Großweitzschen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großweitzschen
Großweitzschen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großweitzschen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 10′ N, 13° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Höhe: 239 m ü. NHN
Fläche: 44,45 km2
Einwohner: 2806 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04720
Vorwahlen: 03431, 034362
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 220
Gemeindegliederung: 24 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Straße 4
04720 Großweitzschen
Webpräsenz: www.grossweitzschen.de
Bürgermeister: Ulrich Fleischer (Freie Wählergemeinschaft Mockritz-Großweitzschen-Westewitz)
Lage der Gemeinde Großweitzschen im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Frankenberg/Sa. Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild
Großweitzschen von Südosten
Kirche Großweitzschen
Brücke über die Freiberger Mulde in Westewitz

Großweitzschen ist eine Großgemeinde im Norden des Landkreises Mittelsachsen, Freistaat Sachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt ca. 5 km nordwestlich der Stadt Döbeln im Mittelsächsischen Hügelland, oberhalb des Tales der Freiberger Mulde. Der Ortsteil Westewitz befindet sich direkt an der Freiberger Mulde.

Leisnig Mügeln
(Landkreis Nordsachsen)
Ostrau (Sachsen)
Leisnig Nachbargemeinden Zschaitz-Ottewig
Hartha Döbeln Döbeln

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Großweitzschen gehören folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde Großweitzschen in dem ehemaligen Landkreis Döbeln entstand 1994 im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Großweitzschen, Mockritz und Westewitz und umfasst seither 24 Ortsteile. Der Ortsteil Mockritz wurde 1204 erstmals urkundlich erwähnt und war Sitz eines alten Adelsgeschlechtes sowie Zentrum der Region.

1241 erfolgte die Übertragung des halben Dorfes Wiscene und des dritten Teiles des zugehörigen Waldes durch Mgf. Heinrich den Erlauchten an das Kloster Buch nach Auflassung durch die Burggrafen von Leuben.[2] Unklar bleibt, ob es sich um Schenkung oder Kauf handelt. 1245 bestätigte Ks. Friedrich II. dem Kloster mehrere vom Reich zu Lehen gehende und durch Schenkung oder Kauf erworbene Besitzungen, nämlich von Mgf. Heinrich von Meißen u. a. das Dorf Wischene.[3] Hier ist nicht nur vom halben Ort die Rede. 1254 gab Mgf. Heinrich der Erlauchte nochmals die Übertragung des halben Dorfes Wiscene an das Kloster bekannt, jetzt mit dem Zusatz, dass vier Hufen der Burggraf von Leuben aufgelassen hat, den Rest der Burggraf von Leisnig, dazu noch den dritten Teil des benachbarten Waldes.[4] Mit der Übertragung des Dorfes Parvum Wizen (Kleinweitzschen) im Jahre 1264 wird klar, dass es sich bisher wirklich um Großweitzschen gehandelt hat.[5]

1277 wurde durch Mgf. Heinrich den Erlauchten ein Streit zwischen den Bürgern von Döbeln und dem Kloster Buch beigelegt.[6] Die Bürger hatten sich über die Schenke und die Handwerker in Großweitzschen beklagt. Zur Entscheidung des Streites hatte Mgf. Heinrich seine Getreuen Ortolf de Dewin und Rudeger de Schachowe nach Großweitzschen geschickt, um zu hören, was die Alten auf Treu und Glauben sagten. Diese sagten, dass seit alters Schenke, Handwerker, Schuster, Leineweber, Flickschneider und Brauer im Ort wohnen. Der Markgraf wies die Klage der Bürger von Döbeln ab. Abt und Konvent von Buch sollen diese Dienste frei halten dürfen, ungehindert von den Bürgern von Döbeln.

1286 verkaufte Mgf. Heinrich dem Kloster das Ober- und Niedergericht in Großweitzschen.[7] Der Burggraf von Meißen hatte den dritten Pfennig des Gerichtes, den er durch das Burggrafenamt dort innehatte, vorher aufgelassen.[8] Der Burggraf von Meißen hatte seine Gerichtsbefugnisse in der Umgebung durch einen Supan[9] mit Sitz in Großweitzschen ausüben lassen, dem dort dazu 5 Hufen übertragen worden waren. Das Kloster wollte dort aber einen solchen Supan nicht haben und nicht in seinen Gerichtsrechten behindert werden. Auf Empfehlung des Burggrafen versetzte das Kloster 1291 diesen Supan nach Kiebitz, ebenfalls auf fünf Hufen, die dem Kloster gehörten.[10]

1351 ist Johannes, plebanus in Wyczen Zeuge für das Kloster Buch.[11] 1371 ist Heynich kreczemer von wiczen Zeuge bei einem Rechtsstreit um die Schenke in Wendishain.[12] 1378 wird Großweitzschen im Registrum dominorum nicht genannt.[13] Das Kloster Buch war demnach im vollständigen Besitz des Dorfes. 1382 ist heyneman, schultheize zu Wiczczan, Zeuge für Nickel von Staupitz bei einem Gütertausch.[14] 1469 wurde Nickel Schuster aus Großweitzschen mit einer Wiese in Tautendorf belehnt.[15]

1508 stiftete Blasius Schneider, Pfarrer in Hoeweitzschen, 200 rheinische Gulden für zwei ewige Messen im Kloster Buch.[16] 1518 erweiterte er nochmals seine Stiftung um 100 rheinische Gulden, damit zwei silberne Bilder der heiligen Anna und Katharina hergestellt werden.[17]

1548 nennt das Amtserbbuch von Kloster Buch zu Großweitzschen „28 besessene Mann, darunter 10 Pferdner, die sind alle dem Kloster Buch lehen- und zinsbar“ mit 23 Hufen.[18] Das Obergericht und Erbgericht gehörten Kloster Buch.

Der Ort hatte stets seine eigene Pfarrkirche St. Martin. Dieses Patrozinium deutet auf hohes Alter und Gründung durch einen Ritter. Eingepfarrt waren Kleinweitzschen, Westewitz, Eichardt und Tautendorf (jetzt Schäferei).[19]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bennewitz[20][21] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zaschwitz
Döschütz[22] vor 1875 Eingemeindung nach Gadewitz
Döschütz, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Gadewitz
Eichardt[20][21] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zaschwitz
Gadewitz[20] 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Mockritz
Gallschütz[23] 1. November 1993
Göldnitz[20][21] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Gallschütz
Graumnitz[22] vor 1875 Eingemeindung nach Göldnitz
Hochweitzschen, Gutsbezirk Landesanstalt[21] 21. März 1949 Eingemeindung nach Großweitzschen und Westewitz
Höckendorf[20] 1. Januar 1967
Jeßnitz[22] vor 1875 Eingemeindung nach Mockritz
Jeßnitz, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Mockritz
Kleinweitzschen[24] 1. Oktober 1935
Mockritz[23] 1. Januar 1994
Mockritz, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Mockritz
Niederranschütz[24] 1. April 1921 Eingemeindung nach Gadewitz
Niederzschörnewitz[22] vor 1875 Eingemeindung nach Oberzschörnewitz
Obergoseln[24] 1. Juli 1936 Zusammenschluss mit Oberzschörnewitz zu Zschörnewitz
Oberzschörnewitz[24] 1. Juli 1936 Zusammenschluss mit Obergoseln zu Zschörnewitz
Redemitz[20][21] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Gadewitz
Strocken[20] 1. Januar 1968 Eingemeindung nach Gallschütz
Strölla[24] 1. April 1936 Eingemeindung nach Zschepplitz
Tronitz[20] 1. Januar 1960 Eingemeindung nach Mockritz
Westewitz[23] 1. Januar 1994
Wollsdorf[24] 1. April 1938 Eingemeindung nach Gallschütz
Zaschwitz[20] 1. Januar 1972
Zschepplitz[20] 1. Januar 1973 Eingemeindung nach Mockritz
Zschörnewitz[20][21] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zschepplitz

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[25]
Wahlbeteiligung: 54,7 %
 %
40
30
20
10
0
35,0 %
20,7 %
12,2 %
20,1 %
5,2 %
2,5 %
1,5 %
2,8 %
NoWW
FWM

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Zusätzlich gehört dem Gemeinderat der Bürgermeister an, der auch den Vorsitz führt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Mockritz, links das ehemalige Kornhaus

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 war Frank Noack (parteilos) der Bürgermeister. Nach seinem Tod wurde im August 2011 Ulrich Fleischer (parteilos) zum neuen Bürgermeister gewählt.[27][28]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Anschlussstelle Döbeln-Nord der Bundesautobahn (BAB) 14 befindet sich ein Gewerbegebiet. Im Ortsteil Hochweitzschen besteht seit 1874 eine psychiatrische Klinik. Im Ortsteil Westewitz findet sich an der Freiberger Mulde ein Hochwehr.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Westewitz-Hochweitzschen

Die Gemeinde ist über die BAB 14 zu erreichen – die Anschlussstelle Döbeln-Nord (im Südosten), auf dem Gemeindegebiet, und die Anschlussstelle Leisnig (im Nordwesten). Durch den Ortsteil Gadewitz (im Osten) führt die Bundesstraße 169. Der namensgebende Ortsteil – Großweitzschen – liegt unmittelbar an der Staatsstrasse 34, zwischen Döbeln (im Südosten) und Naundorf bei Leisnig (im Westen).

Eine Brücke im Ortsteil Westewitz führt über die Freiberger Mulde. Die nächsten Muldebrücken befinden sich, flussaufwärts, in Technitz bzw., flussabwärts, in Klosterbuch.

Durch den Ortsteil Westewitz führt die Eisenbahnstrecke (Leipzig-)Borsdorf–Döbeln–Coswig(-Dresden) mit dem Bahnhof Westewitz-Hochweitzschen. Die nächsten Zugangsstellen sind der Haltepunkt Klosterbuch (Richtung Leipzig) und Döbeln Hauptbahnhof (Richtung Dresden).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Großweitzschen. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 70.
  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, S.372. München 1998, ISBN 3-422-03048-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großweitzschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 371. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 33.
  3. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 417. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 34.
  4. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 545. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 37.
  5. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 638. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 42.
  6. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 890. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 65.
  7. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1121. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 75.
  8. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1123. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 76.
  9. Heiner Lück: Supan - Senior - Ältester, in Europa in der Frühen Neuzeit - Festschrift für Günter Mühlpfordt, Band 1, Vormoderne. Weimar - Köln - Wien 1997.
  10. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1354. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 102.
  11. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 3271. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 170.
  12. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 4004. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 190.
  13. Hans Beschorner (Hrsg.): Registrum dominorum marchionum Missnensem (1378). Leipzig-Berlin (1933).
  14. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 4362. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 206.
  15. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 8045. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 259.
  16. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 9759. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 281.
  17. Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 10201. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 287.
  18. siehe unter Weblinks: Repertorium Saxonicum des ISGV
  19. Sachsens Kirchengalerie, Fünfter Band, Sechste Abtheilung, Die Inspektionen Nossen, Leisnig, Döbeln und Wurzen, Hoch- oder Großweitzschen S. 110–111, 120-123. Dresden, um 1840.
  20. a b c d e f g h i j k Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  21. a b c d e f Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  22. a b c d Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  23. a b c Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  24. a b c d e f Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  25. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  26. Döschütz auf der Website über Mockritz
  27. http://www.sz-online.de/nachrichten/grossweitzschen-trauert-um-buergermeister-816835.html
  28. http://www.sz-online.de/nachrichten/ulrich-fleischer-ist-der-neue-buergermeister-von-grossweitzschen-746613.html