Klaus Barner (Schauspieler)

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Klaus Barner (* 1933) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barner spielte an Bühnen in Trier, Bochum [1], am Theater Bonn [2] sowie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.[3]

1955 gab er noch unter dem Namen Klaus Meyer-Barner sein Spielfilmdebüt in Ulrich Erfurths Drama Reifende Jugend. In den fast 50 Jahren seiner Karriere als Film- und Fernsehschauspieler trat er in über 50 Produktionen auf. Er spielte unter namhaften Regisseuren wie Tom Toelle (Ein Sommer - ein Herbst), Eberhard Itzenplitz (Der Mann aus Brooklyn) und Fritz Umgelter (Caroline), Wolfgang Menges Grüß Gott, ich komm von drüben, in Die Vorstadtkrokodile nach dem gleichnamigen Jugendbuch von Max von der Grün sowie als Pontius Pilatus in der musikalischen Bearbeitung der Passions-Geschichte Es wäre gut, daß ein Mensch würde umbracht für das Volk. Einem breiten Publikum ist Barner auch durch größere Rollen in Fernsehmehrteilern sowie seine wiederkehrenden Rollen in Fernsehserien bekannt. In Straßenfeger Das Messer nach Francis Durbridge spielte er neben Hardy Krüger den ermittelnden Inspektor Hill, in Der Trotzkopf nach Emmy von Rhoden den Vater der von Anja Schüte verkörperten Titelfigur, in der ARD-Serie Knastmusik den Anstaltsleiter, in der Familienserie Aus heiterem Himmel den Mathematiklehrer Dr. Wiesner und im ZDF-Abenteuervierteiler Der schwarze Bumerang nach Rüdiger Bahr den Biochemiker Dr. Peter Lester. In den Einspielfilmen der Sat.1-Gameshow Cluedo nach dem gleichnamigen Brettspiel war er als Pfarrer Clemens Grün zu sehen.

Daneben übernahm er häufig Gastrollen in Fernsehserien und -reihen wie Tatort, Die Schwarzwaldklinik, Das Traumschiff, Ein Fall für zwei, SOKO 5113, Die Männer vom K3, Der Clown, Eurocops, Wolffs Revier und Großstadtrevier.

Außerdem war Barner umfangreich als Hörspielsprecher in über 100 Produktionen tätig. Er sprach die Hauptrolle des Pirx in der WDR-Produktion Testflug nach Stanislaw Lem, die Hauptrolle in Sanfte nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski, den Kronos in der 15teiligen MDR-Produktion Prometheus nach Franz Fühmann, war in Norbert Schaeffers dreiteiliger Bearbeitung von Rainald Goetz' Festung unter anderem als Joseph Goebbels zu hören und übernahm die Rolle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes in SWR-Produktion Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde neben Wolfgang Condrus als Dr. Watson.

Barners Tochter ist die Schauspielerin Nora Barner (* 1963).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974: Testflug; WDR; Regie: Manfred Brückner
  • 1980: Ein Direktor wird geopfert; WDR; Regie: Heinz Dieter Köhler
  • 1980: Hilfe kommt mir von den Bergen; WDR; Regie: Oswald Döpke
  • 1980: Papiertiger; WDR; Regie: Klaus-Dieter Pittrich
  • 1981: Keine Spur von Leben ...; BR; Regie: Heiner Schmidt
  • 1984: Aussteigen; SR; Regie: Lothar Trautmann
  • 1985: Clara oder die drei Formen des Irrsinns; SR; Regie: Norbert Schaeffer
  • 1985: Tatwaffe; SR; Regie: Willy H. Thiem
  • 1986: Der Hauswart; HR; Regie: Günther Sauer
  • 1986: Klaus Störtebeker oder Nur der Lügner gelangt in den Besitz der Wahrheit; NDR; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1986: Mord aus Leidenschaft; WDR; Regie: Manfred Brückner
  • 1986: Rebeccas Kind; SR; Regie: Arturo Möller
  • 1987: Privatdetektiv Albert Samson: Eine Frau sucht sich selbst; SWF; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1989: Dantons Tod; SDR; Regie: Norbert Schaeffer
  • 1989: Das Diktat der Transhumanen; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer
  • 1989: Tote lachen nicht; NDR; Regie: Hans Rosenhauer
  • 1990: Die Konquistadoren; NDR; Regie: Hans Rosenhauer
  • 1991: Anna Marx und der Kaviar; SWF; Regie: Ursula Langrock
  • 1991: Letzte Liebe; NDR; Regie: Hans Rosenhauer
  • 1992: Sorglers Rückkehr; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer
  • 1993: Anna Marx und der Staatssekretär; SWF; Regie: Walter Adler
  • 1993: Ich hatte meine Religion gefunden; SWF; Regie: Annette Jainski
  • 1993: Spacebound; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer
  • 1993: Squatt/Abriss; SR; Regie: Marguerite Gateau
  • 1994: Die Nächte von St. SWF; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1994: Die Sanfte; SWF; Regie: Corinne Frottier
  • 1994: Ein letztes Inventar; WDR; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1994: Festung; SWF; Regie: Norbert Schaeffer
  • 1994: Wieviel Uhr ist es, Herr Borges?; SWF; Regie: Ulrich Lampen
  • 1995: Blankenhorn und der Blaumörder; NDR; Regie: Hans Rosenhauer
  • 1997: Anna Marx und das Berliner Kartell; SWF; Regie: Walter Adler
  • 1997: Cthulhu; SDR; Regie: Andreas Weber-Schäfer
  • 1997: Der Besucher aus Deutschland; SR; Regie: Annette Jainski
  • 1997: Satie-rikon. Man sollte eine Musik zum Weghören komponieren; SDR; Regie: Alexander Schuhmacher
  • 1997: Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde; SWR; Regie: Patrick Blank
  • 1998: Der Mann, der den Zügen nachsah; SWF; Regie: Walter Adler
  • 2000: Der abenteuerliche Simplicissimus; SWR; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 2000: Inspektor Jury steht im Regen; MDR; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 2001: Das Fräulein von Scudéry; SWR; Regie: Patrick Blank, Benno Schurr
  • 2002: Babuschka; SWR; Regie: Hartmut Kirste, Benno Schurr
  • 2002: Die Nippenheims; SWR Tübingen; Regie: Günter Maurer
  • 2002: Prometheus; MDR; Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 2003: Letzte Stunde; SWR; Regie: Anette Berger
  • 2004: Der zweite Fleck; SWR; Regie: Stefan Hilsbecher
  • 2004: Monopoly; SWR; Regie: Gerwig Epkes
  • 2004: Wo warst du, als das Feuer; SWR; Regie: Uta-Maria Heim
  • 2006: Ich war ein Affenkind; SWR; Regie: Oliver Sturm

Hörfunk-Features / -Dokumentationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit – Kinderheime in der DDR – Autor: Thomas GaevertSWR2, 55 Min.
  • 2009: Wege nach Oz – Autor: Thomas Gaevert – SWR2-Feature am Sonntag, 55 Min.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Dörnemann: Shakespeare-Theater: Bochum 1919-1979, Laupenmühlen-Druck 1979, S. 98
  2. Theater heute, Band 20, 1979, S. 56
  3. Fred Eckhard, Matthias Franck: Ihr für uns und wir für euch: 40 Jahre Ruhrfestspiele Recklinghausen, J.H.W. Dietz Nachfolger 1986, S. 218