Heinersbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heinersbrück
Heinersbrück
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinersbrück hervorgehoben
Koordinaten: 51° 49′ N, 14° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 23,98 km2
Einwohner: 602 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 176
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Horst Gröschke (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück)
Lage der Gemeinde Heinersbrück im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Heinersbrück, niedersorbisch Móst, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg. Sie ist Teil des Amtes Peitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinersbrück grenzt im Südwesten an des Stadtgebiet von Cottbus. Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch die Gemeinde fließt die Malxe.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst den Ortsteil Grötsch (niedersorbisch: Groźišćo) und die Wohnplätze Ausbau, Radewiese (Radowiza) und Sawoda (Zawóda).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinersbrück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1411 wurde die Gemeinde als Henrichsbrugk („Siedlung an der Brücke eines Heinrich“) erstmals urkundlich erwähnt. Wie der Name bezeugt, ist die Geschichte des Ortes untrennbar mit dem Flüsschen Malxe verbunden. Der niedersorbische Name Móst bedeutet Brücke. Heinersbrück ist als typisches, lang gezogenes Straßendorf angelegt. Seit 1462 gehörte der Ort in der Herrschaft Peitz zum Kurfürstentum Brandenburg der Hohenzollern.

Jahrhundertelang war das Dorf durch große Bauernwirtschaften geprägt; die Bevölkerung war überwiegend sorbischsprachig. Bis heute haben sich einige Bräuche erhalten, die Trachten waren charakteristisch.[4][5]

Am 1. Juli 1950 wurde der Ort Radewiese in Heinersbrück eingemeindet.[6] Seit den 1950er Jahren bestimmt der angrenzende Tagebau Jänschwalde das Bild der Umgebung.

Grötsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Grötsch wurde bereits 1344 als Grods (von altsorbisch gród, Burg) urkundlich erwähnt. Der Ortskern ist ein Angerdorf.

Am 26. Oktober 2003 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde im Zuge der Gemeindegebietsreform Brandenburgs in die Gemeinde Heinersbrück als Ortsteil eingegliedert.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 631
1890 648
1910 726
1925 707
1933 693
1939 810
1946 709
1950 865
1964 726
1971 709
Jahr Einwohner
1981 639
1985 620
1989 617
1990 613
1991 604
1992 588
1993 587
1994 594
1995 598
1996 602
Jahr Einwohner
1997 594
1998 620
1999 609
2000 620
2001 607
2002 624
2003 704
2004 691
2005 687
2006 683
Jahr Einwohner
2007 668
2008 652
2009 642
2010 632
2011 621
2012 621
2013 608
2014 598
2015 602

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[8][9] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Heinersbrück besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück 4 Sitze
  • Wählergruppe Radewiese 2 Sitze
  • Einzelbewerber André Wenzke 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Angele Zeptner 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Gröschke (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 82,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. Februar 2010 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot über erniedrigtem blauen Schildfuß eine goldene Bohlenbrücke, darauf auf einem golden-gesattelten und -gezäumten silbernen Pferd linkshin reitend ein golden-bekrönter und -gegürteter, hersehender silberner König mit einem aufgerichteten und golden-begrifften silbernen Schwert in der Rechten; im rechten Obereck begleitet von einem goldenen Hochkreuz.“[13]

Hintergrund: Der Ortssage nach geht die Bezeichnung des Ortsnamens auf Heinrich II. (HRR) zurück. Er ließ einen Knüppeldamm und eine Holzbrücke erbauen, um die Überquerung der morastigen Malxe und ihrer Uferregion zu erleichtern und auch mehrmals bei Feldzügen Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden sind.[14]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Heinersbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Kirche in Heinersbrück
  • Backsteinkirche, neu erbaut in den Jahren 1900/1901

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sorbische Bauernstube mit sorbisch/wendischer Kultur, über 50 Trachten und Informationen zu traditionellen Handwerkstechniken[15]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinersbrück liegt an der Bundesstraße 97 zwischen Groß Gastrose und der Anschlussstelle Roggosen der Autobahn A 15 (Dreieck Spreewald–polnische Grenze).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Heinersbrück gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Heinersbrück
  4. Abendmahlstracht aus Heinersbrück Deutsche Fotothek
  5. Halstuch aus Heinersbrück, um 1920, Wendisches Museum Cottbus
  6. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 18–21
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  14. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.peitz.deInformationen über die Gemeinde Heinersbrück auf den Seiten des Amtes Peitz (abgerufen am 6. Mai 2010)
  15. Bauernstube Heinersbrück erweitert Lausitzer Rundschau vom 2. Dezember 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinersbrück/Móst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien