Werben (Spreewald)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Werben führt kein Wappen
Werben (Spreewald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Werben hervorgehoben
51.812514.18722222222258Koordinaten: 51° 49′ N, 14° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Burg (Spreewald)
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 25,01 km²
Einwohner: 1689 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03096
Vorwahl: 035603
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 412
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 46
03096 Burg (Spreewald)
Webpräsenz: www.amt-burg-spreewald.de/content/rubrik/229.html
Bürgermeister: Joachim Dieke
Lage der Gemeinde Werben im Landkreis Spree-Neiße
Burg Briesen Dissen-Striesow Döbern Drachhausen Drehnow Drebkau Felixsee Forst Groß Schacksdorf-Simmersdorf Guben Guhrow Heinersbrück Hornow-Wadelsdorf Jämlitz-Klein Düben Jänschwalde Kolkwitz Neiße-Malxetal Neuhausen Peitz Schenkendöbern Schmogrow-Fehrow Spremberg Tauer Teichland Tschernitz Turnow-Preilack Welzow Werben WiesengrundKarte
Über dieses Bild

Werben, niedersorbisch Wjerbno, ist eine dem Amt Burg (Spreewald) im Landkreis Spree-Neiße zugehörige Gemeinde im südöstlichen Teil von Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Öffentliche Gebäude und Einrichtungen, Straßen, Wege, Plätze und Brücken sind zweisprachig beschriftet. Das Dorf liegt im Süden Brandenburgs zwischen Burg (Spreewald) und Cottbus.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gemeindeteile sind Brahmow (sorb. Brama) und Ruben (sorb. Rubyn).

Geschichte[Bearbeiten]

Hof Werben um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das Dorf wurde erstmals 1346 in einer Matrikel des Bistums Meißen erwähnt, existiert aber wahrscheinlich seit ca. 1000 und zählt somit zu den ältesten Dörfern des Spreewalds. Der Name geht auf das sorbische wjerba (deutsch: Weide) zurück. Die für die örtlichen Verhältnisse mächtige Kirche zeugt davon, dass das ehemalige Angerdorf einst ein wichtiges Kirchdorf der Region war und wichtigen Adelsfamilien als Sitz diente. Im Jahr 1826 wurde ein erstes Schulhaus gebaut, welches bis dahin übliche private Provisorien ablöste. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand eine neue Schule, die heute als Kulturzentrum dient. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im April 1945 bei den Kämpfen um Werben die Kirche schwer beschädigt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Werben:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 2 022
1890 1 995
1910 1 886
1925 1 821
1933 1 839
1939 1 922
1946 2 439
1950 2 254
1964 1 814
1971 1 719
Jahr Einwohner
1981 1 627
1985 1 553
1989 1 560
1990 1 539
1991 1 511
1992 1 513
1993 1 541
1994 1 564
1995 1 651
1996 1 744
Jahr Einwohner
1997 1 838
1998 1 891
1999 1 927
2000 1 942
2001 1 926
2002 1 908
2003 1 900
2004 1 872
2005 1 865
2006 1 842
Jahr Einwohner
2007 1 843
2008 1 812
2009 1 795
2010 1 763
2011 1 719
2012 1 700
2013

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[2].

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 6 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die in wendischer Backsteingotik ausgeführte Dorfkirche Werben, welche das Wahrzeichen des Ortes ist und Deckenmalereien von Feldfrüchten aufweist. Deshalb wird sie auch die „Gemüsekirche“ genannt. Auf der Denkmalliste steht auch der an der Hauptstraße befindliche, im Jahre 2003 erneuerte Gedenkstein zu Ehren des sorbisch/wendischen Dichters Mato Kosyk.

Die nur zwei Kilometer entfernte Zosna bietet für Wanderfreudige Möglichkeit zur aktiven Erholung: ein Laubwald mit uralten Eichen, Hainbuchen und bemerkenswerter Bodenflora.

Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Werben (Spreewald) aufgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Werben ist Standort für eine Kindertagesstätte, darüber hinaus gibt es die Spreewald-Grundschule Burg/Werben. Der Bahnhof Werben (Spreewald) lag an der Spreewaldbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der niedersorbische Dichter Mato Kosyk (1853-1940) wurde in Werben geboren. Der ehemalige Oberbürgermeister Magdeburgs und Preußische Finanzminister August Lentze (1860-1945) verstarb am 12. April 1945 in Werben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werben (Spreewald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien