Großer Preis von Spanien 1997

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Flag of Spain.svg Großer Preis von Spanien 1997
Renndaten
6. von 17 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1997
Streckenprofil
Name: Gran Premio de España
Datum: 25. Mai 1997
Ort: Montmeló
Kurs: Circuit de Catalunya
Länge: 302,592 km in 64 Runden à 4,728 km

Geplant: 307,32 km in 65 Runden à 4,728 km
Wetter: trocken, windig
Zuschauer: ~ 64.000[1]
Pole-Position
Fahrer: Kanada Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Zeit: 1:16,525 min
Schnellste Runde
Fahrer: Italien Giancarlo Fisichella Irland Jordan-Peugeot
Zeit: 1:22,242 min (Runde 20)
Podium
Erster: Kanada Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Zweiter: Frankreich Olivier Panis Frankreich Prost-Mugen-Honda
Dritter: Frankreich Jean Alesi Italien Benetton-Renault

Der Große Preis von Spanien 1997 (offiziell Gran Premio de España) fand am 25. Mai auf dem Circuit de Catalunya in Montmeló statt und war das sechste Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1997. Den ersten Platz holte sich Jacques Villeneuve vor Olivier Panis und Jean Alesi.

Bericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ersetzte seinen Landsmann aufgrund einer Meinungsverschiedenheit: Gianni Morbidelli

Bei Sauber wurde der Italiener Nicola Larini durch seinen Landsmann Gianni Morbidelli ersetzt. Der Grund der Entlassung waren Meinungsverschiedenheiten zwischen Larini und Peter Sauber. Es war das letzte Formel-1-Rennen des Italieners.

Während diesen Rennwochenende waren die Bridgestone-Reifen dem des Goodyears weit überlegen. Ein Grund könnte der einwöchige Streik der Goodyear-Mitarbeiter gewesen sein[2].

Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitagstraining[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz-Harald Frentzen konnte sich mit 1:17,457 die Bestzeit vor seinem Teamkollegen Jacques Villeneuve. Die Williams waren die Einzigen, die eine Zeit unter 1:18 setzen konnten. Alle Fahrer lagen innerhalb von vier Sekunden.[3]

Qualifying[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während diesmal auch andere Teams eine Zeit unter 1:18 setzen konnten, legte Williams noch eins drauf und konnten sich mit 1:16,525 (Villeneuve) sowie mit 1:16,791 (Frentzen) die erste Reihe sichern. Eine Sekunde hinter Villeneuve folgte erst David Coulthard. Alle Fahrer lagen innerhalb von viereinhalb Sekunden.

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Start wurde abgebrochen, da Ralf Schumachers Motor ausging. Dadurch wurde eine erneute Einführungsrunde gestartet und die Rundenanzahl auf 64 reduziert.[1]

Beim zweiten Start, Ralf Schumacher musste vom Ende des Feldes starten, konnten alle problemlos wegkommen. Michael Schumacher erwischte von Platz sieben aus den besten Start und konnte sich in der ersten Runde auf Platz zwei vorschieben und mit Villeneuve um die Führung kämpfen. Doch Schumacher konnte nicht lange durchhalten und begann langsamer zu werden, nach Runde zwölf lag der Abstand zwischen dem führenden Kanadier und dem Deutschen bei 20 Sekunden, und hinter ihm begann sich eine Kette schnellerer Fahrer zu bilden. Schumacher verlor rund vier Sekunden auf Villeneuve.

Olivier Panis konnte dank seiner Bridgestone-Reifen viele Positionen gutmachen und lag nach den Boxenstopps der Teams auf Platz zwei. Der Grund lag darin, dass der erste Boxenstopp für die Goodyear-Reifen schon bei Runde 14 starteten, während die mit Bridgestone fahrenden Teams erst mit Runde 28 in die Box mussten.

Panis konnte schnell auf den Führenden aufschließen, jedoch verhinderte Eddie Irvine Panis einen Sieg: Panis war eine Runde vor Irvine, doch der Nordire bekam keine blauen Flaggen geschwenkt und ließ dadurch den schnelleren Panis nicht passieren. Als sieben Runden später Irvine Panis überrunden ließ, waren die Chancen auf den Sieg verspielt. Später bekam Irvine eine Stop-and-Go-Strafe dafür.

Panis konnte den Rückstand noch auf sechs Sekunden reduzieren, aber Villeneuve konnte das Rennen als Sieger beenden. Es war zugleich der 350. Sieg Goodyears. Hinter dem Kanadier komplettierten noch Panis und Jean Alesi das Podium. Ein Novum, es ist eines der seltensten Ergebnisse, wo die ersten drei Fahrer allesamt französisch sprachen. Es war auch Panis' letztes Podium in seiner Formel-1-Karriere.

Meldeliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes Konigreich Danka Arrows Yamaha 1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Arrows A18 Yamaha 3.0 V10 B
2 Brasilien Pedro Diniz
Vereinigtes Konigreich Rothmans Williams Renault 3 Kanada Jacques Villeneuve Williams FW19 Renault 3.0 V10 G
4 Deutschland Heinz-Harald Frentzen
Italien Scuderia Ferrari Marlboro 5 Deutschland Michael Schumacher Ferrari F310B Ferrari 3.0 V10 G
6 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine
Italien Mild Seven Benetton Renault 7 Frankreich Jean Alesi Benetton B197 Renault 3.0 V10 G
8 Osterreich Gerhard Berger
Vereinigtes Konigreich West McLaren Mercedes 9 Finnland Mika Häkkinen McLaren MP4/12 Mercedes-Benz 3.0 V10 G
10 Vereinigtes Konigreich David Coulthard
Irland B&H Total Jordan Peugeot 11 Deutschland Ralf Schumacher Jordan 197 Peugeot 3.0 V10 G
12 Italien Giancarlo Fisichella
Frankreich Prost Gauloises Peugeot 14 Frankreich Olivier Panis Prost JS45 Mugen-Honda 3.0 V10 B
15 Japan Shinji Nakano
Schweiz Red Bull Sauber Petronas 16 Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert Sauber C16 Petronas 3.0 V10 G
17 Italien Gianni Morbidelli
Vereinigtes Konigreich Tyrrell 18 Niederlande Jos Verstappen Tyrrell 025 Ford ED5 3.0 V8 G
19 Finnland Mika Salo
Italien Minardi Team 20 Japan Ukyō Katayama Minardi M197 Hard 3.0 V8 B
21 Italien Jarno Trulli
Vereinigtes Konigreich Stewart Ford 22 Brasilien Rubens Barrichello Stewart SF01 Ford Zetec-R 3.0 V10 B
23 Danemark Jan Magnussen

Klassifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifying[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Start
01 Kanada Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:16,525 01
02 Deutschland Heinz-Harald Frentzen Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:16,791 02
03 Vereinigtes Konigreich David Coulthard Vereinigtes Konigreich McLaren-Mercedes 1:17,521 03
04 Frankreich Jean Alesi Italien Benetton-Renault 1:17,717 04
05 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Mercedes 1:17,737 05
06 Osterreich Gerhard Berger Italien Benetton-Renault 1:18,041 06
07 Deutschland Michael Schumacher Italien Ferrari 1:18,313 07
08 Italien Giancarlo Fisichella Irland Jordan-Peugeot 1:18,385 08
09 Deutschland Ralf Schumacher Irland Jordan-Peugeot 1:18,423 09
10 Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert Schweiz Sauber-Petronas 1:18,494 10
11 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine Italien Ferrari 1:18,873 11
12 Frankreich Olivier Panis Frankreich Prost-Mugen-Honda 1:19,157 12
13 Italien Gianni Morbidelli Schweiz Sauber-Petronas 1:19,323 13
14 Finnland Mika Salo Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 1:20,079 14
15 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Arrows-Yamaha 1:20,089 15
16 Japan Shinji Nakano Frankreich Prost-Mugen-Honda 1:20,103 16
17 Brasilien Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich Stewart-Ford 1:20,255 17
18 Italien Jarno Trulli Italien Minardi-Hart 1:20,452 18
19 Niederlande Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 1:20,582 19
20 Japan Ukyo Katayama Italien Minardi-Hart 1:20,672 20
21 Brasilien Pedro Diniz Vereinigtes Konigreich Arrows-Yamaha 1:21,029 21
22 Danemark Jan Magnussen Vereinigtes Konigreich Stewart-Ford 1:21,060 22
107-Prozent-Zeit: 1:21,882 min (bezogen auf die Bestzeit von 1:16,525 min)

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde
01 Kanada Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 64 2 1:30:35,896 01 1:22,534
02 Frankreich Olivier Panis Frankreich Prost-Mugen-Honda 64 2 + 5,804 12 1:22,422
03 Frankreich Jean Alesi Italien Benetton-Renault 64 2 + 12,534 04 1:23,096
04 Deutschland Michael Schumacher Italien Ferrari 64 3 + 17,979 07 1:22,295
05 Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert Schweiz Sauber-Petronas 64 2 + 27,986 10 1:23,178
06 Vereinigtes Konigreich David Coulthard Vereinigtes Konigreich McLaren-Mercedes 64 3 + 29,744 03 1:22,340
07 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Mercedes 64 3 + 48,785 05 1:23,241
08 Deutschland Heinz-Harald Frentzen Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 64 3 + 1:04,139 02 1:22,841
09 Italien Giancarlo Fisichella Irland Jordan-Peugeot 64 3 + 1:04,767 08 1:22,242
10 Osterreich Gerhard Berger Italien Benetton-Renault 64 3 + 1:05,670 06 1:23,106
11 Niederlande Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 63 2 + 1 Runde 19 1:24,517
12 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine Italien Ferrari 63 4 + 1 Runde 11 1:22,839
13 Danemark Jan Magnussen Vereinigtes Konigreich Stewart-Ford 63 2 + 1 Runde 22 1:25,300
14 Italien Gianni Morbidelli Schweiz Sauber-Petronas 62 3 + 2 Runden 13 1:24,647
15 Italien Jarno Trulli Italien Minardi-Hart 62 2 + 2 Runden 18 1:24,213
Brasilien Pedro Diniz Vereinigtes Konigreich Arrows-Yamaha 53 2 DNF 21 1:23,716
Deutschland Ralf Schumacher Irland Jordan-Peugeot 50 3 DNF 09 1:22,784
Brasilien Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich Stewart-Ford 37 1 DNF 17 1:23,564
Finnland Mika Salo Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 35 1 DNF 14 1:24,775
Japan Shinji Nakano Frankreich Prost-Mugen-Honda 34 1 DNF 16 1:23,516
Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Arrows-Yamaha 17 DNF 15 1:23,761
Japan Ukyo Katayama Italien Minardi-Hart 11 DNF 20 1:26,273

WM-Stände nach dem Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrerwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich Jacques Villeneuve Williams-Renault 30
02 Deutschland Michael Schumacher Ferrari 27
03 Frankreich Olivier Panis Prost-Mugen-Honda 15
04 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine Ferrari 14
05 Vereinigtes Konigreich David Coulthard McLaren-Mercedes 11
06 Osterreich Gerhard Berger Benetton-Renault 10
06 Finnland Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 10
06 Deutschland Heinz-Harald Frentzen Williams-Renault 10
09 Frankreich Jean Alesi Benetton-Renault 7
10 Brasilien Rubens Barrichello Stewart-Ford 6
11 Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert Sauber-Petronas 5
12 Deutschland Ralf Schumacher Jordan-Peugeot 4
12 Italien Giancarlo Fisichella Jordan-Peugeot 4
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
14 Finnland Mika Salo Tyrrell-Ford 2
15 Italien Nicola Larini Sauber-Petronas 1
Japan Shinji Nakano Prost-Mugen-Honda 0
Italien Jarno Trulli Minardi-Hart 0
Brasilien Pedro Diniz Arrows-Yamaha 0
Danemark Jan Magnussen Stewart-Ford 0
Japan Ukyō Katayama Minardi-Hart 0
Niederlande Jos Verstappen Tyrrell-Ford 0
Vereinigtes Konigreich Damon Hill Arrows-Yamaha 0
Italien Gianni Morbidelli Sauber-Petronas 0
Italien Vincenzo Sospiri Lola-Ford 0
Brasilien Ricardo Rosset Lola-Ford 0

Konstrukteurswertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Italien Ferrari 41
02 Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 40
03 Vereinigtes Konigreich McLaren-Mercedes 21
04 Italien Benetton-Renault 17
05 Frankreich Prost-Mugen-Honda 15
06 Irland Jordan-Peugeot 8
Pos. Konstrukteur Punkte
07 Vereinigtes Konigreich Stewart-Ford 6
07 Schweiz Sauber-Petronas 6
09 Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 2
Italien Minardi-Hart 0
Vereinigtes Konigreich Arrows-Yamaha 0
Vereinigtes Konigreich Lola-Ford 0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b motorsportarchiv.de Übersicht Spanien 1997 (Memento vom 23. März 2008 im Internet Archive)
  2. Heinz Prüller: Grand Prix Story 1997, Orac, S. 88ff.
  3. motorsportarchiv.de Freitagstraining Spanien 1997 (Memento vom 23. März 2008 im Internet Archive)