Laar (Herford)

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Laar
Stadt Herford
Koordinaten: 52° 5′ 29″ N, 8° 35′ 9″ O
Höhe: 129 m ü. NN
Fläche: 4,8 km²
Einwohner: 467 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32051
Vorwahl: 05221
Herford-StadtDiebrockEickumElverdissenFalkendiekHerringhausenLaarSchwarzenmoorSchwarzenmoorStedefreundKarte
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Lage von Laar in Herford

Laar ist der nach Einwohnern kleinste Stadtteil der Stadt Herford. Am 31. Dezember 2015 wohnten dort 467 Personen[1]. Laar liegt an der südwestlichen Stadtgrenze.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laar grenzt im Norden an den Herforder Stadtteil Eickum und im Osten an die Herforder Stadtteile Diebrock und Stedefreund. Im Süden liegt Bielefeld-Brake und im Westen liegen die Bielefelder Stadtteile Vilsendorf und Jöllenbeck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 31. Dezember 1968 gehörte Laar zum Amt Herford-Hiddenhausen im Kreis Herford. Am 1. Januar 1969 wurde es in die damalige kreisfreie Stadt Herford eingemeindet, die ihrerseits in den Kreis Herford eingegliedert wurde.[2]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landschaftsbild ist weitgehend durch Landwirtschaft und einige Bachläufe geprägt. Neben einigen Wohnbereichen gibt es lediglich einzelne Industriebauten, Hochspannungsleitungen und das Umspannwerk. Der Bau der Mülldeponie mit dem größten freitragenden Dach Deutschlands wurde Ende 1995 eingestellt, nachdem 1994 damit begonnen worden war.

An der Vilsendorfer Straße betreibt der Unternehmer (Bugatti-Bekleidung) und Springreiter Wolfgang Brinkmann einen Reitstall.

Auferstehungskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auferstehungskirche

Die evangelische Auferstehungskirche an der Laarer Straße wurde 1962 erbaut. Bis 1959 war Laar Pfarrbezirk der Herforder Münster-Kirchengemeinde. Die jetzige Gemeinde umfasst die Herforder Stadtteile Laar und Stedefreund sowie den westlichen Teil von Eickum (Obereickum) und von Diebrock (Hollinde).

Das schlichte einschiffige Gebäude steht in Nord-Süd-Richtung. Der Türgriff am Portal zeigt das biblische Motiv Jona, der vom Wal ausgespien wurde, was im Neuen Testament als Symbol für die Auferstehung gilt. Auf dem großen Mittelfenster im Chorraum ist die Auferstehung Christi und auf dem Chorfenster auf der linken Seite die Taufe Jesu durch Johannes dargestellt. Das Chorfenster auf der rechten Seite zeigt das Gespräch Jesu mit Nikodemus. Drei weitere Fenster geben der Sakristei die Atmosphäre. Sie zeigen das Abendmahl, den ungläubigen Thomas, den Auferstandenen und Petrus. Der Altartisch stammt aus dem Betsaal der Alten Kapelle von 1875, die vorher an dieser Stelle stand. Auch das Kruzifix und die Kanzelfiguren im Amtszimmer erinnern noch daran. Die Kanzel auf der rechten Seite besteht aus Marmorsteinchen in Mosaik. Auf der anderen Seite steht der Taufstein aus geschliffenem Marmor.

Neben der Kirche liegt der städtische Friedhof Laar mit Wahlgräbern, Reihengräbern und Pflegereihengräbern.

Roonstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreuzungsbereich der Lübbecker Straße – Laarer Straße/Vilsendorfer Straße steht ein Denkmal des Bildhauers Heinrich Wefing für den preußischen General und Kriegsminister Albrecht von Roon. Es wurde 1913 vom Kriegerverein Laar-Hollinde errichtete. Im 20. Jahrhundert wurde es einmal umgesetzt.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Herford: Zahlen, Daten, Fakten
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 74.