Lengdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lengdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lengdorf
Lengdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lengdorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 473 m ü. NHN
Fläche: 33,94 km²
Einwohner: 2719 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84435
Vorwahl: 08083
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Lengdorf
Bischof-Arn-Platz 1
84435 Lengdorf
Webpräsenz: www.lengdorf.de
Bürgermeisterin: Gerlinde Sigl (CSU/Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Lengdorf im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Lengdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lengdorf liegt in der Region München im Tal der Isen etwa neun Kilometer westlich von Dorfen, 24 km nördlich von Ebersberg, 14 km südöstlich von Erding sowie 28 km vom Flughafen München entfernt. In die Landeshauptstadt München sind es 45 km, wobei künftig die lange geplante, jedoch höchst umstrittene Trasse der A 94 eine bessere Anbindung bieten soll.

Im Übrigen besitzt die Gemeinde Lengdorf im Ortsteil Thann einen Bahnhof an der Strecke München–Mühldorf am Inn, der etwa im Zweistundentakt bedient wird. Vom 27. September 1900 bis zum 28. September 1968 (Personenverkehr) bzw. 1. Dezember 1991 (Güterverkehr) wurde ferner die über Lengdorf führende Bahnstrecke Thann-Matzbach–Haag betrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lengdorf besteht aus den Gemarkungen Lengdorf und Matzbach. Gemeindeteile sind:[2]
Au, Außerbittlbach, Badberg, Biberg, Brandlengdorf, Bruck, Daigelspoint, Furtarn, Gmaind, Göttenbach, Graben, Graß, Grub, Harnisch, Hauzenöd, Höhenberg, Hönning, Holnburg, Holz, Holzen, Hundsöd, Innerbittlbach, Kohlwies, Kopfsburg, Krinning, Kühberg, Lacken, Langprenning, Lengdorf, Lieding, Linding, Mairhof, Matzbach, Mehnbach, Mitteröd, Niedergeislbach, Nodering, Nußrain, Obergeislbach, Obernumberg, Oberöd, Penzing, Reithal, Schachtenseeon, Schaftlding, Schlairdorf, Schröding, Seeon, Sollach, Thann, Unternumberg, Waidach, Weg, Weinhackl, Wenshof und Wimpasing.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wird Lengdorf erstmals 1090 und war über 500 Jahre Teil der nahe gelegenen Hofmark Kopfsburg, ab 1682/1685 Besitz des Hochstift Freising; heute ist Kopfsburg ein Ortsteil von Lengdorf. Lengdorf gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Matzbach eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1973, 1987 dann 2002 und im Jahr 2000 2449 Einwohner gezählt. Im Jahr 2014 waren es 2705 Einwohner.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Lengdorf

Das Wappen der Gemeinde Lengdorf wurde am 14. April 1967 festgelegt und am 9. Dezember 1981 bestätigt: „Durch einen goldenen Wellenbalken schräg geteilt von Rot und Schwarz; oben ein silberner Becher, unten eine silberne Salzkufe.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Rot-Gelb.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Gerlinde Sigl (CSU). Ihr Vorgänger war Siegfried Rübensaal (Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 941 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 95 T€.

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 107 und im Bereich Handel und Verkehr elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 819. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2452 ha, davon waren 1655 ha Ackerfläche und 796 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 93 Kindergartenplätze mit 92 Kindern
  • Volksschule: eine mit acht Lehrern und 181 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 88.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lengdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien