Wörth (Landkreis Erding)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wörth
Wörth (Landkreis Erding)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wörth hervorgehoben

Koordinaten: 48° 15′ N, 11° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Hörlkofen
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 21,05 km2
Einwohner: 4413 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 210 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85457
Vorwahlen: 08122, 08123
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 144
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erdinger Straße 8a
85457 Wörth
Website: www.vg-hoerlkofen.de/
Bürgermeister: Thomas Gneißl (ÜPWG)
Lage der Gemeinde Wörth im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Wörth ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörth liegt in der Region München im Tal der Sempt zwischen der Kreisstadt Erding und Markt Schwaben (jeweils 8 km entfernt) sowie 22 km westlich von Dorfen, 21 km südlich vom Flughafen München, 23 km nördlich von Ebersberg und rund 33 km von der Landeshauptstadt München entfernt.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren die Gemeindeteile Berg, Breitötting, Hofsingelding, Hörlkofen, Kirchötting, Lupperg, Maiszagl, Niederwörth, Rottmann, Sankt Kolomann, Sonnendorf, Teufstetten, Willgruber, Wifling und Wörth.[2]

Die einzige Gemarkung ist Wörth.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörth wurde im Jahre 788 zum ersten Mal als „Weride“ erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern, Grundherren war bis zur Säkularisation 1803 der Bischof von Freising.

Ab 1818[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 27. März 2016 wurde die Pfarrkirche St. Peter durch einen Brand beschädigt.[3]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 bildeten die Gemeinden Wörth und Walpertskirchen die Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen. Im Jahr 2000 wurde die Dorfmitte von Hörlkofen neu gestaltet. Hier wurde auch ein neues Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft angesiedelt.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[4]:

Stand Einwohner
1960 1811
1970 2277
1980 2690
1990 3112
1995 3886
2000 4384
2005 4517
Stand Einwohner
2006 4470
2007 4471
2008 4450
2009 4488
2010 4467
2011 4338
2012 4358
Stand Einwohner
2013 4376
2014 4355
2015 4403
2016 4437
2017 4414

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1946 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 79,20 Prozent. In den letzten zehn Jahre schrumpfte die Einwohnerzahl um 1,50 Prozent. In den letzten fünf Jahren nahm sie um 1,50 Prozent zu.

Kirche und Pfarrhaus in Wörth (Landkreis Erding)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Wörth (Landkreis Erding) hat 16 Mitglieder:[5]

  • CSU 3 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Grüne 3 Sitze
  • Überparteiliche Wählergemeinschaft 7 Sitze

(Stand: Kommunalwahlen in Bayern 2020)

Bürgermeister ist Thomas Gneißl (ÜPWG).

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Wörth wurde am 20. Februar 1967 festgelegt: „In Gold ein erhöhter, aufrechter und ein gesenkter, gestürzter blauer Wellensparren, die einen schwebenden, rot gekrönten Mohrenkopf einschließen.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Gelb-Blau-Gelb.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 189 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1468. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1363 ha, davon waren 1016 ha Ackerfläche und 341 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde Wörth verlaufen die Bahnstrecken München–Simbach und Markt Schwaben–Erding. An der Bahnstrecke München–Simbach liegt im Ortsteil Hörlkofen der Bahnhof Hörlkofen, der am 1. Mai 1871 eröffnet wurde.[6] Heute halten in Hörlkofen im Stundentakt Regionalbahnen der Südostbayernbahn.

An der Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding befindet sich der am 1. Juni 1890 eröffnete Haltepunkt St. Koloman. Von 1921 bis 1971 war zudem ein Haltepunkt in Wifling vorhanden. Der Haltepunkt St. Koloman ist seit 1972 in das Netz der S-Bahn München und den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert.[7] Er wird im 20/40-Minuten-Takt durch die S-Bahn-Linie S 2 bedient, die von Petershausen und Altomünster über München und Markt Schwaben nach Erding führt.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wörth liegt im Tarifgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). An das Busnetz des Verkehrsverbunds ist die Gemeinde durch zwei Buslinien angeschlossen. Die Linie 445 verkehrt von Ebersberg über Hohenlinden, Forstern, Pastetten, Hörlkofen und Wörth nach Erding. Die Buslinie verkehrt nur von Montag bis Freitag im Zweistundentakt. Die andere Linie ist ein Ruftaxi des MVVs mit der Liniennummer 5670. Die Linie verkehrt von Walpertskirchen über Wörth nach Erding. Sie verkehrt nur an Freitagen und Samstagen.[8]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 183 Kindern
  • Volksschule: eine mit 17 Lehrern und 368 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wörth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wörth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. pfarrei-woerth.de: Informationen zur Kirchensanierung
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 5. Juni 2019.
  5. Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Wörth - Übersicht. Abgerufen am 18. März 2020.
  6. Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4, S. 10.
  7. Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4, S. 170–175.
  8. Liniennetz vom Landkreis Erding (PDF; 727 kB) In: mvv-muenchen.de. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Archiviert vom Original am 1. April 2013. Abgerufen am 14. März 2013.