Taura

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Taura
Taura
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Taura hervorgehoben

Koordinaten: 50° 55′ N, 12° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs­gemeinschaft: Burgstädt
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 11,11 km2
Einwohner: 2372 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09249
Vorwahl: 03724
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 550
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Köthensdorfer Straße 1
09249 Taura
Website: www.gemeinde-taura.de
Bürgermeister: Robert Haslinger (CDU)
Lage der Gemeinde Taura im Landkreis Mittelsachsen
AltmittweidaAugustusburgBobritzsch-HilbersdorfBrand-ErbisdorfBurgstädtClaußnitzDöbelnDorfchemnitzEppendorfErlau (Sachsen)FlöhaFrankenberg/Sa.Frauenstein (Erzgebirge)FreibergGeringswaldeGroßhartmannsdorfGroßschirmaGroßweitzschenHainichenHalsbrückeHarthaHartmannsdorf (bei Chemnitz)Königsfeld (Sachsen)Königshain-WiederauKriebsteinLeisnigLeubsdorf (Sachsen)Lichtenau (Sachsen)Lichtenberg/Erzgeb.LunzenauMittweidaMühlau (Sachsen)Mulda/Sa.Neuhausen/Erzgeb.NiederwiesaOberschönaOederanOstrau (Sachsen)PenigRechenberg-BienenmühleReinsberg (Sachsen)RochlitzRossau (Sachsen)RoßweinSaydaSeelitzStriegistalTauraWaldheimWechselburgWeißenborn/Erzgeb.ZettlitzZschaitz-OttewigSachsenKarte
Über dieses Bild

Taura ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mittelsachsen in Sachsen. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Burgstädt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taura liegt 15 km nördlich von Chemnitz und 15 km östlich von Limbach-Oberfrohna im Sächsischen Granulitgebirge, das hier eine Höhe von 347 m erreicht. Die Gemeinde wird durch den Holzbach im Süden, die Chemnitz im Osten und das Cordieritgneisriff des Taurasteines im Westen begrenzt.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich vom slawischen „tur“ ab. Das bedeutet so viel wie Ur oder Auerochse. Der Ort wird, obwohl viel älter, erst im Jahr 1378 als Thurowe erstmals urkundlich erwähnt.

In den Hexenverfolgungen 1679 bis 1681 in Köthensdorf sind vier Verfahren wegen Hexerei und Zauberei belegt. Drei Hexenprozesse endeten mit Freilassung, ein Ausgang ist unbekannt.

Am 1. März 1994 wurde die Gemeinde Köthensdorf-Reitzenhain eingemeindet, die 1909 aus dem Zusammenschluss zweier Dörfer entstanden war. Bis zum 26. Januar 2000 lautete der amtliche Name der Gemeinde Taura b. Burgstädt.[2]

Ortspartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 51,3 %
 %
40
30
20
10
0
37,4 %
33,7 %
22,4 %
6,4 %
WVK
WFFK

Seit der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Wählervereinigung Kleingärtner (WVK): 6 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Wählervereinigung Freiwillige Feuerwehr Köthensdorf (WFFK): 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2015 wurde Robert Haslinger (CDU) zum neuen Bürgermeister gewählt. Vorgänger im Amt war Klaus Vivus (parteilos).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Taura
  • Taurastein und der Taurasteinturm in Burgstädt
  • Lindenberg
  • Schusterstein bei Köthensdorf
  • Hockstein in Markersdorf
  • Bärenhöhle in Markersdorf
  • Strudeltöpfe in Markersdorf
  • Naturlehrpfad in Markersdorf

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich der Gemeinde verläuft die B 107 und südlich die B 95. Die Gemeinde ist auch über die A 4 (Anschlüsse Chemnitz-Glösa bzw. Chemnitz-Mitte) erreichbar. Vor der Stilllegung der Chemnitztalbahn existierten für die Orte der heutigen Gemeinde die zwei Bahnhöfe Markersdorf-Taura (bereits in der Gemarkung Markersdorf) und Auerswalde-Köthensdorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Taura. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 93.* Der Landkreis Chemnitz in historischen Ansichten. Geiger Verlag Horb am Neckar, 1992, ISBN 3-89264-730-5 (zur Geschichte der Orte des ehem. Landkreises Chemnitz: Taura S. 172–185)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Sachsen: Gebietsänderungen ab 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2000 (PDF-Datei; 13,6 KB)
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taura – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien