry
Japan Kanada 2:1 (2:0)
25. Juli 2012, 19:45 Uhr, Coventry
Schweden Südafrika 4:1 (3:0)
28. Juli 2012, 12:00 Uhr, Coventry
Japan Schweden 0:0
28. Juli 2012, 14:45 Uhr, Coventry
Kanada Südafrika 3:0 (1:0)
31. Juli 2012, 14:30 Uhr, London
Japan Südafrika 0:0
31. Juli 2012, 14:30 Uhr, Newcastle
Kanada Schweden 2:2 (1:2)
Rang Land Tore Punkte
1 SchwedenSchweden Schweden 6:3 5
2 JapanJapan Japan 2:1 5
3 KanadaKanada Kanada 6:4 4
4 SudafrikaSüdafrika Südafrika 1:7 1

Gruppe G[Bearbeiten]

25. Juli 2012, 17:00 Uhr, Glasgow
Vereinigte Staaten Frankreich 4:2 (2:2)
25. Juli 2012, 20:50 Uhr, Glasgow
Kolumbien Nordkorea 0:2 (0:1)
28. Juli 2012, 17:00 Uhr, Glasgow
Vereinigte Staaten Kolumbien 3:0 (1:0)
28. Juli 2012, 19:45 Uhr, Glasgow
Frankreich Nordkorea 5:0 (1:0)
31. Juli 2012, 17:15 Uhr, Manchester
Vereinigte Staaten Nordkorea 1:0 (1:0)
31. Juli 2012, 17:15 Uhr, Newcastle
Frankreich Kolumbien 1:0 (1:0)
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 8:2 9
2 FrankreichFrankreich Frankreich 8:4 6
3 Korea NordNordkorea Nordkorea 2:6 3
4 KolumbienKolumbien Kolumbien 0:6 0

Viertelfinale[Bearbeiten]

3. August 2012, 12:00 Uhr, Glasgow
SchwedenSchweden Schweden FrankreichFrankreich Frankreich 1:2 (1:2)
3. August 2012, 14:30 Uhr, Newcastle
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2:0 (1:0)
3. August 2012, 17:00 Uhr, Cardiff
BrasilienBrasilien Brasilien JapanJapan Japan 0:2 (0:1)
3. August 2012, 19:30 Uhr, Coventry
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien KanadaKanada Kanada 0:2 (0:2)

Halbfinale[Bearbeiten]

6. August 2012, 17:00 Uhr, London
FrankreichFrankreich Frankreich JapanJapan Japan 1:2 (0:1)
6. August 2012, 19:45 Uhr, Manchester
KanadaKanada Kanada Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3:4 n. V. (3:3, 1:0)

Spiel um Bronze[Bearbeiten]

9. August 2012, 13:00 Uhr, Coventry
KanadaKanada Kanada FrankreichFrankreich Frankreich 1:0 (0:0)

Finale[Bearbeiten]

Vereinigten Staaten Japan
Vereinigten StaatenVereinigten Staaten
9. August 2012 um 19:45 Uhr in London, (Wembley-Stadion)
Ergebnis: 2:1 (1:0)
Zuschauer: 80.203 *
Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (DeutschlandDeutschland Deutschland)
JapanJapan


Hope SoloChristie Rampone (C)Kapitän der Mannschaft, Rachel Buehler (80. Becky Sauerbrunn), Kelley O’Hara, Amy LePeilbetCarli Lloyd, Shannon Boxx, Megan Rapinoe (57. Lauren Cheney), Tobin HeathAbby Wambach, Alex Morgan
Trainerin: Pia Sundhage (SchwedenSchweden Schweden)
Miho FukumotoYukari Kinga, Azusa Iwashimizu, Saki Kumagai, Aya Sameshima (77. Mana Iwabuchi) − Aya Miyama (C)Kapitän der Mannschaft, Mizuho Sakaguchi (59. Asuna Tanaka), Nahomi Kawasumi, Homare SawaShinobu Ōno (86. Karina Maruyama), Yūki Ōgimi
Trainer: Norio Sasaki
Tor 1:0 Carli Lloyd (7.)
Tor 2:0 Carli Lloyd (53.)


Tor 2:1 Yūki Ōgimi (62.)
Gelbe Karten Abby Wambach (90.)

* Die Zuschauerzahl von 80.203 im Finale bedeutete olympischen und europäischen Rekord für ein Frauenländerspiel. Der bisherige Europarekord von 73.680 Zuschauern wurde beim Eröffnungsspiel der WM 2011 in Berlin erreicht. Nur das WM-Finale 1999 zwischen den USA und China sahen mit 90.185 mehr Zuschauer.

Medaillenränge[Bearbeiten]

Rang Medaillengewinnerinnen
Gold
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
Nicole Barnhart (TW), Shannon Boxx, Rachel Buehler, Lauren Cheney, Tobin Heath, Amy LePeilbet, Sydney Leroux, Carli Lloyd, Heather Mitts, Alex Morgan, Kelley O’Hara, Heather O’Reilly, Christie Rampone, Megan Rapinoe, Amy Rodriguez, Becky Sauerbrunn, Hope Solo (TW), Abby Wambach
Trainerin: Pia Sundhage (SchwedenSchweden Schweden)
Silber
JapanJapan
Japan
Kozue Andō, Miho Fukumoto (TW), Mana Iwabuchi, Azusa Iwashimizu, Ayumi Kaihori (TW), Nahomi Kawasumi, Yukari Kinga, Saki Kumagai, Karina Maruyama, Aya Miyama, Yūki Ōgimi, Shinobu Ōno, Mizuho Sakaguchi, Aya Sameshima, Homare Sawa, Megumi Takase, Asuna Tanaka, Kyōko Yano
Trainer: Norio Sasaki
Bronze
KanadaKanada
Kanada
Candace Chapman, Jonelle Filigno, Robyn Gayle, Kaylyn Kyle, Karina LeBlanc (TW), Diana Matheson, Erin McLeod (TW), Carmelina Moscato, Marie-Eve Nault, Kelly Parker, Desiree Scott, Sophie Schmidt, Lauren Sesselmann, Christine Sinclair, Chelsea Stewart, Melissa Tancredi, Brittany Timko, Rhian Wilkinson
Trainer: John Herdman (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien [England])

Kursiv: Nicht eingesetzt.

Torschützenliste[Bearbeiten]

Rang Spielerin Tore
1 KanadierinKanadierin Christine Sinclair 6
2 US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Abby Wambach 5
3 KanadierinKanadierin Melissa Tancredi 4
US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Carli Lloyd
5 US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Alex Morgan 3
US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Megan Rapinoe
BritinBritin Steph Houghton
JapanerinJapanerin Yūki Ōgimi
9 FranzösinFranzösin Élodie Thomis 2
BrasilianerinBrasilianerin Cristiane
NordkoreanerinNordkoreanerin Kim Song-hui
SchwedinSchwedin Nilla Fischer
SchwedinSchwedin Lotta Schelin
BrasilianerinBrasilianerin Marta
FranzösinFranzösin Laura Georges
FranzösinFranzösin Marie-Laure Delie
FranzösinFranzösin Wendie Renard
18 SchwedinSchwedin Marie Hammarström 1
JapanerinJapanerin Shinobu Ōno
Rang Spielerin Tore
18 SchwedinSchwedin Sofia Jakobsson 1
BrasilianerinBrasilianerin Francielle
JapanerinJapanerin Aya Miyama
KanadierinKanadierin Diana Matheson
FranzösinFranzösin Camille Catala
US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Sydney Leroux
FranzösinFranzösin Eugénie Le Sommer
SüdafrikanerinSüdafrikanerin Portia Modise
KamerunerinKamerunerin Gabrielle Onguéné
KanadierinKanadierin Jonelle Filigno
SchwedinSchwedin Lisa Dahlkvist
NeuseeländerinNeuseeländerin Sarah Gregorius
BritinBritin Casey Stoney
BritinBritin Jill Scott
NeuseeländerinNeuseeländerin Rebecca Smith
BrasilianerinBrasilianerin Renata Costa
JapanerinJapanerin Mizuho Sakaguchi
JapanerinJapanerin Nahomi Kawasumi
FranzösinFranzösin Gaëtane Thiney
ET KamerunerinKamerunerin Ysis Sonkeng 1

Anmerkung: Sortierung bei gleicher Torzahl gemäß Anzahl Torvorlagen, bzw. gespielter Zeit.[31]

Trivia[Bearbeiten]

  • Die brasilianische Spielerin Formiga ist die einzige Teilnehmerin, die seit 1996 an allen bisher ausgetragenen olympischen Fußballturnieren der Frauen teilgenommen hat. Sie hat zudem die meisten Spiele (24) bestritten.[32]
  • Die brasilianische Spielerin Cristiane erzielte mit dem 4:0 zum 5:0-Sieg im ersten Spiel gegen Kamerun ihr 11. Tor bei Olympischen Spielen und wurde damit alleinige Rekordhalterin (zuvor zusammen mit Birgit Prinz). Im Spiel gegen Neuseeland verbesserte sie den Rekord auf zwölf Tore.
  • Beim Spiel Kolumbien gegen Nordkorea wurde versehentlich bei der Mannschaftsvorstellung auf der Videowand die südkoreanische Flagge gezeigt, woraufhin die nordkoreanischen Spielerinnen den Platz verließen. Erst nach einer Entschuldigung der Olympia-Organisatoren konnte das Spiel mit einer einstündigen Verspätung beginnen.[33]
  • Das 0:5 gegen Frankreich ist die höchste Niederlage in der Länderspielgeschichte Nordkoreas.
  • Die USA haben mit ihren drei Siegen in der Vorrunde sowie den drei Siegen in der K.-o.-Runde den bisherigen Rekord von Norwegen mit sechs Siegen in Folge zwischen 2000 und 2008 auf elf Siege in Folge seit 2008 ausgedehnt. Die letzte Niederlage der USA fand am 6. August 2008 gegen Norwegen statt.
  • Mit 70.584 Zuschauern wurde beim Spiel Großbritannien gegen Brasilien die höchste Zuschauerzahl bei einem Spiel einer britischen Frauenmannschaft erreicht. Die alte Bestmarke wurde am 26. Dezember 1920 aufgestellt, als 53.000 Anhänger in den Liverpooler Goodison Park kamen, um ein Spiel zwischen Dick Kerr Ladies und St. Helen's zu sehen.[34]
  • Durch den Sieg der USA im Viertelfinale ist Pia Sundhage mit neun Siegen – der von ihr betreuten Mannschaft – die Trainerin mit den meisten Siegen. Den Rekord hielt zuvor April Heinrichs mit acht Siegen (ebenfalls USA zwischen 2000 und 2004).[35] Durch den Sieg im Finale wurde der Rekord auf elf Spiele gesteigert.
  • Erstmals standen sich im Finale die Finalisten der letzten Weltmeisterschaft gegenüber, aber erneut konnte der Weltmeister nicht die Goldmedaille gewinnen.
  • Christie Rampone ist die erste Spielerin, die in vier Olympischen Finalspielen stand und zusammen mit Shannon Boxx und Heather O’Reilly (2012 ohne Finaleinsatz) die erste Spielerin, die dreimal die Goldmedaille gewann. Zudem gewann Rampone in Sydney die Silbermedaille.
  • Bibiana Steinhaus ist die erste Schiedsrichterin, die sowohl ein WM-Finale als auch das Finale bei den Olympischen Spielen leitete. Bei den Männern gelang das zuvor William Ling (1948 und 1954) und Pierluigi Collina (1996 und 2002) in umgekehrter Reihenfolge und mit größerem Zeitabstand.
  • Mit Christine Sinclair wurde erstmals eine Spielerin mit mehr als fünf Toren Torschützenkönigin.
  • Die USA stellten mit 16 Toren einen neuen Rekord für das Frauenturnier auf. Den bisherigen Rekord von 15 Toren hatte Brasilien 2004 aufgestellt.

Schiedsrichter[Bearbeiten]

Schiedsrichter
DeutschlandDeutschland Felix Brych
JapanJapan Yūichi Nishimura
MexikoMexiko Roberto Garcia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Geiger
NorwegenNorwegen Svein Oddvar Moen
AustralienAustralien Ben Williams
GambiaGambia Bakary Gassama
TunesienTunesien Slim Jedidi
BolivienBolivien Raul Orosco
KolumbienKolumbien Wilmar Roldan
VenezuelaVenezuela Juan Soto
NeuseelandNeuseeland Peter O’Leary
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mark Clattenburg
TschechienTschechien Pavel Královec
ItalienItalien Gianluca Rocchi
UsbekistanUsbekistan Ravshan Ermatov
Schiedsrichterinnen
DeutschlandDeutschland Bibiana Steinhaus
JapanJapan Sachiko Yamagishi
MexikoMexiko Quetzalli Alvarado
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kari Seitz
NorwegenNorwegen Christina Pedersen
KanadaKanada Carol Anne Chenard
ArgentinienArgentinien Jesica Di Iorio
FinnlandFinnland Kirsi Heikkinen
GriechenlandGriechenland Thalia Mitsi
SchwedenSchweden Jenny Palmqvist
Korea SudSüdkorea Hong Eun Ah
KamerunKamerun Thérèse Neguel

Medaillenspiegel Fußball[Bearbeiten]

Medaillenspiegel Fußball
Platz Land G S B Gesamt
1 MexikoMexiko Mexiko 1 1
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 1
3 BrasilienBrasilien Brasilien 1 1
3 JapanJapan Japan 1 1
5 Korea SudSüdkorea Südkorea 1 1
5 KanadaKanada Kanada 1 1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. “Olympic Football Tournament, London 2012” (PDF; 1,2 MB) Website der FIFA. Abgerufen am 26. August 2010. (englisch).
  2. “Football Schedule” (PDF; 2,6 MB) Website von London 2012. Abgerufen am 15. Februar 2011. (englisch).
  3. Reglement Olympische Fussballturniere London 2012 (PDF; 490 kB).
  4. “2012 Olympics qualifying draw results” Website der AFC. Abgerufen am 13. Februar 2011 (englisch).
  5. FIFA.com: Korea Republik löst Olympia-Ticket.
  6. Japan und VAE in London dabei.
  7. FIFA.com: 15 Teams träumen von Gold, zwei von London.
  8. FIFA.com: Senegal jubelt und bucht Olympia-Ticket.
  9. “Olympic qualifying” Website der CONCACAF. Abgerufen am 13. Februar 2011. (englisch).
  10. FIFA.com: Mexiko und Honduras buchen London-Tickets.
  11. a b FIFA.com: Olympische Fussballturniere London 2012/Qualifikation.
  12. “British Football Team for 2012” Website des Magazins WorldFootballInsider. Abgerufen am 26. August 2010. (englisch).
  13. FIFA.com: Olympisches Fussballturnier der Frauen London 2012/Qualifikation.
  14. Turnierplan des OFC-Qualifikationsturnieres.
  15. a b FIFA.com: Die Auslosung zeigt den Weg zum Gold auf.
  16. FIFA.com: Olympische Fussballturniere London 2012 - Statistik - Spieler - Meiste Tore
  17. „Endspiel“ in Cardiff: Briten fürchten eigene Fans auf Sportschau.de
  18. a b FIFA.com: Stars glänzend aufgelegt - Spanien draußen.
  19. FIFA.com: Match-Report Ägypten - Ungarn.
  20. FIFA.com: Schweizer schließen Fussballer aus.
  21. FIFA.com: Statistik des Tages 12. August 2012 (abgerufen am 13. August 2012)
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRoad for Asian women’s teams to London Olympics. AFC, 8. Februar 2011, abgerufen am 13. Februar 2011 (englisch).
  23. Fünf Nationen träumen von London. FIFA, 28. März 2011, abgerufen am 20. Juni 2012.
  24. Kopftücher sind für FIFA tabu. Kleine Zeitung, 7. Juni 2011, abgerufen am 20. Juni 2012.
  25. Qualifikation. FIFA, abgerufen am 20. Juni 2012.
  26. Olympic qualifying, Pan Ams berths allocated. CONCACAF, 13. Oktober 2010, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).
  27. Dominicans reach CONCACAF women's finals. CONCACAF, 9. Juli 2011, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).
  28. Women's Olympic Qualifying CONCACAF 2012. CONCACAF, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).
  29. Turnierplan Ozeanien-Qualifikation.
  30. oceaniafootball.com: Papua New Guinea 0 - 7 New Zealand.
  31. FIFA.com: Olympische Fussballturniere London 2012 - Statistik - Spieler - Meiste Tore
  32. FIFA.com: Statistik des Tages (abgerufen 26. Juli 2012).
  33. spiegel.de: Peinliche Verwechslung Südkoreas Flagge für Nordkoreas Fußballfrauen.
  34. FIFA.com: Die Viertelfinalduelle stehen fest.
  35. FIFA.com: Statistik des Tages (abgerufen 4. August 2012)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fußball bei den Olympischen Sommerspielen 2012 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien