Großer Preis von Deutschland 1979

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Flag of Germany.svg Großer Preis von Deutschland 1979
Renndaten
10. von 15 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1979
Streckenprofil
Name: XLI Großer Preis von Deutschland
Datum: 29. Juli 1979
Ort: Hockenheim
Kurs: Hockenheimring
Länge: 305,505 km in 45 Runden à 6,789 km
Wetter: sonnig und heiß
Zuschauer: ~ 92.000
Pole-Position
Fahrer: FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille FrankreichFrankreich Renault
Zeit: 1:48,48 min
Schnellste Runde
Fahrer: KanadaKanada Gilles Villeneuve ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:51,89 min
Podium
Erster: AustralienAustralien Alan Jones Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams
Zweiter: SchweizSchweiz Clay Regazzoni Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams
Dritter: FrankreichFrankreich Jacques Laffite FrankreichFrankreich Ligier

Der Große Preis von Deutschland 1979 fand am 29. Juli in Hockenheim statt und war das zehnte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1979.

Berichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ausnahme von Jean-Pierre Jarier, der aufgrund einer Erkrankung von Geoff Lees vertreten werden musste, trat dasselbe Fahrerfeld zum zehnten WM-Lauf des Jahres an, wie zwei Wochen zuvor beim Britischen Grand Prix.

Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem schnellen Kurs von Hockenheim sicherte sich Renault-Pilot Jean-Pierre Jabouille zum dritten Mal in dieser Saison die Pole-Position und teilte sich die erste Startreihe mit Alan Jones, der das Potential des weiterentwickelten Williams FW07 in diesem Training besser umsetzen konnte als sein Teamkollege Clay Regazzoni, der sich für den sechsten Platz qualifizierte. Dazwischen lagen mit Jacques Laffite, Nelson Piquet und Jody Scheckter drei Piloten unterschiedlicher Fabrikate.[1]

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jones setzte seine Pole-Position in eine Führung vor Jabouille, Laffite, Scheckter und Regazzoni um. In der achten Runde drehte sich Jabouille beim Versuch, die Spitze zu übernehmen und schied aus.

Bis zur 13 Runde gelangte Regazzoni an Scheckter und Laffite vorbei und nahm somit den zweiten Rang hinter seinem Teamkollegen Jones ein. Für den Rest des Rennens hielten die beiden ihre Positionen und stellten somit den ersten Doppelsieg in der Teamgeschichte von Williams sicher.

Gilles Villeneuve, der lange hinter Laffite und Scheckter auf dem fünften Rang gelegen hatte, musste diese Position in Runde 27 kurzzeitig an Niki Lauda abgeben, da er aufgrund eines Defektes an seinem Heckflügel die Boxen ansteuern musste. Als Lauda im folgenden Umlauf wegen eines Motorschadens ausschied, übernahm Villeneuve den Platz erneut für fünf Runden, bis er von Nelson Piquet verdrängt wurde und weiter zurückfiel. Als dieser drei Runden vor Schluss ebenso wie zuvor sein Teamkollege Lauda wegen eines Motorschadens aufgeben musste, erreichte letztendlich John Watson den fünften Rang vor Jochen Mass.[2]

Meldeliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martini Racing Team Lotus 1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Lotus 79 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
2 ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Candy Tyrrell Team 3 FrankreichFrankreich Didier Pironi Tyrrell 009 G
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Geoff Lees
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Parmalat Racing Team 5 OsterreichÖsterreich Niki Lauda Brabham BT48 Alfa Romeo 1260 3.0 V12 G
6 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Marlboro Team McLaren 7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson McLaren M29 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
8 FrankreichFrankreich Patrick Tambay
DeutschlandDeutschland ATS Wheels 9 DeutschlandDeutschland Hans-Joachim Stuck ATS D2 G
ItalienItalien Scuderia Ferrari SpA SEFAC 11 Sudafrika 1961Südafrika Jody Scheckter Ferrari 312T4 Ferrari 015 3.0 F12 M
12 KanadaKanada Gilles Villeneuve
Brasilien 1968Brasilien Fittipaldi Automotive 14 Brasilien 1968Brasilien Emerson Fittipaldi Fittipaldi F6 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
FrankreichFrankreich Équipe Renault Elf 15 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille Renault RS10 Renault EF1 1.5 V6t M
16 FrankreichFrankreich René Arnoux
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Samson Shadow Racing Team 17 NiederlandeNiederlande Jan Lammers Shadow DN9 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Interscope Shadow Racing Team 18 ItalienItalien Elio de Angelis
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Olympus Cameras Wolf Racing 20 FinnlandFinnland Keke Rosberg Wolf WR8 G
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Ensign 22 FrankreichFrankreich Patrick Gaillard Ensign N179 G
ItalienItalien Team Merzario 24 ItalienItalien Arturo Merzario Merzario A4 G
FrankreichFrankreich Ligier Gitanes 25 BelgienBelgien Jacky Ickx Ligier JS11 G
26 FrankreichFrankreich Jacques Laffite
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Albilad-Saudia Racing Team 27 AustralienAustralien Alan Jones Williams FW07 G
28 SchweizSchweiz Clay Regazzoni
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Warsteiner Arrows Racing Team 29 ItalienItalien Riccardo Patrese Arrows A2 G
30 DeutschlandDeutschland Jochen Mass
MexikoMexiko Team Rebaque 31 MexikoMexiko Héctor Rebaque Lotus 79 G

Klassifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startaufstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start
01 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille FrankreichFrankreich Renault 1:48,48 225,299 km/h 01
02 AustralienAustralien Alan Jones Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Ford 1:48,75 224,739 km/h 02
03 FrankreichFrankreich Jacques Laffite FrankreichFrankreich Ligier-Ford 1:49,43 223,343 km/h 03
04 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Alfa Romeo 1:49,50 223,200 km/h 04
05 Sudafrika 1961Südafrika Jody Scheckter ItalienItalien Ferrari 1:50,00 222,185 km/h 05
06 SchweizSchweiz Clay Regazzoni Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Ford 1:50,12 221,943 km/h 06
07 OsterreichÖsterreich Niki Lauda Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Alfa Romeo 1:50,37 221,441 km/h 07
08 FrankreichFrankreich Didier Pironi Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Ford 1:50,40 221,380 km/h 08
09 KanadaKanada Gilles Villeneuve ItalienItalien Ferrari 1:50,41 221,360 km/h 09
10 FrankreichFrankreich René Arnoux FrankreichFrankreich Renault 1:50,48 221,220 km/h 10
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:50,68 220,820 km/h 11
12 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 1:50,86 220,462 km/h 12
13 ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:50,94 220,303 km/h 13
14 BelgienBelgien Jacky Ickx FrankreichFrankreich Ligier-Ford 1:51,07 220,045 km/h 14
15 FrankreichFrankreich Patrick Tambay Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 1:51,47 219,255 km/h 15
16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Geoff Lees Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Ford 1:51,50 219,196 km/h 16
17 FinnlandFinnland Keke Rosberg Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wolf-Ford 1:52,01 218,198 km/h 17
18 DeutschlandDeutschland Jochen Mass Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Arrows-Ford 1:52,74 216,786 km/h 18
19 ItalienItalien Riccardo Patrese Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Arrows-Ford 1:52,93 216,421 km/h 19
20 NiederlandeNiederlande Jan Lammers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shadow-Ford 1:53,59 215,163 km/h 20
21 ItalienItalien Elio de Angelis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shadow-Ford 1:53,73 214,898 km/h 21
22 Brasilien 1968Brasilien Emerson Fittipaldi Brasilien 1968Brasilien Fittipaldi-Ford 1:54,01 214,371 km/h 22
23 DeutschlandDeutschland Hans-Joachim Stuck DeutschlandDeutschland ATS-Ford 1:54,47 213,509 km/h 23
24 MexikoMexiko Héctor Rebaque Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:55,86 210,948 km/h 24
DNQ FrankreichFrankreich Patrick Gaillard Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ensign-Ford 1:55,95 210,784 km/h
DNQ ItalienItalien Arturo Merzario ItalienItalien Merzario-Ford 2:01,84 200,594 km/h

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 AustralienAustralien Alan Jones Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Ford 45 0 1:24:48,83 02 1:51,97
02 SchweizSchweiz Clay Regazzoni Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Ford 45 0 + 02,91 06 1:52,01
03 FrankreichFrankreich Jacques Laffite FrankreichFrankreich Ligier-Ford 45 0 + 18,39 03 1:52,34
04 Sudafrika 1961Südafrika Jody Scheckter ItalienItalien Ferrari 45 0 + 31,20 05 1:52,48
05 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 45 0 + 1:37,80 12 1:53,83
06 DeutschlandDeutschland Jochen Mass Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Arrows-Ford 44 0 + 1 Runde 18 1:54,61
07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Geoff Lees Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Ford 44 0 + 1 Runde 16 1:54,80
08 KanadaKanada Gilles Villeneuve ItalienItalien Ferrari 44 1 + 1 Runde 09 1:51,89
09 FrankreichFrankreich Didier Pironi Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Ford 44 0 + 1 Runde 08 1:54,56
10 NiederlandeNiederlande Jan Lammers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shadow-Ford 44 0 + 1 Runde 20 1:56,37
11 ItalienItalien Elio de Angelis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shadow-Ford 43 0 + 2 Runden 21 1:56,51
12 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Alfa Romeo 42 0 DNF 04 1:52,72 Motorschaden
ItalienItalien Riccardo Patrese Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Arrows-Ford 34 0 DNF 19 1:54,66 Reifenschaden
FrankreichFrankreich Patrick Tambay Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 30 0 DNF 15 1:54,11 Aufhängungsschaden
FinnlandFinnland Keke Rosberg Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wolf-Ford 29 0 DNF 17 1:55,47 Öldruckverlust
OsterreichÖsterreich Niki Lauda Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Alfa Romeo 27 0 DNF 07 1:53,12 Motorschaden
BelgienBelgien Jacky Ickx FrankreichFrankreich Ligier-Ford 24 0 DNF 14 1:53,44 Reifenschaden
MexikoMexiko Héctor Rebaque Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 22 0 DNF 24 1:57,22 Aufgabe
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 16 0 DNF 11 1:54,01 gebrochene Antriebswelle
FrankreichFrankreich René Arnoux FrankreichFrankreich Renault 09 0 DNF 10 1:53,24 Reifenschaden
FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille FrankreichFrankreich Renault 07 0 DNF 01 1:51,98 Dreher
Brasilien 1968Brasilien Emerson Fittipaldi Brasilien 1968Brasilien Fittipaldi-Ford 04 0 DNF 22 1:57,34 defekte Elektrikbox
ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 01 0 DNF 13 2:08,35 Kollision
DeutschlandDeutschland Hans-Joachim Stuck DeutschlandDeutschland ATS-Ford 00 0 DNF 23 Aufhängungsschaden

WM-Stände nach dem Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

Fahrerwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Sudafrika 1961Südafrika Jody Scheckter Ferrari 35
02 FrankreichFrankreich Jacques Laffite Ligier 28
03 KanadaKanada Gilles Villeneuve Ferrari 26
04 SchweizSchweiz Clay Regazzoni Williams 22
05 FrankreichFrankreich Patrick Depailler Ligier 20
06 ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Lotus 20
07 AustralienAustralien Alan Jones Williams 16
08 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jarier Lotus 13
09 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson McLaren 13
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Lotus 12
11 FrankreichFrankreich René Arnoux Renault 10
12 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille Renault 9
13 FrankreichFrankreich Didier Pironi Tyrrell 8
14 DeutschlandDeutschland Jochen Mass Arrows 2
15 ItalienItalien Riccardo Patrese Arrows 2
16 BelgienBelgien Jacky Ickx Ligier 1
17 OsterreichÖsterreich Niki Lauda Brabham 1
18 Brasilien 1968Brasilien Emerson Fittipaldi Fittipaldi 1

Konstrukteurswertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Konstrukteur Punkte
01 ItalienItalien Ferrari 66
02 FrankreichFrankreich Ligier 51
03 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams 38
04 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 37
05 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell 21
Pos. Konstrukteur Punkte
06 FrankreichFrankreich Renault 19
07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren 13
08 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Arrows 4
09 Brasilien 1968Brasilien Fittipaldi 1
10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Training“ (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. September 2012)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 9. September 2012)
  3. „WM-Stände“ (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. September 2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]