Foggia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Foggia (Begriffsklärung) aufgeführt.
Foggia
Wappen
Foggia (Italien)
Foggia
Staat Italien
Region Apulien
Provinz Foggia (FG)
Koordinaten 41° 28′ N, 15° 33′ OKoordinaten: 41° 27′ 51″ N, 15° 32′ 46″ O
Höhe 76 m s.l.m.
Fläche 507 km²
Einwohner 151.726 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 299 Einw./km²
Postleitzahl 71121/71122
Vorwahl 0881
ISTAT-Nummer 071024
Volksbezeichnung Foggiani
Schutzpatron Madonna dei sette veli
Website Foggia

Foggia ist die Hauptstadt der gleichnamigen italienischen Provinz Foggia, in der Region Apulien.

Die 151.726 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016) zählende Stadt ist Zentrum der landwirtschaftlich geprägten Ebene von Foggia.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zweiten Punischen Krieg wurde Foggia (damals Herdonia) von römischer und karthagischer Seite bei der ersten und Zweiten Schlacht von Herdonia umkämpft. Es war später Teil des römischen Reichs.

1222 verlegte Kaiser Friedrich II. seine Residenz von Palermo nach Foggia. Sein Kaiserliches Residenzschloss ist nicht mehr erhalten, lediglich eine Inschrift, ein Portalbogen und das Gefäß eines Brunnens sind noch vorhanden.

Am 20. März 1731[2] wurde die Altstadt von einem Erdbeben weitgehend zerstört, es gab etwa 2000 Tote. Die Kathedrale Santa Maria Icona Vetere ist teilweise in der Folgezeit im Stil des Barock neu errichtet worden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden bei alliierten Luftangriffen 75 Prozent der Wohngebäude zerstört oder schwer beschädigt.[3] Um Foggia befanden sich zahlreiche anfangs von der deutschen Luftwaffe genutzte Flugplätze, die im Herbst 1943 in die Hand der Alliierten fielen und anschließend primär von der amerikanischen Fifteenth Air Force zu Angriffen im südeuropäischen Raum sowie für die Combined Bomber Offensive gegen das Deutsche Reich benutzt wurden (→ Foggia Airfield Complex).

Am 2. Juni 1944 diente Foggia als Ausgangsbasis für den ersten Angriff der Operation Frantic: 130 viermotorige Bomber und 70 Jagdflugzeuge der USAAF starteten in Foggia, um Treibstoffanlagen in Ungarn und Rumänien anzugreifen. Danach landeten sie in Poltawa (Ukraine) und flogen am nächsten Tag zurück, wobei sie unterwegs Flugplätze in Rumänien bombardierten. Derartige Angriffe waren von England aus wegen der begrenzten Reichweite nicht möglich.

Foggia ist Partnerstadt von Göppingen; denn im Mittelalter befand sich hier die Lieblingsresidenz von Kaiser Friedrich II., der sich dort häufig aufhielt. Foggias zweite Partnerstadt ist die Kleinstadt Pescasseroli in der Region Abruzzen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Handelszentrum und Sitz von Papier-, Chemie-, Lebensmittel- und Dieselmotorindustrie. Foggia hat einen Verkehrsflughafen.

In Foggia geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Foggia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Saverio Russo (Hrsg.): Storia di Foggia in età moderna. Edipuglia, Bari 1992, ISBN 88-7228-098-2, S. 112 (italienisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 14. Januar 2017]).
  3. Claudia Baldoli, Andrew Knapp: Forgotten Blitzes: France and Italy Under Allied Air Attack, 1940–1945. Bloomsbury, 2012, S. 7