Fynn Kliemann

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Fynn Kliemann

Daniele Rizzo (links) und Fynn Kliemann (rechts) beim Webvideopreis 2017.

Allgemeine Informationen
Sprache Deutsch
Genre Comedy, Do it yourself, Vlog, Musik, Heimwerken
Gründung 30. August 2009 (Fynn Kliemann)
6. April 2016 (Kliemannsland)
9. Januar 2014 (Fynn Kliemann Musik,
ursprünglich „fimbim“)
Kanäle Fynn Kliemann (Heimwerkerking)
Kliemannsland
Fynn Kliemann Musik
Abonnenten über 400.000 (Fynn Kliemann)
über 300.000 (Kliemannsland)
über 60.000 (Fynn Kliemann Musik)
Aufrufe über 30.000.000 (Fynn Kliemann)
über 40.000.000 (Kliemannsland)
über 3.500.000 (Fynn Kliemann Musik)

Fynn Kliemann (* 1. Mai 1990[1]) ist ein deutscher Webdesigner, Unternehmer, Musiker, Autor, Schauspieler und YouTuber. Er ist vorwiegend für seine drei YouTube-Kanäle „Fynn Kliemann“ (Der Heimwerkerking), das „Kliemannsland“ und „Fynn Kliemann Musik“ (ursprünglich „fimbim“) bekannt. Er ist Geschäftsführer und Webdesigner in seiner eigenen Agentur Herrlich Media[2] sowie Inhaber, Gesellschafter und Geschäftsführer einiger weiterer Unternehmen.

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

YouTube-Kanäle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Kanäle von Fynn Kliemann sind werbefrei und werden nicht durch bezahlte Produktplatzierungen unterstützt. Das Projekt „Kliemannsland“ wird jedoch zusammen mit dem NDR Fernsehen mit Geldern von Funk finanziert.

Fynn Kliemann – Der Heimwerkerking[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Kanal dokumentiert Kliemann diverse private Projekte, die durch einen schnellen Schnittstil, Dilettantismus, Humor und häufige Missgeschicke schnell Bekanntheit erlangten. Anfang 2016 kopierte die Baumarktkette Hornbach für ein Werbevideo diesen Stil und erzeugte dadurch einen Shitstorm.[3][4]

Das Kliemannsland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kliemannsland[5] ist eine Webserie aus der Produktion von Funk, die auf einem weitläufigen Hof in Rüspel spielt, der nach und nach zu einem Zentrum für Kreative umgebaut wird. Das Kliemannsland hat 2017 den Webvideopreis Deutschland in der Kategorie „Lifestyle“ gewonnen[6] sowie den Studio Hamburg Nachwuchspreis in der Kategorie „Bestes Entertainment“.[7] Das Format war anfangs eng mit dem Websender Rocket Beans TV verbunden[8] und es kam häufig zu gemeinsamen Sendungen; außerdem werden die Folgen des Kliemannslandes im regulären Programm von RBTV ausgestrahlt. Im Sommer 2017 fand das Netzwerktreffen von Viva con Agua mit 500 Teilnehmern auf dem Gelände des Kliemannslandes statt.[9] Der Kanal veröffentlicht mindestens ein Video pro Woche und enthält mittlerweile mehrere Formate über Musik, Gärtnerei, das Dorfleben oder Bauprojekte, außerdem kommt es regelmäßig zu Kooperationen innerhalb des NDR und des Funk-Programms und es gibt immer wieder größere Veranstaltungen wie einen Weihnachtsmarkt, Konzerte, einen Flohmarkt oder Liveprogramm.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kliemann macht seit seiner Jugend Musik – die laut eigener Aussage zweitwichtigste Sache in seinem Leben nach seiner Freundin Franzi. Zunächst spielte er Schlagzeug, später war er Gitarrist eines Singer-Songwriter-Duos, mit dem er zu Beginn seiner Ausbildung sein erstes Album produzierte:

„Mit der Platte sind wir auf Tour gegangen. Wir haben so 'n VW Caddy ausgebaut und sind für etwa anderthalb Monate durch Deutschland, Österreich, Frankreich und so gefahren, haben die Platte auf der Straße verkauft und hatten dann halt Spritgeld. So hat das irgendwie angefangen.“

Fynn Kliemann

Als sein musikalischer Weggefährte Philip sich selbstständig machte, begann Kliemann mit der Musikproduktion am Computer. Neben gelegentlichen Liveauftritten mit Loopstations veröffentlichte er einzelne Titel auf YouTube und Facebook. Als die Plattenfirma Four Music auf ihn aufmerksam wurde und ihm einen Plattenvertrag anbot, lehnte Kliemann ab und beschloss, sein erstes Soloalbum in Eigenregie zu produzieren, wofür er das Label two Finger Records gründete.[10]

Auf dem YouTube-Kanal „Fynn Kliemann Musik“[11] (vormals „fimbim“) veröffentlichte Fynn Kliemann zu Beginn kürzere Musikstücke, häufig auf Basis von Loop-Sessions. Später kamen die Lieder aus seinen Heimwerkervideos hinzu. Am 8. Juni 2018 erschien auf dem Kanal Kliemanns erste Single „Morgen“,[12] gleichzeitig wurde der Vorverkauf seines Debütalbums „nie“ gestartet, das am 28. September 2018 veröffentlicht und nur ein einziges Mal physisch produziert werden soll – genau in der Anzahl der Vorbestellungen:

„Ich werde das Album nur ein einziges Mal physisch produzieren, weil ich die verschwenderische Produktion von Musik nicht so geil finde und nicht möchte, dass die Platte wegen Überproduktion irgendwann bei nem Discounter in der Grabbelschütte liegt.“

Fynn Kliemann[13]

Physisch wird „nie“ als CD und Schallplatte erhältlich sein, darüber hinaus wurde eine Verfügbarkeit des Albums auf gängigen Download- und Streamingportalen wie iTunes[14] oder Spotify[15] angekündigt.

Schauspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fynn Kliemann spielte einen Forstarbeiter im Detlef-Buck-Film Bibi & Tina: Tohuwabohu Total. 2017 war er in einer Gastrolle als Polizeibeamter in der Mystery-Serie Wishlist zu sehen sowie in einer Sprecherrolle der Minecraft-Serie Antarktika zu hören. Beide Webserienformate werden von dem öffentlich-rechtlichen Medienangebot Funk produziert. 2017 und 2018 hatte er in der Comedyserie Dittsche einen Gastauftritt.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Mit seinen 28 Jahren hat der gelernte Mediengestalter und YouTube-Star…" deutschlandfunkkultur. Abgerufen am 12.06.2018.
  2. Team. Website von Herrlich Media, abgerufen am 18. Dezember 2017.
  3. Hornbach baut einen Waldlaufsimulator. Und läuft direkt in den Shitstorm. In: markenfaktor. Abgerufen am 26. September 2017 (deutsch).
  4. Mathis Vogel: Soziale Medien: Gesehen werden | ZEIT Campus. In: Die Zeit. 26. September 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 26. September 2017]).
  5. NDR: Voll auf Funk: Heimwerker-König baut eigenes Reich. Abgerufen am 26. September 2017.
  6. Preisträger 2017 | Webvideopreis Deutschland. Abgerufen am 26. September 2017.
  7. Die Preisträger 2017. In: Studio Hamburg GmbH. Abgerufen am 26. September 2017.
  8. Fynn Kliemann. In: Bohnen Wiki. Abgerufen am 26. September 2017.
  9. 500 Mann im Kliemannsland – Logbuch #8. In: Kliemannsland. 3. August 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  10. Fynn Kliemann über seine erste Single "Morgen", das Album "Nie" und schwere Themen, YouTube.com
  11. YouTube-Kanal Fynn Kliemann Musik. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  12. Fynn Kliemann Musik: MORGEN - fynn kliemann | Album: nie | offizielles Video. 8. Juni 2018, abgerufen am 12. Juni 2018.
  13. [1], Hintergrundinformationen zu „nie“
  14. „Nie“ von Fynn Kliemann. 28. September 2018, abgerufen am 14. Juni 2018 (deutsch).
  15. Morgen. 8. Juni 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.