Heinersbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heinersbrück
Heinersbrück
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinersbrück hervorgehoben
Koordinaten: 51° 49′ N, 14° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 23,98 km²
Einwohner: 598 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 176
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Horst Gröschke
Lage der Gemeinde Heinersbrück im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Heinersbrück, niedersorbisch Móst, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Peitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Das Gemeindegebiet umfasst insbesondere den Ortsteil Grötsch (niedersorbisch: Groźišćo) und die Wohnteile Radewiese (niedersorbisch: Radowiza) und Sawoda. Durch die Gemeinde fließt die Malxe.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1411 wurde die Gemeinde als Henrichsbrugk („Siedlung eines Heinrich an der Brücke“) erstmals urkundlich erwähnt und gehört somit zu den ältesten Siedlungsgebieten der Niederlausitz. Der Ortsteil Grötsch wurde sogar 1344 als Grods (Burgstätte) urkundlich erwähnt.

Wie der Name bereits bezeugt, ist die Geschichte des Ortes untrennbar mit dem Flüsschen Malxe verbunden. Der sorbische Ortsname „Most“ bedeutet ins Deutsche übersetzt ebenfalls „Brücke“. Heinersbrück ist als typisches, lang gezogenes Straßendorf angelegt, wohingegen der ehemalige Ortskern des Dorfes Grötsch einem Angerdorf entspricht.

Jahrhundertelang war das Dorf durch große Bauernwirtschaften geprägt; heutzutage bestimmt der angrenzende Tagebau Jänschwalde das Bild der Umgebung.

Am 26. Oktober 2003 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Grötsch im Zuge der Gemeindegebietsreform Brandenburgs in die Gemeinde Heinersbrück als Ortsteil eingegliedert.[3] Der Ort Radewiese gehört seit dem 1. Juli 1950 zu Heinersbrück.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 631
1890 648
1910 726
1925 707
1933 693
1939 810
1946 709
1950 865
1964 726
1971 709
Jahr Einwohner
1981 639
1985 620
1989 617
1990 613
1991 604
1992 588
1993 587
1994 594
1995 598
1996 602
Jahr Einwohner
1997 594
1998 620
1999 609
2000 620
2001 607
2002 624
2003 704
2004 691
2005 687
2006 683
Jahr Einwohner
2007 668
2008 652
2009 642
2010 632
2011 621
2012 621
2013 608
2014 598

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Heinersbrück besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück 4 Sitze
  • Wählergruppe Radewiese 2 Sitze
  • Einzelbewerber André Wenzke 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Angele Zeptner 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Gröschke (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 82,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. Februar 2010 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot über erniedrigtem blauen Schildfuß eine goldene Bohlenbrücke, darauf auf einem golden-gesattelten und -gezäumten silbernen Pferd linkshin reitend ein golden-bekrönter und -gegürteter, hersehender silberner König mit einem aufgerichteten und golden-begrifften silbernen Schwert in der Rechten; im rechten Obereck begleitet von einem goldenen Hochkreuz.“[9]

Hintergrund: Der Ortssage nach geht die Bezeichnung des Ortsnamens auf Heinrich II. (HRR) zurück. Er ließ einen Knüppeldamm und eine Holzbrücke erbauen, um die Überquerung der morastigen Malxe und ihrer Uferregion zu erleichtern und auch mehrmals bei Feldzügen Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden sind.[10]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Heinersbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum Sorbische Bauernstube, mit dem Schwerpunkt die sorbisch/wendischen Handwerkstechniken zu erhalten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Heinersbrück
  • Backsteinkirche, neu erbaut in den Jahren 1900/1901.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Heinersbrück gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 18–21
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  10. Informationen über die Gemeinde Heinersbrück auf den Seiten des Amtes Peitz (abgerufen am 6. Mai 2010)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinersbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien