Königsfeld (Sachsen)

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Königsfeld (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Königsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 51° 4′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs­gemeinschaft: Rochlitz
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 28,42 km2
Einwohner: 1468 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09306
Vorwahl: 03737
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 280
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
09306 Rochlitz
Bürgermeister: Frank Ludwig (EV)
Lage der Gemeinde Königsfeld im Landkreis Mittelsachsen
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Über dieses Bild
Rat- und Bürgerhaus

Königsfeld ist eine Gemeinde im sächsischen Landkreis Mittelsachsen. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Rochlitz mit Sitz in der gleichnamigen Stadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königsfeld liegt im Nordwesten des Landkreises Mittelsachsen, westlich des Tales der Zwickauer Mulde im Mittelsächsischen Hügelland. Die Gemeinde befindet sich ca. 3 km östlich von Geithain und 2 km westlich von Rochlitz.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:

  • Königsfeld
  • Leupahn
  • Leutenhain
  • Schwarzbach
  • Weißbach
  • Doberenz
  • Haide
  • Köttwitzsch
  • Stollsdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Doberenz[2][3] 01.07.1950
Haide[4] vor 1875
Köttwitzsch[5] 01.01.1994
Leupahn[2] 20.06.1957 Eingemeindung nach Leutenhain
Leutenhain[5] 01.03.1994
Neukönigsfeld[6] 01.10.1935
Schwarzbach[5] 01.01.1994
Seupahn[2][3] 01.01.1952 Eingemeindung nach Schwarzbach
Stollsdorf[2][3] 01.07.1950 Eingemeindung nach Köttwitzsch
Weiditz[2] 01.07.1965 Eingemeindung nach Schwarzbach
Weißbach[2][3] 01.07.1950

Königsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Rittergut Königsfeld

Als Besitzer des Rittergutes seit dem 16. Jahrhundert sind die Familien von Ende, von Zanthier, Sahrer von Sahr und von Nitzschwitz bekannt. Der Gerichtsbarkeit des Ritterguts unterstanden ganz oder teilweise die Dörfer Königsfeld, Doberenz, Frauendorf, Hermsdorf, Köttwitzsch, Narsdorf, Oberfrankenhain, Stollsdorf, Weiditz, Weißbach und Wickershain. Heinrich Constantin von Nitzschwitz trat 1849 die Patrimonialgerichtsbarkeit an den Staat ab.

Mehrere Gutsherren waren als Kreishauptmänner für den Leipziger Kreis tätig. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahmen im 19. Jahrhundert die Steingutfabrik mit der neu gegründeten Siedlung Neukönigsfeld und die Pferdezucht. 1910 gelangte das Rittergut in den Besitz der Grafen zu Münster, die durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 enteignet wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick zur Königsfelder Kirche
  • Tal der Zwickauer Mulde
  • Rochlitzer Berg
  • Königlich-sächsischer Meilenstein an der B 7 / S 49 im OT Königsfeld
  • Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur im Ortsteil Schwarzbach
  • Stadt Rochlitz
  • Stadt Geithain

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Süden der Gemeinde führt die B 7 und im Osten verläuft die B 107. Der nächste Bahnhof liegt in Geithain an den Bahnstrecken Neukieritzsch–Chemnitz und Leipzig–Geithain. Der ehemals bedeutende Eisenbahnknoten Rochlitz mit den Bahnstrecken Glauchau–Wurzen, Rochlitz–Penig und Waldheim–Rochlitz existiert nicht mehr, mit Einstellung der Bahnstrecke Rochlitz–Penig wurde auch der Haltepunkt (frühere Haltestelle) Köttwitzsch geschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Königsfeld. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 17.
  • Königsfeld. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 17. Band. Schumann, Zwickau 1830, S. 456–458.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e f Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. a b c d Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  4. Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  5. a b c Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  6. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Königsfeld (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien