Heeslingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heeslingen
Heeslingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heeslingen hervorgehoben
53.3166666666679.333333333333319Koordinaten: 53° 19′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Zeven
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 82,3 km²
Einwohner: 4652 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27404
Vorwahlen: 04281 (auch 04287)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 021
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 4
27404 Zeven
Webpräsenz: www.heeslingen.de
Bürgermeister: Gerhard Holsten (CDU)
Lage der Gemeinde Heeslingen im Landkreis Rotenburg (Wümme)
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Heeslingen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Zeven im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Heeslingen liegt etwa 5 km östlich von Zeven in der Zevener Geest. Durch die Ortschaft fließt die Oste.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Neben der Ortschaft Heeslingen gehören zur Gemeinde die Ortsteile Boitzen, Freyersen, Meinstedt, Sassenholz, Steddorf, Weertzen, Wense und Wiersdorf Osterheeslingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Älteste Siedlungsspuren werden auf die mittlere Steinzeit vor über 6000 Jahren datiert, aus der jüngeren Steinzeit vor über 3700 Jahren sind etliche Megalithgräber vorhanden.

Aus Urkunden kann nachgewiesen werden, dass 961 ein Kloster in Heeslingen gegründet wurde. Die frühromanische Feldsteinkirche ist die älteste dieser Art zwischen Elbe und Weser. Heeslingen diente wohl auch als von vielen Mooren umgebener Fluchtort in der Zeit der normannischen Übergriffe auf die Städte an Elbe und Weser. So wurde Hamburg 845 von dänischen Wikingern und 915 von slawischen Abodriten zerstört. Ein Höhepunkt der Entwicklung Heeslingens war 1038 die Verleihung des Marktrechts durch den salischen Kaiser Konrad II. Diese bedeutende Phase endete 1141 durch die Verlegung des Klosters ins nahegelegene Zeven während der vorübergehenden Herrschaft Albrecht des Bären als Herzog von Sachsen.

Heinrich Himmler wurde im Mai 1945 im Ortsteil Meinstedt durch das britische Militär gefasst.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 955 Heslinge, 988 Hasalinge und um 1059 Heslinga.

Am ehesten stammt der Ortsname Heeslingen vom Haselnussstrauch ab (hasel, hassel). Die Endung „-ing“ bedeutet „Ort“ oder „Stelle“. Heeslingen bedeutet also der „Ort am Haselnussstrauch“.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Boitzen, Meinstedt, Sassenholz, Steddorf, Weertzen, Wense und Wiersdorf eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die St.-Viti-Kirche wurde etwa 961 aus Feldsteinen im romanischen Stil erbaut und ist damit der wohl älteste erhaltene Kirchenbau zwischen Elbe und Weser. Sie war bis zu dessen Verlegung nach Zeven 1141 Sitz eines Kanonissenstifts. Der neugotische Turm wurde 1897 angebaut.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau eine mit dem Turm nach links gestellte, silberne Kirche über einem schräglinks liegenden goldenen Eichenblatt mit zwei Eicheln.

Das Wappen der Gemeinde zeigt eine perspektivisch nach nichtheraldisch rechts verlaufende silberne Kirche auf blauem Grund. Darunter befindet sich ein nach nichtheraldisch rechts liegendes goldenes Eichenblatt, von dessen Blattstiel zwei goldene Eicheln nach oben und unten ragen. Die Wappenkirche entspricht im Aussehen außerdem der Dorfkirche vor der Zerstörung des Glockenturms 1875.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Heeslingen liegt an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt, nordöstlich von Zeven oberhalb der Richtung Hamburg verlaufenden Bahnlinie[5]. Der Radfernweg Hamburg–Bremen verläuft durch die Gemeinde.

Sport[Bearbeiten]

In Heeslingen ist der in der Landesliga spielende Heeslinger SC, der Nachfolgeverein des TuS Heeslingen, ansässig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Börde Heeslingen. Fördergemeinschaft Gemeinde Heeslingen, 1984, ISBN 3-9229-1301-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heeslingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  4. http://www.kirche-heeslingen.de/index.php/die-kirche
  5. alter Bahnhof Heeslingen